Discussion:
Einen 486er »pimpen«: So stelle ich mir das vor, was denkt ihr?
(zu alt für eine Antwort)
Kay Martinen
2021-01-29 15:24:22 UTC
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Wenn auch kein Touchtone-Verfahren, konnte man die Wähl-Pulse mit der
Telefongabel durch schnelles Drücken auslösen. Oder etwas von Band
einspielen.
Kann man Wählpulse von Band einspielen? Ich habe das anders in
Erinnerung.
Vermutlich nicht. Ging AFAIK aber in Amerika. Captain Crunch und so.
Geht nur mit Tonwahl. Bei Pulswahl kannst du Flöten bis du schwarz
wirst, da passiert nix. Wohlgemerkt: An einer Vermittlung oder Umsetzer
die NUR Pulswahl (IWV) kennen und KEINE Tonwahl (MFV).

In DE war Pulswahl usus und wurde erst später von der Tonwahl abgelöst.

IMHO konnte man Telefonanlagen (Istec) auf das eine ODER andere
Verfahren einstellen.
Heute hat fast[1] niemand mehr sein Telefon an der Vermittlungsstelle
hängen. Puls- oder Tonwahl endet häufig in einer Fritzbox, ab da ist's
VoIP. Ich vermute, daß dabei die lokale Software alles Unerwünschte von
Telefonseite her filtert, sofern das über Pots, DECT oder lokalem
ISDN-Bus dranhängt.
Weiß ned wie das heute ist. Als in den 1990ern zugweise Touchtone
ermöglicht wurde, funktionierte Puls dennoch weiter.
Richtig, weil die Vermittlungen damals beides konnten - können mußten um
auch Altkunden und Altgeräte nicht ab zu hängen. Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?

Und dann ist es jetzt eher die Frage ob der Lokale VoIP-Umsetzer
Pulswahl könnte/kennt. Wenn nicht hilft Gabel-geklacker nix, aber vom
Band kann man ihm einen vor-tuten. :-)

So weit ich weiß ist in den USA u.a. Ländern die Tonwahl generell das
System der Wahl gewesen. Darum ging die Capt. Crunch Methode u.a. ja
dort auch.

Kay
--
Posted via leafnode
Ralf Kiefer
2021-01-29 16:53:12 UTC
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Post by Kay Martinen
IMHO konnte man Telefonanlagen (Istec) auf das eine ODER andere
Verfahren einstellen.
Die konnte irgendwann beides. D.h. es war egal, welche Sorte Telefon man
an welchen Anschluß hängte, sie hat's einfach verstanden. Ich habe eine
gewisse Sammlung an Firmware-Varianten hier.
Post by Kay Martinen
Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?
Ich! Ein W48 gehört doch in jeden technikaffinen Haushalt ;-)


Gruß, Ralf
Kay Martinen
2021-01-29 17:30:28 UTC
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Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
IMHO konnte man Telefonanlagen (Istec) auf das eine ODER andere
Verfahren einstellen.
Die konnte irgendwann beides. D.h. es war egal, welche Sorte Telefon man
an welchen Anschluß hängte, sie hat's einfach verstanden.
Sicher, das war dem Trend zu MFV geschuldet. Ging ja auch schneller weil
man nicht die maximale Pulszeit für die Nullen (10) warten mußte.

Wenn ich aber bedenke wie die Bundespest damals Sorge hatte das
Nicht-Postalisch zugelassene (Pickerl) Geräte "das Telefonnetz
überlasten könnten"... was zu Dingen wie der Quälpause bei Modems
führte... :-)

Bei einem meiner Zyxels gab's AFAIR eine Methode das los zu werden. Das
andere hatte die glücklicherweise überhaupt nicht. :)

Wenn man bei einer Vielbesuchten BBS/FTN-Node eine Crashmail eintüten
wollte war's echt lästig wenn das Modem nach ein paar (12!?) Versuchen
erst seine "Abkühlphase" nahm. Mit ISDN war's dann später ja der reinste
Turbo. Connect, ... Hangup, in wenigen Sekunden= Nachricht verschickt.
Post by Ralf Kiefer
Ich habe eine
gewisse Sammlung an Firmware-Varianten hier.
[Loriot] "Ach!" :-) Das nützt einem aber nur dann was wenn die HW
entsprechend Vorbereitet ist damit die FW ein Feature nutzbar machen
kann. Wie MFV oder z.b. CLIP bei der o.g. Istec.

Heißt: Eine Anlage deren HW das nicht kann lernt keine neuen Tricks.
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?
Ich! Ein W48 gehört doch in jeden technikaffinen Haushalt ;-)
Die passende Anlage dazu auch? So'n Neumodschem TA wird beim Klingeln
doch eher die Spannung weg brechen und das Läutewerk nur noch röcheln. :)

Alter Witz aus der ELO: "Tension-together-break"

Schade das mein Fernschreiber (T100-Standgerät) futsch ist. Machte
deutlich mehr Krach...

Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-01-29 19:16:15 UTC
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Post by Kay Martinen
Sicher, das war dem Trend zu MFV geschuldet. Ging ja auch schneller weil
man nicht die maximale Pulszeit für die Nullen (10) warten mußte.
Wenn ich aber bedenke wie die Bundespest damals Sorge hatte das
Nicht-Postalisch zugelassene (Pickerl) Geräte "das Telefonnetz
überlasten könnten"... was zu Dingen wie der Quälpause bei Modems
führte... :-)
Der Grund dürfte wieder Finanzielles sein. Denn die Graue Post bot ja
eigene Telefone (vor der Umstellung nach Ton) an, verbat aber grundweg
andere, ohne diese je einer Überprüfung zu unterziehen, ob sich sie zu
einer Überlastung oder auch nicht führen könnten.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Arno Welzel
2021-01-30 09:32:37 UTC
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Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
IMHO konnte man Telefonanlagen (Istec) auf das eine ODER andere
Verfahren einstellen.
Die konnte irgendwann beides. D.h. es war egal, welche Sorte Telefon man
an welchen Anschluß hängte, sie hat's einfach verstanden. Ich habe eine
gewisse Sammlung an Firmware-Varianten hier.
Post by Kay Martinen
Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?
Ich! Ein W48 gehört doch in jeden technikaffinen Haushalt ;-)
Ich habe sowas ebenfalls ;-)
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Marco Scholz
2021-01-30 13:08:58 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?
Ich! Ein W48 gehört doch in jeden technikaffinen Haushalt ;-)
Ich habe sowas ebenfalls ;-)
Ich auch, ein Socotel S63. Die haben einen Zweithörer und klingeln
schöner, dank Bronzeglocke :-P

https://www.youtube.com/watch?v=STvd9zjGR7A
--
D985D9B7F64A18003122D7E51C3EEBEA41E77EEE 10011 10011 ▞
Christian Corti
2021-02-01 08:51:28 UTC
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Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?
Ich! Ein W48 gehört doch in jeden technikaffinen Haushalt ;-)
Ich auch! Das Telefon in meinem Homeoffice ist auch ein W48 ;-) Hängt
an einer FB7050 mit VoIP-Verbindung zum DSL-Router.

Christian
Kay Martinen
2021-02-01 13:12:03 UTC
Permalink
Post by Christian Corti
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?
Ich! Ein W48 gehört doch in jeden technikaffinen Haushalt ;-)
Ich auch! Das Telefon in meinem Homeoffice ist auch ein W48 ;-) Hängt
an einer FB7050 mit VoIP-Verbindung zum DSL-Router.
Whoah, Steampunk-ig! Wenn es klingelt, gibt dein Router Rauchzeichen? :-)

Wir hatten damals einen FeTap61 in der Familie. Meine Oma sogar mit Bunt
besticktem Dekorhäubchen und Hörer-Haube so richtig Ton in Ton.

Das waren die Handy-cover der Steinzeit. :)

Die Telefonanlage später (Maschinengewehr-sound) die in der Küche beim
Esstisch an der Wand hing war so träge da wir Sekunden vor dem Klingeln
schon hörten wenn jemand anrufen wollte. Mittags, beim Essen!

Kay
--
Posted via leafnode
Christian Corti
2021-02-02 13:48:34 UTC
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Post by Kay Martinen
Post by Christian Corti
Ich auch! Das Telefon in meinem Homeoffice ist auch ein W48 ;-) Hängt
an einer FB7050 mit VoIP-Verbindung zum DSL-Router.
Whoah, Steampunk-ig! Wenn es klingelt, gibt dein Router Rauchzeichen? :-)
*lol*
Aber so ein W48 ist auch heute noch ganz praktisch. Mit JFritz habe ich
immer eine Anruferliste, und wenn ich will, kann ich über die FB auch
eine Nummer aus dem internen Telefonbuch wählen. Aber meistens wähle ich
natürlich stilecht von Hand :-)
Das Schöne an der FritzBox ist, daß sie zum einen natürlich Pulswahl
beherrscht, zum anderen aber eine Rufwechselspannung mit 25 Hz erzeugt,
damit klingen die Glocken noch süßer (moment... das war was anderes).

Christian
Andreas Kohlbach
2021-02-02 17:43:56 UTC
Permalink
Post by Christian Corti
Post by Kay Martinen
Post by Christian Corti
Ich auch! Das Telefon in meinem Homeoffice ist auch ein W48 ;-) Hängt
an einer FB7050 mit VoIP-Verbindung zum DSL-Router.
Whoah, Steampunk-ig! Wenn es klingelt, gibt dein Router Rauchzeichen? :-)
*lol*
Aber so ein W48 ist auch heute noch ganz praktisch. Mit JFritz habe ich
immer eine Anruferliste, und wenn ich will, kann ich über die FB auch
eine Nummer aus dem internen Telefonbuch wählen. Aber meistens wähle ich
natürlich stilecht von Hand :-)
Es gibt irgendwo ein US Video aus den 60ern, "Das Büro der Zukunft". Um
automatisch eine Nummer zu wählen, wird man in der Zukunft Lochkarten in
einen Schlitz des Telefons einwählen, was dann automatisch die dort
eingestanzt-kodierte Nummer wählt.
--
Andreas
Kay Martinen
2021-02-02 18:06:50 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Christian Corti
Post by Christian Corti
Ich auch! Das Telefon in meinem Homeoffice ist auch ein W48 ;-) Hängt
an einer FB7050 mit VoIP-Verbindung zum DSL-Router.
eine Nummer aus dem internen Telefonbuch wählen. Aber meistens wähle ich
natürlich stilecht von Hand :-)
Es gibt irgendwo ein US Video aus den 60ern, "Das Büro der Zukunft". Um
automatisch eine Nummer zu wählen, wird man in der Zukunft Lochkarten in
einen Schlitz des Telefons einwählen, was dann automatisch die dort
eingestanzt-kodierte Nummer wählt.
Dazu brauchst du IMHO nur den Anfang des Films "U-Boot in Not" mit
Charlton Heston sehen. Ich erinnere mich das dort der Wachhabende (o.ä.)
seinen Boss anrief in dem er eine Dicke Lochkarte in einen Schlitz oben
am Telefon einführte. Das Telefon tackerte die Karte rein und wählte.

Ich halte es durchaus für möglich das dies die Ersten Telefone mit so
einer Art "Kurzwahl" waren. Praktisch wenn man immer wieder die gleichen
Nummern wählt. Aber auch wenn z.b. ein Diensthabender nicht unbedingt
die Privatnummer seines Vorgesetzten kennen muß. Er muß ihn ja nur
erreichen können und das schnell und sicher.

Die Karten konnte man dann in einer Üblichen Karte aufbewahren, mit dem
Namen oder Kürzel beschriften und auch Weg schließen.

Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-02-02 22:12:00 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Es gibt irgendwo ein US Video aus den 60ern, "Das Büro der Zukunft". Um
automatisch eine Nummer zu wählen, wird man in der Zukunft Lochkarten in
einen Schlitz des Telefons einwählen, was dann automatisch die dort
eingestanzt-kodierte Nummer wählt.
Dazu brauchst du IMHO nur den Anfang des Films "U-Boot in Not"
Ein Tretboot in Seenot, sagtest du nicht Motorboot... ;-)
Post by Kay Martinen
mit Charlton Heston sehen. Ich erinnere mich das dort der Wachhabende
(o.ä.) seinen Boss anrief in dem er eine Dicke Lochkarte in einen
Schlitz oben am Telefon einführte. Das Telefon tackerte die Karte rein
und wählte.
Kann mich an den Film erinnern, mochte ihn aber nicht. Obwohl ich Hestons
Filme sonst mag.
Post by Kay Martinen
Ich halte es durchaus für möglich das dies die Ersten Telefone mit so
einer Art "Kurzwahl" waren. Praktisch wenn man immer wieder die gleichen
Nummern wählt. Aber auch wenn z.b. ein Diensthabender nicht unbedingt
die Privatnummer seines Vorgesetzten kennen muß. Er muß ihn ja nur
erreichen können und das schnell und sicher.
Die Karten konnte man dann in einer Üblichen Karte aufbewahren, mit dem
Namen oder Kürzel beschriften und auch Weg schließen.
So wurde es IIRC in der Dokumentation auch gezeigt.
--
Andreas
Wolf gang P u f f e
2021-02-03 12:58:55 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Es gibt irgendwo ein US Video aus den 60ern, "Das Büro der Zukunft". Um
automatisch eine Nummer zu wählen, wird man in der Zukunft Lochkarten in
einen Schlitz des Telefons einwählen, was dann automatisch die dort
eingestanzt-kodierte Nummer wählt.
Vor ca. 2 Jahren bei uns in der Kantine, alle hockten beim Essen und
hatten das Smartphone vor der Nase.
Da gibt es ja so einen Googelassistent, der einige Sprachkommandos
versteht und wenn man das Widget auf der aktiven Seite hat, lauscht
der natürlich auch. (Aktivierung mit "OK Google")
Ich rief nur zum Spaß in den Raum "Ok Google wähle 0190666666".
Ein Kollege begann hektisch auf seinem Phone rumzuwischen und ich,
natürlich breit grinsend, bekam einen ganz bösen Blick zugeworfen.
Ralf Kiefer
2021-02-03 13:17:17 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Ich rief nur zum Spaß in den Raum "Ok Google wähle 0190666666".
Ich suche immer noch das Filmchen einer Vorstellung von OS-Halbe und
seiner Spracheingabe seinerzeit vor Publikum, als ein Zuschauer laut
rief: "Format C".

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2021-02-03 16:16:44 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Wolf gang P u f f e
Ich rief nur zum Spaß in den Raum "Ok Google wähle 0190666666".
Ich suche immer noch das Filmchen einer Vorstellung von OS-Halbe und
seiner Spracheingabe seinerzeit vor Publikum, als ein Zuschauer laut
rief: "Format C".
Hätte denn das Funktioniert? Der Befehl hatte IMHO eine
Sicherheitsabfrage die man erst hätte bestätigen müssen.

Per Voicetype wäre es im Editor gelandet aber ob die Sprachsteuerung so
was auch in einer Shell umgesetzt hätte... ich weiß es nicht mehr.

Mein Vater hat mit einem Nachfolger unter Windows nach ca. 1-Stündigem
Träining versucht einen Brief zu diktieren.... es wäre schneller
gegangen hätte er den direkt ein getippt.

Wie das heute ginge... Die ganzen Sprach-ASsi's sind doch alle für Kurze
Kommando-sätze oder?

Kay
--
Posted via leafnode
Gerald E:scher
2021-02-03 16:21:41 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Wolf gang P u f f e
Ich rief nur zum Spaß in den Raum "Ok Google wähle 0190666666".
Ich suche immer noch das Filmchen einer Vorstellung von OS-Halbe und
seiner Spracheingabe seinerzeit vor Publikum, als ein Zuschauer laut
rief: "Format C".
Geht nur, wenn auf Partition C: keine Dateien geöffnet sind und schon
gar nicht, wenn OS/2 zuföllig auf C: installiert ist. OS/2 ist nicht
im Geringsten so deppert wie DOS.
--
Gerald
Gerrit Heitsch
2021-02-03 16:41:11 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Post by Ralf Kiefer
Post by Wolf gang P u f f e
Ich rief nur zum Spaß in den Raum "Ok Google wähle 0190666666".
Ich suche immer noch das Filmchen einer Vorstellung von OS-Halbe und
seiner Spracheingabe seinerzeit vor Publikum, als ein Zuschauer laut
rief: "Format C".
Geht nur, wenn auf Partition C: keine Dateien geöffnet sind und schon
gar nicht, wenn OS/2 zuföllig auf C: installiert ist. OS/2 ist nicht
im Geringsten so deppert wie DOS.
Wenn ein normaler User den Befehl gibt sollte nichts passieren. Aber
wenn der Admin das tut sollte nur eine Nachfrage kommen und bei
Bestätigung das OS sich bitte sofort wegformatieren.

Gerrit
Gerald E:scher
2021-02-03 17:30:52 UTC
Permalink
Post by Gerrit Heitsch
Post by Gerald E:scher
Post by Ralf Kiefer
Ich suche immer noch das Filmchen einer Vorstellung von OS-Halbe und
seiner Spracheingabe seinerzeit vor Publikum, als ein Zuschauer laut
rief: "Format C".
Geht nur, wenn auf Partition C: keine Dateien geöffnet sind und schon
gar nicht, wenn OS/2 zuföllig auf C: installiert ist. OS/2 ist nicht
im Geringsten so deppert wie DOS.
Wenn ein normaler User den Befehl gibt sollte nichts passieren. Aber
wenn der Admin das tut sollte nur eine Nachfrage kommen
Vielleicht unter eNTe aber nicht OS/2. OS/2 ist ein
Einbenutzerbetriebssystem, da gibt's keinen Admin.
Post by Gerrit Heitsch
und bei
Bestätigung das OS sich bitte sofort wegformatieren.
Nein, OS/2 ist nicht so dämlich. In einer VM, OS/2-Nachfolger
eComStation auf D: installiert:

| Operating System/2 Befehlsinterpreter Version 4.5
|
|
| 0[D:\]format d:
| Dateisystemtyp für den Datenträger: HPFS.
| Geben Sie den aktuellen Namen für Laufwerk D: ein: ecomstation
| Achtung! Alle Daten auf der Partition D: werden gelöscht! Formatieren
| durchführen? (J/N) j
| SYS0525: Der angegebene Datenträger konnte nicht formatiert werden.
|
| 4[D:\]help sys0525
|
| SYS0525: Der angegebene Datenträger konnte nicht formatiert werden.
|
| ERKLÄRUNG: Eine der folgenden Fehlerbedingungen liegt vor (es ist
| jedoch auch mögich, daß beide Fehlerbedingungen zutreffen):
| 1. Der Datenträger wird von einem anderen Prozeß benutzt.
| 2. Die Anmeldung am System erfolgte nicht mit der für das
| Formatieren von Datenträgern erforderlichen Berechtigung.
| KORREKTUR: Eine (bzw. beide) der folgenden Maßnahmen ergreifen
| und den Befehl anschließend wiederholen:
| 1. Den anderen Prozeß beenden oder warten, bis der Prozeß
| beendet ist.
| 2. Die Anmeldung mit der erforderlichen Berechtigung durchführen.
|
|
| 0[D:\]

Noch Fragen? Das mit der Anmeldung bezieht sich auf den Server, habe ich
nicht.
--
Gerald
Gerald E:scher
2021-02-03 17:38:58 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Wolf gang P u f f e
Ich rief nur zum Spaß in den Raum "Ok Google wähle 0190666666".
Ich suche immer noch das Filmchen einer Vorstellung von OS-Halbe und
seiner Spracheingabe seinerzeit vor Publikum, als ein Zuschauer laut
rief: "Format C".
Der Witz ist uralt und in Bezug auf OS/2 eine Unterstellung. Es hätte
aber auch mit Windoof 98 nicht funktioniert, eben ausprobiert.
--
Gerald
Guido Grohmann
2021-02-03 17:51:57 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Post by Ralf Kiefer
Post by Wolf gang P u f f e
Ich rief nur zum Spaß in den Raum "Ok Google wähle 0190666666".
Ich suche immer noch das Filmchen einer Vorstellung von OS-Halbe und
seiner Spracheingabe seinerzeit vor Publikum, als ein Zuschauer laut
rief: "Format C".
Der Witz ist uralt und in Bezug auf OS/2 eine Unterstellung. Es hätte
aber auch mit Windoof 98 nicht funktioniert, eben ausprobiert.
Erinnert mich an eine Futurama-Folge, in der ein alter Mac als "Richter"
ein Urtiel fällen soll. Als der Fortschrittsbalken stehen bleibt, brüllt
einer im Publikum "try control-alt-delete".

Die Deutsche Überstezung lautete "Versuche (eine) alternative
Kontrollöschung". m(

Guido
Ralf Kiefer
2021-02-03 17:53:37 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Es hätte
aber auch mit Windoof 98 nicht funktioniert, eben ausprobiert.
Danke fürs Ausprobieren.

Ich finde das trotzdem gut, zeigt es doch recht deutlich, welche Effekte
Spracheingabe haben kann.

Gruß, Ralf
Gerald E:scher
2021-02-03 18:23:29 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Gerald E:scher
Es hätte
aber auch mit Windoof 98 nicht funktioniert, eben ausprobiert.
Danke fürs Ausprobieren.
Die VM, in die ich mein altes Notbuch verwandelt habe, war noch offen.
C: mit Windoof98, D: mit eComStation/OS/2. Davor latürnich einen
Snapshot gemacht.
Post by Ralf Kiefer
Ich finde das trotzdem gut, zeigt es doch recht deutlich, welche Effekte
Spracheingabe haben kann.
Sabotageakte sind natürlich möglich. Die Spracheingabe von OS/2 musste
WIMRE allerdings auf den Sprecher trainiert werden.
--
Gerald
Kay Martinen
2021-02-03 19:29:54 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Gerald E:scher
Es hätte
aber auch mit Windoof 98 nicht funktioniert, eben ausprobiert.
Danke fürs Ausprobieren.
Ich finde das trotzdem gut, zeigt es doch recht deutlich, welche Effekte
Spracheingabe haben kann.
Da gäbe es wohl bessere Beispiele die auch Realer Sind.

Man braucht z.B. nur nach Medienberichten zu suchen in denen Leute ihre
Digitalen Wanzlinge beim Fernsehen nicht abstellten und ein Satz des
Nachrichtensprechers eine Digitale Flutwelle auslöste.

So soll es in nicht allzu ferner Vergangenheit geschehen sein. Um was es
da genau ging erinnere ich nicht weil mir auch keine solche Wanze in's
Haus kommt.

Oder wie war das mit dem Amazon Dash-Button an der Waschmaschine
(vielleicht gar mit Buntem DASH-Logo) den die Kids so oft und gerne
drückten das anschließend eine Halbe Tonne (DASH-)Waschmittel geliefert
wurde. :-)

Und warum soll in dem Dash-Button ein Mikrofon verbaut sein - das aber
"angeblich" nicht benutzt würde aber dennoch angeschlossen ist.

Und warum gibt es in WinXP einen NSA-Key obwohl MS steif behauptet das
wäre nur zufall und hätte nix mit der Behörde zu tun.

Solche Effekte treten IMHO auf wenn man nicht aufpaßt, etwas generisches
in etwas spezifisches Verwandelt und/oder einfach nicht genug Geld und
Gehirnschmalz auf ein Projekt geworfen hat.

Schadenfreude, PopCorn, Kino-modus ON... :)
[Denn die Business-Rules of Bullshit werden wir kaum ändern]

Kay
--
Posted via leafnode
Ralf Kiefer
2021-02-03 19:41:26 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Post by Gerald E:scher
Es hätte
aber auch mit Windoof 98 nicht funktioniert, eben ausprobiert.
Danke fürs Ausprobieren.
Ich finde das trotzdem gut, zeigt es doch recht deutlich, welche Effekte
Spracheingabe haben kann.
Da gäbe es wohl bessere Beispiele die auch Realer Sind.
Das OS-Halbe-Beispiel ist über 25Jahre alt. Die Menschheit hat nichts
draus gelernt, denn das scheint heutzutage bei Amazon u.ä. Lauschern zu
funktionieren. Damals bei IBM offensichtlich nicht, nur eine witzige
Mahnung.

Gruß, Ralf
Gerald E:scher
2021-02-03 20:28:09 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Post by Gerald E:scher
Es hätte
aber auch mit Windoof 98 nicht funktioniert, eben ausprobiert.
Danke fürs Ausprobieren.
Ich finde das trotzdem gut, zeigt es doch recht deutlich, welche Effekte
Spracheingabe haben kann.
Da gäbe es wohl bessere Beispiele die auch Realer Sind.
Das OS-Halbe-Beispiel ist über 25Jahre alt. Die Menschheit hat nichts
~~~~~
Wer ein Betrübssystem mit Pseudomultitasking ohne
Speicherschutz nutzt, sollte in seinem Glashaus nicht mit
Steinen werfen ;-)
Post by Ralf Kiefer
draus gelernt,
--
Gerald
Ralf Kiefer
2021-02-03 20:41:28 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Post by Ralf Kiefer
Das OS-Halbe-Beispiel ist über 25Jahre alt. Die Menschheit hat nichts
~~~~~
Wer ein Betrübssystem mit Pseudomultitasking ohne
Speicherschutz nutzt, sollte in seinem Glashaus nicht mit
Steinen werfen ;-)
Ich sehe hier um mich herum Windows XP, MacOS bis 8.6, Raspbian, Mint,
UCSD p-System (in der Restaurationsphase :-) ) und mehrheitlich
OS-9/68k. Letzteres erfüllt sehr hohe Ansprüche an Multitasking und
Echtzeit. Ich würde sogar behaupten, daß da nicht viel anderes ranreicht
:-)

Gruß, Ralf
Gerald E:scher
2021-02-03 22:09:50 UTC
Permalink
User-Agent: MacSOUP/D-2.8 (Mac OS 8.6)
Post by Gerald E:scher
Post by Ralf Kiefer
Das OS-Halbe-Beispiel ist über 25Jahre alt. Die Menschheit hat nichts
~~~~~
Wer ein Betrübssystem mit Pseudomultitasking ohne
Speicherschutz nutzt, sollte in seinem Glashaus nicht mit
Steinen werfen ;-)
Ich sehe hier um mich herum Windows XP, MacOS bis 8.6, Raspbian, Mint,
UCSD p-System (in der Restaurationsphase :-) ) und mehrheitlich
OS-9/68k. Letzteres erfüllt sehr hohe Ansprüche an Multitasking und
Echtzeit. Ich würde sogar behaupten, daß da nicht viel anderes ranreicht
:-)
Ich meinte latürnich das zum Posten verwendete Betrübssystem.
--
Gerald
Clemens Schüller
2021-02-03 22:14:35 UTC
Permalink
Servus!
Post by Gerald E:scher
Post by Ralf Kiefer
Ich sehe hier um mich herum Windows XP, MacOS bis 8.6, Raspbian, Mint,
UCSD p-System (in der Restaurationsphase :-) ) und mehrheitlich
OS-9/68k. Letzteres erfüllt sehr hohe Ansprüche an Multitasking und
Echtzeit. Ich würde sogar behaupten, daß da nicht viel anderes ranreicht
:-)
Ich meinte latürnich das zum Posten verwendete Betrübssystem.
In meinem gnus wird der User-Agent Header _immer_ eingeblendet - rein
aus Neugier, mit was die User so schreiben.


Exoten, die mir schon aufgefallen sind:

Windows 98
IRIX
HP-UX
Sun

Aber OS/2 ist mir noch nie untergekommen.
--
LieGrü aus Graz, Clemens Schüller
Gerald Eischer
2021-02-03 22:47:58 UTC
Permalink
Post by Clemens Schüller
Post by Gerald E:scher
Ich meinte latürnich das zum Posten verwendete Betrübssystem.
In meinem gnus wird der User-Agent Header _immer_ eingeblendet - rein
aus Neugier, mit was die User so schreiben.
Halte ich ebenso.
Post by Clemens Schüller
Windows 98
IRIX
HP-UX
Sun
Aber OS/2 ist mir noch nie untergekommen.
Was sich leicht ändern lässt.
--
Gerald
Clemens Schüller
2021-02-03 22:53:11 UTC
Permalink
Servus!
Post by Gerald Eischer
Post by Clemens Schüller
Post by Gerald E:scher
Ich meinte latürnich das zum Posten verwendete Betrübssystem.
In meinem gnus wird der User-Agent Header _immer_ eingeblendet - rein
aus Neugier, mit was die User so schreiben.
Halte ich ebenso.
Jaja, die Neugier is a Schwein xD
Post by Gerald Eischer
Post by Clemens Schüller
Windows 98
IRIX
HP-UX
Sun
Aber OS/2 ist mir noch nie untergekommen.
Was sich leicht ändern lässt.
Oha, schnell mal die "Retro Kiste" angeworfen? :-D
--
LieGrü aus Graz, Clemens Schüller
Ralf Kiefer
2021-02-03 22:28:27 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Ich meinte latürnich das zum Posten verwendete Betrübssystem.
Das hängt eher an MacSOUP, einem der besseren Newsreader, die es jemals
irgendwo gab. Das war immerhin eine der Killerapplikationen für
Internet-Anwendungen auf dem Mac.

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2021-02-03 22:46:25 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Gerald E:scher
Ich meinte latürnich das zum Posten verwendete Betrübssystem.
Welches NICHT das OS/2 war das Gerald im Vorpost im Text unterstrichen
hattest. Da soll man erst mal drauf kommen.
Post by Ralf Kiefer
Das hängt eher an MacSOUP, einem der besseren Newsreader, die es jemals
irgendwo gab. Das war immerhin eine der Killerapplikationen für
Internet-Anwendungen auf dem Mac.
Daraus folgert:

- Man kaufte sich einen Mac weil man usenet damit machen wollte. Nicht
wegen der UI, dem System, dem Design, DTP oder anderen Märchen. :-)

- Das Betriebssystem deines Mac läuft unter MacSoup???

Jetzt verstehe ich den Einwand mit dem Pseudomultitasking.

Und ich dachte schon das wird OS/2 Bashing... ;-)=)

Kay
--
Posted via leafnode
Clemens Schüller
2021-02-03 22:58:23 UTC
Permalink
Servus!
Post by Kay Martinen
- Man kaufte sich einen Mac weil man usenet damit machen wollte. Nicht
wegen der UI, dem System, dem Design, DTP oder anderen Märchen. :-)
Wäre was für die "Extrem Fanbois" LOL

ioco amoto: Ich hab damals(TM) auf Mac migriert, weil ich ein
System will, welches untereinander _perfekt_ synchronisiert.
Post by Kay Martinen
- Das Betriebssystem deines Mac läuft unter MacSoup???
Hab mir mal MacSOUP unter - erinnerlich - Sierra angeschaut, war absolut
_NICHT_ meine Welt xD
--
LieGrü aus Graz, Clemens Schüller
Kay Martinen
2021-02-02 17:44:37 UTC
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Post by Christian Corti
Post by Kay Martinen
Post by Christian Corti
Ich auch! Das Telefon in meinem Homeoffice ist auch ein W48 ;-) Hängt
an einer FB7050 mit VoIP-Verbindung zum DSL-Router.
Whoah, Steampunk-ig! Wenn es klingelt, gibt dein Router Rauchzeichen? :-)
*lol*
Ja, 600 Ohm wird's ja haben und wenn die Gelieferte Spannung stimmt
raucht auch die Zuleitung nicht ab.
Post by Christian Corti
Aber so ein W48 ist auch heute noch ganz praktisch. Mit JFritz habe ich
immer eine Anruferliste, und wenn ich will, kann ich über die FB auch
Anrufliste führt hier derzeit mein Mailserver mit ISDN Karte und
capi2text. Dazu gibt's ein nettes script für den linux-client das auf
den Anrufer-broadcast reagiert und mit auf dem KDE Desktop meldet wer es
wagt hier zu loiten. :-)
Post by Christian Corti
eine Nummer aus dem internen Telefonbuch wählen. Aber meistens wähle ich
natürlich stilecht von Hand :-)
Zwangsläufig weil ich nicht wüsste wie man mit nur einer Wählscheibe und
KEINER zusatztaste eine Kurzwahl hin bekäme.

# und * kommen da ja auch nicht vor.... 1-9 Kurzwahl und interne Nummern
zweistellig wäre sonst das einzige. Die Null braucht man dann für die
Amtsholung.
Post by Christian Corti
Das Schöne an der FritzBox ist, daß sie zum einen natürlich Pulswahl
beherrscht, zum anderen aber eine Rufwechselspannung mit 25 Hz erzeugt,
damit klingen die Glocken noch süßer (moment... das war was anderes).
Für Weihnachtliche Gefühle bist du ca. 2 Monate zu spät dran, oder 10
Monate zu Früh.

Ist das die Regel, das JEDE Fritte auch noch Pulswahl kann - sofern sie
A/B Ports hat???

25Hz sind leicht zu erzeugen. Brauchst nur EINE Diode
(Einweg-Gleichrichtung. 50Hz minus eine Halbwelle=25Hz Pulsierende
Gleichspannung)... ach moment, das gilt vielleicht für meinen VIC-20 der
noch echte 9V AC direkt vom Trafo bekam. :-)


Kay
--
Posted via leafnode
Christian Corti
2021-02-03 11:18:46 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
25Hz sind leicht zu erzeugen. Brauchst nur EINE Diode
(Einweg-Gleichrichtung. 50Hz minus eine Halbwelle=25Hz Pulsierende
Gleichspannung)... ach moment, das gilt vielleicht für meinen VIC-20 der
noch echte 9V AC direkt vom Trafo bekam. :-)
Das geht so natürlich nicht. Du brauchst echte 25 Hz Sinus, sonst
schlägt der Klöppel nur an die eine Glocke. Das klingt dann sehr
bescheiden.

Christian
K. Krause
2021-02-03 12:36:51 UTC
Permalink
Post by Christian Corti
Post by Kay Martinen
25Hz sind leicht zu erzeugen. Brauchst nur EINE Diode
(Einweg-Gleichrichtung. 50Hz minus eine Halbwelle=25Hz Pulsierende
Gleichspannung)... ach moment, das gilt vielleicht für meinen VIC-20 der
noch echte 9V AC direkt vom Trafo bekam. :-)
Das geht so natürlich nicht. Du brauchst echte 25 Hz Sinus, sonst
schlägt der Klöppel nur an die eine Glocke. Das klingt dann sehr
bescheiden.
Christian
Das geht schon gleich überhaupt nicht:
Denn erstens, wenn Du 50 Herz Sinus halbweggleichrichtest, dann hast Du
weiter Halbwellen mit 50 Hz Frequenz.
Und zweitens liegt vor der Klingel ja ein Kondensator. Der wird sich
aufladen und die Klingel wird gar nicht läuten. Früher hat man sowas
beim Spielen mit Kosmos-Baukästen gelernt:
"Schau was der Elektromann
alles aus sich machen kann."


Klemens
Kay Martinen
2021-02-03 13:05:05 UTC
Permalink
Post by K. Krause
Post by Christian Corti
Post by Kay Martinen
25Hz sind leicht zu erzeugen. Brauchst nur EINE Diode
(Einweg-Gleichrichtung. 50Hz minus eine Halbwelle=25Hz Pulsierende
Gleichspannung)... ach moment, das gilt vielleicht für meinen VIC-20 der
noch echte 9V AC direkt vom Trafo bekam. :-)
Das geht so natürlich nicht. Du brauchst echte 25 Hz Sinus, sonst
schlägt der Klöppel nur an die eine Glocke. Das klingt dann sehr
bescheiden.
Denn erstens, wenn Du 50 Herz Sinus halbweggleichrichtest, dann hast Du
weiter Halbwellen mit 50 Hz Frequenz.
Ja, da habe ich nicht aufgepasst als ich obiges schrieb. War mehr so
dahergesagt um dem vorigen "ach moment" zu entsprechen und ich war wohl
schon mehr beim VIC-20 der $hier einen 2poligen Netzteil Anschluß hat.
Und da irgendwo IMHO auch eine Wechselspannung an einen Timer weiter
leitete. Eine Echtzeituhr hatte er ja nicht aber damit konnte er
Sekunden zählen. So ich mich dessen jetzt richtig erinnere.
Post by K. Krause
Und zweitens liegt vor der Klingel ja ein Kondensator. Der wird sich
aufladen und die Klingel wird gar nicht läuten.
Darum spricht man gemeinhin ja auch von "Rufwechselspannung" und nicht
von DC mit hoher Restwelligkeit. :-)
Post by K. Krause
Früher hat man sowas
"Schau was der Elektromann
 alles aus sich machen kann."
Doktor Bibber oder was war das?

Ich hatte nur die Philips Experimentierkästen.



Kay
--
Posted via leafnode
K. Krause
2021-02-03 13:51:01 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by K. Krause
"Schau was der Elektromann
 alles aus sich machen kann."
Doktor Bibber oder was war das?
Nein, Wilhelm Fröhlich. Das war der Autor der Kosmosbaukästen:

"Vom Gebirg zum Ozean
alles hört der Radiomann"

"Alles was im Hause ist
untersucht der Alchemist"

Es gab auch einen "Opticus" (?) und einen Fotomann. Oder hiess der
Opticus und Fotomann? Aber da fällt mir der Spruch nicht mehr
dazu ein. Anm.: ich meine hier die Baukästen aus der Ära vor 1970 und
nicht das moderne Zeugs. Den Lehrcomputer Logicus lasse ich grade noch
gelten.
Post by Kay Martinen
Ich hatte nur die Philips Experimentierkästen.
Die großen Schismen der damaligen Jugend:

Pelikan vs GeHa
Trix vs Märklin
Lego vs Idema
Micky Maus vs Fix und Foxi

Dass da nicht Kriege ausgebrochen sind...

Klemens
Thomas Koenig
2021-02-03 14:11:57 UTC
Permalink
Post by K. Krause
Pelikan vs GeHa
OK.
Post by K. Krause
Trix vs Märklin
Fleischmann?
Post by K. Krause
Lego vs Idema
Lego gegen was?
K. Krause
2021-02-03 14:39:29 UTC
Permalink
....
Post by Thomas Koenig
Post by K. Krause
Trix vs Märklin
Fleischmann?
Es gab Unterschismen:

Trix express vs Trix international
(3-Leiter gegen 2-leiter system)
Post by Thomas Koenig
Post by K. Krause
Lego vs Idema
Lego gegen was?
Acronym aus "Joseph Dehm Architektur". Die waren etwas kleiner
als Lego, das erst später in Deutschland aufkam und bestehen aus
Polystyrol.

Einig war die Jugend sich nur:

"Einen Wunsch hat jeder
zum Rad 'n Tachometer"
(natürlich von VDO)


Klemens
Kay Martinen
2021-02-03 16:24:26 UTC
Permalink
Post by K. Krause
Post by Kay Martinen
Doktor Bibber oder was war das?
"Vom Gebirg zum Ozean
 alles hört der Radiomann"
"Alles was im Hause ist
 untersucht der Alchemist"
Ach, da gab's Slogans zu. Ersatzweise dachte ich sonst auch an die RPB
vom Franzis Verlag oder ein "Bauwerk" von Radio Rim mit dem
Waffenschein-pflichtigen Katalogschwergewicht.
Post by K. Krause
Post by Kay Martinen
Ich hatte nur die Philips Experimentierkästen.
Pelikan vs GeHa
Trix vs Märklin
Lego vs Idema
Micky Maus vs Fix und Foxi
Dass da nicht Kriege ausgebrochen sind...
Homecomputer X vs. Homecomputer Y
Amiga vs. Atari
Homecomputer vs. PC
DOS vs. Novell
Windows vs. OS/2
Internet vs. Netzwerke
Internet Exploder vs. NetScape (what-else?) [Nee, das war später]

Wähle den Krieg, Wähle die Waffe, Wähle den Schauplatz und ziehe zu Felde.

Nein, nicht gegen mich. Mir ist das (fast) egal. Und Krieg eh Total!

Kay
--
Posted via leafnode
Ralf Kiefer
2021-02-03 16:36:52 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Homecomputer X vs. Homecomputer Y
Amiga vs. Atari
6502 vs Z80
RISC vs CISC (ist etwas allgemeiner als in der Zeile obendran :-) )

Gruß, Ralf
Diedrich Ehlerding
2021-02-03 17:55:29 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Homecomputer X vs. Homecomputer Y
Amiga vs. Atari
6502 vs Z80
RISC vs CISC (ist etwas allgemeiner als in der Zeile obendran :-) )
uucp vs smtp/pop/imap/nntp
pures ASCII vs MIME
Text vs HTLM in Mails
Internet Exploder vs Mozilla
TOFU à la OjE vs Usenet-Zitierstil
Pseudonym vs echter Name
vi vs emacs
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Kay Martinen
2021-02-03 19:13:27 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Homecomputer X vs. Homecomputer Y
Amiga vs. Atari
6502 vs Z80
RISC vs CISC (ist etwas allgemeiner als in der Zeile obendran :-) )
Die waren doch beide CISC. Meiner Meinung nach.

Zwo, Drei, Vier, den Daumenkrieg erklär ich dir! ;-)


Kay
--
Posted via leafnode
Ralf Kiefer
2021-02-03 19:36:20 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
6502 vs Z80
RISC vs CISC (ist etwas allgemeiner als in der Zeile obendran :-) )
Die waren doch beide CISC. Meiner Meinung nach.
Ein 6502 hat drei sehr schnelle Register und 256 schnelle Register,
weiterhin ist (fast) jeder Zyklus draußen auf dem Bus ein notwendiger.
Den Befehlssatz betreffend kann er nur Grundlegendes, aber das ziemlich
flott, die Adressierungsverfahren sind ebensowenig ausufernd.
</drehleiermodus> :-)

Gruß, Ralf
Gerrit Heitsch
2021-02-03 19:44:40 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
6502 vs Z80
RISC vs CISC (ist etwas allgemeiner als in der Zeile obendran :-) )
Die waren doch beide CISC. Meiner Meinung nach.
Ein 6502 hat drei sehr schnelle Register und 256 schnelle Register,
weiterhin ist (fast) jeder Zyklus draußen auf dem Bus ein notwendiger.
Und man kann ihn trotzdem dazu bringen den Bus mit dem Videochip zu
teilen weil er, schnelles RAM/ROM vorausgesetzt, den Bus nur jeweils den
halben Zyklus braucht.

Gerrit
Gerrit Heitsch
2021-02-03 11:52:42 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
25Hz sind leicht zu erzeugen. Brauchst nur EINE Diode
(Einweg-Gleichrichtung. 50Hz minus eine Halbwelle=25Hz Pulsierende
Gleichspannung)...
Ich komme in dem Falle weiterhin auf 50 Hz.

Gerrit
Kay Martinen
2021-02-03 12:57:36 UTC
Permalink
Post by Gerrit Heitsch
Post by Kay Martinen
25Hz sind leicht zu erzeugen. Brauchst nur EINE Diode
(Einweg-Gleichrichtung. 50Hz minus eine Halbwelle=25Hz Pulsierende
Gleichspannung)...
Ich komme in dem Falle weiterhin auf 50 Hz.
Oh na klar, stimmt. Nur weil eine Halbwelle fehlt ändert das nichts an
der Periodendauer. Da hab ich nicht aufgepaßt.


Kay
--
Posted via leafnode
Marco Scholz
2021-02-03 14:27:56 UTC
Permalink
On 2021-02-02, Kay Martinen <***@martinen.de> wrote:
[...]
Post by Kay Martinen
Zwangsläufig weil ich nicht wüsste wie man mit nur einer Wählscheibe und
KEINER zusatztaste eine Kurzwahl hin bekäme.
# und * kommen da ja auch nicht vor.... 1-9 Kurzwahl und interne Nummern
zweistellig wäre sonst das einzige. Die Null braucht man dann für die
Amtsholung.
[...]

Man kann einen RotaTone Konverter einbauen. Dann hat man #, *,
Wahlwiederholung und kann 7 Rufnummern speichern:

https://www.oldphoneworks.com/rotatone-pulse-to-tone-converter.html

-Converts rotary dial to DTMF "touchtone" operation.
-Dials * and # from your rotary phone to access computerized
services.
-Use legacy equipment on tone-only lines.
-Compatible with VOIP services.
-Provides last number redial functionality.
-Adds 7 programmable speed dial locations. Each number is up to 25
digits long.
-Program a "hotline" number (V2 only)
-Small enough to fit inside most phones.
-Includes generic wiring diagram.
-Installation services available.

Rotatone is an electronic module which enables phones with rotary pulse
dials to work on DTMF (dual tone multi-frequency) telephone lines,
tone-only enabled exchanges, or on most VOIP adapters. In addition to
sending the correct tones corresponding to 0 to 9 on a regular dial,
Rotatone can send the correct codes for * and #. It also features last
number redial, and can dial 7 programmable stored numbers. In addition,
Rotatone version 2 allows you to set one of your preprogrammed speed
dial locations as a "hotline" that is automatically dialed when the
phone is taken off-hook.
--
D985D9B7F64A18003122D7E51C3EEBEA41E77EEE 10011 10011 ▞
Ralf Kiefer
2021-02-03 15:06:24 UTC
Permalink
Post by Marco Scholz
Man kann einen RotaTone Konverter einbauen. Dann hat man #, *,
Das ging "damals" schon preisgünstiger: nach dem Kauf eines
14.4er-Modems hatte ich das alte, dann nahezu wertlose übrig. Es fand
seine Verwendung in der Telefonie. Am Mac hatte ich ein kompaktes DA
(Desk Accessory, ein kleines Hilfsprogramm unter dem Apfel-Menü), das
eine Telefonnummernverwaltung drin hatte. Das konnte als Nebeneffekt ein
Modem ansteuern, das dann wählte. Bei Rufzeichen legte das Modem auf und
übergab die Leitung einem korrekt verkabelten beliebigen Telefon, das in
einer nachfolgenden TAE-Dose steckte. Wahlverfahren vom Modem: anpaßbar,
Wahlverfahren vom Telefon: egal.

Gruß, Ralf
Marco Scholz
2021-02-03 16:09:44 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
14.4er-Modems hatte ich das alte, dann nahezu wertlose übrig. Es fand
seine Verwendung in der Telefonie. Am Mac hatte ich ein kompaktes DA
...
Post by Ralf Kiefer
eine Telefonnummernverwaltung drin hatte. Das konnte als Nebeneffekt ein
Modem ansteuern, das dann wählte. Bei Rufzeichen legte das Modem auf und
übergab die Leitung einem korrekt verkabelten beliebigen Telefon, das in
Das ist natürlich die weitaus elegantere Lösung :-)
--
D985D9B7F64A18003122D7E51C3EEBEA41E77EEE 10011 10011 ▞
Kay Martinen
2021-02-03 16:33:44 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Marco Scholz
Man kann einen RotaTone Konverter einbauen. Dann hat man #, *,
Das ging "damals" schon preisgünstiger: nach dem Kauf eines
14.4er-Modems hatte ich das alte, dann nahezu wertlose übrig. Es fand
seine Verwendung in der Telefonie.
Da kann man auch teildefekte Modems für nehmen. Hauptsache sie können
noch irgendwie irgendwas korrekt wählen, selbst wenn sie keine Daten
mehr durch die leitung pumpen könnten.
Post by Ralf Kiefer
Am Mac hatte ich ein kompaktes DA
(Desk Accessory, ein kleines Hilfsprogramm unter dem Apfel-Menü), das
eine Telefonnummernverwaltung drin hatte. Das konnte als Nebeneffekt ein
Modem ansteuern, das dann wählte. Bei Rufzeichen legte das Modem auf und
übergab die Leitung einem korrekt verkabelten beliebigen Telefon, das in
einer nachfolgenden TAE-Dose steckte. Wahlverfahren vom Modem: anpaßbar,
Wahlverfahren vom Telefon: egal.
Ich bin mir jetzt grad nicht sicher ob es damals in DE Vorschrift war
das ein Modem eine Line und eine Phone Buchse haben mußte oder ob es 4
Polig angeschlossen werden mußte und einen voll belegten N-Stecker
brauchte. Eines von beidem war's. Aber die Modems damals hatten ja eh
oft Zwei RJ-11 Buchsen und an der 2. Konnte man dann direkt sein Telefon
an stöpseln. Das sollte dann den gleichen Effekt haben.

Aber, das Modem darf m.E. nicht auflegen. Erst wenn der Nachgeschaltete
Apparat aufgehoben wurde. Sonst wäre die aufgebaute Verbindung doch
gleich wieder beendet. Oder meinst du eine andere Schaltung oder
Variante für den HandOver?

Kay
--
Posted via leafnode
Ralf Kiefer
2021-02-03 17:13:38 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Ich bin mir jetzt grad nicht sicher ob es damals in DE Vorschrift war
das ein Modem eine Line und eine Phone Buchse haben mußte oder ob es 4
Polig angeschlossen werden mußte und einen voll belegten N-Stecker
brauchte.
Es war zu jener Zeit, als ein Modem noch einen Geier brauchte. Wenn
ohne, Krieg! ;-)

Es gab seinerzeit auch hierzulande "unter dem Ladentisch" Modems, die
für den US-Markt vorgesehen waren und nur den zweipoligen Anschluß
hatten. Die waren natürlich ungeeignet. Das Modem brauchte das Relais,
das entweder die nachfolgende RJ11-Buchse oder die zwei Adern zu den
rechten Kontakten der N-Buchse abtrennen konnte. Die hatten meist auch
eine RJ11-Buchse, dann aber 4polig belegt. AFAIR waren die nie
standardisiert ... Ich durfte mit diesem "Geheimwissen" ausgestattet
einige Modems von zwei zweipoligen RJ11-Buchsen auf TAE-Kabel-tauglich
umlöten.
Post by Kay Martinen
Aber, das Modem darf m.E. nicht auflegen. Erst wenn der Nachgeschaltete
Apparat aufgehoben wurde. Sonst wäre die aufgebaute Verbindung doch
gleich wieder beendet.
Richtig erkannt :-) Der Nutzer hatte beim Auflegen vom Modem nach dem
ersten Rufzeichen den Hörer bereits in der Hand. Sonst ging's natürlich
nicht. Je nach Modem (Blindwahl oder so) konnte man auch vor der Anwahl
bereits den Hörer von der Gabel nehmen.

Ich fand das seinerzeit sehr vorteilhaft, weil ich ab und zu Rufnummern
wählte, die in Vorwahl (Bayern!) und Ortsteilnehmernummer viele große
Ziffern enthielten. Wg. des Modems nutzten sich meine Finger daher nicht
so schnell ab ;-)

Gruß, Ralf
Gerrit Heitsch
2021-02-03 17:19:24 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Ich bin mir jetzt grad nicht sicher ob es damals in DE Vorschrift war
das ein Modem eine Line und eine Phone Buchse haben mußte oder ob es 4
Polig angeschlossen werden mußte und einen voll belegten N-Stecker
brauchte.
Es war zu jener Zeit, als ein Modem noch einen Geier brauchte. Wenn
ohne, Krieg! ;-)
Es gab seinerzeit auch hierzulande "unter dem Ladentisch" Modems, die
für den US-Markt vorgesehen waren und nur den zweipoligen Anschluß
hatten. Die waren natürlich ungeeignet. Das Modem brauchte das Relais,
das entweder die nachfolgende RJ11-Buchse oder die zwei Adern zu den
rechten Kontakten der N-Buchse abtrennen konnte. Die hatten meist auch
eine RJ11-Buchse, dann aber 4polig belegt. AFAIR waren die nie
standardisiert ... Ich durfte mit diesem "Geheimwissen" ausgestattet
einige Modems von zwei zweipoligen RJ11-Buchsen auf TAE-Kabel-tauglich
umlöten.
Ich hatte mir damals recht schnell ein TAE-Y-Kabel gelötet. TAE auf
zweimal RJ11, passte. Müsste noch irgendwo im Archiv sein.

Gerrit
Andreas Kohlbach
2021-02-01 21:14:40 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?
Ich! Ein W48 gehört doch in jeden technikaffinen Haushalt ;-)
Das wäre ein Link zu einem Bild oder einer Webseite interessant gewesen.

Ich habe den Artikel erst in den Wind geschlagen, eben aber doch mal
<https://de.wikipedia.org/wiki/Tischfernsprecher_W_48> gefunden. Und mich
dran erinnert, wenn ich nur wüsste von wo. Selbst hatten wir den
nicht.

Ich wurde in eine Wohnung mit Fernsprech-Tischapparat 61 (FeTAp 61)
geboren. Neumodischer Schnickschnack von 1961. Nach Umzug Mitte der 70er
stand dort ein identisches Telefon, obwohl wir das Alte natürlich nicht
mitnahmen. So dachte ich wohl, dass auf der Welt alle Telefone so
aussehen müssen.

Es war ein "technisch und optisch völlig neuartiges, handlicheres Telefon
aus thermoplastischem, schlagfestem ABS-Kunststoff", wie es in Wikipedia
steht. Was nicht stimmt, denn ich habe es in den 80ern (irgendwie)
geschafft, einen Riss ins Gehäuse zu bekommen. War mir die 8 Minuten
Telefon-Eieruhr drauf gefallen? Ich weiß es nicht mehr.

Das hatten wir bis 1991 oder 1992, als ich es durch ein 39 DM Noname
Billig-Telefon von Neckermann ersetzte, sehr zur Missbilligung meines
Vater, weil ich es nicht absprach.

Ich vermute, dass wir einige W48 im Kindergarten (ab 1970) zum Spielen
hatten. Also "Telefonieren lernen" ohne echten Anschluss. Hmm, während
ich das schreibe fällt mir ein, dass die IIRC miteinander verbunden
waren, und in verschiedenen Zimmern standen. Man konnte beispielsweise
eine 3 wählen, um das Telefon in Raum 3 klingeln zu lassen. So konnte wir
die anderen Rotzbalge nebenan "anrufen". :-) Ja, das muss es gewesen
sein.
--
Andreas

https://news-commentaries.blogspot.com/
Wolf gang P u f f e
2021-02-02 09:36:25 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Ralf Kiefer
Ich! Ein W48 gehört doch in jeden technikaffinen Haushalt ;-)
Das wäre ein Link zu einem Bild oder einer Webseite interessant gewesen.
Ich habe den Artikel erst in den Wind geschlagen, eben aber doch mal
<https://de.wikipedia.org/wiki/Tischfernsprecher_W_48> gefunden. Und mich
dran erinnert, wenn ich nur wüsste von wo. Selbst hatten wir den
nicht.
Wir hatten 2 Stück davon als Wechselsprechanlage von der Wohnung 5.
Etage in den Bastelkeller.
RingRingRing;
"Essen ist fertig, kommst du hoch?"
"jaja..."
"Sofort!"
Andreas Kohlbach
2021-02-02 17:53:37 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Andreas Kohlbach
Post by Ralf Kiefer
Ich! Ein W48 gehört doch in jeden technikaffinen Haushalt ;-)
Das wäre ein Link zu einem Bild oder einer Webseite interessant gewesen.
Ich habe den Artikel erst in den Wind geschlagen, eben aber doch mal
<https://de.wikipedia.org/wiki/Tischfernsprecher_W_48> gefunden. Und mich
dran erinnert, wenn ich nur wüsste von wo. Selbst hatten wir den
nicht.
Wir hatten 2 Stück davon als Wechselsprechanlage von der Wohnung
5. Etage in den Bastelkeller.
RingRingRing;
"Essen ist fertig, kommst du hoch?"
"jaja..."
"Sofort!"
Haha!

Ich war in den 80ern auch schwer vom Computer weg zu bekommen. "Essen
fertig". "Ja, gleich". Alle fünf Minuten wiederholte sich das, bis ich
mich endlich lösen konnte, und ein kaltes Stück Fleisch mit Kalten
Kartoffeln und Bohnen in einer Soße, die schon nicht mehr flüssig war, zu
mir zu nehmen. Essen ist sowas von störend!

Wegen meiner Kindergarten-Erinnerung, wo man mit diesem Telefon anderes
Räume anrufen kann: wie wurde das ohne "Vermittlungsstelle" gemacht? Es
war keine fixe Verbindung zum anderen Raum. Man erreichte dagegen einen
beliebigen anderen Raum durch Wählen einer Ziffer.

Später hatte wir im Kindergarten auch die Post durchgenommen. Da wurde
ein Paket mit Süßigkeiten verpackt. Zwei von uns (ich war einer)
durften mit der Kindergätnerin zur Post, um es an uns selbst
abzuschicken. Ein oder zwei Tage später kam es dann wieder bei uns
an. Ich glaube kaum jemand hat sich für die Post interessiert. Aber an
die Süßigkeiten. :-D
--
Andreas
Kay Martinen
2021-02-02 18:20:58 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Andreas Kohlbach
Post by Ralf Kiefer
Ich! Ein W48 gehört doch in jeden technikaffinen Haushalt ;-)
Ich habe den Artikel erst in den Wind geschlagen, eben aber doch mal
<https://de.wikipedia.org/wiki/Tischfernsprecher_W_48> gefunden.
Wir hatten 2 Stück davon als Wechselsprechanlage von der Wohnung
5. Etage in den Bastelkeller.
RingRingRing;
Das war dann keine A2 Schaltung da wäre das nicht gegangen wie ich in
dem Artikel las.
Post by Andreas Kohlbach
Post by Wolf gang P u f f e
"Essen ist fertig, kommst du hoch?"
"jaja..."
"Sofort!"
Wir haben erst Kabelgebundene Sprechgeräte gehabt und als die nur
Kratzig und wackelig gingen eine FM-Wechselsprechanlage die über's
Stromnetz lief. Wenn man die Richtige Phase erwischte. Sonst brauchte
man einen Koppler.
Post by Andreas Kohlbach
Haha!
Ich war in den 80ern auch schwer vom Computer weg zu bekommen. "Essen
Hier ähnlich. ;)
Post by Andreas Kohlbach
Wegen meiner Kindergarten-Erinnerung, wo man mit diesem Telefon anderes
Räume anrufen kann: wie wurde das ohne "Vermittlungsstelle" gemacht? Es
war keine fixe Verbindung zum anderen Raum. Man erreichte dagegen einen
beliebigen anderen Raum durch Wählen einer Ziffer.
Naja, wenn die kabel der Telefone an einem Zentralen Ort zusammen liefen
ginge das einfach mit einer kleinen anlage. Wenn die aber z.b. in Reihe
auf einer Leitung lägen dann muß das irgendein Besonderes System gewesen
sein. Entweder pro Apparat eine Leitung(paar) oder etwas
elektronisch/Elektromechanisch Trickreiches. Z.b. mit Wiederständen die
als Spannungsteiler bestimmte Nummern/Apparate repräsentieren oder sonstwas.


Siedle Vario Anlagen sind so ähnlich Trickreich gebaut. Für eine
Türsprechstelle braucht man ein Anschaltgerät. Für zwei Türsprechstellen
braucht man ein zweites Anschaltgerät. Die trennen den Internen
Sprechkreis von der Tür ab und schalten das nur durch wenn von dort ein
Ruf kam. Und, die Sprechstellen hatten einen Tastenblock, und Pro Taste
eine Leitung. Plus Rufleitung, Plus Türrufleitung, Plus weitere
Türrufleitung u.s.w.

Ich hab so was mal aufgebaut. 2 Häuser, 3 Türen, ca. 10 Telefone und 2-3
Glocken pro Telefon. Da ging's eng zu im Gehäuse - und auf den Kabeln
(Telefonstrippen JEDER art...). Und im Keller eine 5-Reihige
Unterputzverteilung nur dafür.


Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-02-02 22:20:56 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Wegen meiner Kindergarten-Erinnerung, wo man mit diesem Telefon anderes
Räume anrufen kann: wie wurde das ohne "Vermittlungsstelle" gemacht? Es
war keine fixe Verbindung zum anderen Raum. Man erreichte dagegen einen
beliebigen anderen Raum durch Wählen einer Ziffer.
Naja, wenn die kabel der Telefone an einem Zentralen Ort zusammen liefen
ginge das einfach mit einer kleinen anlage. Wenn die aber z.b. in Reihe
auf einer Leitung lägen dann muß das irgendein Besonderes System gewesen
sein. Entweder pro Apparat eine Leitung(paar) oder etwas
elektronisch/Elektromechanisch Trickreiches. Z.b. mit Wiederständen die
als Spannungsteiler bestimmte Nummern/Apparate repräsentieren oder sonstwas.
Ich kann mir einen so hohen Aufwand nicht vorstellen, denn es war in
einem Kindergarten und nur zum Spielen. Möglich natürlich, dass zufällig
jemand aus dem Bekanntenkreis beim Fernmeldeamt arbeitete, und die W38
Telefone und andere Dinge vor der Presse bewahrte. Vielleicht sogar eine
"Anlage".
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Andreas Kohlbach
2021-01-29 19:18:44 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Kann man Wählpulse von Band einspielen? Ich habe das anders in
Erinnerung.
Vermutlich nicht. Ging AFAIK aber in Amerika. Captain Crunch und so.
Geht nur mit Tonwahl. Bei Pulswahl kannst du Flöten bis du schwarz
wirst, da passiert nix. Wohlgemerkt: An einer Vermittlung oder Umsetzer
die NUR Pulswahl (IWV) kennen und KEINE Tonwahl (MFV).
In DE war Pulswahl usus und wurde erst später von der Tonwahl abgelöst.
Das hat auch die Fahndung nach einem deutschen Hacke 1989 erschwert, den
Clifford Stoll von den USA aus in eine Falle lockte. Nachdem endlich raus
war, dass er in Deutschland sitzt, wollte man für die Festnahme
nnatürlich wissen wo. Aaaaaaber das veraltete deutsche Telefonnetzt, im
Gegensatz zu den USA, erlaubte es nur sehr langsam und aufwendig, den zu
ermitteln. Schließlich hat man ihn doch bekomme. Die Falle (social
engineering) musste aber unnötig lange aufrecht erhalten werden. Und je
länger, desto eher hätte der Hacker den Braten riechen können.
Post by Kay Martinen
IMHO konnte man Telefonanlagen (Istec) auf das eine ODER andere
Verfahren einstellen.
Mein Telefon (keine Anlage) in den 90er hatte einen einfachen
Schalter, zwischen Touchtone und Pulse umzuschalten. IIRC konnte ich das
nach jeder gewählten Ziffer ändern, und meine mich zu erinnern, dass der
Mix sogar funktioniert hat.
Post by Kay Martinen
Weiß ned wie das heute ist. Als in den 1990ern zugweise Touchtone
ermöglicht wurde, funktionierte Puls dennoch weiter.
Richtig, weil die Vermittlungen damals beides konnten - können mußten um
auch Altkunden und Altgeräte nicht ab zu hängen. Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?
Habe nicht mal ein Telefon, nur VOIP. :-(
Post by Kay Martinen
Und dann ist es jetzt eher die Frage ob der Lokale VoIP-Umsetzer
Pulswahl könnte/kennt. Wenn nicht hilft Gabel-geklacker nix, aber vom
Band kann man ihm einen vor-tuten. :-)
So weit ich weiß ist in den USA u.a. Ländern die Tonwahl generell das
System der Wahl gewesen. Darum ging die Capt. Crunch Methode u.a. ja
dort auch.
Tonwahl war nicht immer. Zuerst war die Handvermittlungstelle.

Dann Selbstwahl. Irgendwo ist ein aus heutiger Sicht herrliches Video, wo
eine Dame ins Detail erklärt, wie eine Wählscheibe funktioniert. Dass man
die Finger reinstecken muss und drehen. Könnte ich ggf. mal nach suchen.

Dann 1962 auf der Weltausstellung in Seattle wurde Touchtone
vorgestellt. <https://www.youtube.com/watch?v=liAgTFd9Fo4> zeigt eine
helle Zukunft. Wer nicht ganz schauen wollen, obwohl IMO lohnenswert, kann
dahin gehen, wo Besucher mit dem neuen Verfahren eine Nummer im Vergleich
eines herkömmlichen Fones wählen konnten.

Hmm, der Typ könnte als Tom von Tim und Struppi durchgehen. :-)
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Kay Martinen
2021-01-31 20:08:10 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
In DE war Pulswahl usus und wurde erst später von der Tonwahl abgelöst.
Das hat auch die Fahndung nach einem deutschen Hacke 1989 erschwert, den
Clifford Stoll von den USA aus in eine Falle lockte. Nachdem endlich raus
war, dass er in Deutschland sitzt, wollte man für die Festnahme
nnatürlich wissen wo. Aaaaaaber das veraltete deutsche Telefonnetzt, im
Gegensatz zu den USA, erlaubte es nur sehr langsam und aufwendig, den zu
ermitteln. Schließlich hat man ihn doch bekomme. Die Falle (social
engineering) musste aber unnötig lange aufrecht erhalten werden. Und je
länger, desto eher hätte der Hacker den Braten riechen können.
Ich hab das Buch, etliche male gelesen. Er hat Köderdateien (SDINET)
ausgelegt und profitierte dabei von der Begrenzten Datenrate im TymNet/
Transatlantischen Verkehr (1200Baud) als Kalkulations-Hilfe. Dennoch hat
es; lt. Buch; letztlich doch nicht funktioniert. Denn das alles machten
sie um ihn inflagranti zu erwischen, also Online. Als in DE zugegriffen
wurde war er aber nicht online und später hieß es deswegen könne das
auch ein anderer gewesen sein.

Die wollten ihn eine Halbe Stunde oder länger online halten weil es hieß
so lange könne die Verfolgung dauern.

Das hat m.E. aber weniger mit der Pulswahl zu tun. Die Deutschen
Vermittlungen waren eben nicht so mit Elektronik voll und waren
vermutlich eher auf autarken betrieb ausgerichtet, hatten also keinen
dauernden Kontroll-kanal über den z.b. eine Fangschaltung automatisiert
aktiviert werden konnte. Da war Man-Power angesagt. Innerhalb der
Dienstzeiten denn es war DIE POST!
Post by Andreas Kohlbach
Mein Telefon (keine Anlage) in den 90er hatte einen einfachen
Schalter, zwischen Touchtone und Pulse umzuschalten. IIRC konnte ich das
nach jeder gewählten Ziffer ändern, und meine mich zu erinnern, dass der
Mix sogar funktioniert hat.
Wenn dein Anschaltpunkt beides Verstand war das möglich ja. Das geht im
Übrigen auch bei modems. Z.B. mit ATDPX3P0,T018011 schaltest du auf
Blindwahl, lässt eine Null mit Zehn Pulsen tackern (nützlich wenn deine
Hausanlage keine Tonwahl mag), wartest eine Sekunde (blind, auf das
Freizeichen) und wählst dann per Tonwahl die lokale Nummer der
Telekom-Einwahl (was dann die Vermittlung auswertet).

So ich mich recht erinnere...
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
auch Altkunden und Altgeräte nicht ab zu hängen. Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?
Habe nicht mal ein Telefon, nur VOIP. :-(
Du schnackst also mit deiner Soundkarte und einem Stück ranziger
Software. So weit ist es gekommen... :-)
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
So weit ich weiß ist in den USA u.a. Ländern die Tonwahl generell das
System der Wahl gewesen. Darum ging die Capt. Crunch Methode u.a. ja
dort auch.
Tonwahl war nicht immer. Zuerst war die Handvermittlungstelle.
Ich sprach von der jüngeren Vergangenheit, nicht von der
Telefonie-Steinzeit mit "Frollein vom Amt"
Post by Andreas Kohlbach
Dann Selbstwahl. Irgendwo ist ein aus heutiger Sicht herrliches Video, wo
eine Dame ins Detail erklärt, wie eine Wählscheibe funktioniert. Dass man
die Finger reinstecken muss und drehen. Könnte ich ggf. mal nach suchen.
Eine Wählscheibe die Tonfrequenzen erzeugt? Ich dachte mit dem Aufkommen
der Tonwahl war gleich ein Zifferntastenfeld verbunden. Mit der
Entsprechenden ABC... Zusatzbelegung.

Oder sprichst du von einem Video über das deutsche Telefonsystem?
Post by Andreas Kohlbach
Dann 1962 auf der Weltausstellung in Seattle wurde Touchtone
vorgestellt. <https://www.youtube.com/watch?v=liAgTFd9Fo4> zeigt eine
helle Zukunft. Wer nicht ganz schauen wollen, obwohl IMO lohnenswert, kann
dahin gehen, wo Besucher mit dem neuen Verfahren eine Nummer im Vergleich
eines herkömmlichen Fones wählen konnten.
Das Tonwahl schneller ist als Pulswahl erwähnte ich schon oder?
Post by Andreas Kohlbach
Hmm, der Typ könnte als Tom von Tim und Struppi durchgehen. :-)
Ich erinnere mich an Prof. Bienlein, an Käpt. Haddoch, die beiden
Schulzes aber an einen Tom bei Tim und Struppi erinnere ich mich nicht.

Aber ich kenne auch nur 1 oder 2 alte Filme (liefen hier auf 16mm im
Kino) und wenige Comic-Alben.

Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-02-01 02:21:55 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
In DE war Pulswahl usus und wurde erst später von der Tonwahl abgelöst.
Das hat auch die Fahndung nach einem deutschen Hacke 1989 erschwert, den
Clifford Stoll von den USA aus in eine Falle lockte. Nachdem endlich raus
war, dass er in Deutschland sitzt, wollte man für die Festnahme
nnatürlich wissen wo. Aaaaaaber das veraltete deutsche Telefonnetzt, im
Gegensatz zu den USA, erlaubte es nur sehr langsam und aufwendig, den zu
ermitteln. Schließlich hat man ihn doch bekomme. Die Falle (social
engineering) musste aber unnötig lange aufrecht erhalten werden. Und je
länger, desto eher hätte der Hacker den Braten riechen können.
Ich hab das Buch, etliche male gelesen. Er hat Köderdateien (SDINET)
ausgelegt und profitierte dabei von der Begrenzten Datenrate im TymNet/
Transatlantischen Verkehr (1200Baud) als Kalkulations-Hilfe. Dennoch hat
es; lt. Buch; letztlich doch nicht funktioniert. Denn das alles machten
sie um ihn inflagranti zu erwischen, also Online. Als in DE zugegriffen
wurde war er aber nicht online und später hieß es deswegen könne das
auch ein anderer gewesen sein.
Die wollten ihn eine Halbe Stunde oder länger online halten weil es hieß
so lange könne die Verfolgung dauern.
Das hat m.E. aber weniger mit der Pulswahl zu tun. Die Deutschen
Vermittlungen waren eben nicht so mit Elektronik voll und waren
vermutlich eher auf autarken betrieb ausgerichtet, hatten also keinen
dauernden Kontroll-kanal über den z.b. eine Fangschaltung automatisiert
aktiviert werden konnte. Da war Man-Power angesagt. Innerhalb der
Dienstzeiten denn es war DIE POST!
Ich hatte es so verstanden, dass das Netz in den USA schon seit Ende der
70er digitalisiert wurde (man hätte vielleicht schon IP fahren können?),
und Mitte der 80er volldigitalisiert war. In D klackerten noch die
Dreh-Hub-Dingens (finde gerade nicht, wie die hießen), und es roch nach
alter Elektronik oder gar Rost. Doch, ich habe im Herbst 1979 ein
Praktikum bei der Grauen Post gemacht, in dem ich in grauen Gölfen
mitfuhr, wenn wir Kunden besuchten. In der Zentrale durfte ich auch mal
die Gebührenzähler begutachten, die IIRC direkt unter diesen Dreh-Dingens
saßen. Dort roch es halt nach "oller Hightech". ;-)

Btw. diese Zähler sahen aus wie in Tachos von Autos damals und hatten
eine "ID" beistehen, um ihn einem Kunden zuzuordnen. Zur Berechnung hat
man die dann mit einem Fotoaparat (habe ich nicht gesehen, nur aber
erklären lassen) abgelichtet, um später ausgewertet zu werden. Hightech! ;-)

[...]
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
auch Altkunden und Altgeräte nicht ab zu hängen. Aber heute? Wer hat
heute noch ein Gerät das NUR Pulswahl kann?
Habe nicht mal ein Telefon, nur VOIP. :-(
Du schnackst also mit deiner Soundkarte und einem Stück ranziger
Software. So weit ist es gekommen... :-)
Die Soundkarte ist selbst ein ranziges Stück Hardware. Die eingebauten
Lautsprecher sind auch schon hin, dass ich das Tablet nutze. Was das
Voipen eher noch schlimmer macht.
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
So weit ich weiß ist in den USA u.a. Ländern die Tonwahl generell das
System der Wahl gewesen. Darum ging die Capt. Crunch Methode u.a. ja
dort auch.
Tonwahl war nicht immer. Zuerst war die Handvermittlungstelle.
Ich sprach von der jüngeren Vergangenheit, nicht von der
Telefonie-Steinzeit mit "Frollein vom Amt"
Da waren es auch erst mechanische Wähler, wie bei uns. Man hat aber schon
1962 die Tonwahl eingeführt. In D erst in den 90ern.
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Dann Selbstwahl. Irgendwo ist ein aus heutiger Sicht herrliches Video, wo
eine Dame ins Detail erklärt, wie eine Wählscheibe funktioniert. Dass man
die Finger reinstecken muss und drehen. Könnte ich ggf. mal nach suchen.
Eine Wählscheibe die Tonfrequenzen erzeugt? Ich dachte mit dem Aufkommen
der Tonwahl war gleich ein Zifferntastenfeld verbunden. Mit der
Entsprechenden ABC... Zusatzbelegung.
Oder sprichst du von einem Video über das deutsche Telefonsystem?
Nein, Pulswahl. Willkommen in 1940, das Telefon der Zukunft. ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=p45T7U5oi9Q
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Dann 1962 auf der Weltausstellung in Seattle wurde Touchtone
vorgestellt. <https://www.youtube.com/watch?v=liAgTFd9Fo4> zeigt eine
helle Zukunft. Wer nicht ganz schauen wollen, obwohl IMO lohnenswert, kann
dahin gehen, wo Besucher mit dem neuen Verfahren eine Nummer im Vergleich
eines herkömmlichen Fones wählen konnten.
Das Tonwahl schneller ist als Pulswahl erwähnte ich schon oder?
Ja. Aber der erwähnte Film (geschaut?) will das dem Kunden schmackhaft
machen. Also wird es von dem Pärchen demonstriert.
--
Andreas
Hans Meier
2021-02-01 09:42:30 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
In D klackerten
noch die Dreh-Hub-Dingens (finde gerade nicht, wie die hießen)
Hubdrehwähler
Kay Martinen
2021-02-01 14:09:14 UTC
Permalink
Post by Hans Meier
Post by Andreas Kohlbach
In D klackerten
noch die Dreh-Hub-Dingens (finde gerade nicht, wie die hießen)
Hubdrehwähler
Hebdrehwähler. Und das witzige ist, Erfunden vom Amerikaner Almon
Strowger 1889. Lt. Wikipedia

<https://de.wikipedia.org/wiki/Hebdrehw%C3%A4hler#Geschichte>

Andererseits fanden sich dort EMD-Wähler die eine Deutsche Entwicklung
sein sollen. Das wären dann wohl eher die in Deutschlang eingesetzten.

<https://de.wikipedia.org/wiki/Edelmetallkontakt-Motor-Drehw%C3%A4hler>

Da könnte man vermuten das in DE und US evtl. der eine oder andere
eingesetzt wurde, man dann aber beim nächsten Modernisierungs-Schritt in
USA auf Touchtone-Elektronik umstelle und die Post hier das erst später tat.


Kay

--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-02-01 21:18:22 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Hans Meier
Post by Andreas Kohlbach
In D klackerten
noch die Dreh-Hub-Dingens (finde gerade nicht, wie die hießen)
Hubdrehwähler
Hebdrehwähler.
Danke Euch beiden.
Post by Kay Martinen
Und das witzige ist, Erfunden vom Amerikaner Almon
Strowger 1889. Lt. Wikipedia
<https://de.wikipedia.org/wiki/Hebdrehw%C3%A4hler#Geschichte>
Warum seltsam? Das Telefon soll in den USA erfunden worden sein (obwohl
Italien wohl richtig ist). So fast alle Technologie, die zum Telefon auch
später entwickelt wurde.
Post by Kay Martinen
Andererseits fanden sich dort EMD-Wähler die eine Deutsche Entwicklung
sein sollen. Das wären dann wohl eher die in Deutschlang eingesetzten.
<https://de.wikipedia.org/wiki/Edelmetallkontakt-Motor-Drehw%C3%A4hler>
Da könnte man vermuten das in DE und US evtl. der eine oder andere
eingesetzt wurde, man dann aber beim nächsten Modernisierungs-Schritt in
USA auf Touchtone-Elektronik umstelle und die Post hier das erst später tat.
Vermutlich haben die Deutschen die von den Amis erfundene Technologie verbessert.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Ralf Kiefer
2021-02-01 22:54:04 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Vermutlich haben die Deutschen die von den Amis erfundene Technologie verbessert.
Wer hat die beste Telefontechnik maßgeblich vorangetrieben? Eben! Vor
dem internationalen Standard gab es sogar einen deutschen ISDN-Standard
(1TR6).

Und wer hat das übelste Telefonnetz und -protokoll (VoIP) eingeführt und
zum Standard geführt? Es waren die Erfinder des ARPANET, die eine
zusätzliche Nutzung suchten.

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2021-02-01 23:54:50 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Andreas Kohlbach
Vermutlich haben die Deutschen die von den Amis erfundene Technologie verbessert.
Wer hat die beste Telefontechnik maßgeblich vorangetrieben? Eben! Vor
dem internationalen Standard gab es sogar einen deutschen ISDN-Standard
(1TR6).
Ich hab damals versucht das zu verstehen um einem Freund beim Einrichten
seines ISDN Zugangs zu helfen. Aber die EAZ Sachen fand ich schon sehr
krude. Und die dafür nötige Umsetzung noch mehr. Da gab es damals gar
ein Grafisches Tool; ich meine unter OS/2; mit dem man dieses Mapping
hin bekommen sollte. Leider litt das ganze irgendwie an
erinnerungs-schwund. Ich hab bei mir dann auch den nachfolger (DSS?)
eingerichtet und keine solchen Probleme gehabt.
Post by Ralf Kiefer
Und wer hat das übelste Telefonnetz und -protokoll (VoIP) eingeführt und
zum Standard geführt? Es waren die Erfinder des ARPANET, die eine
zusätzliche Nutzung suchten.
Da klingt doch nicht etwa ein bißchen Antiamerikanismus durch? Schon
okay, mir geht's auch so das ich die "Freunde von Drüben" manchmal ein
bißchen großkotzig finde. Von wegen was die alles "erfunden" haben...
GEfunden (oder von der NSA klauen lassen) trifft es vermutlich oft
besser. Jetzt macht China das gleiche aber öffentlich und offensiv.

Manche Sachen mögen ja fast zeitgleich an mehreren Stellen entdeckt
worden sein und es war absehbar - sonst hätte man damals auch nicht
angenommen die Nazis würden an einer A-Bombe bauen... und Saddam hätte
Massenvernichtungs-waffen. :-)

Aber die Erfinder des Arpanet waren das mit VoIP wohl eher nicht.
Sondern die ganzen TelCos, Carrier und Provider die ihre
Zugangstechniken auf einer Plattform vereinen wollen. Die haben sich
vermutlich durchgerechnet was sie sparen wenn die Vermittlungen nur noch
Daten-konzentratoren sind und Telefon, TV u.a. alles über Internet
läuft. Und vielleicht hat auch der eine oder andere drauf geschielt das
man Zentral Gebündelte Dienste viel Leichter kontrollieren (abschalten,
aussperren, abhören, die Klassischen 3 A's der Macht) kann.

Aber sie wollen alle nur unser bestes... unsere Daten, und zwar ALLE(S
über uns!).

Musste ich mal los werden. END RANT EOF

Kay
--
Posted via leafnode
Ralf Kiefer
2021-02-02 01:12:30 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Ich hab damals versucht das zu verstehen um einem Freund beim Einrichten
seines ISDN Zugangs zu helfen. Aber die EAZ Sachen fand ich schon sehr
krude.
Ich hatte bis Ende der 1990er Jahre diverse ISDN-Router mit 1TR6 in
Betrieb genommen, die letzten Jahre davon natürlich nur noch an
firmeninternen Telefonanlagen, die noch kein DSS1 konnten. Die Router,
die ich für solche Anlagen nahm, konnten natürlich beide Dialekte, weil
das Ende von DSS1 auch an Nebenstellenanlagen absehbar war. Ich sah
dabei keine relevanten Unterschiede bei der Konfiguration oder in
Betrieb. Entweder die Router konnten den jeweiligen Dialekt, oder nicht.
Es gab noch ausreichend lange Auswahl.
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Und wer hat das übelste Telefonnetz und -protokoll (VoIP) eingeführt und
zum Standard geführt? Es waren die Erfinder des ARPANET, die eine
zusätzliche Nutzung suchten.
Da klingt doch nicht etwa ein bißchen Antiamerikanismus durch?
Das klingt eher nach Frust an der unglaublich schlechten Umsetzung
dieses Standards im realen Betrieb, den sich unsere
Telefongesellschaften leisten (können) und mit dem sie durchkommen. Und
ich habe im Laufe des vergangenen Jahrzehnts mehrere Telefonieanbieter
durchprobiert. Z.B. schafft es die Telekom nicht ihre Einwahlgeräte
stabil am Laufen zu halten. Unter 5 Neustarts der DSL-Verbindung pro
Monat geht's hier nicht, manchmal leider auch zu Zeiten, in denen ich
gerne telefonieren würde oder gerade ein Gespräch führe. Jeder Neustart
vom Einwahlgerät dauert inkl. Aushandlung der DSL-Parameter knapp 3min.
Und dann kommt noch das VoIP-Gerät von Null-Zwo dazu: das hat ebenfalls
mehrfach pro Monat Schluckauf. Dann kommt ggf. noch der Fall dazu, daß
meine Fritzbox meint, daß sie den Name vom SIP-Server nicht auflösen
könne, weil bei Null-Zwo der DNS-Server nicht antworte. Der ebenfalls
genutzte SIP-Server von Easybell ist deutlich zuverlässiger, aber wenn
der Null-Zwo-DNS-Server meint, daß er den nicht kenne, wird auch das
nix. Blöd ist, daß diese DNS-Abfragen in der Fritzbox zwingend über den
DNS-Server laufen, der der Fritzbox per DHCP von Null-Zwo zugewiesen
wird. Usw. ...
Post by Kay Martinen
Aber die Erfinder des Arpanet waren das mit VoIP wohl eher nicht.
Telefonie übers Arpanet geht weit in die 1970er Jahre zurück. Erst die
Verbindung mit dem normalen, mittlerweile abgeschafften Telefonnetz ist
etwas jünger.
Post by Kay Martinen
Und vielleicht hat auch der eine oder andere drauf geschielt das
man Zentral Gebündelte Dienste viel Leichter kontrollieren (abschalten,
aussperren, abhören, die Klassischen 3 A's der Macht) kann.
Bereits zu Zeiten des normalen Telefonnetzes hatten unsere
US-amerikanischen "Freunde"[tm] ihre separaten, nicht wirklich
öffentlich bekannten Räume in großen Vermittlungsstellen wie z.B. in
Frankfurt. Mir war das bereits in den 1980er Jahren bekannt, kurz drauf
auch unter seinem Name Echelon [1]. Ähnliche Räumlichkeiten wurden ab
1990 z.B. auch von großen Hotels in den realsozialistischen Hauptstädten
für die dortigen Schnüffler bekannt. Also nichts besonderes und schon
gar nichts überraschendes.

Bei MAD hieß das Spion gegen Spion :-)

Immerhin war die Überwachung durch unsere Freunde damals nicht so
lückenlos, wenn die Route nicht an ihrem "Service-"Raum vorbei führte.


Gruß, Ralf

[1] Das war die Zeit, als sich auf manchen Faxen am unteren Ende eine
Liste von vermuteten Schlüsselworten fand, um die mehr oder weniger
automatischen "Geräte" unserer Freunde zu beschäftigen :-)
Andreas Kohlbach
2021-02-02 01:48:17 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Da klingt doch nicht etwa ein bißchen Antiamerikanismus durch?
Das klingt eher nach Frust an der unglaublich schlechten Umsetzung
dieses Standards im realen Betrieb, den sich unsere
Telefongesellschaften leisten (können) und mit dem sie durchkommen. Und
ich habe im Laufe des vergangenen Jahrzehnts mehrere Telefonieanbieter
durchprobiert. Z.B. schafft es die Telekom nicht ihre Einwahlgeräte
stabil am Laufen zu halten. Unter 5 Neustarts der DSL-Verbindung pro
Monat geht's hier nicht, manchmal leider auch zu Zeiten, in denen ich
gerne telefonieren würde oder gerade ein Gespräch führe. Jeder Neustart
vom Einwahlgerät dauert inkl. Aushandlung der DSL-Parameter knapp 3min.
Und dann kommt noch das VoIP-Gerät von Null-Zwo dazu: das hat ebenfalls
mehrfach pro Monat Schluckauf. Dann kommt ggf. noch der Fall dazu, daß
meine Fritzbox meint, daß sie den Name vom SIP-Server nicht auflösen
könne, weil bei Null-Zwo der DNS-Server nicht antworte. Der ebenfalls
genutzte SIP-Server von Easybell ist deutlich zuverlässiger, aber wenn
der Null-Zwo-DNS-Server meint, daß er den nicht kenne, wird auch das
nix. Blöd ist, daß diese DNS-Abfragen in der Fritzbox zwingend über den
DNS-Server laufen, der der Fritzbox per DHCP von Null-Zwo zugewiesen
wird. Usw. ...
Was hat das alles mit den Amerikanern zu tun? Abgesehen davon, dass sie
das Internet (ARPANET) erfunden haben, auf dem alles basiert? Das kann es
doch nicht sein.

Ich kenne die Fritzbox nicht, weil nicht in D, und es diese vor meiner
Zeit der Auswanderung AFAIK noch nicht gab. Ich hatte in den letzten
Jahren in D DSL von der Telekom, was IIRC recht stabil war. War aber ein
nacktes DSL-Modem ohne Router.

Hier im Ausland fliegt mir seit der Umstellung auf Kabel hin und wieder
DNS weg. D.h. es funktioniert minutenweise nicht, während aber bekannte
IPs im Internet trotzdem verbinden. Ich kann auch die DNS Server
pingen. Nichts im Log des Kabel-Modem-Routers. Ich schreibe das auch
nicht den Amis, sondern meinem ISP oder auch mir zu.
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Aber die Erfinder des Arpanet waren das mit VoIP wohl eher nicht.
Telefonie übers Arpanet geht weit in die 1970er Jahre zurück. Erst die
Verbindung mit dem normalen, mittlerweile abgeschafften Telefonnetz ist
etwas jünger.
Dann könnte man auch sagen, ISDN (egal ob DSS1 oder 1TR6) ist schlecht,
weil es auf dem Telefon basiert, was von den Amis (vielleicht aber doch
einem Italiener) erfunden wurde.
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Und vielleicht hat auch der eine oder andere drauf geschielt das
man Zentral Gebündelte Dienste viel Leichter kontrollieren (abschalten,
aussperren, abhören, die Klassischen 3 A's der Macht) kann.
Bereits zu Zeiten des normalen Telefonnetzes hatten unsere
US-amerikanischen "Freunde"[tm] ihre separaten, nicht wirklich
öffentlich bekannten Räume in großen Vermittlungsstellen wie z.B. in
Frankfurt. Mir war das bereits in den 1980er Jahren bekannt, kurz drauf
auch unter seinem Name Echelon [1]. Ähnliche Räumlichkeiten wurden ab
1990 z.B. auch von großen Hotels in den realsozialistischen Hauptstädten
für die dortigen Schnüffler bekannt. Also nichts besonderes und schon
gar nichts überraschendes.
Dass die Amis überall die Finger im Spiel haben, ist nicht neu. Oder
passiert erst seit den 80ern. Die sind halt paranoid. Schon um Kalten
Krieg wollten sie wissen, wie weit die Russen mit ihren ICBMs waren, weil
man annahm, die USA wären ins Hinterlicht geraten. Also U2.

Sie haben auch einen Tunnel unter die russische Botschaft in Berlin
gegraben und die Telefonleitungen angezapft. Was ein deutscher Spion den
Russen aber verraten hat. Statt aber die Amis auffliegen zu lassen, hat
man getan, als wüsste man das nicht, dabei aber keine wirklich
vertraulichen Gespräche mehr geführt.
Post by Ralf Kiefer
Bei MAD hieß das Spion gegen Spion :-)
Ebend. [TM]
--
Andreas
Gerald E:scher
2021-02-02 15:38:34 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Hier im Ausland fliegt mir seit der Umstellung auf Kabel hin und wieder
DNS weg. D.h. es funktioniert minutenweise nicht, während aber bekannte
IPs im Internet trotzdem verbinden.
Verwende halt die DNS-Server von Cloudflare statt die deines Providers.
1.1.1.1
1.0.0.1
https://one.one.one.one
--
Gerald
Ralf Kiefer
2021-02-02 16:07:30 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Post by Andreas Kohlbach
Hier im Ausland fliegt mir seit der Umstellung auf Kabel hin und wieder
DNS weg. D.h. es funktioniert minutenweise nicht, während aber bekannte
IPs im Internet trotzdem verbinden.
Verwende halt die DNS-Server von Cloudflare statt die deines Providers.
Wenn ich neben Google von einem anderen Datensammler ganz großen Abstand
halte, dann ist das Cloudflare. Die haben sich zum unscheinbaren,
kleinen Bruder von Google hochgedient. Deren Skripte sind mittlerweile
in sehr vielen Web-Seiten präsent, und über ihren DNS-Dienst sammeln sie
die Domain-Namen zu den Nutzern. Same as Google.

Standardtexte zum Durchlesen und teilweise Beachten:
<https://www.ccc.de/censorship/dns-howto/>
<https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_93d.htm>

Bei Quad9 bin ich momentan eher skeptisch, aber es gibt einige andere
Server, die man wählen kann. Empfehlenswert ist der Dienst Cloudflared
(auf einem Linux-Rechner) als lokalen Namensauflöser laufen zu lassen,
denn der sorgt für Verschlüsselung nach DoH, man kann mehrere externe
DoH-DNS-Server eintragen und insbesondere die von Cloudflare
rausschmeißen. Dann verteilen sich sämtliche DNS-Anfragen aus dem
eigenen Netz auf mehrere Server draußen, die Antworten sind sicher und
die Kommunikation verschlüsselt.

Gruß, Ralf
Gerald E:scher
2021-02-02 17:22:23 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Wenn ich neben Google von einem anderen Datensammler ganz großen Abstand
halte, dann ist das Cloudflare. Die haben sich zum unscheinbaren,
kleinen Bruder von Google hochgedient. Deren Skripte sind mittlerweile
in sehr vielen Web-Seiten präsent, und über ihren DNS-Dienst sammeln sie
die Domain-Namen zu den Nutzern. Same as Google.
Dass Cloudflare irgendwelche Daten der Nutzer sammelt, kann ich anhand
Post by Ralf Kiefer
<https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_93d.htm>
nicht nachvollziehen.
Post by Ralf Kiefer
Bei Quad9 bin ich momentan eher skeptisch, aber es gibt einige andere
Server, die man wählen kann. Empfehlenswert ist der Dienst Cloudflared
(auf einem Linux-Rechner) als lokalen Namensauflöser laufen zu lassen,
denn der sorgt für Verschlüsselung nach DoH, man kann mehrere externe
DoH-DNS-Server eintragen und insbesondere die von Cloudflare
rausschmeißen.
Mein DNS-Server frägt die Root-Server ab. Cloudflare verwende ich nur
als Backup.
--
Gerald
Hanno Foest
2021-02-02 17:26:59 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Post by Ralf Kiefer
Wenn ich neben Google von einem anderen Datensammler ganz großen Abstand
halte, dann ist das Cloudflare. Die haben sich zum unscheinbaren,
kleinen Bruder von Google hochgedient. Deren Skripte sind mittlerweile
in sehr vielen Web-Seiten präsent, und über ihren DNS-Dienst sammeln sie
die Domain-Namen zu den Nutzern. Same as Google.
Dass Cloudflare irgendwelche Daten der Nutzer sammelt, kann ich anhand
Post by Ralf Kiefer
<https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_93d.htm>
nicht nachvollziehen.
Man muß recht naiv sein, Zusicherungen von US-amerikanischen Firmen zum
Thema Datenschutz zu glauben...

Sie können es, insofern sollte man besser davon ausgehen, daß sie es
auch tun.

Hanno
--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
Ralf Kiefer
2021-02-02 17:58:00 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Dass Cloudflare irgendwelche Daten der Nutzer sammelt, kann ich anhand
Post by Ralf Kiefer
<https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_93d.htm>
nicht nachvollziehen.
Wenn Du Cloudflare vertraust, dann nutze ihren Dienst. Für mich ist das
eine US-amerikanische Bude, deren Geschäftsmodell das Sammeln von Daten
ist, siehe Google. Vielleicht täusche ich mich ...

Gruß, Ralf
Arno Welzel
2021-02-03 17:06:44 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Gerald E:scher
Dass Cloudflare irgendwelche Daten der Nutzer sammelt, kann ich anhand
Post by Ralf Kiefer
<https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_93d.htm>
nicht nachvollziehen.
Wenn Du Cloudflare vertraust, dann nutze ihren Dienst. Für mich ist das
eine US-amerikanische Bude, deren Geschäftsmodell das Sammeln von Daten
ist, siehe Google. Vielleicht täusche ich mich ...
Cloudflare verkauft aber keine Werbung, sondern Netzwerkinfrastruktur,
ab 20 USD pro Monat für Firmen, die sowas brauchen - siehe auch
<https://www.cloudflare.com/plans/>. Welchen finanziellen Vorteil hätte
für die das Sammeln von Daten ohne konkreten Anlass?
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Ralf Kiefer
2021-02-03 17:40:05 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
Welchen finanziellen Vorteil hätte
für die das Sammeln von Daten ohne konkreten Anlass?
Google warb mal mit "Don't be evil". Und Facebook versprach nicht auf
die Daten von Whatsapp zugreifen zu wollen. Wg. Cloudflare: Wo ein Trog
ist, sammeln sich die Schweine. Die haben sicher nicht aus rein
wohltätigen Gründen dafür gesorgt, daß beim Mozilla und DoH ihre Server
eingetragen sind. Noch einfacher erhält man keine vollständigen Daten zu
einzelnen Personen.

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2021-02-03 19:37:32 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
Post by Ralf Kiefer
Post by Gerald E:scher
Dass Cloudflare irgendwelche Daten der Nutzer sammelt, kann ich anhand
Post by Ralf Kiefer
<https://www.privacy-handbuch.de/handbuch_93d.htm>
nicht nachvollziehen.
Wenn Du Cloudflare vertraust, dann nutze ihren Dienst. Für mich ist das
eine US-amerikanische Bude, deren Geschäftsmodell das Sammeln von Daten
ist, siehe Google. Vielleicht täusche ich mich ...
Cloudflare verkauft aber keine Werbung, sondern Netzwerkinfrastruktur,
ab 20 USD pro Monat für Firmen, die sowas brauchen - siehe auch
<https://www.cloudflare.com/plans/>. Welchen finanziellen Vorteil hätte
für die das Sammeln von Daten ohne konkreten Anlass?
Falscher Frageansatz. Sie haben Netzwerkinfrastruktur. Auf der Daten
anfallen. Welchen Nachteil hätten sie wenn sie anfallende Daten NICHT zu
ihrem Vorteil nutzen würden?


Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-02-02 17:45:01 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Post by Andreas Kohlbach
Hier im Ausland fliegt mir seit der Umstellung auf Kabel hin und wieder
DNS weg. D.h. es funktioniert minutenweise nicht, während aber bekannte
IPs im Internet trotzdem verbinden.
Verwende halt die DNS-Server von Cloudflare statt die deines Providers.
1.1.1.1
1.0.0.1
https://one.one.one.one
Ich habe als erstes 4.2.2.1 und als zweites den meines ISP händisch
eingetragen.

Sind aktuelle Probleme mit 4.2.2.1 bekannt?
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Andreas Kohlbach
2021-02-02 00:27:50 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Andreas Kohlbach
Vermutlich haben die Deutschen die von den Amis erfundene Technologie verbessert.
Wer hat die beste Telefontechnik maßgeblich vorangetrieben? Eben! Vor
dem internationalen Standard gab es sogar einen deutschen ISDN-Standard
(1TR6).
Ich finde, dass FTZ 1 TR 6 im Jahr 1989 (einen Monat finde ich nicht) das
erste Mal eingesetzt wurde. Während mehrere Europäische Netzbetreiber im
selben Jahr sich auf DSS1 verständigten. Und dass DSS1 MSN (Multiple
Subscriber Number) kann, während 1 TR 6 dafür eine
"Netzausscheidungsnummer" angehängt bekommt.

Ich sehe die Deutschen hier nicht vorne, sondern bestenfalls
gleichauf. Btw. Amis lehnten ISDN mehr oder weniger ab. Die haben selbst
weder 1 TR 6 noch DSS1 benutzt.ISDN konnte sich in den USA nie
durchsetzen. Die Amis sind hier also außen vor.
Post by Ralf Kiefer
Und wer hat das übelste Telefonnetz und -protokoll (VoIP) eingeführt und
zum Standard geführt? Es waren die Erfinder des ARPANET, die eine
zusätzliche Nutzung suchten.
Gibt es *ein* VOIP-Protokoll? Soweit ich lese gibt es mehrere. Allen
voran SIP. Einer der Erfinder war Henning Schulzrinne aus Köln. ARPANET
hat in den 70ern bestenfalls einen Grundstein für VOIP gelegt.

Außerdem hätte VOIP sich nicht durchgesetzt, wenn es wirklich so übel
wäre.

Dass sich Windows durchgesetzt hat, obwohl in vielen Belangen anderen
Betriebssystemen unterlegen, hat andere, vor allen marktwirtschaftliche
Gründe.

X'post + Fup2 de.comm.internet.telefonie
--
Andreas
Ralf Kiefer
2021-02-02 01:38:12 UTC
Permalink
Die andere Gruppe lese ich nicht.
Post by Andreas Kohlbach
Ich finde, dass FTZ 1 TR 6 im Jahr 1989 (einen Monat finde ich nicht) das
erste Mal eingesetzt wurde. Während mehrere Europäische Netzbetreiber im
selben Jahr sich auf DSS1 verständigten.
Die Bundespest fing 1989 ganz praktisch damit an. Bereits 2 Jahre vorher
(AFAIR) hielt einer von dieser Behörde eine kleine Vorlesung bei uns zum
Thema DFÜ und brachte uns ISDN näher. Da mögen sich andere, auch die
Bundespest, durchaus auf einen gemeinsamen, internationalen Standard
erst verständigt haben, aber das deutsche ISDN war bereits unterwegs.
Und so groß waren die technischen Unterschiede wirklich nicht. Nur Teile
vom D-Kanal-Protokoll? AFAIR.
Post by Andreas Kohlbach
Btw. Amis lehnten ISDN mehr oder weniger ab. Die haben selbst
weder 1 TR 6 noch DSS1 benutzt.ISDN konnte sich in den USA nie
durchsetzen. Die Amis sind hier also außen vor.
Die wollten nicht so richtig. Aber sie hatten ein 56kb/s-ISDN. Die
Konfigurationsparameter sah ich seinerzeit häufig genug in
Cisco-Routern. Und daher rührt auch der 56k-Standard bei der dann nicht
mehr so analogen Modemtechnik.

Vermutlich war es "dem typischen US-Amerikaner" nicht zu vermitteln, daß
beim Aufbau eines lokalen S0-Busses etwas mehr Disziplin herrschen mußte
als bei deren damaliger POT-Technik, also 4 Drähte, ausschließlich vorne
und hinten Terminatorwiderstände, keine unendlich langen Stichleitungen,
eine logisch, konsistente Konfiguration aller Busteilnehmer, u.ä.
Post by Andreas Kohlbach
Außerdem hätte VOIP sich nicht durchgesetzt, wenn es wirklich so übel
wäre.
Es hat sich im Wesentlichen durchgesetzt, weil es für die Anbieter
billiger ist. Wenn diese inkl. AVM nach Jahrzehnten endlich mal
begreifen würden, was QoS bedeuten könnte, wären wir schon weiter ...


Gruß, Ralf
Wolf gang P u f f e
2021-02-01 10:45:15 UTC
Permalink
.... In D klackerten noch die
Dreh-Hub-Dingens (finde gerade nicht, wie die hießen), und es roch nach
alter Elektronik oder gar Rost. Doch, ich habe im Herbst 1979 ein
Praktikum bei der Grauen Post gemacht, in dem ich in grauen Gölfen
mitfuhr, wenn wir Kunden besuchten. In der Zentrale durfte ich auch mal
die Gebührenzähler begutachten, die IIRC direkt unter diesen Dreh-Dingens
saßen. Dort roch es halt nach "oller Hightech". ;-)
Btw. diese Zähler sahen aus wie in Tachos von Autos damals und hatten
eine "ID" beistehen, um ihn einem Kunden zuzuordnen. Zur Berechnung hat
man die dann mit einem Fotoaparat (habe ich nicht gesehen, nur aber
erklären lassen) abgelichtet, um später ausgewertet zu werden. Hightech! ;-)
Meinst du die Gebührenzähler?
Waren das nicht (zumindest hier im Osten) mechanische Zählwerke, die
durch elektrische Impulse durch eine Spule und Hebelchen das Zählwerk
weiterschalteten?
Irgendwo hab ich die Dinger noch im Keller liegen!
Wenn die überprüft wurden, so erzählte mir mal jemand, dann konnte der
Post-Onkel per Taster Gebührenimpulse auflaufen lassen.
Das war dann der Punkt, wo der misstrauische Teilnehmer gekotzt hat,
wenn in der Rechnung plötzlich 60 Pfennige mehr zu zahlen waren, als er
beim Telefonieren mit der eigenen Stoppuhr ermittelt hatte. ;-)

W.
Andreas Kohlbach
2021-02-01 21:26:24 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
.... In D klackerten noch die
Dreh-Hub-Dingens (finde gerade nicht, wie die hießen), und es roch nach
alter Elektronik oder gar Rost. Doch, ich habe im Herbst 1979 ein
Praktikum bei der Grauen Post gemacht, in dem ich in grauen Gölfen
mitfuhr, wenn wir Kunden besuchten. In der Zentrale durfte ich auch mal
die Gebührenzähler begutachten, die IIRC direkt unter diesen Dreh-Dingens
saßen. Dort roch es halt nach "oller Hightech". ;-)
Btw. diese Zähler sahen aus wie in Tachos von Autos damals und hatten
eine "ID" beistehen, um ihn einem Kunden zuzuordnen. Zur Berechnung hat
man die dann mit einem Fotoaparat (habe ich nicht gesehen, nur aber
erklären lassen) abgelichtet, um später ausgewertet zu werden. Hightech! ;-)
Meinst du die Gebührenzähler?
Ja.
Post by Wolf gang P u f f e
Waren das nicht (zumindest hier im Osten) mechanische Zählwerke, die
durch elektrische Impulse durch eine Spule und Hebelchen das Zählwerk
weiterschalteten?
Ja, mechanisch, wie bei alten Kilometerzählern in Autos. [1] Rollen
nebeneinander mit 0-9 beschriftet. Wenn die 9 in eine 0 gehen wollte,
nahm sie mittels eines Stifts die Nachbar-rolle links mit. Das wird
ähnlich oder identisch zur Technik im Osten gewesen sein.
Post by Wolf gang P u f f e
Irgendwo hab ich die Dinger noch im Keller liegen!
Wo kamen die her?

[1] IIRC war die Anzeige der ersten elektronischen Kilometerzähler in den
frühen 1990ern noch genauso, um Kunden nicht zu erschrecken. Wenig
später waren es dann LCDs. Heute ist es vermutich ein Fernseher.
--
Andreas
Michael Graf
2021-02-01 22:17:06 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
[1] IIRC war die Anzeige der ersten elektronischen Kilometerzähler in den
frühen 1990ern noch genauso, um Kunden nicht zu erschrecken. Wenig
später waren es dann LCDs. Heute ist es vermutich ein Fernseher.
Der Fernseher ist ja auch nur ein LCD.
Andreas Kohlbach
2021-02-01 23:01:03 UTC
Permalink
Post by Michael Graf
Post by Andreas Kohlbach
[1] IIRC war die Anzeige der ersten elektronischen Kilometerzähler in den
frühen 1990ern noch genauso, um Kunden nicht zu erschrecken. Wenig
später waren es dann LCDs. Heute ist es vermutich ein Fernseher.
Der Fernseher ist ja auch nur ein LCD.
Genau das wollte ich damit sagen. :-D

Ein Auto ist ja heute mehr Computer als - äh - Auto.
--
Andreas
Kay Martinen
2021-02-01 23:58:35 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Michael Graf
Post by Andreas Kohlbach
[1] IIRC war die Anzeige der ersten elektronischen Kilometerzähler in den
frühen 1990ern noch genauso, um Kunden nicht zu erschrecken. Wenig
später waren es dann LCDs. Heute ist es vermutich ein Fernseher.
Der Fernseher ist ja auch nur ein LCD.
Genau das wollte ich damit sagen. :-D
Ein Auto ist ja heute mehr Computer als - äh - Auto.
Hat dein Auto nur noch eine AAF Lampe? Allgemeiner Auto-Fehler! :-)

So witzelte man schon vor Jahrzehnten hier... wenn Autos mit Windows
betrieben würden...

Heute sitzt Windows; oder Android o.a.; im Entertainment-System und der
Bordcomputer redet nicht mit einem. Nur per Diagnose-Stecker mit der
Werkstatt.

Als nächstes werden Lenkräder eingespart weil menschen ja viel
unzuverlässiger sind als Windo.. ähh Technik.

Kay
--
Posted via leafnode
Wolf gang P u f f e
2021-02-02 09:49:27 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Wolf gang P u f f e
.... In D klackerten noch die
Dreh-Hub-Dingens (finde gerade nicht, wie die hießen), und es roch nach
alter Elektronik oder gar Rost. Doch, ich habe im Herbst 1979 ein
Praktikum bei der Grauen Post gemacht, in dem ich in grauen Gölfen
mitfuhr, wenn wir Kunden besuchten. In der Zentrale durfte ich auch mal
die Gebührenzähler begutachten, die IIRC direkt unter diesen Dreh-Dingens
saßen. Dort roch es halt nach "oller Hightech". ;-)
Btw. diese Zähler sahen aus wie in Tachos von Autos damals und hatten
eine "ID" beistehen, um ihn einem Kunden zuzuordnen. Zur Berechnung hat
man die dann mit einem Fotoaparat (habe ich nicht gesehen, nur aber
erklären lassen) abgelichtet, um später ausgewertet zu werden. Hightech! ;-)
Meinst du die Gebührenzähler?
Ja.
Post by Wolf gang P u f f e
Waren das nicht (zumindest hier im Osten) mechanische Zählwerke, die
durch elektrische Impulse durch eine Spule und Hebelchen das Zählwerk
weiterschalteten?
Ja, mechanisch, wie bei alten Kilometerzählern in Autos. [1] Rollen
nebeneinander mit 0-9 beschriftet. Wenn die 9 in eine 0 gehen wollte,
nahm sie mittels eines Stifts die Nachbar-rolle links mit. Das wird
ähnlich oder identisch zur Technik im Osten gewesen sein.
Je, genau die.
Die alten schwarzen im schmalen Gehäuse, und die neueren mit
Rückstelltaster vorne im breiteren grauen Gehäuse.
http://www.encosoft.de/www/billing_software/billing_system/historie/
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Post by Andreas Kohlbach
Post by Wolf gang P u f f e
Irgendwo hab ich die Dinger noch im Keller liegen!
Wo kamen die her?
Keine Ahnung, Erbschaft von Opa, Onkel oder irgendwoher.
Die neueren grauen Zähler hatte ich zur Wendezeit in der Firma
"sichergestellt". Da waren die Schuttwannen voll mit Elektrokram.
Andreas Kohlbach
2021-02-02 17:34:59 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Andreas Kohlbach
Post by Wolf gang P u f f e
Irgendwo hab ich die Dinger noch im Keller liegen!
Wo kamen die her?
Keine Ahnung, Erbschaft von Opa, Onkel oder irgendwoher.
Die neueren grauen Zähler hatte ich zur Wendezeit in der Firma
"sichergestellt". Da waren die Schuttwannen voll mit Elektrokram.
Wenn keine eigene Verwendung (Sammler) besteht, könnte man vielleicht auf
Ebay die eine oder andere Mark - äh - Euro machen.

Oder hier anderen anbieten.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Wolf gang P u f f e
2021-02-03 10:04:34 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Andreas Kohlbach
Post by Wolf gang P u f f e
Irgendwo hab ich die Dinger noch im Keller liegen!
Wo kamen die her?
Keine Ahnung, Erbschaft von Opa, Onkel oder irgendwoher.
Die neueren grauen Zähler hatte ich zur Wendezeit in der Firma
"sichergestellt". Da waren die Schuttwannen voll mit Elektrokram.
Wenn keine eigene Verwendung (Sammler) besteht, könnte man vielleicht auf
Ebay die eine oder andere Mark - äh - Euro machen.
Oder hier anderen anbieten.
Zu spät. Die überzähligen Teile hab ich vor ca. 16 Jahren bei Ebay
vertickert mit vielen anderen Sachen, wie z.B. russ. HF-Trasistoren,
Drehspulmesswerke, binärcodierte Drehschalter, Reedrelais etc.
Als nach der Wende hier Firmen abgewickelt wurden, hatte ich einiges
sichergestellt. Es tat einem in der Seele weh, was da zerkloppt wurde.
Von diesen Zählern gab es auch welche rückwärtszählend mit
Schaltkontakt bei 00000 und mit Tasten über den Zahlenwalzen zum
voreinstellen.
Kay Martinen
2021-02-03 12:48:33 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Wolf gang P u f f e
Keine Ahnung, Erbschaft von Opa, Onkel oder irgendwoher.
Die neueren grauen Zähler hatte ich zur Wendezeit in der Firma
"sichergestellt". Da waren die Schuttwannen voll mit Elektrokram.
Von diesen Zählern gab es auch welche rückwärtszählend mit
Schaltkontakt bei 00000 und mit Tasten über den Zahlenwalzen zum
voreinstellen.
Vorsicht. Die waren bestimmt für den Countdown der Doomsday-Maschine
gedacht (Bei Null, Klick und BOOM) :-)

BTW, Bei Perry Rhodan gibt es den "Atomkrieg aus Versehen" den er da
natürlich verhindert.

Ist ja auch Wahnsinn das alles. Sperre einen Haufen bis an die Zähne
bewaffneter Typen die sich nicht mögen in einen Raum und... da brauchst
du nur abwarten bis es zum ersten mal Knallt! Die frage nach dem "Ob"
stellt sich garnicht erst.

Mal ernsthaft. Gab es damals schon Telefon-guthaben im Festnetz oder für
was könnten Rückwärtszähler mit Kontakt gut gewesen sein?

Vielleicht für Münzfernsprecher? Nach x Impulsen bitte Geldkassette
wechseln gehen...

Kay
--
Posted via leafnode
Wolf gang P u f f e
2021-02-03 13:09:30 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Wolf gang P u f f e
Keine Ahnung, Erbschaft von Opa, Onkel oder irgendwoher.
Die neueren grauen Zähler hatte ich zur Wendezeit in der Firma
"sichergestellt". Da waren die Schuttwannen voll mit Elektrokram.
Von diesen Zählern gab es auch welche rückwärtszählend mit
Schaltkontakt bei 00000 und mit Tasten über den Zahlenwalzen zum
voreinstellen.
...
Mal ernsthaft. Gab es damals schon Telefon-guthaben im Festnetz oder für
was könnten Rückwärtszähler mit Kontakt gut gewesen sein?
Vielleicht für Münzfernsprecher? Nach x Impulsen bitte Geldkassette
wechseln gehen...
Da ich die Zähler (die grauen, moderneren mit Schaltkontakt) aus einer
"abgewickelten" Firma habe, die nichts mit Post oder Telefon/Telekom zu
tun hatte, müssen die also für irgendwelche anderen Dinge gerbraucht
worden sein. ---für was...? keine Ahnung.
Michael Kraemer @ home
2021-02-03 14:11:31 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
BTW, Bei Perry Rhodan gibt es den "Atomkrieg aus Versehen" den er da
natürlich verhindert.
keine grosse Kunst, mit einem Haufen Arkoniden-Technik im Kreuz. :-)
Kay Martinen
2021-02-03 16:39:38 UTC
Permalink
Post by Michael Kraemer @ home
Post by Kay Martinen
BTW, Bei Perry Rhodan gibt es den "Atomkrieg aus Versehen" den er da
natürlich verhindert.
keine grosse Kunst, mit einem Haufen Arkoniden-Technik im Kreuz. :-)
Du brauchst "nur" ein Anti-Neutronen Feld. :-) Schwupps, alle freien
Neutronen wech oder zu langsam, kein Knalleffekt. Aber auch kein
Atomkraftwerk u.a. Ich glaub das hat der Autor damals nicht so recht
übersehen.

Frag mich jetzt nicht nach der Natur eines Globalen Feldes zur
Verlangsamung schneller Neutronen, außer du willst
Pseudowissenschaftlich diskutieren. :-)

In Kraftwerken und Laboren wird so was gemacht, aber in kleinem lokalen
Rahmen. Wasser und bestimmte Werkstoffe kommen dafür in Frage.

Und beim geplanten Fusions-Reaktor las ich auch von neutronenbremsen...

Kay
--
Posted via leafnode
Kay Martinen
2021-02-02 00:12:21 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
alter Elektronik oder gar Rost. Doch, ich habe im Herbst 1979 ein
Praktikum bei der Grauen Post gemacht, in dem ich in grauen Gölfen
mitfuhr, wenn wir Kunden besuchten. In der Zentrale durfte ich auch mal
die Gebührenzähler begutachten, die IIRC direkt unter diesen Dreh-Dingens
saßen. Dort roch es halt nach "oller Hightech". ;-)
Btw. diese Zähler sahen aus wie in Tachos von Autos damals und hatten
eine "ID" beistehen, um ihn einem Kunden zuzuordnen. Zur Berechnung hat
man die dann mit einem Fotoaparat (habe ich nicht gesehen, nur aber
erklären lassen) abgelichtet, um später ausgewertet zu werden. Hightech! ;-)
Ja, davon habe ich auch gehört, gelesen. Die Mechanischen Zähler haben
halt automatische Speicherung weil sie in ruhe ihren inhalt behalten -
im Gegensatz zu elektronischen Zählern. Und wenn man die schon alle
beisammen hat ist es naheliegend die einmal pro monat ab zu lichten
damit einer die Rechnungen erstellen kann.

Wie lief denn das zu der Zeit wohl in den USA?

Ich hab hier noch einen Gebührenzähler von Vivanco. Der braucht eine 9V
Batterie und hat ein LC-Display. Keine Batterie, keine Funktion!

IMHO "Durfte" er auch nicht die Leitung/Sprechspannung anzapfen.
Vermutlich hätte das auch störungen im Gespräch verursachen können.
Früher konnte ich sogar den 16kHz Gebührenimpuls raus hören. Nur auf
meinen Modemleitungen hab ich den Abgeschaltet was in der ISTEC damals
IMHO möglich war.

N.B. Frühe Telefone; und o.g. Zähler; hatten ein Sperr-schloß. Ebenso
wie die Frühen PCs mind. seit dem IBM AT. Die Schlüssel für etliche
davon fliegen hier immer noch rum.

Welcher Heutige PC hätte noch einen KeyLock Anschluß? Mit dem die
Tastatur effektiv gesperrt wurde - wenn man an das Gehäuse auch nicht
ran kommt...



Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-02-02 02:01:07 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
N.B. Frühe Telefone; und o.g. Zähler; hatten ein Sperr-schloß. Ebenso
wie die Frühen PCs mind. seit dem IBM AT. Die Schlüssel für etliche
davon fliegen hier immer noch rum.
Die sah ich im Urlaub im Hotel. Das Schloss war zwischen zwei Löchern der
Wählscheibe geschlossen. IIRC war es zwischen der 1 und 2. Vandalierer
konnten allerdings diesen "Finger-Anhalter" ausbrechen. Mussten dann
beim Wählen halt selbst aufhören zu drehen, wenn die Zahl erreicht war.
Post by Kay Martinen
Welcher Heutige PC hätte noch einen KeyLock Anschluß? Mit dem die
Tastatur effektiv gesperrt wurde - wenn man an das Gehäuse auch nicht
ran kommt...
Wurde bestimmt aus Kostengründen eingespart. Wer wollte das überhaupt?
Doch nur Firmen. Heute verschlüsselt man die Festplatte.
--
Andreas
Gerrit Heitsch
2021-02-02 06:05:07 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
N.B. Frühe Telefone; und o.g. Zähler; hatten ein Sperr-schloß. Ebenso
wie die Frühen PCs mind. seit dem IBM AT. Die Schlüssel für etliche
davon fliegen hier immer noch rum.
Die sah ich im Urlaub im Hotel. Das Schloss war zwischen zwei Löchern der
Wählscheibe geschlossen. IIRC war es zwischen der 1 und 2. Vandalierer
konnten allerdings diesen "Finger-Anhalter" ausbrechen. Mussten dann
beim Wählen halt selbst aufhören zu drehen, wenn die Zahl erreicht war.
Post by Kay Martinen
Welcher Heutige PC hätte noch einen KeyLock Anschluß? Mit dem die
Tastatur effektiv gesperrt wurde - wenn man an das Gehäuse auch nicht
ran kommt...
Wurde bestimmt aus Kostengründen eingespart. Wer wollte das überhaupt?
Doch nur Firmen. Heute verschlüsselt man die Festplatte.
Benutzt hat das keiner den ich kenne und in Zeiten von Login mit
Password und Screenlock mit Password braucht das auch keiner mehr.

Gerrit
Frank Hucklenbroich
2021-02-02 15:17:07 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
N.B. Frühe Telefone; und o.g. Zähler; hatten ein Sperr-schloß. Ebenso
wie die Frühen PCs mind. seit dem IBM AT. Die Schlüssel für etliche
davon fliegen hier immer noch rum.
Die sah ich im Urlaub im Hotel. Das Schloss war zwischen zwei Löchern der
Wählscheibe geschlossen. IIRC war es zwischen der 1 und 2.
Ich glaube das war so Vorschrift, damit man noch die 112 (Feuerwehr) wählen
konnte. Man konnte das Schloss auch in die "0" setzen, dann waren nur
Ortsgespräche möglich (allerdings keine Nummer mit einer "0" drin, das war
eher unpraktisch).

Grüße,

Frank
K. Krause
2021-02-02 16:40:25 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
N.B. Frühe Telefone; und o.g. Zähler; hatten ein Sperr-schloß. Ebenso
wie die Frühen PCs mind. seit dem IBM AT. Die Schlüssel für etliche
davon fliegen hier immer noch rum.
Die sah ich im Urlaub im Hotel. Das Schloss war zwischen zwei Löchern der
Wählscheibe geschlossen. IIRC war es zwischen der 1 und 2.
Das war doch nur etwas für die Muttis. Meine Mutter hat auch mal so ein
Schloss montiert, aus erzieherschen Gründen. Damals gab es bei den
Ortsgesprächen ja noch Flat-Rate. (20 Pf pro Anruf).
Aber der Knabe Klemens hatte eine Ersatzwählscheibe. :-)

Und die Wählscheibe ist nur mit einer Zentralmutter befestigt.

Klemens




.
Ralf Kiefer
2021-02-02 17:11:56 UTC
Permalink
Post by K. Krause
Aber der Knabe Klemens hatte eine Ersatzwählscheibe. :-)
Und die Wählscheibe ist nur mit einer Zentralmutter befestigt.
Da hätte eigentlich die NATO den Verteidigungsfall ausrufen müssen, weil
Du hoheitliches Territorium angegriffen und verletzt hattest ;-)

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2021-02-02 17:55:28 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by K. Krause
Aber der Knabe Klemens hatte eine Ersatzwählscheibe. :-)
Und die Wählscheibe ist nur mit einer Zentralmutter befestigt.
Ja aber doch unter der Plastikabdeckung in der Mitte. Wenn man das zu
oft macht bricht die oder verbiegt. Dann fällt es erst recht auf.

DA standen ja auch die *Wichtigsten* Rufnummern drauf... also die 112 z.B.

Was dann wieder hierzu führt...
Post by Ralf Kiefer
Da hätte eigentlich die NATO den Verteidigungsfall ausrufen müssen, weil
Du hoheitliches Territorium angegriffen und verletzt hattest ;-)
DAS wäre bestimmt passiert wenn er sich an der Postübergabe-Dose (ADO)
zu schaffen gemacht hätte. Die wären sofort einmarschiert und Knabe
Klemens hätte Kostenfreien Urlaub im Schönen Kuba bekommen... Moment,
ich glaub das war erst später. ;-)

Mman wird ja auch Standrechtlich erschossen wenn man versehentlich die
Bundesflagge fallen läßt. Oder ist das so'n US-Dingens? :)

Respekt muß man sich nicht mehr verdienen, er kann befohlen werden...

Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-02-02 21:26:07 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by K. Krause
Aber der Knabe Klemens hatte eine Ersatzwählscheibe. :-)
Und die Wählscheibe ist nur mit einer Zentralmutter befestigt.
Auch das Plastik samt Papier entfernt? Ich auch. Wer nicht? ;-)
Post by Ralf Kiefer
Da hätte eigentlich die NATO den Verteidigungsfall ausrufen müssen, weil
Du hoheitliches Territorium angegriffen und verletzt hattest ;-)
Als Gefreiter Vom Dienst habe ich mal das Passwort dafür gelesen. Nicht
um ihn auszurufen, aber telefonisch zu bestätigen. Da lag ein
versiegelter Briefumschlag in der Schublade. Hatte einer meiner Vorgänger
schon geöffnet, so dass auch ich das Passwort wusste.

Keine Ahnung, wie oft das geändert wurde. Aber ich weiß es noch
heute. Kann es ja mal posten. Aber nicht, dass ich dann Schuld bin, wenn
draußen die Atompilze aufsteigen. ;-)

Wer kennt es noch (aus den 80ern)? Das erste Wort fängt mit "b" an, das
zweite mit "f". :-D
--
Andreas
Kay Martinen
2021-02-02 21:47:28 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Ralf Kiefer
Da hätte eigentlich die NATO den Verteidigungsfall ausrufen müssen, weil
Du hoheitliches Territorium angegriffen und verletzt hattest ;-)
Als Gefreiter Vom Dienst habe ich mal das Passwort dafür gelesen. Nicht
um ihn auszurufen, aber telefonisch zu bestätigen. Da lag ein
Wer kennt es noch (aus den 80ern)? Das erste Wort fängt mit "b" an, das
zweite mit "f". :-D
BlaFasel?

Muß grad an ein C-64 Spiel denken. "Raid over Moscow" oder so ähnlich...
Wurde schnell langweilig dauernd mit Atombomben auf andere Leute zu
schmeißen. :-) Da spielte ich lieber Archon.


Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-02-03 03:12:52 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Post by Ralf Kiefer
Da hätte eigentlich die NATO den Verteidigungsfall ausrufen müssen, weil
Du hoheitliches Territorium angegriffen und verletzt hattest ;-)
Als Gefreiter Vom Dienst habe ich mal das Passwort dafür gelesen. Nicht
um ihn auszurufen, aber telefonisch zu bestätigen. Da lag ein
Wer kennt es noch (aus den 80ern)? Das erste Wort fängt mit "b" an, das
zweite mit "f". :-D
BlaFasel?
Nope. Zwei Worte. Kommt man nicht drauf, auch wenn jedem beide bekannt sind.
Post by Kay Martinen
Muß grad an ein C-64 Spiel denken. "Raid over Moscow" oder so ähnlich...
Wurde schnell langweilig dauernd mit Atombomben auf andere Leute zu
schmeißen. :-)
Ob den Russen bei der Kenntnisnahme des Spiels der Stift ging?
Post by Kay Martinen
Da spielte ich lieber Archon.
Oder (Able) Archer?

Dabei ging den Russen wirklich der Stift. Daher standen wir im Herbst 1983
am Rande des Atomkriegs. Aus <https://de.wikipedia.org/wiki/Able_Archer_83>
geht leider nicht hervor, wann die Öffentlichkeit darüber erfuhr.

Durch Archon bin ich nie wirklich durchgestiegen. Aber die Musik der
C64er-Version ist geil.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Frank Hucklenbroich
2021-02-03 10:02:06 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Post by Ralf Kiefer
Da hätte eigentlich die NATO den Verteidigungsfall ausrufen müssen, weil
Du hoheitliches Territorium angegriffen und verletzt hattest ;-)
Als Gefreiter Vom Dienst habe ich mal das Passwort dafür gelesen. Nicht
um ihn auszurufen, aber telefonisch zu bestätigen. Da lag ein
Wer kennt es noch (aus den 80ern)? Das erste Wort fängt mit "b" an, das
zweite mit "f". :-D
BlaFasel?
Nope. Zwei Worte. Kommt man nicht drauf, auch wenn jedem beide bekannt sind.
Post by Kay Martinen
Muß grad an ein C-64 Spiel denken. "Raid over Moscow" oder so ähnlich...
Wurde schnell langweilig dauernd mit Atombomben auf andere Leute zu
schmeißen. :-)
Das war doch das Spiel, bei dem man ganz zu Anfang in eine Art Raumgleiter
steigen musste, um dann die Startplattform zu verlassen. Die Steuerung war
dermaßen dämlich, daß man gleich zu Anfang schon ein paar Leben verloren
hatte, weil man seinen Raumgleiter vor die Wand geflogen hat.

Es gab aber auch ein Textadventure für den C-64 mit dem Thema "Atomkrieg",
da saß man in einer B-52 und musste ausgewählte Ziele in der Sowjetunion
anfliegen, bombardieren und wieder zurückkehren. Das war auch ziemlich
spooky.

Grüße,

Frank
Thomas Koenig
2021-02-03 10:51:56 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Es gab aber auch ein Textadventure für den C-64 mit dem Thema "Atomkrieg",
da saß man in einer B-52 und musste ausgewählte Ziele in der Sowjetunion
anfliegen, bombardieren und wieder zurückkehren. Das war auch ziemlich
spooky.
Ich war letztens mal in einem escape room. Die Teilnehmer wurden in
zwei Gruppen aufgeteilt, eine Gruppe Amerikaner und eine Gruppe Soviets.
Ziel war, die Rätsel in dem Raum zu lösen, um als erster der anderen
Gruppe Atombomben auf den Kopf zu werfen.

Ich war bei den Soviets mit dabei, und wir haben, inspiriert durch
Bilder von Lenin und Stalin, tatsächlich gewonnen.
Andreas Kohlbach
2021-02-03 19:41:37 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Kay Martinen
Muß grad an ein C-64 Spiel denken. "Raid over Moscow" oder so ähnlich...
Wurde schnell langweilig dauernd mit Atombomben auf andere Leute zu
schmeißen. :-)
Das war doch das Spiel, bei dem man ganz zu Anfang in eine Art Raumgleiter
steigen musste, um dann die Startplattform zu verlassen. Die Steuerung war
dermaßen dämlich, daß man gleich zu Anfang schon ein paar Leben verloren
hatte, weil man seinen Raumgleiter vor die Wand geflogen hat.
Die Schwierigkeit war vermutlich Absicht, da das Spiel nicht sonderlich
viel bot. Brauchte auch einige Zeit, bis ich wusste, wie man aus dem
Hangar raus kam.
--
Andreas
Wolf gang P u f f e
2021-02-03 10:41:51 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Post by Ralf Kiefer
Da hätte eigentlich die NATO den Verteidigungsfall ausrufen müssen, weil
Du hoheitliches Territorium angegriffen und verletzt hattest ;-)
Als Gefreiter Vom Dienst habe ich mal das Passwort dafür gelesen. Nicht
um ihn auszurufen, aber telefonisch zu bestätigen. Da lag ein
Wer kennt es noch (aus den 80ern)? Das erste Wort fängt mit "b" an, das
zweite mit "f". :-D
BlaFasel?
Nope. Zwei Worte. Kommt man nicht drauf, auch wenn jedem beide bekannt sind.
brute and force?
Andreas Kohlbach
2021-02-03 19:45:25 UTC
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Post by Wolf gang P u f f e
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Post by Ralf Kiefer
Da hätte eigentlich die NATO den Verteidigungsfall ausrufen müssen, weil
Du hoheitliches Territorium angegriffen und verletzt hattest ;-)
Als Gefreiter Vom Dienst habe ich mal das Passwort dafür gelesen. Nicht
um ihn auszurufen, aber telefonisch zu bestätigen. Da lag ein
Wer kennt es noch (aus den 80ern)? Das erste Wort fängt mit "b" an, das
zweite mit "f". :-D
BlaFasel?
Nope. Zwei Worte. Kommt man nicht drauf, auch wenn jedem beide bekannt sind.
brute and force?
Würde funktionieren.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Wolf gang P u f f e
2021-02-03 10:32:23 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Als Gefreiter Vom Dienst habe ich mal das Passwort dafür gelesen. Nicht
um ihn auszurufen, aber telefonisch zu bestätigen. Da lag ein
versiegelter Briefumschlag in der Schublade. Hatte einer meiner Vorgänger
schon geöffnet, so dass auch ich das Passwort wusste.
Keine Ahnung, wie oft das geändert wurde. Aber ich weiß es noch
heute. Kann es ja mal posten. Aber nicht, dass ich dann Schuld bin, wenn
draußen die Atompilze aufsteigen. ;-)
Vorsicht: Es könnte ungefähliches Halbwissen in Kombination
zu tatsächlich zu Raketenstarts führen! ;-)
https://www.heise.de/security/meldung/00000000-Passwort-fuer-US-Atomraketen-2060077.html

Aber um beim Telefon und Militär zu bleiben:
Wenn man hier (NVA) in der Kaserne in einem verlassenen Gebäude zum
langweiligen Dienststehen vergattert war, war mitunter das Telefon
die einzige Abwechslung, die man hatte.
Die internen Nummern waren alle 3stellig. (*)
Man hat den Hörer abgenommen, und statt geziehlt mit der Wählscheibe
eine Nummer zu wählen, einfach in einer 3er Gruppe ein paar mal auf die
Gabel gehauen und gespannt gewartet, mit wem man verbunden wurde.
(Telefonroulette sozusagen)
Wenn sich der Teilnehmer meldete, sagte man trocken seine Resttageszahl
durch. Je nach dem wie cool man drauf war, hat man entweder die Antwort
abgewartet, oder fix wieder aufgelegt und gehofft, das die Verbindung
nicht rückverfolgt werden konnte.

(*) es gab Sondernummern. z.B. 333 war Leitungstest, Selbstklingler. Man
hat die 333 gewählt und aufgelegt.
Nach eingen Sekunden klingelte eigene Apparat kurz und man konnte ein
"Selbstgespäch" führen. Ja, die Armeemacken waren vielfältig.

W.
Andreas Kohlbach
2021-02-02 17:32:46 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
N.B. Frühe Telefone; und o.g. Zähler; hatten ein Sperr-schloß. Ebenso
wie die Frühen PCs mind. seit dem IBM AT. Die Schlüssel für etliche
davon fliegen hier immer noch rum.
Die sah ich im Urlaub im Hotel. Das Schloss war zwischen zwei Löchern der
Wählscheibe geschlossen. IIRC war es zwischen der 1 und 2.
Ich glaube das war so Vorschrift, damit man noch die 112 (Feuerwehr) wählen
konnte. Man konnte das Schloss auch in die "0" setzen, dann waren nur
Ortsgespräche möglich (allerdings keine Nummer mit einer "0" drin, das war
eher unpraktisch).
Man hätte die 0 auch mit der Gabel tackern können.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Ignatios Souvatzis
2021-02-03 12:45:06 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
N.B. Frühe Telefone; und o.g. Zähler; hatten ein Sperr-schloß. Ebenso
wie die Frühen PCs mind. seit dem IBM AT. Die Schlüssel für etliche
davon fliegen hier immer noch rum.
Die sah ich im Urlaub im Hotel. Das Schloss war zwischen zwei Löchern der
Wählscheibe geschlossen. IIRC war es zwischen der 1 und 2.
Ich glaube das war so Vorschrift, damit man noch die 112 (Feuerwehr) wählen
konnte. Man konnte das Schloss auch in die "0" setzen, dann waren nur
Ortsgespräche möglich (allerdings keine Nummer mit einer "0" drin, das war
eher unpraktisch).
Man hätte die 0 auch mit der Gabel tackern können.
Man muss nur beim Zählen aufpassen, wie jeder des Tastfunks kundige
weiss. Z.B. ist die Irrung (........) meist einen Punkt zu lang,
wenn man bis acht zählt; der Trick ist, bis sie-ben zu zählen.

-is
--
A medium apple... weighs 182 grams, yields 95 kcal, and contains no
caffeine, thus making it unsuitable for sysadmins. - Brian Kantor
Kay Martinen
2021-02-03 16:44:39 UTC
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Post by Ignatios Souvatzis
Post by Andreas Kohlbach
Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Kohlbach
Die sah ich im Urlaub im Hotel. Das Schloss war zwischen zwei Löchern der
Wählscheibe geschlossen. IIRC war es zwischen der 1 und 2.
Ich glaube das war so Vorschrift, damit man noch die 112 (Feuerwehr) wählen
konnte. Man konnte das Schloss auch in die "0" setzen, dann waren nur
Ortsgespräche möglich (allerdings keine Nummer mit einer "0" drin, das war
eher unpraktisch).
So lange man die Rezeption erreichen konnte passt es doch. Oder das Amt.
Oder Notruf... hey, deswegen (911) gab es in USA keine Wählscheiben! :-)
Post by Ignatios Souvatzis
Post by Andreas Kohlbach
Man hätte die 0 auch mit der Gabel tackern können.
Man muss nur beim Zählen aufpassen, wie jeder des Tastfunks kundige
weiss. Z.B. ist die Irrung (........) meist einen Punkt zu lang,
wenn man bis acht zählt; der Trick ist, bis sie-ben zu zählen.
... und bei Null anfangen! :-) Oder?

Menschen sind eben nicht für Mathematik gemacht, und alles was mit
Zahlen oder Zählen zu tun hat. Kein Wunder, das mit den Computern MUSSTE
dann ja so kommen. Und dem FDIV-Bug auch... ;)


Kay
--
Posted via leafnode
Ralf Kiefer
2021-02-03 17:40:06 UTC
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Post by Kay Martinen
Menschen sind eben nicht für Mathematik gemacht, und alles was mit
Zahlen oder Zählen zu tun hat.
Wenn's anders wäre, hätte 1min 64sec, 1Stunde 64min, 1Tag 32Stunden,
1Monat 32Tage und 1Jahr 16Monate. Das würde bei jedem Computer
signifikante Mengen an Stromverbrauch und Code-Größe sparen. Aber so
hatten es irgendwelche unlogisch denkenden Religiösen ("am 7.Tag ...")
vor langer Zeit kräftig versemmelt :-)

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2021-02-03 19:42:48 UTC
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Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Menschen sind eben nicht für Mathematik gemacht, und alles was mit
Zahlen oder Zählen zu tun hat.
Wenn's anders wäre, hätte 1min 64sec, 1Stunde 64min, 1Tag 32Stunden,
1Monat 32Tage und 1Jahr 16Monate. Das würde bei jedem Computer
signifikante Mengen an Stromverbrauch und Code-Größe sparen. Aber so
Du benutzt einfach die Falschen Computer...
Post by Ralf Kiefer
hatten es irgendwelche unlogisch denkenden Religiösen ("am 7.Tag ...")
vor langer Zeit kräftig versemmelt :-)
... oder Go"" arbeitet eben mit einer krummen Speicherbreite. Moment,
die Idee ist aber auch nicht neu!

Religion und (un)Logik in einem Satz zu benutzen sollte verboten werden.
Meinst du nicht? :)

Kay
--
Posted via leafnode
Kay Martinen
2021-02-02 18:00:24 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
N.B. Frühe Telefone; und o.g. Zähler; hatten ein Sperr-schloß. Ebenso
wie die Frühen PCs mind. seit dem IBM AT. Die Schlüssel für etliche
davon fliegen hier immer noch rum.
Die sah ich im Urlaub im Hotel. Das Schloss war zwischen zwei Löchern der
Wählscheibe geschlossen. IIRC war es zwischen der 1 und 2.
Ich glaube das war so Vorschrift, damit man noch die 112 (Feuerwehr) wählen
konnte. Man konnte das Schloss auch in die "0" setzen, dann waren nur
Ortsgespräche möglich (allerdings keine Nummer mit einer "0" drin, das war
eher unpraktisch).
Das mag Vorschrift oder Option gewesen sein aber die Steckschlösser
meinte ich eigentlich gar nicht. Sondern die nach Art eines
Schlüssel-drehschalters ins Telefon eingebauten Teile. Meist bei
Tastenfeld-Geräten im Block oder abseits davon, oft aus Schwarzem
Plastik mit ebenso Schwarzem Griffstück am Kurzen Schlüssel.

Gleiches bei meinem Gebührenzähler. IMHO wurde damit dort die Leitung
für Abgehende Gespräche gesperrt. Der hatte darum wohl auch ein
4-poliges Kabel und einen (TAE)N-Stecker mit beidseitigen Kontakten.


Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-02-02 21:33:25 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Frank Hucklenbroich
Ich glaube das war so Vorschrift, damit man noch die 112 (Feuerwehr) wählen
konnte. Man konnte das Schloss auch in die "0" setzen, dann waren nur
Ortsgespräche möglich (allerdings keine Nummer mit einer "0" drin, das war
eher unpraktisch).
Das mag Vorschrift oder Option gewesen sein aber die Steckschlösser
meinte ich eigentlich gar nicht. Sondern die nach Art eines
Schlüssel-drehschalters ins Telefon eingebauten Teile. Meist bei
Tastenfeld-Geräten im Block oder abseits davon, oft aus Schwarzem
Plastik mit ebenso Schwarzem Griffstück am Kurzen Schlüssel.
Tastenfeld? Was das? Man wählt, indem mein seine Finger in eine
Plastikscheibe mit so Löchern steckt und diese dann dreht. Keine den von
mir neulich geposteten Video-Link von 1940 gesehen, wo eine junge Dame
das an einer überdimensionerten Wählscheibe demonstriert?
--
Andreas
Kay Martinen
2021-02-02 21:51:11 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
Post by Frank Hucklenbroich
Ich glaube das war so Vorschrift, damit man noch die 112 (Feuerwehr) wählen
konnte. Man konnte das Schloss auch in die "0" setzen, dann waren nur
Ortsgespräche möglich (allerdings keine Nummer mit einer "0" drin, das war
eher unpraktisch).
Das mag Vorschrift oder Option gewesen sein aber die Steckschlösser
meinte ich eigentlich gar nicht. Sondern die nach Art eines
Schlüssel-drehschalters ins Telefon eingebauten Teile. Meist bei
Tastenfeld-Geräten im Block oder abseits davon, oft aus Schwarzem
Plastik mit ebenso Schwarzem Griffstück am Kurzen Schlüssel.
Tastenfeld? Was das? Man wählt, indem mein seine Finger in eine
Plastikscheibe mit so Löchern steckt und diese dann dreht. Keine den von
mir neulich geposteten Video-Link von 1940 gesehen, wo eine junge Dame
das an einer überdimensionerten Wählscheibe demonstriert?
Es mag dich irritieren aber ich habe Wählscheiben Telefone selbst
benutzt. Ich kenne die also. Ich hab nur von Schlössern AUSSERHALB einer
"Wählarmatur" gesprochen - und du nicht. Mehr wollte ich nicht aufklären.

Äh, du weißt doch wie das mit den Bienen und den Blumen funktioniert? :-)


Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Kohlbach
2021-02-03 02:45:43 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
Das mag Vorschrift oder Option gewesen sein aber die Steckschlösser
meinte ich eigentlich gar nicht. Sondern die nach Art eines
Schlüssel-drehschalters ins Telefon eingebauten Teile. Meist bei
Tastenfeld-Geräten im Block oder abseits davon, oft aus Schwarzem
Plastik mit ebenso Schwarzem Griffstück am Kurzen Schlüssel.
Tastenfeld? Was das? Man wählt, indem mein seine Finger in eine
Plastikscheibe mit so Löchern steckt und diese dann dreht. Keine den von
mir neulich geposteten Video-Link von 1940 gesehen, wo eine junge Dame
das an einer überdimensionerten Wählscheibe demonstriert?
Es mag dich irritieren aber ich habe Wählscheiben Telefone selbst
benutzt. Ich kenne die also. Ich hab nur von Schlössern AUSSERHALB einer
"Wählarmatur" gesprochen - und du nicht. Mehr wollte ich nicht aufklären.
Ich weiß. Wollte nur andeuten, dass Tastentelefone so "neu" sind, dass
sie nicht jeder hier kennt. ;-)
Post by Kay Martinen
Äh, du weißt doch wie das mit den Bienen und den Blumen funktioniert? :-)
Muss ich auch erst mal googlen. ;-)
--
Andreas
Wolf gang P u f f e
2021-02-02 09:54:15 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Btw. diese Zähler sahen aus wie in Tachos von Autos damals und hatten
eine "ID" beistehen, um ihn einem Kunden zuzuordnen. Zur Berechnung hat
man die dann mit einem Fotoaparat (habe ich nicht gesehen, nur aber
erklären lassen) abgelichtet, um später ausgewertet zu werden. Hightech! ;-)
Hier ist ein Bild, wie die junge Dame mit dem Trichter und angeflnschtem
Fotoapparat die Zählerblöcke fotografiert.
http://www.encosoft.de/www/billing_software/billing_system/historie/
Andreas Kohlbach
2021-02-02 17:40:38 UTC
Permalink
Post by Wolf gang P u f f e
Post by Andreas Kohlbach
Btw. diese Zähler sahen aus wie in Tachos von Autos damals und hatten
eine "ID" beistehen, um ihn einem Kunden zuzuordnen. Zur Berechnung hat
man die dann mit einem Fotoaparat (habe ich nicht gesehen, nur aber
erklären lassen) abgelichtet, um später ausgewertet zu werden. Hightech! ;-)
Hier ist ein Bild, wie die junge Dame mit dem Trichter und
angeflnschtem Fotoapparat die Zählerblöcke fotografiert.
http://www.encosoft.de/www/billing_software/billing_system/historie/
Danke.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Andreas Karrer
2021-02-02 10:55:23 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Btw. diese Zähler sahen aus wie in Tachos von Autos damals und hatten
eine "ID" beistehen, um ihn einem Kunden zuzuordnen. Zur Berechnung hat
man die dann mit einem Fotoaparat (habe ich nicht gesehen, nur aber
erklären lassen) abgelichtet, um später ausgewertet zu werden. Hightech! ;-)
Leitz hat spezielle "Post-Leicas" für diesen Zweck produziert. Im
Grunde abgewandelte Leica MD bzw. MD2, ohne Sucher, Negativformat
24x27mm, spezielles "Post"-Objektiv, nicht wechselbar. Die wurden auch
in F, B, und in der CH verwendet.

https://www.leicashop.com/vintage_de/leica/leica-m-cameras/md-post/leica-md-post-24x27mm-sku31096-39.html


- Andi
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