Discussion:
TV-Tipp: Die Amiga-Story, heute, 20:15, ZDFInfo
(zu alt für eine Antwort)
Dominik Heinrich
2017-04-27 06:05:00 UTC
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Raw Message
Zum 30 jährigen Jubiläum des Amiga 500 sendet ZDFInfo heute (27.04.2017)
um 20:15 Uhr die Dokumentation:

"Die Amiga-Story

Der in den USA entwickelte Heimcomputer Commodore Amiga hatte in den
1980ern großen Einfluss auf die Entwicklung von Videospielen und des
später populär werdenden PC.
Nach "Väter der Pixelmonster" über die Geschichte der britischen
Videospiele-Industrie, über deren Erfolg und Scheitern, erzählen die
Filmemacher Anthony und Nicola Caulfield in ihrem zweiten Dokumentarfilm
über die Geschichte der Computerspiele die "Amiga-Story"."

Ab 10:00 Uhr vorab auch in der Mediathek:
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-amiga-story-100.html

F'Up2 de.comp.sys.amiga
--
Grüße
Dominik
Andreas Bockelmann
2017-04-27 15:33:37 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Dominik Heinrich
Zum 30 jährigen Jubiläum des Amiga 500 sendet ZDFInfo heute (27.04.2017)
"Die Amiga-Story
timer added.

Danke.

f'up ignoriert, da Gruppe nicht bezogen...
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
F/V +49-3221-1143516
Ralf Kiefer
2017-04-27 21:00:39 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Dominik Heinrich
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-amiga-story-100.html
Ach Du sch%/$, da muß man 17,50Euros Haushaltszwangsabgabe bezahlen und
soll sich das per Flash anschauen müssen. Die müssen wohl
regierungsamtlich den Staatstrojaner verbreiten.

Die Inkompetenz hat noch einen Name: öffentlich-rechtliche
Sendeanstalten.
Post by Dominik Heinrich
F'Up2 de.comp.sys.amiga
Da bin ich nicht.

Falls jemand einen Link zu einem "ganz normalen" MP4-Format oder
ähnlichem hat, was der VLC Player anzeigen kann, dann bitte her damit.

Gruß, Ralf
Michael Engel
2017-04-27 21:42:07 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Dominik Heinrich
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-amiga-story-100.html
[...]
Post by Ralf Kiefer
Falls jemand einen Link zu einem "ganz normalen" MP4-Format oder
ähnlichem hat, was der VLC Player anzeigen kann, dann bitte her damit.
https://mediathekview.de

-- Michael
Hanno Foest
2017-04-27 22:35:14 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael Engel
Post by Ralf Kiefer
Falls jemand einen Link zu einem "ganz normalen" MP4-Format oder
ähnlichem hat, was der VLC Player anzeigen kann, dann bitte her damit.
https://mediathekview.de
ohgott, die 723. inkompatible Java-Version... dann lieber Flash, das ist
genauso gruselig von der Sicherheit her, aber kommt mit weniger
Versionierungsproblemen. Das einzige Mal, wo ich nicht bei der
Installation eines Java-Programm eine neue JRE installieren mußte, war
das Supermicro-IPMIview... das brachte nämlich gleich eine passende mit.
Warum machen das nicht alle so?

Gibts nicht etwas, was cross plattform ist? Angeblich war das Web doch
mal so gedacht. Also irgendwas mit http:// am Anfang und .mp4 am Ende.

Aber ich denke wohl zu einfach für die moderne Welt.

Hanno
Michael Engel
2017-04-27 22:43:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hanno Foest
Post by Michael Engel
Post by Ralf Kiefer
Falls jemand einen Link zu einem "ganz normalen" MP4-Format oder
ähnlichem hat, was der VLC Player anzeigen kann, dann bitte her damit.
https://mediathekview.de
ohgott, die 723. inkompatible Java-Version... dann lieber Flash, das ist
genauso gruselig von der Sicherheit her, aber kommt mit weniger
Versionierungsproblemen. Das einzige Mal, wo ich nicht bei der
Installation eines Java-Programm eine neue JRE installieren mußte, war
das Supermicro-IPMIview... das brachte nämlich gleich eine passende mit.
Warum machen das nicht alle so?
Weil dann vermutlich Varianten der JRE für zwei Dutzend Windows, OSX und
Linux mitgeliefert werden müssten, vermute ich.
Post by Hanno Foest
Gibts nicht etwas, was cross plattform ist?
Dabei sollte Java doch sooo toll cross plattform sein :-). Jaja. "write once, debug
everywhere"...
Post by Hanno Foest
Angeblich war das Web doch
mal so gedacht. Also irgendwas mit http:// am Anfang und .mp4 am Ende.
Aber ich denke wohl zu einfach für die moderne Welt.
Ich denke, das ist auch einfach nicht gewollt, da das ÖRTV ja die Sendungen
zeitnah depubliziert. Dafür ist Flash ganz praktisch, das kann Otto Normaluser
nicht so einfach auf der Platte speichern. Der Mediathek-Viewer erlaubt aber
insbesondere den mp4-Download.

-- Michael
Arno Welzel
2017-04-28 06:22:39 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hanno Foest
Post by Michael Engel
Post by Ralf Kiefer
Falls jemand einen Link zu einem "ganz normalen" MP4-Format oder
ähnlichem hat, was der VLC Player anzeigen kann, dann bitte her damit.
https://mediathekview.de
ohgott, die 723. inkompatible Java-Version... dann lieber Flash, das ist
genauso gruselig von der Sicherheit her, aber kommt mit weniger
Versionierungsproblemen. Das einzige Mal, wo ich nicht bei der
Installation eines Java-Programm eine neue JRE installieren mußte, war
das Supermicro-IPMIview... das brachte nämlich gleich eine passende mit.
Warum machen das nicht alle so?
Gibts nicht etwas, was cross plattform ist? Angeblich war das Web doch
mal so gedacht. Also irgendwas mit http:// am Anfang und .mp4 am Ende.
<https://rodlzdf-a.akamaihd.net/none/zdf/17/04/170427_amiga_inf/1/170427_amiga_inf_2328k_p35v13.mp4>
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-04-28 11:39:18 UTC
Permalink
Raw Message
Arno Welzel wrote:

<https://rodlzdf-a.akamaihd.net...

Danke. Download läuft jetzt für mindestens 1,5h.

Gruß, Ralf
Hanno Foest
2017-04-28 12:57:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
Post by Hanno Foest
Gibts nicht etwas, was cross plattform ist? Angeblich war das Web doch
mal so gedacht. Also irgendwas mit http:// am Anfang und .mp4 am Ende.
<https://rodlzdf-a.akamaihd.net/none/zdf/17/04/170427_amiga_inf/1/170427_amiga_inf_2328k_p35v13.mp4>
Merci!

Hanno
Andreas Kohlbach
2017-04-28 20:30:25 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
<https://rodlzdf-a.akamaihd.net/none/zdf/17/04/170427_amiga_inf/1/170427_amiga_inf_2328k_p35v13.mp4>
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--
Andreas
You know you are a redneck if
you've never paid for a haircut.
Axel Schwenke
2017-05-02 22:17:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hanno Foest
Post by Michael Engel
Post by Ralf Kiefer
Falls jemand einen Link zu einem "ganz normalen" MP4-Format oder
ähnlichem hat, was der VLC Player anzeigen kann, dann bitte her damit.
https://mediathekview.de
ohgott, die 723. inkompatible Java-Version...
Was auch immer du damit meinst. Bei mir läuft mediathekview ganz normal mit
der JRE, die Debian standardmäßig installiert. Da ist auch nichts irgendwie
kritisches drin. Für das Abspielen von Inhalten verläßt sich das Programm
auf mplayer oder vlc. Der Rest ist sehr plattformunabhängig und eben deshalb
sinnvoll in Java implementiert.
Post by Hanno Foest
Gibts nicht etwas, was cross plattform ist? Angeblich war das Web doch mal
so gedacht. Also irgendwas mit http:// am Anfang und .mp4 am Ende.
Aber ich denke wohl zu einfach für die moderne Welt.
Beschwere dich bei den ÖR. *Die* gestalten ihre Mediatheken (mutmaßlich
absichtlich) im WWW extra so, daß man die Abruf-URL der Inhalte nicht so
einfach extrahieren kann.

Mediathekview ist so gesehen einfach nur eine GUI, die ein einfaches Browsen
durch das vorverarbeitete Verzeichnis der diversen Mediatheken ermöglicht.
Der "harte" Teil ist das Erstellen eben jener Verzeichnisse durch angepaßte
(und wie man hört, sehr wartungsintensive) Crawler, die die öffentlichen
Mediathek-Angebote durchsuchen und zusammenfassen.

Für Hartgesottene gibt es mit 'mtscape' auch ein Ruby-Skript, das Inhalte in
verschiedenen Mediatheken finden und die URL an einen Mediaplayer
weitergeben konnte. Aber es wird halt seit einiger Zeit nicht mehr gepflegt.
Mediathekview hingegen existiert noch und ich bin allen Beteiligten
ausgesprochen dankbar dafür.

Deine Kritik geht um 100% am Ziel vorbei.
Hanno Foest
2017-05-03 12:49:17 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Axel Schwenke
Post by Hanno Foest
Post by Michael Engel
https://mediathekview.de
ohgott, die 723. inkompatible Java-Version...
Was auch immer du damit meinst. Bei mir läuft mediathekview ganz normal mit
der JRE, die Debian standardmäßig installiert.
Das ist ganz toll für dich. openjdk-7-jre auf meiner Ubuntu 14.04 -
eigentlich nicht SO alt - lieferte mir dennoch irgendeinen "Java zu alt"
Fehler. Also openjdk-8-jre installiert. Geht nicht, weil javafx fehlt.
Ich hab dann später openjdk-8-jdk installiert und das nachkompiliert.
Hat fast ne Stunde gedauert.

Leider ist das meine Erfahrung mit allem, was irgendwie Java benötigt -
mal eben schnell geht da gar nichts. Ich glaub, ich hab für meine
OpenIPMIs, Switch- und Firewallconfigtools kein Java Runtime, was auch
nur mit zwei davon läuft. Also bekommt jedes Tool sein eigenes
Verzeichnis mit seiner eigenen Runtime und wird von seinem eigenen
Startskript mit vollem Pfad gestartet. Scheint mir irgendwie nicht im
Sinne des Erfinders, aber was weiß ich schon.
Post by Axel Schwenke
Beschwere dich bei den ÖR. *Die* gestalten ihre Mediatheken (mutmaßlich
absichtlich) im WWW extra so, daß man die Abruf-URL der Inhalte nicht so
einfach extrahieren kann.
Über die beschweren sich gerade im Thread schon genug andere...
Post by Axel Schwenke
Mediathekview hingegen existiert noch und ich bin allen Beteiligten
ausgesprochen dankbar dafür.
Das ist ja auch ganz toll und ich finde das auch gut, ändert aber nichts
daran, daß 90% aller von mir beobachteten Inkompatibilitätsprobleme auf
Java zurückzuführen sind.

Ich weiß, schlimmer geht immer, es könnte C# bzw. .NET sein.
Post by Axel Schwenke
Deine Kritik geht um 100% am Ziel vorbei.
Du hast nicht verstanden, worauf sich meine Kritik bezog.

Hanno
Ralf Kiefer
2017-05-03 14:02:08 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hanno Foest
Leider ist das meine Erfahrung mit allem, was irgendwie Java benötigt -
mal eben schnell geht da gar nichts.
ACK. Ich habe hier Java 7 laufen, weil ich das seinerzeit für ein
anderes Projekt mit Java brauchte. Daher bleibt's bei einem
MediathekView 9. Spätere Versionen forderten ein Java-Update. Vergeblich
:-)
Post by Hanno Foest
Post by Axel Schwenke
Mediathekview hingegen existiert noch und ich bin allen Beteiligten
ausgesprochen dankbar dafür.
Das ist ja auch ganz toll und ich finde das auch gut
Irgendwann im Herbst letzten Jahres gab's die Ansage, daß die Listen für
MediathekView nicht mehr generiert werden würden. Es gibt sie noch :-)

Gruß, Ralf
Ralf Kiefer
2017-04-28 11:39:19 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael Engel
https://mediathekview.de
Da hatte ich es gesten Abend nicht gefunden. Da ich mich mit
Fernsehprogrammen nicht auskenne (ich war gestern gerade Kläger beim
Verwaltungsgericht gegen "nette"[tm] Aktionen des Spätzlefunks), hielt
ich ZDF-Info für ein zusätzliches Angebot neben dem ZDF.

Gruß, Ralf
Christian Potzinger
2017-04-28 06:21:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Ach Du sch%/$, da muß man 17,50Euros Haushaltszwangsabgabe
bezahlenund soll sich das per Flash anschauen müssen.
Die müssen wohl regierungsamtlich den Staatstrojaner
verbreiten.
Wieso müssen? Hier[TM] kann ich das auf meinem FX ganz
ohne Flash angucken.
Post by Ralf Kiefer
Die Inkompetenz hat noch einen Name: öffentlich-rechtliche
Sendeanstalten.
[...]
Post by Ralf Kiefer
Falls jemand einen Link zu einem "ganz normalen" MP4-Format
oder ähnlichem hat, was der VLC Player anzeigen kann, dann
bitte her damit.
Wenn ich (mit einem der unzähligen Video-Download-AddOns) das
Video downloade, dann *ist* es im MP4 Container...
--
ryl: G'Kar
Arno Welzel
2017-04-28 06:18:18 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Dominik Heinrich
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-amiga-story-100.html
Ach Du sch%/$, da muß man 17,50Euros Haushaltszwangsabgabe bezahlen und
soll sich das per Flash anschauen müssen. Die müssen wohl
regierungsamtlich den Staatstrojaner verbreiten.
Die Inkompetenz hat noch einen Name: öffentlich-rechtliche
Sendeanstalten.
Hier nicht - da läuft das ganz ohne Flash.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Andreas Kohlbach
2017-04-28 20:32:12 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
Post by Ralf Kiefer
Post by Dominik Heinrich
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-amiga-story-100.html
Ach Du sch%/$, da muß man 17,50Euros Haushaltszwangsabgabe bezahlen und
soll sich das per Flash anschauen müssen. Die müssen wohl
regierungsamtlich den Staatstrojaner verbreiten.
Die Inkompetenz hat noch einen Name: öffentlich-rechtliche
Sendeanstalten.
Hier nicht - da läuft das ganz ohne Flash.
Hier auch. Aber ich wollte es downloaden, was fehl schlug, egal was ich
versuchte (youtube-dl, Browser-Extension...). Arnos Link funktioniert aber. :-)
--
Andreas
You know you are a redneck if
you've never paid for a haircut.
Christian Potzinger
2017-04-29 08:43:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Hier auch. Aber ich wollte es downloaden, was fehl schlug,
egal was ich versuchte (youtube-dl, Browser-Extension...).
FYI: Funktionieren tun (getestet): Die AddOns:

(1) Video Downloadhelper
(2) Flash Video Downloader

(1)
<https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/video-downloadhelper/?src=ss>
(2)
<https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/flash-video-downloader/?src=ss>
Post by Andreas Kohlbach
Arnos Link funktioniert aber. :-)
Dann passt es ja :) Aber vielleicht kannst du einen funktionierenden
Video Downloader ja auch in Zukunft mal brauchen...
--
ryl: G'Kar
Andreas Kohlbach
2017-04-29 16:44:59 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Christian Potzinger
Post by Andreas Kohlbach
Hier auch. Aber ich wollte es downloaden, was fehl schlug,
egal was ich versuchte (youtube-dl, Browser-Extension...).
(1) Video Downloadhelper
(2) Flash Video Downloader
(1)
<https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/video-downloadhelper/?src=ss>
(2)
<https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/flash-video-downloader/?src=ss>
Post by Andreas Kohlbach
Arnos Link funktioniert aber. :-)
Dann passt es ja :) Aber vielleicht kannst du einen funktionierenden
Video Downloader ja auch in Zukunft mal brauchen...
Einen downloadhelper habe ich. Normal sollte in der Webseite dann ein
Knopf zum Download erscheinen. Kam aber nicht.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you've never paid for a haircut.
Christian Potzinger
2017-04-29 16:52:00 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Post by Christian Potzinger
Dann passt es ja :) Aber vielleicht kannst du einen funktionierenden
Video Downloader ja auch in Zukunft mal brauchen...
Einen downloadhelper habe ich.
Und jetzt kennst du sogar einen funktionierenden ;) Ernsthaft,
ich kenn das, dass bei der einen Seite der DL funktioniert
und auf einer anderen Seite wieder ein anderer. Die 2 hab ich
genannt, weil die am öftesten funktionieren. HTH.
Post by Andreas Kohlbach
Normal sollte in der Webseite dann ein Knopf
zum Download erscheinen. Kam aber nicht.
Life's a Bitch...
--
ryl: G'Kar
Kay Martinen
2017-04-30 01:29:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Ach Du sch%/$, da muß man 17,50Euros Haushaltszwangsabgabe bezahlen und
soll sich das per Flash anschauen müssen. Die müssen wohl
regierungsamtlich den Staatstrojaner verbreiten.
Du hast keinen Fernseher? Muss ja nicht gleich ein Schlau-TV von Samsung
sein (von wg. Trojaner)
Post by Ralf Kiefer
Falls jemand einen Link zu einem "ganz normalen" MP4-Format oder
ähnlichem hat, was der VLC Player anzeigen kann, dann bitte her damit.
Du hast nur einen Computer UND keine SAT-Empfangs-karte - oder einen
PVR-Receiver? Ich hab es so aufgezeichnet. Dafür ist mir meine
Bandbreite zu schmal und wenn ich die wahl hab zwischen Broadcast
aufzeichnen und stream dann wähle ich ersteren.

Ob man einen Privat erstellten Mitschnitt an andere ÖR-"Kunden" weiter
geben darf entzieht sich meiner Kenntniss. DL ist sicher schneller als
eine DVD zu brennen und zu schicken.

Kay
Ralf Kiefer
2017-04-30 07:27:27 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Kay Martinen
Du hast keinen Fernseher?
Selbstverständlich nicht.
Post by Kay Martinen
Du hast nur einen Computer UND keine SAT-Empfangs-karte
Computer ja, mehrere sogar :-) Aber das Weitere würde hier Kosten ohne
Nutzen verursachen.
Post by Kay Martinen
Ob man einen Privat erstellten Mitschnitt an andere ÖR-"Kunden" weiter
geben darf entzieht sich meiner Kenntniss.
Ich hatte es mir aus der Mediathek kopiert und gestern angeschaut. Der
Film hätte 30min kürzer sein können, denn die ganze belanglose
Lobhudelei auf den Amiga wäre nicht nötig gewesen. Die hätten
stattdessen die "revolutionär neue" Hard- und Software mit dem
vergleichen sollen, was andere zur selben Zeit auf dem Markt oder in der
Entwicklung hatten. Ein Vergleich mit Konzepten aus der darüberliegenden
Preisklasse, den damals sogenannten Workstations, wäre angebracht
gewesen, um die Amiga-Entwicklung ins Preis-Leistungs-Gefüge der Zeit
einzuordnen. Ein paar technische Details mehr hätten genausowenig
geschadet. Aber immer nur "wir haben jetzt den 68000 und der ist so viel
besser als die 8bit" wurde langweilig.

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2017-04-30 15:50:03 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Du hast keinen Fernseher?
Selbstverständlich nicht.
Ach sooooo.
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Du hast nur einen Computer UND keine SAT-Empfangs-karte
Computer ja, mehrere sogar :-) Aber das Weitere würde hier Kosten ohne
Nutzen verursachen.
Ähm, ja, ich bin auch nicht sicher ob man einer PDP, VAX, Sparcstation
einen PCI-Bus anknödeln könnte. Aber wenn selbst der 64'er mit externer
Hardware zum Videograbber werden konnte ist die Hoffnung ja noch nicht
ganz verloren.
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Ob man einen Privat erstellten Mitschnitt an andere ÖR-"Kunden" weiter
geben darf entzieht sich meiner Kenntniss.
Ich hatte es mir aus der Mediathek kopiert und gestern angeschaut. Der
Wenn du mehrere "neuartige Empfangsgeräte" hast, wird es auch nicht
teurer wenn du einen Fernseher u/o. Sat-receiver hättest. Die
Schutzgeld-zahlung an die ÖR ist sowieso fällig.
Post by Ralf Kiefer
Film hätte 30min kürzer sein können, denn die ganze belanglose
Lobhudelei auf den Amiga wäre nicht nötig gewesen. Die hätten
stattdessen die "revolutionär neue" Hard- und Software mit dem
vergleichen sollen, was andere zur selben Zeit auf dem Markt oder in der
Entwicklung hatten. Ein Vergleich mit Konzepten aus der darüberliegenden
Preisklasse, den damals sogenannten Workstations, wäre angebracht
gewesen, um die Amiga-Entwicklung ins Preis-Leistungs-Gefüge der Zeit
einzuordnen. Ein paar technische Details mehr hätten genausowenig
geschadet. Aber immer nur "wir haben jetzt den 68000 und der ist so viel
besser als die 8bit" wurde langweilig.
Definitiv auch mein Eindruck. In weiten Teilen hatte ich den eindruck
ich wäre wieder in der "Atari Story" die davor lief. Und die sich zu
weiten Teilen mit den vergrabenen E.T. Modulen befasste - statt mit der
Technik der Geräte selbst. Stattdessen bestehen beide aus endlose
Interview-versatzstücke in denen irgendwelche Beteiligten erklärten das
und warum sie damals so Toll waren.

Das waren beides eher Zeitgeist-rückblenden ohne interessante oder
nützliche Technikinfos.

Kay
Andreas Kohlbach
2017-04-30 21:04:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Du hast keinen Fernseher?
Selbstverständlich nicht.
Ach sooooo.
Wie? Habt ihr Fernseher?

Meinen 1999 verkauft, seit dem keinen mehr. Oder auch kein Radio oder TV
Karte. Wäre ich noch in D, wäre ich einer, der GEZ zahlen müsste, ohne
jedweden Gegenwert zu erhalten.

Auf dem Computer hole ich mir nur (meist US-) Serien oder Filme im
Original, dass auch dort keine GEZ entstehen würde, wäre ich noch in
D. Auch wenn ich dafür zahle (an die Amis halt :-).
--
Andreas
You know you are a redneck if
your local ambulance has a trailer hitch.
Arno Welzel
2017-05-02 07:32:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Du hast keinen Fernseher?
Selbstverständlich nicht.
Ach sooooo.
Wie? Habt ihr Fernseher?
Meinen 1999 verkauft, seit dem keinen mehr. Oder auch kein Radio oder TV
Karte. Wäre ich noch in D, wäre ich einer, der GEZ zahlen müsste, ohne
jedweden Gegenwert zu erhalten.
Du hättest dann keinen Internetzugang und keinen Computer, der Audio und
Video anzeigen kann? Das genügt mittlerweile für die ÖR Sender - ja,
auch das TV-Liveprogramm wird mittlerweile per Stream zugänglich gemacht
und ÖR Radio schon recht lange auch auf diesem Weg.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-05-02 11:37:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
Du hättest dann keinen Internetzugang und keinen Computer, der Audio und
Video anzeigen kann? Das genügt mittlerweile für die ÖR Sender - ja,
auch das TV-Liveprogramm wird mittlerweile per Stream zugänglich gemacht
und ÖR Radio schon recht lange auch auf diesem Weg.
Das, was die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten meinen, ist nicht
unbedingt rechtskonform. Mittlerweile sind über 50(!) Verfahren alleine
beim Bundesverfassungsgericht anhängig und angenommen. Alleine die Hürde
zu nehmen, daß die eine Beschwerde annehmen und nicht direkt
aussortieren, ist relativ hoch. Daher ist 50 eine recht bedeutende Zahl.

D.h. es bestehen tatsächliche Zweifel an der aktuellen Rechtssituation
bzgl. dieser Sendeanstalten sowie der Haushaltszwangsabgabe.

Außerdem ist die Zahl der Verfahren zwischen Rundfunkanstalten und
Bürger bereits im Bereich >1Million in .de. Bevor Du fragst, warum man
davon nichts hört und liest: die Rundfunkanstalten haben keinerlei
Interesse darüber zu berichten, die meisten Printmedien genausowenig,
weil gerade bei den großen Verlagshäusern eine Kooperation mit
öffentlich-rechtlichen Sendenanstalten besteht, siehe z.B. SZ, SpOn und
NDR.

Soll heißen: nur weil die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ihren
Grundversorgungsauftrag derart interpretieren, daß sie die
Grundversorgung mit Hilfe der Finanzierung durch die Zwangsabgaben ins
Internet ausdehnen "müssen", ist schon rechtlich bedenklich. Ich fragte
seinerzeit "meinen" MdL, ob er mir den Beschluß erklären könne, den er
seinerzeit als Christpopulist in Stuttgart mitgetragen hatte. Antwort?
Natürlich keine. Ein MdL dieser Partei (unter Mappus) fühlt nicht mal
eine moralische Verpflichtung seine Entscheidungen in seinem Wahlkreis
zu erklären.

Die zweite Stufe die kritisierte Ausdehnung des "Programmangebots"
(heute inkl. Äpps, usw.) ins Internet als privaten Internet-Zugang im
Sinne des Rundfunks gebührenpflichtig zu machen, war der nächste
Rechtsbruch. Aktuell sind wir bei der 3. Stufe, der
Haushaltszwangsabgabe. Die wird dadurch nicht besser, daß bereits die
beiden Stufen vorher nicht im Sinne des ursprünglichen
Rundfunkfinanzierungsmodells waren.

Gruß, Ralf
Arno Welzel
2017-05-02 16:23:19 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Du hättest dann keinen Internetzugang und keinen Computer, der Audio und
Video anzeigen kann? Das genügt mittlerweile für die ÖR Sender - ja,
auch das TV-Liveprogramm wird mittlerweile per Stream zugänglich gemacht
und ÖR Radio schon recht lange auch auf diesem Weg.
Das, was die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten meinen, ist nicht
unbedingt rechtskonform. Mittlerweile sind über 50(!) Verfahren alleine
beim Bundesverfassungsgericht anhängig und angenommen. Alleine die Hürde
zu nehmen, daß die eine Beschwerde annehmen und nicht direkt
aussortieren, ist relativ hoch. Daher ist 50 eine recht bedeutende Zahl.
D.h. es bestehen tatsächliche Zweifel an der aktuellen Rechtssituation
bzgl. dieser Sendeanstalten sowie der Haushaltszwangsabgabe.
Mag sein. Aber die Rechtssituation ist bislang eben so, wie sie ist,
egal ob Zweifel daran bestehen, oder nicht.

Daher ist das Argument "für etwas zahlen, dass man nicht nutzen kann"
ziemlich sinnlos, wenn man bedenkt, dass man das ÖR Programm eben nicht
nur über den Empfang per Antenne oder Kabel bekommen kann und "nicht
nutzen können" zur absoluten Ausnahmen zählen dürfte.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-05-02 16:48:53 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
Daher ist das Argument "für etwas zahlen, dass man nicht nutzen kann"
ziemlich sinnlos
Das fand noch nie Anerkennung bei deutschen Gerichten, obwohl auch dabei
die Gerichte bzw. die Einflüsterer der Rundfunkgebührenstaatsverträge
schon weltfremd waren. Heute geht es um "für etwas zahlen, dass man
nicht nutzen möchte und nicht nutzt".

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2017-05-02 21:02:13 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Daher ist das Argument "für etwas zahlen, dass man nicht nutzen kann"
ziemlich sinnlos
Das fand noch nie Anerkennung bei deutschen Gerichten, obwohl auch dabei
die Gerichte bzw. die Einflüsterer der Rundfunkgebührenstaatsverträge
schon weltfremd waren. Heute geht es um "für etwas zahlen, dass man
nicht nutzen möchte und nicht nutzt".
Ich kann mich an Vermieter hier bei uns erinnern die sich zu GEZ-Zeiten
die arbeit machten eine, oder mehrere Wohnungen die für einige Tage
nicht vermietet werden konnten dort ab, und später wieder an, zu melden.

Ich finde die Argumentation mit den "Neuartigen Empfangsgeräten" auch
ein Fragwürdiges Konstrukt das m.E. so keinen Bestand haben kann und darf.

Andererseits habe ich auch etliche Jahre den Preis eines "bis zu 6Mbit"
Schnellen DSL-Anschlußes bezahlen müssen, obwohl meine Miet/Wohn-lage
nur 0,4Mbit hergab. Das ist ebenso in keiner Relation stehend und
unfair. Ich bezahlte also für die Doppelte Minderleistung lange den
Vollen Preis.

Es ist nicht meine Schuld das die Telekom hier nur im Nachbarort (4,7Km
entfernt) einen DSLAM aufstellte, und kein Interesse am Weiteren Ausbau
hat. Es ist auch nicht meine Schuld das sie dort nur so wenige RAM-Ports
haben und nicht mehr. Ebenso wenig kann ich dafür das nun ein Port frei
wurde und ich wenigstens jetzt meistens 2Mbit hab. :-)

Und das ich Computer (schon) benutzte noch bevor man damit Radio und TV
empfangen konnte, dafür kann ich ebenfalls nichts. Aber zahlen darf man
nun trotzdem in dem Fall.

Ich habe allerdings immer Radio und Fernsehen gehört und gesehen und in
so weit geht es mit der Gebühr dafür in Ordnung.

Aber das irgend einem Sesselpupser dort die Eingebung kam "wenn man
damit empfangen kann ist es ein Empfangsgerät"... das finde ich
reichlich schräge.

Insgesamt finde ich es also so was von Abgehoben für "neuartige"
Empfänger extra zu kassieren das mir spontan die "Weltraumtheorie" in
den Sinn kommt und ich frage:

Was ist mit den riesen Antennenschüsseln der NSA, der DLR, ESA der
Radioastronomen hier in DE u.s.w. etc. p.p. die "prinzipiell" ebenso zum
Empfang dieser Programme geeignet sind. Zahlen die Pro Schüssel auch
eine Haushaltsabgabe?

Mir fällt grad ein das ich nicht weiß ob man aktuell für Computer extra
Zahlt (anfangs war es IMHO so) oder ob das nun bei angemeldetem Radio
und TV eh inkludiert ist (wie ich später mal las).

Da ich eh Radio und TV angemeldet hab kann ich mich also jetzt nicht mal
beschweren, oder?

Kay
Gerrit Heitsch
2017-05-03 07:00:59 UTC
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Raw Message
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Daher ist das Argument "für etwas zahlen, dass man nicht nutzen kann"
ziemlich sinnlos
Das fand noch nie Anerkennung bei deutschen Gerichten, obwohl auch dabei
die Gerichte bzw. die Einflüsterer der Rundfunkgebührenstaatsverträge
schon weltfremd waren. Heute geht es um "für etwas zahlen, dass man
nicht nutzen möchte und nicht nutzt".
Ich kann mich an Vermieter hier bei uns erinnern die sich zu GEZ-Zeiten
die arbeit machten eine, oder mehrere Wohnungen die für einige Tage
nicht vermietet werden konnten dort ab, und später wieder an, zu melden.
Ich finde die Argumentation mit den "Neuartigen Empfangsgeräten" auch
ein Fragwürdiges Konstrukt das m.E. so keinen Bestand haben kann und darf.
Vor allem weil die Sender ungefragt eine Präsenz im Netz aufgebaut haben
und sobald die stand mit dem Argument kamen, daß man jetzt auch per Netz
ihre Inhalte abrufen könnte und doch bitte dafür bezahlen soll. Wer hat
die denn eingeladen?
Post by Kay Martinen
Aber das irgend einem Sesselpupser dort die Eingebung kam "wenn man
damit empfangen kann ist es ein Empfangsgerät"... das finde ich
reichlich schräge.
Vor allem hat er den Unterschied zwischen Rundfunk und Internet nicht
verstanden.

Gerrit
Sebastian Barthel
2017-05-03 09:21:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gerrit Heitsch
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Daher ist das Argument "für etwas zahlen, dass man nicht nutzen kann"
ziemlich sinnlos
Das fand noch nie Anerkennung bei deutschen Gerichten, obwohl auch
dabei die Gerichte bzw. die Einflüsterer der
Rundfunkgebührenstaatsverträge schon weltfremd waren. Heute geht es um
"für etwas zahlen, dass man nicht nutzen möchte und nicht nutzt".
Ich finde die Argumentation mit den "Neuartigen Empfangsgeräten" auch
ein Fragwürdiges Konstrukt das m.E. so keinen Bestand haben kann und darf.
Vor allem weil die Sender ungefragt eine Präsenz im Netz aufgebaut haben
und sobald die stand mit dem Argument kamen, daß man jetzt auch per Netz
ihre Inhalte abrufen könnte und doch bitte dafür bezahlen soll. Wer hat
die denn eingeladen?
Das ist nicht deren Selbstverständnis. Ich glaube, das wird dort eher so
gesehen, daß sie den Auftrag haben, staatstragende bzw. stabilisierende
Informationen zu verteilen - und genau das machen sie dann auch.

Unabhängig vom Medium.

Deswegen ist das Thema nicht eine ungefragte Webpräsenz, sondern, ob man
generell so einen Informationsverteiler haben möchte. Und das ist dann
eine ganz andere Diskussion.

Und wenn man sieht, was passiert, wenn jeder anfängt Nachrichten zu
streuen und niemand darauf achtet, wie hoch deren Wahrheitsgehalt ( im
Sinne von: wenigstens ein bißchen prüfbare Orientierung an der Realität )
ist, kann man doch gerade heut' auch schön beobachten. So gesehen ist
nämlich so ein halbwegs verläßliches Medium wohl gar nicht so unwichtig.

Und wenn sich das wirklich auf Nachrichten und Kulturförderung und
Auslandsberichterstattung beschränken würde, wäre das ganze Thema
wahrscheinlich auch gar keines. Die Streitpunkte, die es letztlich dann
auch so teuer machen, daß solche halbgaren Lösungen wie Zwangsabgaben aus
der Mottenkiste geholt werden, sind doch so Geschichten wie
Fußballweltmeisterschaften, Schlagerhitparaden, Song-Contests mit
Conchita, das gesamte Vorabend- und Serienprogramm und fragwürdige Film-
Eigenproduktionen.
Post by Gerrit Heitsch
Post by Kay Martinen
Aber das irgend einem Sesselpupser dort die Eingebung kam "wenn man
damit empfangen kann ist es ein Empfangsgerät"... das finde ich
reichlich schräge.
Vor allem hat er den Unterschied zwischen Rundfunk und Internet nicht
verstanden.
Das ist aus dieser Sicht dann auch relativ egal, da kannst Du noch froh
sein, daß nicht eine SD Karte mit Inhalten vom Boten ausgetragen wird -
täglich.
Hanno Foest
2017-05-03 13:01:37 UTC
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Raw Message
Post by Sebastian Barthel
Das ist nicht deren Selbstverständnis. Ich glaube, das wird dort eher so
gesehen, daß sie den Auftrag haben, staatstragende bzw. stabilisierende
Informationen zu verteilen - und genau das machen sie dann auch.
Die Filterung im Sinne der Staatsräson, für die ich obendrein noch
bezahlen darf, gefällt mir aber immer weniger.
Post by Sebastian Barthel
Und wenn man sieht, was passiert, wenn jeder anfängt Nachrichten zu
streuen und niemand darauf achtet, wie hoch deren Wahrheitsgehalt ( im
Sinne von: wenigstens ein bißchen prüfbare Orientierung an der Realität )
ist, kann man doch gerade heut' auch schön beobachten. So gesehen ist
nämlich so ein halbwegs verläßliches Medium wohl gar nicht so unwichtig.
Es *wäre* gar nicht so unwichtig - wenn es das denn gäbe. Auf die ARD
mit ihrer Ukraineberichterstattung ist ziemlich viel eingeschlagen
worden, bis hin zu einer Rüge des Programmbeirats. Alle paar Tage gab es
neue russische Panzerverbände, die in die Ukraine einrückten, und von
denen einen Tag später nicht mehr die Rede war. Hatten sich wohl in Luft
aufgelöst. - Sowas kann ja mal passieren, aber nicht mehrmals
hintereinander: Irgendwann fange ich an, Absicht zu unterstellen.

Als die ARD über den französischen Einsatz in Mail berichtete, hab ich
mal https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Prinzipien_der_Kriegspropaganda
als Checkliste benutzt. Ich bin auf 7/10 gekommen. Beachtlich - man hat
offenbar seit dem Irakkrieg nichts dazugelernt.

Ich fang hier jetzt nicht an, was von Lügenpresse zu erzählen, aber man
sollte sich schon darüber im Klaren sein, daß man manipuliert wird, und wie.

Hanno
Ralf Kiefer
2017-05-03 14:02:09 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Hanno Foest
Ich fang hier jetzt nicht an, was von Lügenpresse zu erzählen, aber man
sollte sich schon darüber im Klaren sein, daß man manipuliert wird, und wie.
Mein Mißtrauen ist schon sehr alt. Als ich seinerzeit Deutschland gegen
die DDRler verteidigen mußte, erhielt ich Kost und Logis nahe dem
geplanten Einsatzort an der DDR-Grenze. Der positive Aspekt: 19:00
Heute, 19:30 Aktuelle Kamera, 20:00 Tagesschau. Ab diesem Zeitpunkt war
mir klar, daß die Wahrheit dazwischen liegt und keine Seite
propagandafrei darstellt. Die 15Monate hatten unerwart einen positiven
Bildungsaspekt :-)

Später wiederholte sich das immer wieder: auf Reisen im Maghreb oder
Nahen Osten gab's im Hotelfernseher üblicherweise Al Jazeera und CNN,
manchmal sogar "Deutsche Welle TV", also auftragsgemäß steuerfinanzierte
Staatspropaganda, weswegen die nicht innerhalb der deutschen Grenzen
konsumiert werden kann. Dabei fällt einem so manches auf :-)

Wenn man zugleich beispielsweise in einem Land wie dem Iran unterwegs
ist und die Darstellung dieses Landes aus den transatlantischen Medien
kennt, wurde einiges noch auffälliger.

Gruß, Ralf
Andreas Kohlbach
2017-05-03 19:57:23 UTC
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Raw Message
Post by Sebastian Barthel
Post by Gerrit Heitsch
Vor allem weil die Sender ungefragt eine Präsenz im Netz aufgebaut haben
und sobald die stand mit dem Argument kamen, daß man jetzt auch per Netz
ihre Inhalte abrufen könnte und doch bitte dafür bezahlen soll. Wer hat
die denn eingeladen?
Das ist nicht deren Selbstverständnis. Ich glaube, das wird dort eher so
gesehen, daß sie den Auftrag haben, staatstragende bzw. stabilisierende
Informationen zu verteilen - und genau das machen sie dann auch.
Unabhängig vom Medium.
Die sollten dann einfach Inhalte, die unter die GEZ fallen würden, nicht,
oder nur gegen anderweitige Bezahlung, auf der Web Präsens anbieten.
--
Andreas
You know you are a redneck if
your baby's first words are "attention k-mart shoppers."
Arno Welzel
2017-05-04 06:37:20 UTC
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Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Post by Sebastian Barthel
Post by Gerrit Heitsch
Vor allem weil die Sender ungefragt eine Präsenz im Netz aufgebaut haben
und sobald die stand mit dem Argument kamen, daß man jetzt auch per Netz
ihre Inhalte abrufen könnte und doch bitte dafür bezahlen soll. Wer hat
die denn eingeladen?
Das ist nicht deren Selbstverständnis. Ich glaube, das wird dort eher so
gesehen, daß sie den Auftrag haben, staatstragende bzw. stabilisierende
Informationen zu verteilen - und genau das machen sie dann auch.
Unabhängig vom Medium.
Die sollten dann einfach Inhalte, die unter die GEZ fallen würden, nicht,
oder nur gegen anderweitige Bezahlung, auf der Web Präsens anbieten.
Warum? Damit man sie garantiert nicht nutzen kann, wenn man keine
Empfangsmöglichkeit über Antenne, Kabek oder Satellit hat?
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-05-04 10:23:34 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
Post by Andreas Kohlbach
Post by Sebastian Barthel
Post by Gerrit Heitsch
Vor allem weil die Sender ungefragt eine Präsenz im Netz aufgebaut haben
und sobald die stand mit dem Argument kamen, daß man jetzt auch per Netz
ihre Inhalte abrufen könnte und doch bitte dafür bezahlen soll. Wer hat
die denn eingeladen?
Das ist nicht deren Selbstverständnis. Ich glaube, das wird dort eher so
gesehen, daß sie den Auftrag haben, staatstragende bzw. stabilisierende
Informationen zu verteilen - und genau das machen sie dann auch.
Unabhängig vom Medium.
Die sollten dann einfach Inhalte, die unter die GEZ fallen würden, nicht,
oder nur gegen anderweitige Bezahlung, auf der Web Präsens anbieten.
Warum? Damit man sie garantiert nicht nutzen kann, wenn man keine
Empfangsmöglichkeit über Antenne, Kabek oder Satellit hat?
Erstens wird bereits jetzt versucht den Zugriff auf die Mediatheken mit
ausländischen IP-Adressen zu verhindern. Zweitens gibt's eine ganz
einfache Möglichkeit, auch für den Sendebetrieb: Verschlüsselung.
Freigabe nur für Zahlende. Andere Sender können das.

Nicht zu vergessen: Du hattest in
<cdec8b2c-cd6b-c291-6704-***@arnowelzel.de> geschrieben:
| Aber mittlerweile ist auch das irrelevant, da man in Deutschland
| generell eine Haushaltsabgabe zahlen muss, weil unterstellt wird, dass
| es keinen Haushalt gibt, der keine Möglichkeit hat, die Inhalt des ÖRR
| zu nutzen.

D.h. Deiner Ansicht (und deckungsgleich mit unseren
Landtagsabgeordneten) nach ist es irrelevant, ob jemand das Angebot
nutzen kann. Er muß einfach zahlen, und zwar in seiner Eigenschaft als
Wohnungsinhaber oder Haushaltsvorstand. Selbst wenn die Sendeanstalten
ihren Sendebetrieb vollständig einstellen würden, wäre diese
Haushaltsabgabe fällig.

Gruß, Ralf
Arno Welzel
2017-05-21 09:19:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Post by Andreas Kohlbach
Post by Sebastian Barthel
Post by Gerrit Heitsch
Vor allem weil die Sender ungefragt eine Präsenz im Netz aufgebaut haben
und sobald die stand mit dem Argument kamen, daß man jetzt auch per Netz
ihre Inhalte abrufen könnte und doch bitte dafür bezahlen soll. Wer hat
die denn eingeladen?
Das ist nicht deren Selbstverständnis. Ich glaube, das wird dort eher so
gesehen, daß sie den Auftrag haben, staatstragende bzw. stabilisierende
Informationen zu verteilen - und genau das machen sie dann auch.
Unabhängig vom Medium.
Die sollten dann einfach Inhalte, die unter die GEZ fallen würden, nicht,
oder nur gegen anderweitige Bezahlung, auf der Web Präsens anbieten.
Warum? Damit man sie garantiert nicht nutzen kann, wenn man keine
Empfangsmöglichkeit über Antenne, Kabek oder Satellit hat?
Erstens wird bereits jetzt versucht den Zugriff auf die Mediatheken mit
ausländischen IP-Adressen zu verhindern. Zweitens gibt's eine ganz
einfache Möglichkeit, auch für den Sendebetrieb: Verschlüsselung.
Freigabe nur für Zahlende. Andere Sender können das.
Die Diskussion ist so müßig wie sie alt ist.

Wenn die ÖR ihr Angebot verschlüsseln würden, wäre es kein "öffentlicher
Rundfunk" mehr bzw. sie müssten dann logischerweise auch jedem Bürger
mit deutscher Staatsangehörigkeit einen Schlüssel geben.
Post by Ralf Kiefer
Nicht zu vergessen: Du hattest in
| Aber mittlerweile ist auch das irrelevant, da man in Deutschland
| generell eine Haushaltsabgabe zahlen muss, weil unterstellt wird, dass
| es keinen Haushalt gibt, der keine Möglichkeit hat, die Inhalt des ÖRR
| zu nutzen.
D.h. Deiner Ansicht (und deckungsgleich mit unseren
Landtagsabgeordneten) nach ist es irrelevant, ob jemand das Angebot
nutzen kann.
Nein, meiner Ansicht nach gehe ich davon aus, dass fast alle
Gebührenzahler auch eine Nutzungsmöglichkeit haben.
Post by Ralf Kiefer
Er muß einfach zahlen, und zwar in seiner Eigenschaft als
Wohnungsinhaber oder Haushaltsvorstand. Selbst wenn die Sendeanstalten
ihren Sendebetrieb vollständig einstellen würden, wäre diese
Haushaltsabgabe fällig.
Nein, denn gezahlt wird für den Sendebetrieb.

Die Frage ist nicht, ob ÖR sein Angebot verschlüsseln sollte, sondern ob
man überhaupt einen ÖR haben will. In dem Moment, wo der ÖR sein Angebot
nur noch gegen Bezahlung individuell bereitstellt, ist es kein ÖR mehr,
sondern PayTV wie alle Anderen auch.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-05-21 12:23:31 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
Wenn die ÖR ihr Angebot verschlüsseln würden, wäre es kein "öffentlicher
Rundfunk" mehr bzw. sie müssten dann logischerweise auch jedem Bürger
mit deutscher Staatsangehörigkeit einen Schlüssel geben.
Es geht nicht um "öffentlichen Rundfunk", der gar nicht definiert ist.
Es geht um die Organisationsform der öffentlich-rechtlichen
Sendeanstalten, die manchmal ein Unternehmen und manchmal eine Behörde
sein wollen, je nach Nutzen für ihre eigenen Interessen und ohne die
Pflichten aus der jeweiligen Form wahrnehmen zu müssen.
Post by Arno Welzel
Nein, meiner Ansicht nach gehe ich davon aus, dass fast alle
Gebührenzahler auch eine Nutzungsmöglichkeit haben.
Fast alle bedeutet nicht alle. Fast alle Deutsche haben ein Auto. Warum
zahlen nicht alle eine Kfz-Steuer? Fast alle Deutsche haben Kinder.
Warum erhalten nicht alle Deutsche Kindergeld? Diese Diskussion ist
genauso alt.

BTW die Anzahl der Deutschen, die eine Nutzungsmöglichkeit haben, nimmt
derzeit deutlich ab. Und die, die die Dienstleistungen der
öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten nutzen, nimmt noch deutlicher ab.
Post by Arno Welzel
Post by Ralf Kiefer
Er muß einfach zahlen, und zwar in seiner Eigenschaft als
Wohnungsinhaber oder Haushaltsvorstand. Selbst wenn die Sendeanstalten
ihren Sendebetrieb vollständig einstellen würden, wäre diese
Haushaltsabgabe fällig.
Nein, denn gezahlt wird für den Sendebetrieb.
Warum müssen manche Menschen in Deutschland nur 20% oder weniger einer
Haushaltzwangsabgabe bezahlen, andere wiederum 300% und mehr? Zahlen die
alle für denselben "Sendebetrieb"? Warum liegt da Faktor 15 und mehr
dazwischen?

Nein, gezahlt wird mit stetig steigendem Anteil für die Pensionskosten
der ehemaligen Rundfunkmitarbeiter inkl. der Behördenleiter, die sich
selbst Intendant nennen. Gezahlt wird außerdem für immer unsinnigere
Angebote der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die schon lange über
den Auftrag hinausgehen, den sie eigentlich(!) haben.

Den tatsächlichen "Sendebetrieb" bezahlen die Nutzer vermehrt über
andere Rechnungen, z.B. Kabelnetzzugang. Ein ordentlicher Sendebetrieb
enthielt "damals" den Betrieb von LW-, KW-, MW- und UKW-Sendern für den
Rundfunk und eine terrestrische Ausstrahlung des Fernsehprogramms. Wo
gibt's das heute noch? Zur Entkräftung kannst Du gerne eine
Kostenaufstellung liefern, die gestern, heute und morgen die Kosten für
die verschiedenen Wege des Fernsehempfangs gegenüberstellt. Ich beginne
mit der Variante aus z.B. dem Jahr 1995: Kauf eines Fernsehgeräts je
nach den persönlichen Bedürfnissen hinsichtlich Bildröhrengröße und
-qualität. Auspacken, hinstellen, Antennen rausziehen, funktioniert für
alle Programme der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sowie aller
Kommerzsender. Auch Programme aus Nachbarländern waren in Grenznähe
empfangbar. Laufende Kosten: 0.00 DM für den Sendebetrieb zzgl.
23,80DM/Monat fürs öffentlich-rechtliche System. Rundfunk alleine bekam
man damals für 8,25DM/Monat. Jetzt Du: Wieviel Geld werde ich z.B. im
Jahr 2022 ausgeben müssen, bis ich die erste Sendung aus dem
öffentlich-rechtlichen Angebot nutzen kann?

Um die Nichtakzeptanz bei "modernen" Verteilnetzen zu umgehen, soll es
demnächst per Gesetz nur noch Rundfunkempfänger geben, die alternative
und deutlich teurere Empfangswege eingebaut haben müssen. Ist doch
schön, wenn so was überproportional teurer wird ohne einen erkennbaren
Zusatznutzen ;-)
Post by Arno Welzel
Die Frage ist nicht, ob ÖR sein Angebot verschlüsseln sollte, sondern ob
man überhaupt einen ÖR haben will. In dem Moment, wo der ÖR sein Angebot
nur noch gegen Bezahlung individuell bereitstellt, ist es kein ÖR mehr,
sondern PayTV wie alle Anderen auch.
Bis im Jahr 2012, d.h. rund 60 Jahre lang, hatten wir in .de ein
Finanzierungskonzept für die öffentlich-rechtlchen Sendeanstalten, daß
der bezahlt hat, der das Medium Rundfunk oder Rundfunk kombiniert mit
Fernsehen genutzt hat. Über den Schwachsinn, der schon damals stattfand,
braucht man nicht weiter zu schreiben. Aber bis im Jahr 2012 konnte ich
mich frei entscheiden, ob ich dieses Medium nutze, oder ob ich dieses
Geld z.B. lieber in ein Zeitungsabonnement oder einen Kinobesuch
investiere. Und das soll nach solch einer langen "Probezeit" plötzlich
nicht mehr funktionieren?

Jetzt wird ein Teil meines Budgets zwangsweise für die Pensionen der
ÖR-Mitarbeiter abgezweigt. Das Thema "freie Entscheidung der
Mediennutzung" sieht für mich anders aus.

Ralf
Arno Welzel
2017-05-27 21:55:23 UTC
Permalink
Raw Message
[...]
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Die Frage ist nicht, ob ÖR sein Angebot verschlüsseln sollte, sondern ob
man überhaupt einen ÖR haben will. In dem Moment, wo der ÖR sein Angebot
nur noch gegen Bezahlung individuell bereitstellt, ist es kein ÖR mehr,
sondern PayTV wie alle Anderen auch.
Bis im Jahr 2012, d.h. rund 60 Jahre lang, hatten wir in .de ein
Finanzierungskonzept für die öffentlich-rechtlchen Sendeanstalten, daß
der bezahlt hat, der das Medium Rundfunk oder Rundfunk kombiniert mit
Fernsehen genutzt hat.
Nein, wenn es nutzen *konnte*. Ob er es tatsächlich genutzt hat, war
auch vor 2012 völlig irrelevant. Der Besitz eines Empfangsgerätes, auf
dem man die ÖR empfangen konnte, genügte als Verpflichtung zur Zahlung
der Rundfunkgebühr - selbst wenn am Standort des Gerätes technisch kein
Empfang möglich war.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-05-28 11:59:12 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
Nein, wenn es nutzen *konnte*. Ob er es tatsächlich genutzt hat, war
auch vor 2012 völlig irrelevant. Der Besitz eines Empfangsgerätes, auf
dem man die ÖR empfangen konnte, genügte als Verpflichtung zur Zahlung
der Rundfunkgebühr - selbst wenn am Standort des Gerätes technisch kein
Empfang möglich war.
Natürlich war das einer der Kritikpunkte an der GEZ. Der wesentliche
Punkt ist der, daß, wenn man kein Empfangsgerät hatte, man weder seine
Daten der GEZ geben mußte noch zahlen mußte. Da kannst Du dieses
perverse System verteidigen, wie Du willst. Es war damals
"problematisch" und seit 2013 noch viel mehr.

Ralf
Arno Welzel
2017-05-28 18:39:01 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Nein, wenn es nutzen *konnte*. Ob er es tatsächlich genutzt hat, war
auch vor 2012 völlig irrelevant. Der Besitz eines Empfangsgerätes, auf
dem man die ÖR empfangen konnte, genügte als Verpflichtung zur Zahlung
der Rundfunkgebühr - selbst wenn am Standort des Gerätes technisch kein
Empfang möglich war.
Natürlich war das einer der Kritikpunkte an der GEZ. Der wesentliche
Punkt ist der, daß, wenn man kein Empfangsgerät hatte, man weder seine
Daten der GEZ geben mußte noch zahlen mußte. Da kannst Du dieses
perverse System verteidigen, wie Du willst. Es war damals
"problematisch" und seit 2013 noch viel mehr.
Wo verteidige ich denn dieses System? Ich habe nur die Option, den ÖR
als "Pay-TV" umzubauen kritisiert. Wer das will, soll ehrlicherweise
gleich sagen, dass er das System des ÖR generell sinnlos findet und
seine Abschaffung fordern.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Andreas Kohlbach
2017-05-04 20:34:40 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
Post by Andreas Kohlbach
Die sollten dann einfach Inhalte, die unter die GEZ fallen würden, nicht,
oder nur gegen anderweitige Bezahlung, auf der Web Präsens anbieten.
Warum? Damit man sie garantiert nicht nutzen kann, wenn man keine
Empfangsmöglichkeit über Antenne, Kabek oder Satellit hat?
Damit keine GEZ Gebühren anfallen für die, die weder TV noch Radio, aber
Computer, haben.

Wer die Webinhalte sehen will, zahlt auf anderem Wege. Da das vermutlich
kaum jemand will, kann man die auch gleich ganz weg lassen, weil es den
Aufwand dann nicht lohnt, sie einzustellen.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you use the term "over yonder" more than once a month.
Arno Welzel
2017-05-21 09:20:26 UTC
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Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Post by Arno Welzel
Post by Andreas Kohlbach
Die sollten dann einfach Inhalte, die unter die GEZ fallen würden, nicht,
oder nur gegen anderweitige Bezahlung, auf der Web Präsens anbieten.
Warum? Damit man sie garantiert nicht nutzen kann, wenn man keine
Empfangsmöglichkeit über Antenne, Kabek oder Satellit hat?
Damit keine GEZ Gebühren anfallen für die, die weder TV noch Radio, aber
Computer, haben.
Wer die Webinhalte sehen will, zahlt auf anderem Wege. Da das vermutlich
kaum jemand will, kann man die auch gleich ganz weg lassen, weil es den
Aufwand dann nicht lohnt, sie einzustellen.
D.h. IPTV wie z.B. T-Entertain sollte man dann auch abschaffen?
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-05-21 12:23:32 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
D.h. IPTV wie z.B. T-Entertain sollte man dann auch abschaffen?
Es ist pure Polemik gleich über die Forderung nach Abschaffung zu reden.
Nein, jeder Firma soll es freigestellt sein eine Dienstleistung zu
erbringen und für diese Dienstleistung vom Nutzer Geld zu verlangen.
Soll heißen, daß eine Firma Fernsehprogramme produzieren können soll und
in ihrer Wahl des Verteilmediums frei ist.

Aber eine öffentlich-rechtliche Sendeanstalt ist nach Definition der
Verwaltungsgerichtsbarkeit eine Behörde. Diese hat gesetzlich
festgelegte Aufgaben und ist in ihrem Handeln keineswegs so frei
speziell in unternehmerischen Fragen. Soll heißen, daß z.B. ein
Grundbuchamt nicht ab morgen den Geschäftsbereich Softeisverkauf
beginnen darf. Einer Firma wie z.B. RTL bzw. dem Konzern hintendran
steht genau das offen, oder ein Verteilnetz auf Basis des Mediums
Internet zu betreiben.

Ralf
Arno Welzel
2017-05-04 06:31:45 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gerrit Heitsch
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Daher ist das Argument "für etwas zahlen, dass man nicht nutzen kann"
ziemlich sinnlos
Das fand noch nie Anerkennung bei deutschen Gerichten, obwohl auch dabei
die Gerichte bzw. die Einflüsterer der Rundfunkgebührenstaatsverträge
schon weltfremd waren. Heute geht es um "für etwas zahlen, dass man
nicht nutzen möchte und nicht nutzt".
Ich kann mich an Vermieter hier bei uns erinnern die sich zu GEZ-Zeiten
die arbeit machten eine, oder mehrere Wohnungen die für einige Tage
nicht vermietet werden konnten dort ab, und später wieder an, zu melden.
Ich finde die Argumentation mit den "Neuartigen Empfangsgeräten" auch
ein Fragwürdiges Konstrukt das m.E. so keinen Bestand haben kann und darf.
Vor allem weil die Sender ungefragt eine Präsenz im Netz aufgebaut haben
und sobald die stand mit dem Argument kamen, daß man jetzt auch per Netz
ihre Inhalte abrufen könnte und doch bitte dafür bezahlen soll. Wer hat
die denn eingeladen?
Wer hat die ÖR Sender denn eingeladen, ihre Programme auch in
Kabelnetzen zu verbreiten? Das dürfte ja auch schon kein "Rundfunk" mehr
sein, da ja keine drahtlose Übertragung mehr stattfindet.
Post by Gerrit Heitsch
Post by Kay Martinen
Aber das irgend einem Sesselpupser dort die Eingebung kam "wenn man
damit empfangen kann ist es ein Empfangsgerät"... das finde ich
reichlich schräge.
Vor allem hat er den Unterschied zwischen Rundfunk und Internet nicht
verstanden.
Siehe oben - schon bei Kabelnetze waren kein "Rundfunk" mehr. Dass man
für TV über Kabel aber ebenfalls zahlen musste, hat niemanden gestört,
oder habe ich damals etwas nicht mitbekommen?
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Gerrit Heitsch
2017-05-04 11:41:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
Post by Gerrit Heitsch
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Daher ist das Argument "für etwas zahlen, dass man nicht nutzen kann"
ziemlich sinnlos
Das fand noch nie Anerkennung bei deutschen Gerichten, obwohl auch dabei
die Gerichte bzw. die Einflüsterer der Rundfunkgebührenstaatsverträge
schon weltfremd waren. Heute geht es um "für etwas zahlen, dass man
nicht nutzen möchte und nicht nutzt".
Ich kann mich an Vermieter hier bei uns erinnern die sich zu GEZ-Zeiten
die arbeit machten eine, oder mehrere Wohnungen die für einige Tage
nicht vermietet werden konnten dort ab, und später wieder an, zu melden.
Ich finde die Argumentation mit den "Neuartigen Empfangsgeräten" auch
ein Fragwürdiges Konstrukt das m.E. so keinen Bestand haben kann und darf.
Vor allem weil die Sender ungefragt eine Präsenz im Netz aufgebaut haben
und sobald die stand mit dem Argument kamen, daß man jetzt auch per Netz
ihre Inhalte abrufen könnte und doch bitte dafür bezahlen soll. Wer hat
die denn eingeladen?
Wer hat die ÖR Sender denn eingeladen, ihre Programme auch in
Kabelnetzen zu verbreiten? Das dürfte ja auch schon kein "Rundfunk" mehr
sein, da ja keine drahtlose Übertragung mehr stattfindet.
Doch, das war noch Rundfunk. Wenn du gewollt hättest hättest du mit rein
analoger Technik das Signal drahtlos machen können. Ein Stück Draht in
die Antennensteckdose hätte für die nähere Umgebung ziemlich
wahrscheinlich gereicht.
Post by Arno Welzel
Post by Gerrit Heitsch
Post by Kay Martinen
Aber das irgend einem Sesselpupser dort die Eingebung kam "wenn man
damit empfangen kann ist es ein Empfangsgerät"... das finde ich
reichlich schräge.
Vor allem hat er den Unterschied zwischen Rundfunk und Internet nicht
verstanden.
Siehe oben - schon bei Kabelnetze waren kein "Rundfunk" mehr. Dass man
für TV über Kabel aber ebenfalls zahlen musste, hat niemanden gestört,
oder habe ich damals etwas nicht mitbekommen?
Doch, das hat Leute gestört. Viele haben deshalb kein Kabel gehabt und
dann auch nichts bezahlt.

Gerrit
Andreas Kohlbach
2017-05-02 18:52:22 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Soll heißen: nur weil die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ihren
Grundversorgungsauftrag derart interpretieren, daß sie die
Grundversorgung mit Hilfe der Finanzierung durch die Zwangsabgaben ins
Internet ausdehnen "müssen", ist schon rechtlich bedenklich.
Sehe ich auch so. Man bräuchte einfach keine entsprechenden Inhalte im
Internet mehr anbieten, um die, die kein TV oder Radio haben, von den
Gebühren zu entlasten.

Aber da die Regierungen (das wird nicht nur in D so sein) auch daran
Interesse haben, dass die Geld einnehmen, wird das nicht mal zur
(öffentlichen) Diskussion gestellt. IMO ein Unding in einer Demokratie.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you have been knocked out twice by your own electric fence.
Arno Welzel
2017-05-04 06:41:21 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Post by Ralf Kiefer
Soll heißen: nur weil die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten ihren
Grundversorgungsauftrag derart interpretieren, daß sie die
Grundversorgung mit Hilfe der Finanzierung durch die Zwangsabgaben ins
Internet ausdehnen "müssen", ist schon rechtlich bedenklich.
Sehe ich auch so. Man bräuchte einfach keine entsprechenden Inhalte im
Internet mehr anbieten, um die, die kein TV oder Radio haben, von den
Gebühren zu entlasten.
Die Kosten dürften nicht unerheblich für den Betrieb von Sendeanlagen
anfallen. Ein Angebot im Internet zu betreiben, ist selbst in der
Größenördung des ÖRR wohl für ein paar Mio. EUR im Monat drin.
Post by Andreas Kohlbach
Aber da die Regierungen (das wird nicht nur in D so sein) auch daran
Interesse haben, dass die Geld einnehmen, wird das nicht mal zur
(öffentlichen) Diskussion gestellt. IMO ein Unding in einer Demokratie.
Ähm - doch, sicher wird es das:

<http://www.tagesspiegel.de/berlin/diskussion-um-die-haushaltsabgabe-freiwillige-gebuehren-wuerden-die-qualitaet-von-ard-und-zdf-verschlechtern/7461458.html>

<http://www.zeit.de/kultur/film/2016-03/rundfunk-gebuehren-klage-bundesverwaltungsgericht>

<http://www.flurfunk-dresden.de/2016/02/18/rundfunkbeitrag-klagewelle-gegen-haushaltsabgabe/>

usw...
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-05-04 12:41:39 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
Die Kosten dürften nicht unerheblich für den Betrieb von Sendeanlagen
anfallen. Ein Angebot im Internet zu betreiben, ist selbst in der
Größenördung des ÖRR wohl für ein paar Mio. EUR im Monat drin.
Aus https://heise.de/-3703144

| Die Kommission für den Finanzbedarf der öffentlich-rechtlichen Sender
| rechnet mit deutlich höheren Gebühren für ARD, ZDF & Co., da vor allem
| die Digitalisierung den Sendern viel koste.

| Er [der KEF-Chef] fügte aber hinzu: "Es gibt natürlich auch durch die
| Technikveränderungen, durch die Ausdehnung der Mediatheken und
| Telemedien zusätzliche Aufwendungen." Da alles müsse "finanziert
| sein".


Nicht zu vergessen:
Die Sendeanlagen reduzieren die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten
zunehmend. Den Betrieb auf MW, LW und KW haben sie vor ein paar Jahren
bereits eingestellt, bei UKW wird gedrängelt. Aktuell verpflichtet der
Bundestag die Hersteller von "höherwertigen" Radiogeräten diese
zwangsweise mit "digitalen Empfängern" auszurüsten. D.h. alles, was eine
Digitalanzeige hat, muß demnächst in vielen Teilen Deutschlands nicht
nutzbare Zusatz-Hardware enthalten. "Deutschland geht's gut". Wie wahr.
Post by Arno Welzel
Post by Andreas Kohlbach
Aber da die Regierungen (das wird nicht nur in D so sein) auch daran
Interesse haben, dass die Geld einnehmen, wird das nicht mal zur
(öffentlichen) Diskussion gestellt. IMO ein Unding in einer Demokratie.
Wow, so langsam gibt's mal die ein oder andere Meldung in den
Lückenmedien. Jetzt, wo bereits über eine Million Verfahren gegen Leute
laufen, die sich gegen die Haushaltszwangsabgabe wehren, die ersten im
Knast saßen, und wo mindestens 50 Verfahren beim BVerfG anhängig sind.

Gruß, Ralf
Gerrit Heitsch
2017-05-04 13:06:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Die Sendeanlagen reduzieren die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten
zunehmend. Den Betrieb auf MW, LW und KW haben sie vor ein paar Jahren
bereits eingestellt, bei UKW wird gedrängelt. Aktuell verpflichtet der
Bundestag die Hersteller von "höherwertigen" Radiogeräten diese
zwangsweise mit "digitalen Empfängern" auszurüsten. D.h. alles, was eine
Digitalanzeige hat, muß demnächst in vielen Teilen Deutschlands nicht
nutzbare Zusatz-Hardware enthalten. "Deutschland geht's gut". Wie wahr.
Ich hatte neulich das Vergnügen ein Auto mit DAB+ Radio als Mietwagen zu
haben. War eher entäuschend, statt mal kurz Rauschen schaltete es die
Tonqualität ziemlich oft runter und wenn das nicht half wurde es still.

Noch schlimmer waren allerdings hin und wieder hörbare
Kompressionsartefakte auch bei bestem Empfang. Bei UKW (auf demselben
Radio) war das nicht der Fall, lag also eher nicht am Quellmaterial.

DAB+ als Ersatz für UKW? Nein Danke, da warte ich besser auf DAB++.

Gerrit
Andreas Kohlbach
2017-05-04 20:43:44 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Gerrit Heitsch
Post by Ralf Kiefer
Die Sendeanlagen reduzieren die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten
zunehmend. Den Betrieb auf MW, LW und KW haben sie vor ein paar Jahren
bereits eingestellt, bei UKW wird gedrängelt. Aktuell verpflichtet der
Bundestag die Hersteller von "höherwertigen" Radiogeräten diese
zwangsweise mit "digitalen Empfängern" auszurüsten. D.h. alles, was eine
Digitalanzeige hat, muß demnächst in vielen Teilen Deutschlands nicht
nutzbare Zusatz-Hardware enthalten. "Deutschland geht's gut". Wie wahr.
Ich hatte neulich das Vergnügen ein Auto mit DAB+ Radio als Mietwagen
zu haben. War eher entäuschend, statt mal kurz Rauschen schaltete es
die Tonqualität ziemlich oft runter und wenn das nicht half wurde es
still.
"Falsche" Automarke? Vielleicht die, die dachte, sie sei auf einem
Rollenprüfstand, und sollte daher die Abgaswerte (gekoppelt an die
Tonqualität des Radios) runter schalten? ;-)
--
Andreas
You know you are a redneck if
you use the term "over yonder" more than once a month.
Ralf Kiefer
2017-05-04 22:54:35 UTC
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Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Post by Gerrit Heitsch
War eher entäuschend, statt mal kurz Rauschen schaltete es
die Tonqualität ziemlich oft runter und wenn das nicht half wurde es
still.
"Falsche" Automarke? Vielleicht die, die dachte, sie sei auf einem
Rollenprüfstand, und sollte daher die Abgaswerte (gekoppelt an die
Tonqualität des Radios) runter schalten? ;-)
Eher eine übliche Fehlermeldung zu DAB-irgendwas-Geräten im
Fahrzeugbetrieb. Dies hat sich bloß kein bißchen geändert, seit das
anfing vor gefühlten Jahrzehnten. AFAIR schon im letzten Jahrtausend.

Gruß, Ralf
Michael Kraemer
2017-05-05 12:24:54 UTC
Permalink
Raw Message
Auch auf die Gefahr hin, mich hier unbeliebt zu machen:
Ich habe keine Probleme mit der Rundfunkabgabe
(GEZ war gestern, hat Dir Dieter Nuhr doch erklärt, aber Du guckst ja keine ÖR).
Dafür bekomme ich Sender, die mich nicht alle paar Minuten mit Werbung zuspammen,
bzw bei denen ich mich nicht mit irgendwelchen Dongles oder Bezahlmodellen rumärgern muss.
Der Internet-Schxxxx geht mir auch am sprichwörtlichen Körperteil vorbei,
denn dazu bräuchte ich irgendwas mit Betrübsystem, mit den üblichen elektronischen Plagen.
Zum Feierabend will ich aber keinen Stress, sondern einfach Glotze an und gut is,
zur Not gerne auch analog.
Mit IT kann ich mich auf Arbeit genug rumärgern.
Christian Potzinger
2017-05-05 12:42:10 UTC
Permalink
Raw Message
Welche Gefahr denn? Wir hier[TM] sind doch alle ganz lieb... ;)
Post by Michael Kraemer
Ich habe keine Probleme mit der Rundfunkabgabe
Dann ist doch gut. *Du* kriegst dann ja auch, was du dir für
das Geld erwünscht/erwartest. Ich gucke überhaupt kein TV und
wäre deshalb überhaupt nicht erfreut, wenn ich zahlen müsste.
Post by Michael Kraemer
Mit IT kann ich mich auf Arbeit genug rumärgern.
Anscheinend nicht genug, oder wieso interessierst du dich
etwa nicht für d.a.FOLKLORE.COMPUTER..? ,-P
--
ryl: G'Kar
Andreas Kohlbach
2017-05-05 17:30:38 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael Kraemer
Ich habe keine Probleme mit der Rundfunkabgabe
(GEZ war gestern, hat Dir Dieter Nuhr doch erklärt, aber Du guckst ja keine ÖR).
Dafür bekomme ich Sender, die mich nicht alle paar Minuten mit Werbung zuspammen,
bzw bei denen ich mich nicht mit irgendwelchen Dongles oder Bezahlmodellen rumärgern muss.
Der Internet-Schxxxx geht mir auch am sprichwörtlichen Körperteil vorbei,
denn dazu bräuchte ich irgendwas mit Betrübsystem, mit den üblichen elektronischen Plagen.
Zum Feierabend will ich aber keinen Stress, sondern einfach Glotze an und gut is,
zur Not gerne auch analog.
Mit IT kann ich mich auf Arbeit genug rumärgern.
Ich habe nichts gegen Bezahlung. Aber gegen "Zwangsbezahlung" für Dinge,
die ich nicht nutze.

Will ich es werbefrei, kaufe ich von Netflix, Amazon oder was
auch... Deren Bezahlmodelle sind nicht groß anders, als wenn man etwas in
der realen Welt abonnieren würde. Z.B. Internetzugang oder Telefon.

"Zahle" ich, in dem ich Werbung ertrage, kann ich auch die Privaten
einschalten.

Ich habe dann die Auswahl, ob ich zahlen will oder nicht. Ja, ob ich
Medien überhaupt konsumieren will. Und wenn ich mal keine Medien
konsumieren will, habe ich halt Pech gehabt, wenn ich in Deutschland
wäre. Da ich dann für *nichts* zahlen müsste.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you use the term "over yonder" more than once a month.
Michael Kraemer
2017-05-05 21:10:03 UTC
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Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Ich habe nichts gegen Bezahlung. Aber gegen "Zwangsbezahlung" für Dinge,
die ich nicht nutze.
Man zahlt eh ständig für Dinge die man nicht nutzt.
Opern und Theater zB, die per Steuersäckel am Leben gehalten werden.
Da machen die ÖR den Kohl auch nicht fett.
Andreas Kohlbach
2017-05-06 18:06:56 UTC
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Raw Message
Post by Michael Kraemer
Post by Andreas Kohlbach
Ich habe nichts gegen Bezahlung. Aber gegen "Zwangsbezahlung" für Dinge,
die ich nicht nutze.
Man zahlt eh ständig für Dinge die man nicht nutzt.
Opern und Theater zB, die per Steuersäckel am Leben gehalten werden.
Für Steuern erhalte ich Gegenleistungen, die ich gerne hätte. Vielleicht
nicht Oper oder Theater (und da muss man AFAIK auch noch Eintrittsgeld
zahlen), aber dass die Stadt Dinge herrichtet und repariert.
Post by Michael Kraemer
Da machen die ÖR den Kohl auch nicht fett.
Das ist keine Steuer. Und ich erhalte keine Gegenleistung, sollte ich
beschließen, deren TV Angebot niemals anzunehmen.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you use the o on a stop sign to sight your new rifle.
Andreas Kohlbach
2017-05-04 20:41:46 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
Post by Andreas Kohlbach
Sehe ich auch so. Man bräuchte einfach keine entsprechenden Inhalte im
Internet mehr anbieten, um die, die kein TV oder Radio haben, von den
Gebühren zu entlasten.
Die Kosten dürften nicht unerheblich für den Betrieb von Sendeanlagen
anfallen.
"Sendeanlage" hat aber nichts mit dem Internet-Angebot zu tun?
Post by Arno Welzel
Ein Angebot im Internet zu betreiben, ist selbst in der Größenördung
des ÖRR wohl für ein paar Mio. EUR im Monat drin.
Alles, damit sich die Aussage rechtfertigen lässt, das auch die
Rundfunkgebühren zahlen müssen, die weder TV noch Radio aber Internet haben?

Man könnte stattdessen eine Übersicht über Sendungen, Hintergründe
etc. haben, wie das andere Webseiten auch haben. Und auf Streams
verzichten. Ebenso auf die Rundfunkgebühren für die, die kein TV oder
Radio ihr Eigen nennen.

Btw. wie sind hier off topic. Wäre de.alt.radio gut? Oder andere Vorschläge?
--
Andreas
You know you are a redneck if
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Andreas Kohlbach
2017-05-02 18:47:06 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
Post by Andreas Kohlbach
Wie? Habt ihr Fernseher?
Meinen 1999 verkauft, seit dem keinen mehr. Oder auch kein Radio oder TV
Karte. Wäre ich noch in D, wäre ich einer, der GEZ zahlen müsste, ohne
jedweden Gegenwert zu erhalten.
Du hättest dann keinen Internetzugang und keinen Computer, der Audio und
Video anzeigen kann? Das genügt mittlerweile für die ÖR Sender - ja,
auch das TV-Liveprogramm wird mittlerweile per Stream zugänglich gemacht
und ÖR Radio schon recht lange auch auf diesem Weg.
Doch, hatte ich. Keine Ahnung dass, oder seit wann, die ÖR auch einen
Internetzugang zum Grund nehmen, Gebühren einzuziehen.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you have been knocked out twice by your own electric fence.
Arno Welzel
2017-05-04 06:43:34 UTC
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Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Post by Arno Welzel
Post by Andreas Kohlbach
Wie? Habt ihr Fernseher?
Meinen 1999 verkauft, seit dem keinen mehr. Oder auch kein Radio oder TV
Karte. Wäre ich noch in D, wäre ich einer, der GEZ zahlen müsste, ohne
jedweden Gegenwert zu erhalten.
Du hättest dann keinen Internetzugang und keinen Computer, der Audio und
Video anzeigen kann? Das genügt mittlerweile für die ÖR Sender - ja,
auch das TV-Liveprogramm wird mittlerweile per Stream zugänglich gemacht
und ÖR Radio schon recht lange auch auf diesem Weg.
Doch, hatte ich. Keine Ahnung dass, oder seit wann, die ÖR auch einen
Internetzugang zum Grund nehmen, Gebühren einzuziehen.
Seit die ÖR ihre Inhalte auch als Streams im Netz verbreiten, gilt auch
ein Computer als "Empfangsgerät". Aber mittlerweile ist auch das
irrelevant, da man in Deutschland generell eine Haushaltsabgabe zahlen
muss, weil unterstellt wird, dass es keinen Haushalt gibt, der keine
Möglichkeit hat, die Inhalt des ÖRR zu nutzen. Dass jemand weder TV noch
Radio hat, war aber auch früher schon eher unwahrscheinlich.
--
Arno Welzel
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http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-05-04 10:23:30 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
Aber mittlerweile ist auch das
irrelevant, da man in Deutschland generell eine Haushaltsabgabe zahlen
muss, weil unterstellt wird, dass es keinen Haushalt gibt, der keine
Möglichkeit hat, die Inhalt des ÖRR zu nutzen.
Unsere Landtagsabgeordneten betrachten die Möglichkeit. Das ist das
vorgeschobene Argument, das keines ist. Ich habe die Möglichkeit zum
Mörder zu werden, laufe aber trotzdem frei herum, ich habe die
Möglichkeit Vater zu werden, erhalte aber trotzdem kein Kindergeld für
meinen _möglichen_ Nachwuchs, usw.
Post by Arno Welzel
Dass jemand weder TV noch
Radio hat, war aber auch früher schon eher unwahrscheinlich.
Das ist die Unterstellung der früheren GEZ-Schergen, die sich unsere
Landtagsabgeordneten zu eigen gemacht haben. In Wirklichkeit gab es
schon immer Leute, die sich für die Medien Rundfunk und Fernsehen nicht
interessierten, und derzeit werden es erheblich viel mehr. Die junge
Generation wandert ab zu Netflix u.ä., d.h. die zahlen dort für die
Leistung, die sie gebucht haben.

Und dann haben wir mittlerweile eine gewaltige Ungleichheit beim
Bezahlen der Leistungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Z.B.
wäre ich Mitgled in einem 5köpfigen Haushalt/WG, dann würde ich 20% des
Satzes der Haushaltszwangsabgabe zahlen müssen. Bin ich hingegen
Selbstständiger mit beruflicher Zweitwohnung, dann zahle ich für meine
Hauptwohnung, für meine berufliche Zweitwohnung sowie für mein Auto,
also 300%. Dazu zahlt jeder anteilig weitere Zwangsabgaben zugunsten der
öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten im Hotel, beim Autovermieter, für
jede ALDI-Filiale, als Elternteil für sein Kind in der Kita, seinen
Klempner, usw.

Ich könnte exakt einmal konsumieren, muß aber zigmal bezahlen. Ich
hoffe, daß denen ihr Pensionsfinanzierungsmodell mit angeschlossenem
Sendebetrieb baldmöglichst um die Ohren fliegt. Wenn nicht, beträgt die
Haushaltszwangsabgabe in 5 Jahre 30Euros/Monat.

Gruß, Ralf
Arno Welzel
2017-05-21 09:30:26 UTC
Permalink
Raw Message
Ralf Kiefer wrote:

[...]
Post by Ralf Kiefer
Und dann haben wir mittlerweile eine gewaltige Ungleichheit beim
Bezahlen der Leistungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Z.B.
wäre ich Mitgled in einem 5köpfigen Haushalt/WG, dann würde ich 20% des
Satzes der Haushaltszwangsabgabe zahlen müssen.
Du zahlst auch nur anteilig die verbrauchsunabhängig Grundgebühr für
Strom, Wasser etc. - die fällt auch nur pro Haushalt an.

Ebenso Miete bei Mietwohunngen, die unabhängig von der Haushaltsgröße ist.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-05-21 12:23:32 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
[...]
Post by Ralf Kiefer
Und dann haben wir mittlerweile eine gewaltige Ungleichheit beim
Bezahlen der Leistungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Z.B.
wäre ich Mitgled in einem 5köpfigen Haushalt/WG, dann würde ich 20% des
Satzes der Haushaltszwangsabgabe zahlen müssen.
Du zahlst auch nur anteilig die verbrauchsunabhängig Grundgebühr für
Strom, Wasser etc. - die fällt auch nur pro Haushalt an.
Ist Dir "Zählermiete und -betrieb" ein Begriff? Ich kann in einer WG
durchaus den Betrieb von Stromzählern für jede Teileinheit einbauen. Ich
kann als Hausbesitzer auch genau eine Abrechnungsstelle für z.B. Wasser
gegenüber dem Lieferant betreiben und hausintern mit eigenem Aufwand und
Kosten mit den Mietern abrechnen.
Post by Arno Welzel
Ebenso Miete bei Mietwohunngen, die unabhängig von der Haushaltsgröße ist.
Ja.

Zur Haushaltszwangsabgabe zugunsten der öffentlich-rechtlichen
Sendeanstalten: warum gibt es Menschen, die 300% und mehr bezahlen
müssen? Warum muß ich mit jedem Produkt, das ich bei Aldi kaufe, die
öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bezahlen, obwohl ich bereits für
meine Haushalte Zwangsabgaben zahle und ich bei Aldi noch nicht mal
deren Dienstleistung nutze?

Ralf
Arno Welzel
2017-05-27 22:00:38 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
[...]
Post by Ralf Kiefer
Und dann haben wir mittlerweile eine gewaltige Ungleichheit beim
Bezahlen der Leistungen der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Z.B.
wäre ich Mitgled in einem 5köpfigen Haushalt/WG, dann würde ich 20% des
Satzes der Haushaltszwangsabgabe zahlen müssen.
Du zahlst auch nur anteilig die verbrauchsunabhängig Grundgebühr für
Strom, Wasser etc. - die fällt auch nur pro Haushalt an.
Ist Dir "Zählermiete und -betrieb" ein Begriff? Ich kann in einer WG
durchaus den Betrieb von Stromzählern für jede Teileinheit einbauen. Ich
kann als Hausbesitzer auch genau eine Abrechnungsstelle für z.B. Wasser
gegenüber dem Lieferant betreiben und hausintern mit eigenem Aufwand und
Kosten mit den Mietern abrechnen.
Ich sprach über die GRUNDGEBÜHR für die Bereitstellung von Strom oder
Wasser. Die fällt immer an, egal ob und weviel man in dem Zeitraum
überhaupt Strom oder Wasser gebraucht hat.
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Ebenso Miete bei Mietwohunngen, die unabhängig von der Haushaltsgröße ist.
Ja.
Zur Haushaltszwangsabgabe zugunsten der öffentlich-rechtlichen
Sendeanstalten: warum gibt es Menschen, die 300% und mehr bezahlen
müssen?
Quelle? Also wann fällt 300% der Haushaltsabgabe an?
Post by Ralf Kiefer
Warum muß ich mit jedem Produkt, das ich bei Aldi kaufe, die
öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bezahlen, obwohl ich bereits für
meine Haushalte Zwangsabgaben zahle und ich bei Aldi noch nicht mal
deren Dienstleistung nutze?
Und in wie weit bezahlst Du bei Aldi die ÖR Sendeanstalten?
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Ralf Kiefer
2017-05-28 11:59:12 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
Post by Ralf Kiefer
Ist Dir "Zählermiete und -betrieb" ein Begriff? Ich kann in einer WG
durchaus den Betrieb von Stromzählern für jede Teileinheit einbauen. Ich
kann als Hausbesitzer auch genau eine Abrechnungsstelle für z.B. Wasser
gegenüber dem Lieferant betreiben und hausintern mit eigenem Aufwand und
Kosten mit den Mietern abrechnen.
Ich sprach über die GRUNDGEBÜHR für die Bereitstellung von Strom oder
Wasser. Die fällt immer an, egal ob und weviel man in dem Zeitraum
überhaupt Strom oder Wasser gebraucht hat.
Natürlich wird eine "Grundgebühr" kassiert: pro Anschluß. Denn man
bezahlt für die Verfügbarkeit des Hausanschlusses, also die Leitung, die
speziell für Dein Haus installiert wurde und instandgehalten wird. Und
man bezahlt, wie vorher erwähnt für Zählermiete und Betrieb, also das
Gerät, das Dir exklusiv im Keller montiert wird, das alle paar Jahre
kalibriert werden muß, man bezahlt für das Ablesen, Abrechnen und
Rechnungsversand, usw.

Wenn Du das nicht glaubst, dann erkläre mir doch bitte den Aufpreis bei
der "Grundgebühr" für den Betrieb eines Zweitarifzählers!
Post by Arno Welzel
Post by Ralf Kiefer
Zur Haushaltszwangsabgabe zugunsten der öffentlich-rechtlichen
Sendeanstalten: warum gibt es Menschen, die 300% und mehr bezahlen
müssen?
Quelle? Also wann fällt 300% der Haushaltsabgabe an?
Du willst bei diesem Thema mitdiskutieren und kennst nicht mal diesen
Fakt? Ich bin erstaunt.

Quelle: Rundfunkgebührenänderungsstaatsvertrag aus dem Jahr 2011. Datum
ist bundeslandabhängig, tendentiell Oktober.

Die ersten 100% zahlt der Single als Haushaltszwangsabgabe für seine
Wohnung am Hauptwohnsitz. Die zweite Haushaltszwangsabgabe zahlt er für
seine beruflich genutzte Dienstwohnung am Ort seines Arbeitsplatzes. Die
dritte Betriebsstättenabgabe zahlt er als selbständiger
Gewerbetreibender z.B. für sein gewerblich genutztes Fahrzeug. Wenn er
dann noch eine Ferienwohnung in Deutschland hat, werden es sogar 400%.
Post by Arno Welzel
Post by Ralf Kiefer
Warum muß ich mit jedem Produkt, das ich bei Aldi kaufe, die
öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bezahlen, obwohl ich bereits für
meine Haushalte Zwangsabgaben zahle und ich bei Aldi noch nicht mal
deren Dienstleistung nutze?
Und in wie weit bezahlst Du bei Aldi die ÖR Sendeanstalten?
Hast Du schon mal von der Betriebsstättenabgabe gehört? Die wurde im
oben erwähnten Rundfunkgebührenänderungsstaatsvertrag ebenfalls
geändert. Seither muß jeder Gewerbetreibende an die GEZ bezahlen völlig
unabhängig von der Nutzung der Dienstleistung des Rundfunk- und
Fernsehkonsums. Der Zwangsbeitrag richtet sich nach der Anzahl der
Mitarbeiter sowie nach den Betriebsstätten. Im Kartext: für jede
Aldi-Filiale muß Zwangsbeitrag bezahlt werden. Es gab ein paar Prozesse
deswegen, aber unsere Landtage haben der Justiz die Vorgabe geliefert,
daß gezahlt werden muß. Für Aldi, die Banken, die Mietwagenverleiher,
die Handwerker, usw. sind das Betriebsausgaben. Wer zahlt's? Die Kunden.

Ralf
Andreas Dau
2017-05-28 14:07:40 UTC
Permalink
Raw Message
Am 28.05.2017 um 13:59 schrieb Ralf Kiefer:

Guten Tag mal wieder ;-)

Nette Diskussion habt Ihr hier.
Post by Ralf Kiefer
unsere Landtage haben der Justiz die Vorgabe geliefert
Du hast den wahren Knackpunkt nicht genügend herausgearbeitet.

Solange es auch nur im entferntesten möglich ist, dass "die Landtage"
oder ähnliche Organe der _Legislative_ der Justiz als Organ der
_Judikative_ Vorgaben liefern kann und das nicht zu einem wirklichen
Aufschrei und Skandal höchster Kajüte führt, kann von einem auch nur
irgendwie gearteten Rechtsstaat keinerlei Rede sein.

Die Zwangsgebühr für den Rundfunk ist dabei eines unser aller geringsten
Probleme ;-)

cu,
ada
Guido Grohmann
2017-05-28 16:11:11 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Hast Du schon mal von der Betriebsstättenabgabe gehört? Die wurde im
oben erwähnten Rundfunkgebührenänderungsstaatsvertrag ebenfalls
geändert. Seither muß jeder Gewerbetreibende an die GEZ bezahlen völlig
unabhängig von der Nutzung der Dienstleistung des Rundfunk- und
Fernsehkonsums. Der Zwangsbeitrag richtet sich nach der Anzahl der
Mitarbeiter sowie nach den Betriebsstätten. Im Kartext: für jede
Aldi-Filiale muß Zwangsbeitrag bezahlt werden.
Nehmen wir mal einen durchaschnittlichen Landbäcker, der eine
Hauptfiliale mit der Backstube hat, noch einen kleinen Verlaufsraum im
örtlichen Einkaufszentrum, einen Transporter, um seine Waren auszufahren
und einen Verkaufswagen (selbstfahrend), mit dem er 3 Tage auf dem Markt
steht. Das sind schonmal mindestens 4 Betriebsstätten.
Post by Ralf Kiefer
Es gab ein paar Prozesse
deswegen, aber unsere Landtage haben der Justiz die Vorgabe geliefert,
daß gezahlt werden muß. Für Aldi, die Banken, die Mietwagenverleiher,
die Handwerker, usw. sind das Betriebsausgaben.
Darunter fallen auch die Vorführwagen von Autohändlern. Wie es mit
Tageszulassungen aussieht, weiß ich nicht.

Guido
Arno Welzel
2017-05-28 18:54:10 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Post by Ralf Kiefer
Ist Dir "Zählermiete und -betrieb" ein Begriff? Ich kann in einer WG
durchaus den Betrieb von Stromzählern für jede Teileinheit einbauen. Ich
kann als Hausbesitzer auch genau eine Abrechnungsstelle für z.B. Wasser
gegenüber dem Lieferant betreiben und hausintern mit eigenem Aufwand und
Kosten mit den Mietern abrechnen.
Ich sprach über die GRUNDGEBÜHR für die Bereitstellung von Strom oder
Wasser. Die fällt immer an, egal ob und weviel man in dem Zeitraum
überhaupt Strom oder Wasser gebraucht hat.
Natürlich wird eine "Grundgebühr" kassiert: pro Anschluß. Denn man
bezahlt für die Verfügbarkeit des Hausanschlusses, also die Leitung, die
speziell für Dein Haus installiert wurde und instandgehalten wird. Und
man bezahlt, wie vorher erwähnt für Zählermiete und Betrieb, also das
Gerät, das Dir exklusiv im Keller montiert wird, das alle paar Jahre
kalibriert werden muß, man bezahlt für das Ablesen, Abrechnen und
Rechnungsversand, usw.
Wenn Du das nicht glaubst, dann erkläre mir doch bitte den Aufpreis bei
der "Grundgebühr" für den Betrieb eines Zweitarifzählers!
Also erstens gilt "mein Haus" im Fall einer Mietswohnung nicht.

Und zum Thema der Gebühren für diverse Leistungen - die erbringt der ÖR
ja ebenfalls speziell für alle Menschen, die in Deutschland einen
Haushalt haben. Man kann natürlich die Frage aufwerfen, ob man so ein
System braucht und es nicht besser abschaffen sollte.
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Post by Ralf Kiefer
Zur Haushaltszwangsabgabe zugunsten der öffentlich-rechtlichen
Sendeanstalten: warum gibt es Menschen, die 300% und mehr bezahlen
müssen?
Quelle? Also wann fällt 300% der Haushaltsabgabe an?
Du willst bei diesem Thema mitdiskutieren und kennst nicht mal diesen
Fakt? Ich bin erstaunt.
Quelle: Rundfunkgebührenänderungsstaatsvertrag aus dem Jahr 2011. Datum
ist bundeslandabhängig, tendentiell Oktober.
Der wurde aber schon mehrfach geändert seit 2011.
Post by Ralf Kiefer
Die ersten 100% zahlt der Single als Haushaltszwangsabgabe für seine
Wohnung am Hauptwohnsitz. Die zweite Haushaltszwangsabgabe zahlt er für
seine beruflich genutzte Dienstwohnung am Ort seines Arbeitsplatzes.
Ähm - nein.
Post by Ralf Kiefer
Die dritte Betriebsstättenabgabe zahlt er als selbständiger
Gewerbetreibender z.B. für sein gewerblich genutztes Fahrzeug. Wenn er
dann noch eine Ferienwohnung in Deutschland hat, werden es sogar 400%.
Nein, auch das gilt nicht mehr.

Bitte informiere Dich auch über den *aktuellen* Stand und beziehe Dich
nicht auf 6 Jahre alte Regelungen, die schon längst überholt sind.
Post by Ralf Kiefer
Post by Arno Welzel
Post by Ralf Kiefer
Warum muß ich mit jedem Produkt, das ich bei Aldi kaufe, die
öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten bezahlen, obwohl ich bereits für
meine Haushalte Zwangsabgaben zahle und ich bei Aldi noch nicht mal
deren Dienstleistung nutze?
Und in wie weit bezahlst Du bei Aldi die ÖR Sendeanstalten?
Hast Du schon mal von der Betriebsstättenabgabe gehört? Die wurde im
Ja. Die zahle nicht ich als Kunde, sondern Aldi als Unternehmen.

Und ja, am Ende zahlen es die Kunden - genauso wie die Gewerbesteuer,
Stromkosten Mieten usw..

Sollte Aldi deshalb auch Strom gratis bekommen, weil der Strom ja
letztlich von den Kunden bezahlt wird?

Und wie schon mal gesagt: wenn Du keinen ÖR willst, dann engagiere Dich
dafür, den ÖR abzuschaffen.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
https://de-rec-fahrrad.de
http://fahrradzukunft.de
Guido Grohmann
2017-05-21 15:08:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Arno Welzel
Du zahlst auch nur anteilig die verbrauchsunabhängig Grundgebühr für
Strom, Wasser etc. - die fällt auch nur pro Haushalt an.
Da bin ich mit nicht 100%ig sicher, daß das beispielsweise bei allen
Wasserlieferanten der Fall ist.
Post by Arno Welzel
Ebenso Miete bei Mietwohunngen, die unabhängig von der Haushaltsgröße ist.
NUn könnte er sich als Einzelperson sicher eine Wohnung für sagen wir
mal die Hälfte des Preises mieten, als wenn er dies für eine ganze
Familie tun würde. Er kann allergings keine halbe Rundfunkgebühr
beantragen - das geht nicht.

Guido
Arno Welzel
2017-05-27 22:04:15 UTC
Permalink
Raw Message
[...]
Post by Guido Grohmann
Post by Arno Welzel
Ebenso Miete bei Mietwohunngen, die unabhängig von der Haushaltsgröße ist.
NUn könnte er sich als Einzelperson sicher eine Wohnung für sagen wir
mal die Hälfte des Preises mieten, als wenn er dies für eine ganze
Familie tun würde. Er kann allergings keine halbe Rundfunkgebühr
beantragen - das geht nicht.
Doch, das geht - wenn man mit jemandem zusammenzieht und dann eine
Wohnung teilt, zahlt jeder nur noch die Hälfte der Gebühr.
--
Arno Welzel
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Guido Grohmann
2017-05-28 16:03:04 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
[...]
Post by Guido Grohmann
Post by Arno Welzel
Ebenso Miete bei Mietwohunngen, die unabhängig von der Haushaltsgröße ist.
NUn könnte er sich als Einzelperson sicher eine Wohnung für sagen wir
mal die Hälfte des Preises mieten, als wenn er dies für eine ganze
Familie tun würde. Er kann allergings keine halbe Rundfunkgebühr
beantragen - das geht nicht.
Doch, das geht - wenn man mit jemandem zusammenzieht und dann eine
Wohnung teilt, zahlt jeder nur noch die Hälfte der Gebühr.
Was an EINZELPERSON war denn jetzt so unklar?!

Guido
Andreas Kohlbach
2017-05-04 20:45:37 UTC
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Raw Message
Post by Arno Welzel
Seit die ÖR ihre Inhalte auch als Streams im Netz verbreiten, gilt auch
ein Computer als "Empfangsgerät". Aber mittlerweile ist auch das
irrelevant, da man in Deutschland generell eine Haushaltsabgabe zahlen
muss, weil unterstellt wird, dass es keinen Haushalt gibt, der keine
Möglichkeit hat, die Inhalt des ÖRR zu nutzen. Dass jemand weder TV noch
Radio hat, war aber auch früher schon eher unwahrscheinlich.
Bei mir war es aber wirklich der Fall. Das weiß man vermutlich auch und
tut es als Kollateralschaden (?sp.) ab.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you use the term "over yonder" more than once a month.
Martin Peters
2017-05-01 12:05:48 UTC
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Raw Message
Kay Martinen schrieb:
(...)
Post by Kay Martinen
In weiten Teilen hatte ich den eindruck
ich wäre wieder in der "Atari Story" die davor lief. Und die sich zu
weiten Teilen mit den vergrabenen E.T. Modulen befasste - statt mit der
Technik der Geräte selbst.
Die Technik ist doch bestens dokumentiert und fuer die Zielgruppe
solcher Dokumentationen wohl kaum interessant oder gar verstaendlich.
Wen (ausser ein paar Retro-Fans) sollte das im oeffentlich-rechtlosen
Fehnsehen interessieren? Ausser vielleicht grade so weit, dass der
Zuschauer verstehen kann, welche "neuen" Techniken hier fuer welche
neue Zielgruppe erschlossen werden sollten.
Post by Kay Martinen
Stattdessen bestehen beide aus endlose
Interview-versatzstücke in denen irgendwelche Beteiligten erklärten das
und warum sie damals so Toll waren.
Vorweg: Ich hab die Doku bisher nur bis zu Haelfte gesehen, fand das
aber grade das vorwiegend interessante. Mal sehen, ob ich diesen
Eindruck revidiere, wenn ich mal dazu komme, sie mir zuende anzuschauen.

Und ja, dieses pathetische Getue ist fuer uns Europaer oft befremdlich,
manchmal auch untertraeglich und gibt bisweilen fast schon Anlass fuer
Fremdschaemen, aber fuer viele US-Amerikaner scheint das normal zu
sein... so jedenfalls mein Eindruck.

Und in diesem Fall kann man es ihnen auch nicht verdenken: Sie waren
Teil einer Sache, die als Mem bis in die heutige Zeit auf breiter Front
fortlebt und mit der viele Menschen, die heute die Welt gestalten, gross
geworden sind und die bei ihnen Erinnerungen an alte Tage aufkommen
laesst. Und sich mit Retro-Hard- und -Software aus dieser Zeit zu
beschaeftigen ist "In" wie nie, das heisst, dass ihr Wirken in der
damaligen Zeit bis heute direkt nachwirkt.

Und eigentlich fand ich es (bisher) recht gut, dass sich die
Interpretation durch die Macher des Films in Grenzen hielt und
vorwiegend Beteiligte zu Wort kamen. Da laeuft man dann schon nicht
Gefahr, dass irgendein Unsinn erzaehlt wird, bei dem man merkt, dass die
Macher des Films die Erzaehlungen und Erklaerungen ihrer Quellen nur
nicht einzuordnen wussten und sich dann irgendwelchen Unsinn
zusammegereimt haben (kennt doch jeder von uns aus solchen Dokus, oder?)

Was ich immer gut finde ist, wenn beteiligte Leute Geschichten und
Ereignisse erzaehlen die (im Idealfall) so noch nirgends
niedergeschrieben waren (in diesem Fall ist vieles dokumentiert, aber
als zusammenfassende Darstellung fand ich's bisher ganz ok).
Post by Kay Martinen
Das waren beides eher Zeitgeist-rückblenden ohne interessante oder
nützliche Technikinfos.
Aber grade vor dem Zeitgeist sind solche Geschichten doch interessant,
grade wenn versucht wird, das gesellschaftliche Umfeld, die Stimmung in
einer ganzen Generation und die Situation darzustellen, in der sich die
Branche und die Menschen damals befanden.

Die Technik? Ja, aber die ist eher was fuer einen Vortrag auf dem C3.
Aber fuer's Fernsehen? Eher nicht.
Andreas Kohlbach
2017-05-01 19:19:07 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Martin Peters
(...)
Post by Kay Martinen
In weiten Teilen hatte ich den eindruck
ich wäre wieder in der "Atari Story" die davor lief. Und die sich zu
weiten Teilen mit den vergrabenen E.T. Modulen befasste - statt mit der
Technik der Geräte selbst.
Die Technik ist doch bestens dokumentiert und fuer die Zielgruppe
solcher Dokumentationen wohl kaum interessant oder gar verstaendlich.
Wen (ausser ein paar Retro-Fans) sollte das im oeffentlich-rechtlosen
Fehnsehen interessieren? Ausser vielleicht grade so weit, dass der
Zuschauer verstehen kann, welche "neuen" Techniken hier fuer welche
neue Zielgruppe erschlossen werden sollten.
Ja, nur Retro-Fans. Daher auch auf "dem Sender" und nicht ZDF
selbst. Quoten wird man damit nicht erreichen.
Post by Martin Peters
Post by Kay Martinen
Stattdessen bestehen beide aus endlose
Interview-versatzstücke in denen irgendwelche Beteiligten erklärten das
und warum sie damals so Toll waren.
Vorweg: Ich hab die Doku bisher nur bis zu Haelfte gesehen, fand das
aber grade das vorwiegend interessante. Mal sehen, ob ich diesen
Eindruck revidiere, wenn ich mal dazu komme, sie mir zuende anzuschauen.
Mich störte, dass ein Großteil der zweiten Hälfte der Cracker- und
Demoszene gewidmet wurde (immerhin hör man mal einen Chris Hülsbeck und
andere, die Musik machten, reden :-). Man hätte IMO ausführlicher auf
Commodores Ende eingehen können.

Auch fand ich es befremdlich, dass einige der Leute, die interviewt
wurden, ihr Smartphone in der Hand hatten. Wenn auch nicht aktiv genutzt
hatte ich das Gefühl, man war nicht ganz bei der Sache.

Btw. nachdem der letzte Film "Die Silicon Valley-Revolution" eine
deutsche Produktion war, war "Die Amiga Story" aus England, und eigentlich
der zweite Teil von "From Bedrooms to Billions"
<https://en.wikipedia.org/wiki/From_Bedrooms_to_Billions">, so weit ich
das sehe.

Den ersten Teil muss ich mir auch mal besorgen. Weiß jemand, ob der auf
Arte (und wie dann der Titel hieß) lief, hat ggf. auch wieder Link zum
Downloaden? Das was Youtube hat ist ein Fake.
--
Andreas
You know you are a redneck if
your wife has ever burned out an electric razor.
Martin Peters
2017-05-07 23:43:50 UTC
Permalink
Raw Message
Andreas Kohlbach schrieb:
(...)
Post by Andreas Kohlbach
Post by Martin Peters
Vorweg: Ich hab die Doku bisher nur bis zu Haelfte gesehen, fand das
aber grade das vorwiegend interessante. Mal sehen, ob ich diesen
Eindruck revidiere, wenn ich mal dazu komme, sie mir zuende anzuschauen.
Mich störte, dass ein Großteil der zweiten Hälfte der Cracker- und
Demoszene gewidmet wurde
Grade ganz angeschaut. Ja, es wurde dann tatsaechlich in der zweiten
Haelfte sehr ermuedend und die Heiligsprechung der Amiga-Hardware war
dann doch fast zum Fremdschaemen: klar war der Amiga ein grosser
Schritt, aber letztendlich eben doch mehr Evolution als Revolution.

Ein paar interessante Details kamen zwar noch, aber man hatte z.T. den
Eindruck, als wolle man die 8-Bit-Aera auf Strichgrafik und Rumgepiepse
reduzieren. Dass C64 und Atari 400/800(XL/XE) durchaus schon tolle
Grafik- und Sound-Faehigkeiten und ein riesiges Angeboten an Spielen
hatten, passte wohl nicht so ganz zur beabsichtigen Darstellung des
Amiga als Initializuender fuer die Spielbranche. Und die Uebersetzung
haette stellenweise auch besser sein koennen.
Sebastian Barthel
2017-05-02 15:27:38 UTC
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Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Ob man einen Privat erstellten Mitschnitt an andere ÖR-"Kunden" weiter
geben darf entzieht sich meiner Kenntniss.
Das würde mich auch mal interessieren. Privatkopie ist ja eigentlich
erlaubt - zumindest soweit ich das verstanden habe. Ob man die dann auch
aufheben darf, war mir dann schon nicht mehr so klar ...
Post by Ralf Kiefer
Lobhudelei auf den Amiga wäre nicht nötig gewesen. Die hätten
Na, es war ein Amiga Film mit den "Machern". Da würde ich alles andere
seltsamer finden, als wenn sie das gut finden.
Post by Ralf Kiefer
stattdessen die "revolutionär neue" Hard- und Software mit dem
vergleichen sollen, was andere zur selben Zeit auf dem Markt oder in der
Entwicklung hatten. Ein Vergleich mit Konzepten aus der darüberliegenden
Preisklasse, den damals sogenannten Workstations, wäre angebracht
gewesen
Ist aber auch zu der Zeit relativ irrelevant gewesen. Der Amiga war
privat bezahlbar. Eine Iris Indigo eher nicht. Die Indy's hatten auch
immer noch ca. 15000,- DM Einstiegswiderstand.

Da schreiben dann keine Schüler in ihrer Freizeit Demos drauf ... ;)


Ich fands eigentlich eine schöne, runde Sache. Insbesondere weil die
Vorgeschichte gut beleuchtet worden ist. Und da sich dannach dann soviel
nicht mehr am Gesamtkonzept getan hat, ist es vielleicht zu verschmerzen,
daß die wirklich relevanten Geräte (A500, A1200) gar nicht so in den
Fokus gerückt worden sind.

Und für Leute außerhalb der tech-affinen Retroleute, sind technische
Daten meist sowieso "Schall-und-Rauch" ( und die anderen wissen sie
sowieso, weshalb Du sie ja überhaupt vermißt hast).
Die Doku ist aber m.E. in der Form super, um z.B. heutigen Grafikern und
Multimedialeuten, Gamedesignern, Handynutzern etc. zu zeigen, womit das
Ganze angefangen hat (zumindest in benutzbarer Form und abseits von
Pixelklötzchengrafik).
Andreas Kohlbach
2017-05-02 18:54:57 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Sebastian Barthel
Ich fands eigentlich eine schöne, runde Sache. Insbesondere weil die
Vorgeschichte gut beleuchtet worden ist. Und da sich dannach dann soviel
nicht mehr am Gesamtkonzept getan hat, ist es vielleicht zu verschmerzen,
daß die wirklich relevanten Geräte (A500, A1200) gar nicht so in den
Fokus gerückt worden sind.
Und Amiga 2500, 3000 und Co., sowie das Ende von Commodore selbst, wurde
ganz ausgespart. Stattdessen (wie schon gesagt) IMO zu lange über die
Demoszene geredet.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you have been knocked out twice by your own electric fence.
Sebastian Barthel
2017-05-02 19:14:15 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Post by Sebastian Barthel
Ich fands eigentlich eine schöne, runde Sache. Insbesondere weil die
Vorgeschichte gut beleuchtet worden ist. ...
Und Amiga 2500, 3000 und Co., sowie das Ende von Commodore selbst, wurde
ganz ausgespart.
Vielleicht kommt ja noch eine Anschlußsendung.

Beim VzEkC Forum stand auch, daß es eine erweiterte Version mit den
kompletten Interviews gibt - vielleicht kommt das alles da ja auch noch
anders rüber.
Ralf Kiefer
2017-05-02 22:55:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Und Amiga 2500, 3000 und Co., sowie das Ende von Commodore selbst, wurde
ganz ausgespart. Stattdessen (wie schon gesagt) IMO zu lange über die
Demoszene geredet.
Mich hätte noch die Unix-Entwicklung auf dem Amiga interessiert, wie es
dazu kam, wie weit die kamen, wieviele Nutzer es gab, usw. So wurde das
Amiga-Unix gar nicht erst erwähnt.

Gruß, Ralf
Andreas Kohlbach
2017-05-03 20:06:12 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Andreas Kohlbach
Und Amiga 2500, 3000 und Co., sowie das Ende von Commodore selbst, wurde
ganz ausgespart. Stattdessen (wie schon gesagt) IMO zu lange über die
Demoszene geredet.
Mich hätte noch die Unix-Entwicklung auf dem Amiga interessiert, wie es
dazu kam, wie weit die kamen, wieviele Nutzer es gab, usw. So wurde das
Amiga-Unix gar nicht erst erwähnt.
Ich hatte mich da auch für interessiert. Da ich aber keine Amiga Hardware
habe, kann ich trotzdem von 500-3000 alles in einem Emulator (UAE, wen es
interessiert) laufen lassen. Es soll das u.a AMIX
<https://de.wikipedia.org/wiki/AMIX> geben. Aber ich konnte noch kein
Image ausfindig machen, was laufen würde, so dass ich aufgegeben habe.

Andererseits soll es mit Linux68k <https://de.wikipedia.org/wiki/Linux68k>
einen anderen UNIX (gar Linux) Kandidaten geben, um den ich mich
vielleicht irgendwann mal kümmern sollte. NetBSD soll laut der Wikipedia
Seite auch in Betracht kommen.
--
Andreas
You know you are a redneck if
your baby's first words are "attention k-mart shoppers."
Michael van Elst
2017-05-03 21:13:27 UTC
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Raw Message
Ich hatte mich da auch für interessiert. Da ich aber keine Amiga Hardware
habe, kann ich trotzdem von 500-3000 alles in einem Emulator (UAE, wen es
interessiert) laufen lassen. Es soll das u.a AMIX
<https://de.wikipedia.org/wiki/AMIX> geben. Aber ich konnte noch kein
Image ausfindig machen, was laufen würde, so dass ich aufgegeben habe.
Das funktioniert auch nur auf wenigen Amigas.

Im wesentlichen:

- A2000+A2620/A2630 mit A2090 oder A2091
- A3000

Unterstützt wird
- A2232 (7fach seriell)
- A2410 (TIGA)
- A2065 (Ethernet) sowie das Ameristar-Pendant.
- A3070 (Tape streamer)

siehe auch https://amix.failsure.net/Hardware

Es gab sogar etwas Unterstützung für 3rd-Party Hardware.
Andererseits soll es mit Linux68k <https://de.wikipedia.org/wiki/Linux68k>
einen anderen UNIX (gar Linux) Kandidaten geben, um den ich mich
vielleicht irgendwann mal kümmern sollte. NetBSD soll laut der Wikipedia
Seite auch in Betracht kommen.
NetBSD läuft schon seit über 20 Jahren auf Amigas. 68020+ und MMU sind
Voraussetzung. Es gibt auch einen Port für PPC-Karten.
--
--
Michael van Elst
Internet: ***@serpens.de
"A potential Snark may lurk in every tree."
Andreas Bockelmann
2017-05-04 10:36:17 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael van Elst
Ich hatte mich da auch für interessiert. Da ich aber keine Amiga
Hardware habe, kann ich trotzdem von 500-3000 alles in einem Emulator
(UAE, wen es interessiert) laufen lassen. Es soll das u.a AMIX
<https://de.wikipedia.org/wiki/AMIX> geben. Aber ich konnte noch kein
Image ausfindig machen, was laufen würde, so dass ich aufgegeben habe.
Das funktioniert auch nur auf wenigen Amigas.
- A2000+A2620/A2630 mit A2090 oder A2091 - A3000
Unterstützt wird - A2232 (7fach seriell) - A2410 (TIGA) - A2065
(Ethernet) sowie das Ameristar-Pendant. - A3070 (Tape streamer)
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurde Amix auf einem Band
ausgeliefert, sprich: Der Streamer war Pflicht.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
F/V +49-3221-1143516
Andreas Kohlbach
2017-05-04 20:17:05 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Bockelmann
Post by Michael van Elst
Ich hatte mich da auch für interessiert. Da ich aber keine Amiga
Hardware habe, kann ich trotzdem von 500-3000 alles in einem Emulator
(UAE, wen es interessiert) laufen lassen. Es soll das u.a AMIX
<https://de.wikipedia.org/wiki/AMIX> geben. Aber ich konnte noch kein
Image ausfindig machen, was laufen würde, so dass ich aufgegeben habe.
Das funktioniert auch nur auf wenigen Amigas.
- A2000+A2620/A2630 mit A2090 oder A2091 - A3000
Unterstützt wird - A2232 (7fach seriell) - A2410 (TIGA) - A2065
(Ethernet) sowie das Ameristar-Pendant. - A3070 (Tape streamer)
Für mich egal. Ich "habe" alle (Emulator). Was ich nicht finden konnte ist
ein Festplattenimage. Oder Floppies, von denen man das installieren kann.

Ich habe nun noch die mc86k Seite, auf die Wikipedia hatte, besucht. Fast
alle Links zu (vor allem deutschen) Unis sind tot. Wie schon bei einem
früheren Versuch Software zu finden, bin ich wieder in eine Wand gelaufen.
Post by Andreas Bockelmann
Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, wurde Amix auf einem Band
ausgeliefert, sprich: Der Streamer war Pflicht.
Amiga und Band (Streamer)? Den kleinsten Massenspeicher, was er konnte,
war 3 1/2" Floppy. Möglicherweise könnte man per RS-232 etwas anderes, wie
Tape Devices, anschließen. Aber warum, wenn AMIX (Amiga UNIX) doch nur
für den Amiga geschaffen wurde?
--
Andreas
You know you are a redneck if
you use the term "over yonder" more than once a month.
Ralf Kiefer
2017-05-04 22:54:34 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Amiga und Band (Streamer)?
In den frühen 1990er Jahren hatte ich einen studentischen Kollegen, der
(privat) in der Amiga-Unix-Entwickler-Ecke drinsteckte. Der betrieb
einen QIC-02-Streamer an SCSI am Amiga.

Gruß, Ralf
Michael van Elst
2017-05-08 18:49:51 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Ralf Kiefer
Post by Andreas Kohlbach
Amiga und Band (Streamer)?
In den frühen 1990er Jahren hatte ich einen studentischen Kollegen, der
(privat) in der Amiga-Unix-Entwickler-Ecke drinsteckte. Der betrieb
einen QIC-02-Streamer an SCSI am Amiga.
Ein EXB8500 lief auch ganz nett, damals als 5GB Tape noch etwas bedeutete,
und man sich überlegte mehrere Backups auf ein Tape zu schreiben um die
Kosten zu senken...
--
--
Michael van Elst
Internet: ***@serpens.de
"A potential Snark may lurk in every tree."
Gerrit Heitsch
2017-05-08 19:00:24 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael van Elst
Post by Ralf Kiefer
Post by Andreas Kohlbach
Amiga und Band (Streamer)?
In den frühen 1990er Jahren hatte ich einen studentischen Kollegen, der
(privat) in der Amiga-Unix-Entwickler-Ecke drinsteckte. Der betrieb
einen QIC-02-Streamer an SCSI am Amiga.
Ein EXB8500 lief auch ganz nett, damals als 5GB Tape noch etwas bedeutete,
und man sich überlegte mehrere Backups auf ein Tape zu schreiben um die
Kosten zu senken...
Ich hatte eine Weile einen DDS-Streamer an einem GVP-Controller laufen.
Damals, als auf so ein Band nur 1,3 GB passten. Funktionierte aber erst
zuverlässig nachdem ich den WD33C93A 00-04 PROTO durch einen WD33C93A
00-08 ersetzt hatte.

Gerrit
Ralf Kiefer
2017-05-08 22:27:00 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael van Elst
Post by Ralf Kiefer
Post by Andreas Kohlbach
Amiga und Band (Streamer)?
In den frühen 1990er Jahren hatte ich einen studentischen Kollegen, der
(privat) in der Amiga-Unix-Entwickler-Ecke drinsteckte. Der betrieb
einen QIC-02-Streamer an SCSI am Amiga.
Ein EXB8500 lief auch ganz nett, damals als 5GB Tape noch etwas bedeutete,
und man sich überlegte mehrere Backups auf ein Tape zu schreiben um die
Kosten zu senken...
Ich meinte die Zeiten, als auf ein QIC-02-Band 45 oder 60_M_B paßten.
Ich hatte damals was von Tandberg, den probierte er seinerzeit auch mal
am Amiga, aber an Erkenntnise kann ich mich nicht mehr erinnern.

Gruß, Ralf
Michael Kraemer
2017-05-05 08:22:24 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Amiga und Band (Streamer)?
Ist für die Installation von AMIX "von Scratch" Pflicht.
In diesem Falle muss es sogar das QIC Laufwerk von C= sein
(3070 glaube ich), alle "normalen" gehen nicht.
Wird nur alle Jubeljahre auf $AUKTIONSBUDE angeboten,
zum Gegenwert einer Nierenspende.
Im Prinzip müssten auch Transfers von disk images gehen.

Ansonsten sind Tapes am Amiga nichts exotisches,
sofern er eine SCSI-Schnittstelle hat.
Ich mache zB alle Datensicherungen per DAT-Tape und simplem "tar".
Hat zB den Vorteil, dass ich den Krempel auch anderswo wieder lesen kann.
Andreas Kohlbach
2017-05-05 17:19:26 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael Kraemer
Post by Andreas Kohlbach
Amiga und Band (Streamer)?
Ist für die Installation von AMIX "von Scratch" Pflicht.
In diesem Falle muss es sogar das QIC Laufwerk von C= sein
(3070 glaube ich), alle "normalen" gehen nicht.
Wird nur alle Jubeljahre auf $AUKTIONSBUDE angeboten,
zum Gegenwert einer Nierenspende.
Im Prinzip müssten auch Transfers von disk images gehen.
Mir wäre ein existierendes und laufendes Images recht. Ich mag nur sehen,
wie es aus sieht und sich arbeiten lässt. [1]
Post by Michael Kraemer
Ansonsten sind Tapes am Amiga nichts exotisches,
sofern er eine SCSI-Schnittstelle hat.
Mann kann auch einen Lochstreifenleser oder Telex anschließen,wenn man
passende Schnittstellen hat. ;-)
Post by Michael Kraemer
Ich mache zB alle Datensicherungen per DAT-Tape und simplem "tar".
Hat zB den Vorteil, dass ich den Krempel auch anderswo wieder lesen kann.
Wenn ich Wikipedia Glauben schenken darf, entstand das Projekt
1990.

<quote>
| AMIX (Amiga UNIX) ist ein kommerzielles UNIX-Betriebssystem der Firma
| Commodore und speziell auf die Amiga-Rechner der Firma ausgerichtet. In
| den 1990er Jahren entwickelt, galt das 68k-basierende Unix-Derivat als
| eine der besten Implementierungen von System V R4, die seinerzeit
| verfügbar waren.
</quote>

Die 90er waren nicht gerade die Dekade von Tapes. Daher wundert mich,
dass es in diese Richtung geht.

[1] Dann hatte ich auf <https://amix.failsure.net/file1> was aus dem Abime
Link gestern hervor ging, sowohl das fertige Festplattenimage geholt, als
auch das root- und boot Floppy Image, und auf einem emulierten Amiga 3000
getestet, auf dem anderen Dinge schon laufen auf der Emulation.

Das Image lud, hing aber mit einem leeren Schirm. Der Versuch mit den
Floppy Images schlug auch fehl. Leerer Schirm, oder Meldung, die andere
Floppy einzulegen, obwohl beide "eingelegt" waren - Amigas können doch
mehrere Laufwerke bedienen - oder GURU MEDITATION in verschiedenen
Versuchen.

Ich vermute aber stark, dass das am generischen Kickstart Rom (um kein
Copyright zu verletzen) für den A3000 liegt, welches mit dem Emulator
kam, und es beim mit dem A3000 gelieferten Kickstart nicht passieren
würde. Leider habe ich das Original (noch ;-) nicht.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you use the term "over yonder" more than once a month.
Andreas Bockelmann
2017-05-05 17:45:42 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Die 90er waren nicht gerade die Dekade von Tapes. Daher wundert mich,
dass es in diese Richtung geht.
Wann würdest Du denn die Dekade der Tapes sehen wollen? Amix kam 1990.
Tandberg Data war 1981 Gründungsmitglied der QIC-Gruppe. Zu Amigas Zeiten
waren QIC-Streamer etabliert. In den 1990ern ging es dann mit SLR und MLR
heiter weiter. Im Consumerbereich kamen die Floppystreamer mit QIC80 und
TR-1. Im Businessbereich 4mm DDS (DAT) und 8mm Heliscan (im Prinzip
DAT-Streamer mit 8mm Videobändern), es kamen AIT und LTO. Ab den 2000er
Jahren sehe ich nur noch Anwachsen von Kapazitäten und Schreibdichten bei
Ultrium/LTO. Über DDS, 8mm und QIC sprechen heute nur noch Museumswärter :-)

In den 80ern begann die Tape-Zeit, aber eine Durchdringung auf den
Consumermarkt und Etablierung der Bandsicherung auch bei kleinen
Firmenkunden war definitv in den 90ern. Danach wurden Bandsicherungen häufig
durch USB-Platten und NAS abgelöst. In den 90ern habe ich kein Netzwerk und
keinen Server ohne Bandlaufwerk oder gar Tandberg Jukebox verkauft.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
F/V +49-3221-1143516
Andreas Kohlbach
2017-05-06 17:54:35 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Bockelmann
Post by Andreas Kohlbach
Die 90er waren nicht gerade die Dekade von Tapes. Daher wundert mich,
dass es in diese Richtung geht.
Wann würdest Du denn die Dekade der Tapes sehen wollen?
70er und frühe/mittlere 80er. Mitte/Ende der 80er waren Floppy-Laufwerke
erschwinglich und die ersten Festplatten für den Privatanwender wurden
verfügbar.

Für den Amiga war es ja gar nie vorgesehen, eines dieser Tapes-Devices
direkt anzuschließen. Sie kamen dafür mit einem oder zwei
Floppy-Laufwerken.

Aber was Ralf sagt, macht Sinn; Floppies haben zu wenig Speicherkapazität
für UNIX. Festplatten waren zu teuer, und CD Laufwerke waren für den
Privatanwender noch nicht bezahlbar, wenn überhaupt verfügbar.
Post by Andreas Bockelmann
Amix kam 1990. Tandberg Data war 1981 Gründungsmitglied der
QIC-Gruppe. Zu Amigas Zeiten waren QIC-Streamer etabliert. In den
1990ern ging es dann mit SLR und MLR heiter weiter. Im Consumerbereich
kamen die Floppystreamer mit QIC80 und TR-1. Im Businessbereich 4mm DDS
(DAT) und 8mm Heliscan (im Prinzip DAT-Streamer mit 8mm Videobändern),
es kamen AIT und LTO. Ab den 2000er Jahren sehe ich nur noch Anwachsen
von Kapazitäten und Schreibdichten bei Ultrium/LTO. Über DDS, 8mm und
QIC sprechen heute nur noch Museumswärter :-)
In den 80ern begann die Tape-Zeit, aber eine Durchdringung auf den
Consumermarkt und Etablierung der Bandsicherung auch bei kleinen
Firmenkunden war definitv in den 90ern. Danach wurden Bandsicherungen
häufig durch USB-Platten und NAS abgelöst. In den 90ern habe ich kein
Netzwerk und keinen Server ohne Bandlaufwerk oder gar Tandberg Jukebox
verkauft.
Scheinbar habe ich über Tape eine andere Idee als ihr. Ich dachte an die
Kassettenrekorder, die es für die damaligen Homecomputer gab.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you use the o on a stop sign to sight your new rifle.
Ralf Kiefer
2017-05-05 18:05:36 UTC
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Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Die 90er waren nicht gerade die Dekade von Tapes. Daher wundert mich,
dass es in diese Richtung geht.
Anfangs war das in der Unix-Welt noch nötig. Disketten hatten zu wenig
Kapazität, und CDs waren noch nicht sehr weit verbreitet.

Gruß, Ralf
Michael Kraemer
2017-05-05 21:00:36 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Andreas Kohlbach
Mann kann auch einen Lochstreifenleser oder Telex anschließen,wenn man
passende Schnittstellen hat. ;-)
wie hättst Du's den gerne?
Tapes kamen nunmal meist als SCSI,
und der A3000 hat standardmässig SCSI.
Post by Andreas Kohlbach
Wenn ich Wikipedia Glauben schenken darf, entstand das Projekt
1990.
<quote>
| AMIX (Amiga UNIX) ist ein kommerzielles UNIX-Betriebssystem der Firma
| Commodore und speziell auf die Amiga-Rechner der Firma ausgerichtet. In
| den 1990er Jahren entwickelt, galt das 68k-basierende Unix-Derivat als
| eine der besten Implementierungen von System V R4, die seinerzeit
| verfügbar waren.
</quote>
naja, Formulierungen wie "eine der besten Implementierungen" sind wohlfeil.
Was wäre denn "eine der schlechtesten" gewesen?
Der A3000UX bekam in der damaligen iX nicht grade gute Noten.
Für eine "richtige" Unix-Maschine war die Hardware doch etwas schwach auf der Brust.

Wenn Du nur wissen willst, wie es aussieht:
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Spröder Charme halt.
Post by Andreas Kohlbach
Die 90er waren nicht gerade die Dekade von Tapes. Daher wundert mich,
dass es in diese Richtung geht.
"in diese Richtung" trifft es nicht so ganz.
In den frühen 1990ern waren Tapes als Installationsmedien einfach üblich.
Ich habe irgendwo noch ein Original Motorola 88K SVR4 auf QIC-tape herumliegen - von 1995.
Auch AIX 3 wurde damals auf QIC und 8mm ausgeliefert, andere AIX-Software noch bis Ende der 1990er.
Irgendwann übernahm dann natürlich die CD bzw DVD.

Als Speichermedium waren/sind tapes noch weit länger in Gebrauch.
Für vorwiegend serielle Daten fast unschlagbar billig.
1 GB disk kosteten damals ca DEM 5000.
Genauer waren es nur 990MB, in den notorischem Solid-Boxen.
Ein 5 GB 8mm Laufwerk kostete genauso viel, die Bandkassette so gut wie nichts.
Andreas Kohlbach
2017-05-06 18:00:33 UTC
Permalink
Raw Message
Post by Michael Kraemer
Post by Andreas Kohlbach
Mann kann auch einen Lochstreifenleser oder Telex anschließen,wenn man
passende Schnittstellen hat. ;-)
wie hättst Du's den gerne?
Tapes kamen nunmal meist als SCSI,
und der A3000 hat standardmässig SCSI.
Wusste ich nicht. Mein Wissen deckt gerade Amiga 500 - 2000.

[...]
Post by Michael Kraemer
http://typewritten.org/Media/Images/amix1.1-a2410.png
Spröder Charme halt.
Danke. Mit der Konsole hätte ich jetzt schon gerne herum gespielt. :-)
--
Andreas
You know you are a redneck if
you use the o on a stop sign to sight your new rifle.
Goetz Hoffart
2017-05-06 16:33:10 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Die 90er waren nicht gerade die Dekade von Tapes.
Worauf hättest du 1991 so 100-300 MB Daten denn sonst ausgeliefert?
Disketten? CD-ROM-Laufwerke, die keiner hatte? Natürlich war das die
Zeit der Tapes.

Grüße
Götz
--
http://www.knubbelmac.de/
Andreas Kohlbach
2017-05-06 18:01:49 UTC
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Post by Goetz Hoffart
Post by Andreas Kohlbach
Die 90er waren nicht gerade die Dekade von Tapes.
Worauf hättest du 1991 so 100-300 MB Daten denn sonst ausgeliefert?
Disketten? CD-ROM-Laufwerke, die keiner hatte? Natürlich war das die
Zeit der Tapes.
Ihr habt alle Recht. Ich hatte überhaupt nicht an die Größe gedacht, die
so ein UNIX nun mal hat, und dass so Floppies nicht in Frage kommen.
--
Andreas
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Michael van Elst
2017-05-08 18:48:07 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Amiga und Band (Streamer)? Den kleinsten Massenspeicher, was er konnte,
war 3 1/2" Floppy.
Der SCSI-Controller für SCSI-Platten kann auch SCSI-Streamer.
--
--
Michael van Elst
Internet: ***@serpens.de
"A potential Snark may lurk in every tree."
Michael Engel
2017-05-04 01:52:43 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Ich hatte mich da auch für interessiert. Da ich aber keine Amiga Hardware
habe, kann ich trotzdem von 500-3000 alles in einem Emulator (UAE, wen es
interessiert) laufen lassen. Es soll das u.a AMIX
<https://de.wikipedia.org/wiki/AMIX> geben. Aber ich konnte noch kein
Image ausfindig machen, was laufen würde, so dass ich aufgegeben habe.
Da gab's grade einen Thread bei TUHS zu
http://minnie.tuhs.org/pipermail/tuhs/2017-April/009773.html

mit Link auf die folgende Seite:
http://eab.abime.net/showthread.php?t=86480

Hab's selber nicht ausprobiert... viel Erfolg!

-- Michael
Andreas Kohlbach
2017-05-04 20:17:54 UTC
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Raw Message
Post by Michael Engel
Post by Andreas Kohlbach
Ich hatte mich da auch für interessiert. Da ich aber keine Amiga Hardware
habe, kann ich trotzdem von 500-3000 alles in einem Emulator (UAE, wen es
interessiert) laufen lassen. Es soll das u.a AMIX
<https://de.wikipedia.org/wiki/AMIX> geben. Aber ich konnte noch kein
Image ausfindig machen, was laufen würde, so dass ich aufgegeben habe.
Da gab's grade einen Thread bei TUHS zu
http://minnie.tuhs.org/pipermail/tuhs/2017-April/009773.html
http://eab.abime.net/showthread.php?t=86480
Hab's selber nicht ausprobiert... viel Erfolg!
Danke. Schaue ich mir an.
--
Andreas
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you use the term "over yonder" more than once a month.
Andreas Kohlbach
2017-05-28 18:20:05 UTC
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Post by Dominik Heinrich
Zum 30 jährigen Jubiläum des Amiga 500 sendet ZDFInfo heute
"Die Amiga-Story
Der in den USA entwickelte Heimcomputer Commodore Amiga hatte in den
1980ern großen Einfluss auf die Entwicklung von Videospielen und des
später populär werdenden PC.
Nach "Väter der Pixelmonster" über die Geschichte der britischen
Videospiele-Industrie, über deren Erfolg und Scheitern, erzählen die
Filmemacher Anthony und Nicola Caulfield in ihrem zweiten
Dokumentarfilm über die Geschichte der Computerspiele die
"Amiga-Story"."
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/die-amiga-story-100.html
Ich hatte nun auch den ersten Teil im Original mit dem Namen From
Bedrooms To Billions von 2014 geschaut
<https://en.wikipedia.org/wiki/From_Bedrooms_to_Billions>, eine deutsche
Seite gibt es nicht.

Gefiel mir sehr viel besser. Es wurde die komplette Entwicklung der
britischen Computer-Spiel-Industrie gezeigt. Von den
"Schlafzimmer-Programmierern", bis "heute" (2014). Wobei mich persönlich
ab etwa 1990 die Sache nicht weiter interessiert hat. IMO hätte man sich
auch hier wieder das letzte Drittel schenken können.

Vieles war mir bekannt. Aber nicht, dass man bis etwa 1982 keine Spiele
im Laden kaufen konnte. Die dann noch kleinen Firmen boten ihre Software
in den einschlägigen Spielemagazinen ausschließlich per "Mail Order"
an. Oder auf Messen. Irgendwann kam ein Elektronik Geschäft auf die Idee,
man könne doch auch Spiele verkaufen. Schlug ein wie eine Bombe und
schnell konnte man Spiele auch in anderen Läden kaufen.

Ich kann mich nicht erinnern, wie das in Deutschland war. Ich war so ab
1981 oder 1982 in den Kaufhäusern (Neckermann, Quelle, Kaufhof)
unterwegs, um zu schauen, was da für Computer standen, und zu tippen. Ich
meine da gab es auch schon Software.

Btw. ich glaube es war in einer Neckermann Filiale, wo ich von einem, den
ich dort traf, in ein paar Tagen 6502 Assembler lernte, der am dortigen
Commodore 64 programmierte. *g*

Insgesamt aber, wie erwähnt, war das dieser ältere Film eher mein Fall
denn die Amiga Story. War besser gemacht, IMO.
Post by Dominik Heinrich
F'Up2 de.comp.sys.amiga
Ignoriert, da nur noch sehr am Rande damit zu tun. F'up2 stattdessen nach
de.alt.folklore.computer.
--
Andreas
You know you are a redneck if
you keep a can of raid on the kitchen table.
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