Discussion:
Siemens PG 685?
(zu alt für eine Antwort)
Nils M Holm
2019-12-04 09:04:05 UTC
Permalink
Bin gerade ueber's CP/M reddit auf folgende Kiste gestossen:

https://imgur.com/gallery/vgixPXs

Im Prinzip ein tragbarer 8088 mit CP/M 3. Was mir auffiel,
war, dass der Rechner selbst in Deutsch beschriftet ist,
das OS auf Deutsch ist, aber die fest verbaute Tastatur
ein US-Layout hat.

Weiss jemand mehr dazu?
--
Nils M Holm < n m h @ t 3 x . o r g > www.t3x.org
Patrick Schaefer
2019-12-04 10:14:39 UTC
Permalink
Post by Nils M Holm
https://imgur.com/gallery/vgixPXs
Das ist doch das übliche Simatic S5 Programmiergerät? Ein PC mit
CP/M-86, auf dem die Step-5 Software läuft. Das Ding wird über ein
serielles Kabel mit 20 mA-Stromschleife mit der SPS verbunden und das
Programm hochgeladen.

Später lief Step-5 dann auf "normalen" PCs.


Patrick
Kay Martinen
2019-12-04 20:23:03 UTC
Permalink
Post by Patrick Schaefer
Post by Nils M Holm
https://imgur.com/gallery/vgixPXs
Das ist doch das übliche Simatic S5 Programmiergerät?
Naja "üblich" war seinerzeit auch das Handprogrammiergerät und das lief
ohne Floppys, CP/M (vermutlich) bot aber m.W. nicht alle Möglichkeiten
des Großen Gerätes.
Post by Patrick Schaefer
Ein PC mit
CP/M-86, auf dem die Step-5 Software läuft. Das Ding wird über ein
serielles Kabel mit 20 mA-Stromschleife mit der SPS verbunden und das
Programm hochgeladen.
Noch so ein Unvollendetes Projekt hier. Mir fehlt noch ein EEPROM für
den Steckplatz der S100 CPU. Das CP/M 86 hab ich.

Oh, und ein passendes Serielle Kabel fehlt auch noch.
Post by Patrick Schaefer
Später lief Step-5 dann auf "normalen" PCs.
Vermutlich auch heute noch nur gegen <100-Euroscheinabreißblock> zu
bekommen?


Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Michael Kreienberg
2019-12-18 01:39:20 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Nils M Holm
https://imgur.com/gallery/vgixPXs
Im Prinzip ein tragbarer 8088 mit CP/M 3. Was mir auffiel,
war, dass der Rechner selbst in Deutsch beschriftet ist,
das OS auf Deutsch ist, aber die fest verbaute Tastatur
ein US-Layout hat.
Weiss jemand mehr dazu?
das ist ein Programmiergerät (PG) für Siemens-Steuerungen (SPS) vom Typ
Simatic S5, war damals - wie alle PGs - in den 1980er-Jahren unfassbar
teuer das Ding. Die Köpfe der MFM-Festplatte mussten vor dem Ausschalten
geparkt werden, weswegen sich auf den Koffern, oft so selbstgebastelte
Hinweisschildchen finden wie "hdpark.cmd nicht vergessen!".

Industriemaschinen leben oft viele Dekaden, die SPS Simatic S5 war zig
Jahre unagefochtener Industriestandard in Deutschland, weswegen man
S5-Steuerungen immer noch häufig antrifft.

Fast jeder, der seine Berufsausbildung in einem Elektroausbildungsberuf
in den 1980er-Jahren in den alten Bundesländern gemacht hat, kam mit der
Programmiersprache STEP5 in Kontakt, meist in Form einer AWL und eher
auf dem Siemens-Programmiergerät PG605 (sieht aus wie ein fetter
"Taschenrechner").

Es gibt noch jede Menge Ersatzteile und spezialisierte Anbieter für die
Simatic S5, diese PG685 werden auch weniger gesammelt, mehr noch
tatsächlich benutzt, sind durchaus gefragt und werden für ca. 400 €
gehandelt.

Mit der Simatic S5 kennen sich auch heute noch viele Elektrofachkräfte
gut aus. Wer damals auf SPS-Exoten gesetzt hat, sieht heute alt aus. Es
gab z. B. Industriesteuerungen von Philips (der Pizzakarton MC 30), die
assemblernah programmiert wurden (Stichwort MOV-Befehl). Finde mal da
jemanden, der heute noch ein Programmiergerät besitzt und Ahnung davon
hat. War schon damals schwierig, zumal das Philips-Programmiergerät
unbezahlbar war.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Kreienberg
olaf
2019-12-18 05:33:44 UTC
Permalink
Post by Michael Kreienberg
hat. War schon damals schwierig, zumal das Philips-Programmiergerät
unbezahlbar war.
Alles richtig, aber es gab Fremdsoftware von irgendeinem
Ingenieurbuero und ein Adapterkabel mit der man die S5 genauso
programmieren konnte.

Aber natuerlich, niemand der das nicht beruflich musste hat die S5
Teile freiwillig angefasst.

Olaf
Michael Kreienberg
2019-12-18 09:29:29 UTC
Permalink
Hallo,
Post by olaf
Alles richtig, aber es gab Fremdsoftware von irgendeinem
Ingenieurbuero und ein Adapterkabel mit der man die S5 genauso
programmieren konnte.
gab und gibt es als "S5 für Windows" von IBHsoftec (siehe hier:
https://www.ibhsoftec.com/epages/63444704.sf/de_DE/?ObjectPath=/Shops/63444704/Products/10018),
die "S5-Simulations-SPS" ist auch eine hilfreiche Sache.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Kreienberg
Kay Martinen
2019-12-18 08:39:39 UTC
Permalink
Post by Michael Kreienberg
Fast jeder, der seine Berufsausbildung in einem Elektroausbildungsberuf
in den 1980er-Jahren in den alten Bundesländern gemacht hat, kam mit der
Programmiersprache STEP5 in Kontakt, meist in Form einer AWL und eher
auf dem Siemens-Programmiergerät PG605 (sieht aus wie ein fetter
"Taschenrechner").
Dann bin ich wohl "fast" und du "jeder" denn uns wurde das in der
Berufsschule (noch) nicht bei gebracht. Oder meintest du eher die
1990er. IMHO gehörte STEP5 erst da zum Lehrplan, hier im Norden und für
Elektriker.

Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Michael Kreienberg
2019-12-18 09:23:10 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Kay Martinen
Dann bin ich wohl "fast" und du "jeder" denn uns wurde das in der
Berufsschule (noch) nicht bei gebracht. Oder meintest du eher die
1990er. IMHO gehörte STEP5 erst da zum Lehrplan, hier im Norden und für
Elektriker.
das mag damals in der Berufsschule so gewesen sein, ich erinnere mich,
dass wir in Bremen-Nord 1988 eine Klein-SPS von Klöckner-Moeller, die
mit KOP und eine AEG Modicon hatten, die mit Dolog AKF programmiert
wurde - also schon so am richtigen Leben vorbei. Die hatten auch damals
auf Apple gesetzt, als man in den Betrieben schon durchweg PCs hatte.

Die SPS in der Berufsschule waren schon damals Außenseiter in der
Industrie. Im richtigen Leben, sprich im Lehrbetrieb, war
Automatisierungstechnik von Siemens als Simatic S5 angesagt und das hat
man dort zwangsläufig gelernt - außer im Handwerk vielleicht.

Ohne STEP5-Kenntnisse hatte man als Energieanlagenelektroniker (danach
Energieelektroniker Fachrichtung Betriebstechnik) in der Industrie wenig
Perspektive. Ist ja heute mit STEP7 und TIA ähnlich.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Kreienberg
Ingo Soetebier
2019-12-30 23:49:08 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Dann bin ich wohl "fast" und du "jeder" denn uns wurde das in der
Berufsschule (noch) nicht bei gebracht. Oder meintest du eher die
1990er. IMHO gehörte STEP5 erst da zum Lehrplan, hier im Norden und für
Elektriker.
Kay
Ich hatte 1985 eine Lehre als Energieanlagenelektroniker begonnen und
wir hatten im 3. Lehrjahr auch ca. Woche Step5 programmiert - mit dem
PG605. Im Betrieb hatten wir ein PG675. Das war auch ein "tragbarer"
Computer mit CP/M 86. Damit konnte man sich dann an die SPS anschliessen
oder es konnten EPROMs für die SPS gebrannt werden.
Es gab auch ein Spiel auf diesem Rechner. Den Namen weiss ich nicht
mehr, aber da sind Angreifer Leitern hochgeklettert und man musste von
oben Steine runterwerfen, bevor die oben ankamen. Das war für die
damalige Zeit ganz lustig.
Kay Martinen
2019-12-31 12:15:32 UTC
Permalink
Post by Ingo Soetebier
Post by Kay Martinen
Dann bin ich wohl "fast" und du "jeder" denn uns wurde das in der
Berufsschule (noch) nicht bei gebracht. Oder meintest du eher die
1990er. IMHO gehörte STEP5 erst da zum Lehrplan, hier im Norden und für
Elektriker.
Kay
Ich hatte 1985 eine Lehre als Energieanlagenelektroniker begonnen und
Ist wohl ein Unterschied zum normalen Elektroinstallateur-Beruf. Oder
war das nicht in SH. Ist/war IMHO je nach Bundesland verschieden.
Post by Ingo Soetebier
wir hatten im 3. Lehrjahr auch ca. Woche Step5 programmiert - mit dem
PG605. Im Betrieb hatten wir ein PG675. Das war auch ein "tragbarer"
Computer mit CP/M 86. Damit konnte man sich dann an die SPS anschliessen
oder es konnten EPROMs für die SPS gebrannt werden.
Hatte das einen Eprom-Brenner dabei?
Post by Ingo Soetebier
Es gab auch ein Spiel auf diesem Rechner. Den Namen weiss ich nicht
mehr, aber da sind Angreifer Leitern hochgeklettert und man musste von
oben Steine runterwerfen, bevor die oben ankamen. Das war für die
damalige Zeit ganz lustig.
Klingt nach Donkey-Kong oder etwas ähnlichem.

Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Günter Frenz
2019-12-31 16:04:51 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Ingo Soetebier
Ich hatte 1985 eine Lehre als Energieanlagenelektroniker begonnen und
Ist wohl ein Unterschied zum normalen Elektroinstallateur-Beruf. Oder
war das nicht in SH. Ist/war IMHO je nach Bundesland verschieden.
Der Elektroinstallateur wird bei der HWK geprüft, der
Energieanlagenelektroniker bei der IHK. Inhaltlich sind sich die beiden
Berufe aber schon ein wenig ähnlich.

Günter
Ingo Soetebier
2019-12-31 22:23:37 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Ingo Soetebier
Ich hatte 1985 eine Lehre als Energieanlagenelektroniker begonnen und
Ist wohl ein Unterschied zum normalen Elektroinstallateur-Beruf. Oder
war das nicht in SH. Ist/war IMHO je nach Bundesland verschieden.
Ich kann nicht sagen, was der Unterschied ist. Nach zwei Jahren gab es
schon eine Facharbeiterprüfung, da war man dann
Elektroanlageninstallateur, nach dreieinhalb Jahren gab es dann noch mal
eine Prüfung, dann durfte man sich Energieanlagenelektroniker nennen.
Das Ganze war übrigens in Rheinland-Pfalz.
Post by Kay Martinen
Hatte das einen Eprom-Brenner dabei?
Es gab eine Art Modulstecker. Der war neben den Diskettenlaufwerken.
Soweit ich mich erinnere, gab es da ein Modul mit dem man EPROMs brennen
konnte.
Post by Kay Martinen
Klingt nach Donkey-Kong oder etwas ähnlichem.
Das war viel simpler. Der Bildschirm zeigte wohl so etwas, wie eine
Burgmauer, auf der sich der Spieler oben drauf befand und nach rechts
und links gehen konnte. An der Mauer lehnten vielleicht fünf oder sechs
Leitern nebeneinander, auf denen Angreifer hochkletterten. Der Spieler
konnte nun zu einer Leiter gehen und von oben eine Stein
runterschmeissen, so dass der Angreifer herunterfiel. Wenn es ein
Angreifer bis ganz oben geschafft hatte, dann hatte man verloren. Ich
hab mal gegoogelt, habe aber kein Spiel gefunden. Es könnte sein, dass
die Grafik aus Sonderzeichen zusammengesetzt war.
Kay Martinen
2020-01-01 00:03:05 UTC
Permalink
Post by Ingo Soetebier
Post by Kay Martinen
Post by Ingo Soetebier
Ich hatte 1985 eine Lehre als Energieanlagenelektroniker begonnen und
Ist wohl ein Unterschied zum normalen Elektroinstallateur-Beruf. Oder
war das nicht in SH. Ist/war IMHO je nach Bundesland verschieden.
Ich kann nicht sagen, was der Unterschied ist. Nach zwei Jahren gab es
schon eine Facharbeiterprüfung, da war man dann
Wir hatten in SH zu etwa gleicher Zeit auf etwa der hälfte der 3,5 Jahre
eine Zwischenprüfung. Erinnere mich aber nicht mehr ob das mit
irgendeiner Qualifikation verbunden war.
Post by Ingo Soetebier
Elektroanlageninstallateur, nach dreieinhalb Jahren gab es dann noch mal
eine Prüfung, dann durfte man sich Energieanlagenelektroniker nennen.
Das Ganze war übrigens in Rheinland-Pfalz.
Anderes Land, anderes Berufsbild, damals.
Post by Ingo Soetebier
Post by Kay Martinen
Hatte das einen Eprom-Brenner dabei?
Es gab eine Art Modulstecker. Der war neben den Diskettenlaufwerken.
Soweit ich mich erinnere, gab es da ein Modul mit dem man EPROMs brennen
konnte.
ca. 1cm dick und 4-5cm breit? Vielleicht ein EEPROM im Typischen S5
Modul (für das SPS Programm). Für die Programm-entwicklung vermutlich
praktischer.
Post by Ingo Soetebier
Post by Kay Martinen
Klingt nach Donkey-Kong oder etwas ähnlichem.
Das war viel simpler. Der Bildschirm zeigte wohl so etwas, wie eine
Burgmauer, auf der sich der Spieler oben drauf befand und nach rechts
und links gehen konnte. An der Mauer lehnten vielleicht fünf oder sechs
Leitern nebeneinander, auf denen Angreifer hochkletterten. Der Spieler
konnte nun zu einer Leiter gehen und von oben eine Stein
runterschmeissen, so dass der Angreifer herunterfiel. Wenn es ein
Angreifer bis ganz oben geschafft hatte, dann hatte man verloren. Ich
hab mal gegoogelt, habe aber kein Spiel gefunden. Es könnte sein, dass
die Grafik aus Sonderzeichen zusammengesetzt war.
Klingt nach einem dieser frühen Basic-Spiele die man damals öfters fand.
Bei meiner IBM-AT Anlage waren IMHO auch einige dabei. U.a eines das
Lunar-Lander hieß und auch als Basic Programm im Interpreter lief.
Der AT kam mit DOS 3.x und hatte noch ein Eingebautes BASIC im ROM das
automatisch startete wenn sonst nichts lud.

Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Michael Kreienberg
2020-01-02 01:56:10 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Ingo Soetebier
Ich kann nicht sagen, was der Unterschied ist. Nach zwei Jahren gab es
schon eine Facharbeiterprüfung, da war man dann
Elektroanlageninstallateur, nach dreieinhalb Jahren gab es dann noch mal
eine Prüfung, dann durfte man sich Energieanlagenelektroniker nennen.
Das Ganze war übrigens in Rheinland-Pfalz.
habe ich auch gelernt, nannte sich Mitte der 1980er-Jahre
Stufenausbildung und bestand aus zwei Facharbeiterprüfungen (und mind.
eine Zwischenprüfung) mit zwei Gesellenbriefen und natürlich zwei
Gesellenstücken:

a) Stufe 1 zum Elektroanlageninstallateur (nach zwei Jahren),

b) Stufe 2 zum Energieanlagenelektroniker (nach 3,5 Jahren)

Das war nicht so ohne - wohl dem, der sich im Lehrbetrieb gut auf die
zahlreichen Prüfungen intensiv vorbereiten durfte und kein Problem mit
häufigen Prüfungssituationen hatte. Ich bin meinem Lehrbetrieb sehr
dankbar, dass er nicht nur von Christiani das ganze Material zum Üben
und auch die PAL-Bücher besorgt hatte, sondern auch Leute für die
Prüfungsvorbereitung und Betriebsunterricht zusätzlich abgestellt hat.
Eine Lehrwerkstatt gab es in der Form nämlich eigentlich nicht, war aber
kein Nachteil.

Wir waren in Bremen der letzte Jahrgang mit Stufenausbildung, danach
ging es dem Berufsbild Energieelektroniker in den jeweiligen
Fachrichtungen Anlagentechnik bzw. Betriebstechnik weiter.

Ich war ausgesprochen gerne Azubi in diesem Beruf und habe die Zeit sehr
genossen, deswegen denke ich auch gerne an das PG 685 von Siemens zurück.

Viele Grüße
Michael Kreienberg

Andreas Kohlbach
2019-12-18 17:37:28 UTC
Permalink
Post by Michael Kreienberg
Industriemaschinen leben oft viele Dekaden, die SPS Simatic S5 war zig
Jahre unagefochtener Industriestandard in Deutschland, weswegen man
S5-Steuerungen immer noch häufig antrifft.
Fast jeder, der seine Berufsausbildung in einem
Elektroausbildungsberuf in den 1980er-Jahren in den alten
Bundesländern gemacht hat, kam mit der Programmiersprache STEP5 in
Kontakt, meist in Form einer AWL und eher auf dem
Siemens-Programmiergerät PG605 (sieht aus wie ein fetter
"Taschenrechner").
Hier Schlosser gelernt. Wir hatten auch mit SPS zu tun. Das war IIRC eine
Wand mit "Gattern", die durch Pneumatik geschaltet wurden. Computer dafür
anzuschaffen war der Laden dann doch zu geizig.

Ich hatte schon mal erzählt, dass jemand, der sich mit Computern
auskennt, einen Bericht auf einem Klon, auf dem MS-DOS läuft, verfassen
und danach auf einem Mannesmann-Tally ausdrucken sollte. Ich war der
einzige, der sich angesprochen fühlt. Hätte ich nur gewusst, wie ed (oder
war es edlin?) funktioniert...
--
Andreas
Kay Martinen
2019-12-18 18:27:34 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Michael Kreienberg
Siemens-Programmiergerät PG605 (sieht aus wie ein fetter
"Taschenrechner").
So ein Teil hab ich mal in den Fingern gehabt, mit einer Test/Demo
Anlage um damit zu üben. War alles andere als Einfach.
Post by Andreas Kohlbach
Hier Schlosser gelernt. Wir hatten auch mit SPS zu tun. Das war IIRC eine
Wand mit "Gattern", die durch Pneumatik geschaltet wurden. Computer dafür
anzuschaffen war der Laden dann doch zu geizig.
Aber SPS steht nicht für "Schlüpfriger Pneumatik Scheiß" sondern für
SpeicherProgrammierbareSteuerung. Wie viele Bits konnten diese
Pneumatik-Gatter den Addieren? ;-)
Post by Andreas Kohlbach
einzige, der sich angesprochen fühlt. Hätte ich nur gewusst, wie ed (oder
war es edlin?) funktioniert...
DOS: 'DEL edlin'! :-(

Jedenfalls für Versionen unter 4.0.
Ab 5.x gab es einen Fullscreen-Editor


Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Andreas Kohlbach
2019-12-18 19:45:49 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Hier Schlosser gelernt. Wir hatten auch mit SPS zu tun. Das war IIRC eine
Wand mit "Gattern", die durch Pneumatik geschaltet wurden. Computer dafür
anzuschaffen war der Laden dann doch zu geizig.
Aber SPS steht nicht für "Schlüpfriger Pneumatik Scheiß" sondern für
SpeicherProgrammierbareSteuerung. Wie viele Bits konnten diese
Pneumatik-Gatter den Addieren? ;-)
Es ging nur um das Prinzip, nicht um Rechenleistung. Es wurde uns ein
Problem gestellt, was wir mit AND, OR und anderen Gattern lösen
sollen. Nachdem wir diese zusammengesteckt hatten, wurde es
"angeschaltet", um zu sehen, ob das Ergebnis der Aufgabe gerecht wurde.
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
einzige, der sich angesprochen fühlt. Hätte ich nur gewusst, wie ed (oder
war es edlin?) funktioniert...
DOS: 'DEL edlin'! :-(
Jedenfalls für Versionen unter 4.0.
Ab 5.x gab es einen Fullscreen-Editor
5.x mag 1990 verfügbar gewesen sein. Was nicht bedeutet, dass der
Computer diese Version benutzte. Umm, Mannesmann-Tally war damals als
Drucker schon tot. Die Hardware mag 1990 Jahre alt gewesen sein.
--
Andreas
Kay Martinen
2019-12-18 20:27:19 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Hier Schlosser gelernt. Wir hatten auch mit SPS zu tun. Das war IIRC eine
Wand mit "Gattern", die durch Pneumatik geschaltet wurden. Computer dafür
anzuschaffen war der Laden dann doch zu geizig.
Aber SPS steht nicht für "Schlüpfriger Pneumatik Scheiß" sondern für
SpeicherProgrammierbareSteuerung. Wie viele Bits konnten diese
Pneumatik-Gatter den Addieren? ;-)
Es ging nur um das Prinzip, nicht um Rechenleistung. Es wurde uns ein
Problem gestellt, was wir mit AND, OR und anderen Gattern lösen
sollen. Nachdem wir diese zusammengesteckt hatten, wurde es
"angeschaltet", um zu sehen, ob das Ergebnis der Aufgabe gerecht wurde.
Okay. Und, wer in der Truppe hat zuerst einen Multivibrator aus Gattern
"produziert"? ;-)

Wir hatten das im Kursus über Schützschaltungen. Einen Falschen Kontakt
erwischt und "klack-klack-klack-klack-...." bis der Kursleiter den
Not-Aus rein knallte. Der "Motor" war zum Glück nur Simuliert.
Post by Andreas Kohlbach
Post by Kay Martinen
Jedenfalls für Versionen unter 4.0.
Ab 5.x gab es einen Fullscreen-Editor
5.x mag 1990 verfügbar gewesen sein. Was nicht bedeutet, dass der
Computer diese Version benutzte. Umm, Mannesmann-Tally war damals als
Drucker schon tot. Die Hardware mag 1990 Jahre alt gewesen sein.
Ich hatte damals einen Facit Drucker. Eine "Echte Schräge Säge". Konnte
man auch als Schreibmaschine benutzen. Mit CTTY oder COPY CON: PRN:

Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Peter Heitzer
2019-12-19 12:58:22 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Kohlbach
Post by Michael Kreienberg
Siemens-Programmiergerät PG605 (sieht aus wie ein fetter
"Taschenrechner").
So ein Teil hab ich mal in den Fingern gehabt, mit einer Test/Demo
Anlage um damit zu üben. War alles andere als Einfach.
Post by Andreas Kohlbach
Hier Schlosser gelernt. Wir hatten auch mit SPS zu tun. Das war IIRC eine
Wand mit "Gattern", die durch Pneumatik geschaltet wurden. Computer dafür
anzuschaffen war der Laden dann doch zu geizig.
Aber SPS steht nicht für "Schlüpfriger Pneumatik Scheiß" sondern für
SpeicherProgrammierbareSteuerung. Wie viele Bits konnten diese
Pneumatik-Gatter den Addieren? ;-)
Vielleicht waren es DRELOBA Gatter https://de.wikipedia.org/wiki/DRELOBA
--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, ***@rz.uni-regensburg.de
Michael Kreienberg
2019-12-20 09:02:44 UTC
Permalink
Hallo,
Post by Andreas Kohlbach
Hier Schlosser gelernt. Wir hatten auch mit SPS zu tun. Das war IIRC eine
Wand mit "Gattern", die durch Pneumatik geschaltet wurden. Computer dafür
anzuschaffen war der Laden dann doch zu geizig.
in der Pneumatik gibt es zu Steuerungszwecken vielfältige
Logikbausteine, Verzögerungsglieder usw. Zu Zeiten der
verbindungsprogrammierten Steuerungen (VPS, Steuerschütze, LSL -
langsame sichere Logik [Logikbausteine wie Simatic G, NB, C1]), also vor
den SPS-Zeiten, hätten pneumatische Kompkatsteuerungen in der
Fertigungsautomation durchaus ergänzendes Potenzial gehabt.

Am besten als Mikro-Pneumatik o. Ä. Das wäre eine spannende Sache
gewesen, weil man auf diese Weise im Schaltschrank EMV-Probleme,
Ex-Schutz-Fragen, Fragestellungen zu Fremdspannungen und
unterschiedlichen Steuerspannungen hätte elegant lösen können.

Tatsächlich ist Druckluft ein teures Medium, dafür sind pneumatische
Komponenten robust und sehr günstig in der Herstellung, der
"pneumatische Signalweg" ist aber begrenzt auf ein paar 100 m. Dann gab
es immer wieder typische Schnittstellenprobleme zwischen den Welten der
Elektro- und Metallfachkräfte. Ich habe als Betriebselektriker damals
deswegen extra eine Fortbildung in Hydraulik und Pneumatik gemacht.

Dennoch: Ich glaube der Markteintritt wurde in den 1960er- und
1970er-Jahren verschlafen, sonst hätte die Pneumatik eine ganz andere
Entwicklung durchlaufen und herausragendere Stellung.

Schade eigentlich.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Kreienberg
Loading...