Discussion:
Die Einführung in das Usenet für UNIX User
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Andreas Kohlbach
2022-01-08 10:49:12 UTC
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Wir schreiben das Jahr 1980, indem es jedem UNIX User möglich gemacht
wird, auf eine (kleine) Wissensdatenbank per Arpanet zuzugreifen.

Hier die offenbar initiale Vorstellung des Konzepts.

<https://archive.org/details/usenet_a_general_access_unix_network_1980/mode/2up>

(Wurde gerade in der englischen Gruppe gepostet)

Wenn auch nicht erwähnt, müssen CP/M Benutzer außen vor bleiben. Und
andere einigermaßen verbreitete Betriebssysteme, außer UNIX oder CP/M, gibt es
eh nicht.
--
Andreas
Dennis Grevenstein
2022-01-08 12:42:59 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Wir schreiben das Jahr 1980, indem es jedem UNIX User möglich gemacht
wird, auf eine (kleine) Wissensdatenbank per Arpanet zuzugreifen.
Hier die offenbar initiale Vorstellung des Konzepts.
<https://archive.org/details/usenet_a_general_access_unix_network_1980/mode/2up>
Design goal: "a poor man's ARPANET".
Hach... ;-)

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Thomas Hochstein
2022-01-08 14:12:27 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Hier die offenbar initiale Vorstellung des Konzepts.
<https://archive.org/details/usenet_a_general_access_unix_network_1980/mode/2up>
Was spricht eigentlich dagegen, Folkloristische zum Usenet in
de.alt.folklore.usenet zu posten? ;)
Kay Martinen
2022-01-08 17:03:52 UTC
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Post by Thomas Hochstein
Post by Andreas Kohlbach
Hier die offenbar initiale Vorstellung des Konzepts.
<https://archive.org/details/usenet_a_general_access_unix_network_1980/mode/2up>
Was spricht eigentlich dagegen, Folkloristische zum Usenet in
de.alt.folklore.usenet zu posten? ;)
Das es eine Solche Gruppe gibt... war mir (auch?) nicht geläufig.

Vielleicht die Erklärung!?

Ich grybele noch ob es CP/M Systeme mit einem TCP/IP Stack gegeben hat.
Denn ich kenne nur von Diskette gebootete mit Version 3.0 und 2.2 und da
ist mir das nie aufgefallen. Hat damals zu Modem- und MailboxNetz-Zeiten
nie gefehlt.

Bye/
/Kay
--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔
Ralf Kiefer
2022-01-08 18:37:14 UTC
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Post by Kay Martinen
Ich grybele noch ob es CP/M Systeme mit einem TCP/IP Stack gegeben hat.
Die Mailbox-Netze liefen ohne TCP/IP mit diversen proprietären
Protokollen. Und es gab uucp.

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2022-01-08 22:26:22 UTC
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Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Ich grybele noch ob es CP/M Systeme mit einem TCP/IP Stack gegeben hat.
Die Mailbox-Netze liefen ohne TCP/IP mit diversen proprietären
Protokollen.
Ich weiß. War selbst im MausNet und im Fido aktiv und hab etliche
FTN-Software benutzt. Umgekehrt aufgezäumt gefragt: Kennst du denn
Software aus diesem Bereich die unter CP/M lief? Ein Serielles Terminal
traue ich CP/M zu, ein Modem-login wäre auch nicht viel anders. Aber
mehrere auf einem System?

Bevor sich Multitasking auch im Heimbereich durchsetzte konnte man eine
Multiline BBS doch nur durch mehrere vernetzte Computer realisieren -
oder durch speziallösungen.
Post by Ralf Kiefer
Und es gab uucp.
Gut, dafür braucht man nur ein Modem und kein TCP/IP - das es vermutlich
schon vorher gab, sich nur noch nicht durchsetzte.

Bye/
/Kay
--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔
Ralf Kiefer
2022-01-09 04:18:11 UTC
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Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Die Mailbox-Netze liefen ohne TCP/IP mit diversen proprietären
Protokollen.
Ich weiß. War selbst im MausNet und im Fido aktiv und hab etliche
FTN-Software benutzt.
Ich könnte das konkretisieren :-) Die meisten Mailboxen liefen mit
einer Terminalemulation. Zur Übertragung von Binärdateien gab's X-, Y-
und Zmodem. Oder vielleicht noch Kermit. Aber den kannte ich eher nicht
von Mailboxen.
Post by Kay Martinen
Umgekehrt aufgezäumt gefragt: Kennst du denn
Software aus diesem Bereich die unter CP/M lief?
Ich hatte mich nie ernsthaft praktisch mit CP/M beschäftigt.
Post by Kay Martinen
Bevor sich Multitasking auch im Heimbereich durchsetzte konnte man eine
Multiline BBS doch nur durch mehrere vernetzte Computer realisieren -
oder durch speziallösungen.
Eben: Speziallösung. Ich hätte mir durchaus zugetraut eine solche
Mailbox-Software für den Betrieb mit mehreren Modems und Nutzern
"zeitgleich" zu schreiben, soll heißen, daß ich das nicht für
Raketentechnik hielt und halte.

Ab den frühen 1990er gab's z.B. FirstClass für den Mac und System 7.
Dessen Multitasking-Fähigkeiten waren bekanntlich nicht besonders
souverän für so was ausgelegt. Trotzdem funktionierte FirstClass extrem
gut. Die Karlsruher Einwahl ins MacNetz lief damals auf einem Quadra mit
einer NuBus-ISDN-Karte und einer Hurdler (4fach-Seriellkarte) mit
mehreren Modems, AFAIR.

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2022-01-09 11:50:13 UTC
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Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
Die Mailbox-Netze liefen ohne TCP/IP mit diversen proprietären
Protokollen.
Ich weiß. War selbst im MausNet und im Fido aktiv und hab etliche
FTN-Software benutzt.
Ich könnte das konkretisieren :-) Die meisten Mailboxen liefen mit
einer Terminalemulation. Zur Übertragung von Binärdateien gab's X-, Y-
und Zmodem. Oder vielleicht noch Kermit. Aber den kannte ich eher nicht
von Mailboxen.
Die meisten Mailboxen die ich so kenne (damals) liefen als Software auf
dem Nackten OS das meist ein Single-Task/Single-User System wie DOS war.
Oder ein C-64 oder ähnliches was im Hobbybereich verfügbar war und für
das es BBS-Software und Mailer (nebst Tools) gab. Die
Terminal-emulationen waren da üblicherweise Plain ACSII, ANSI und ggf.
noch Avatar oder RIP. Die waren aber nur für die User Text-session. Die
Binärtransportprotokolle X- und Y-Modem waren m.E. nicht so beliebt wie
Z-Modem und ZedZap oder später Hydra was noch mehr konnte.

Und wenn Kermit im Angebot der BBS vorhanden wäre dürfte dies ein
starkes Zeichen sein für eine Unixoide Grundlage. Oder einen SysOpa der
unbedingt Kermit haben wollte.
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Umgekehrt aufgezäumt gefragt: Kennst du denn
Software aus diesem Bereich die unter CP/M lief?
Ich hatte mich nie ernsthaft praktisch mit CP/M beschäftigt.
Dito. Mit dem CP/M 3.0 meines C-128 hab ich mich schon näher befaßt aber
das war vor meinen Mailbox-Tagen.
Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Bevor sich Multitasking auch im Heimbereich durchsetzte konnte man eine
Multiline BBS doch nur durch mehrere vernetzte Computer realisieren -
oder durch speziallösungen.
Eben: Speziallösung. Ich hätte mir durchaus zugetraut eine solche
Mailbox-Software für den Betrieb mit mehreren Modems und Nutzern
"zeitgleich" zu schreiben, soll heißen, daß ich das nicht für
Raketentechnik hielt und halte.
Soweit ich erinnere hat die MausNet Software versucht diesen Spagat zu
schaffen. Von Gerhard dem Sysop unserer MausNF weiß ich noch das es
anfangs nicht besonders gut lief, mit späteren Versionen dann besser.
Post by Ralf Kiefer
Ab den frühen 1990er gab's z.B. FirstClass für den Mac und System 7.
Dessen Multitasking-Fähigkeiten waren bekanntlich nicht besonders
souverän für so was ausgelegt. Trotzdem funktionierte FirstClass extrem
gut. Die Karlsruher Einwahl ins MacNetz lief damals auf einem Quadra mit
einer NuBus-ISDN-Karte und einer Hurdler (4fach-Seriellkarte) mit
mehreren Modems, AFAIR.
Ich habe damals aus eigenen und anderen Erfahrungen den Schluß gezogen
das PlainDOS für einen Modemtask okay ist, aber nicht für mehr. Daraus
habe ich dann eine Lantastic Vernetzung von 4 PCs gemacht bei denen 2
alte Olivetti M16 ohne Platte die beiden Modemlines betrieben. Ein 386DX
mit OS/2 hat die beiden X.75 ISDN Leitungen betrieben und ein SS7 Board
mit einem AMD K/6 (später auch OS/2) war der (Modemfreie) Server für die
anderen. BBS-Software ist eh auf Zusammenarbeit getrimmt und erstellt
Semaphoren und der Server reagierte auf diese und machte die ganze
Drecksarbeit im Hintergrund. Effekt: Nach einem Poll/Anruf ist jede
Modemline sofort wieder ONline und das tossen und Ticcen von Mail/news
und Files findet komplett auf dem Server statt.

Schön, man hätte vielleicht mit Desqview oder anderen Pseudomultitaskern
alles auf eine Kiste bringen können. Habe ich drauf verzichtet das zu
probieren weil ich Verzögerungen im Ablauf befürchtete.

Und Windows war für mich dabei nie eine Option. Auch x DOS Fenster auf
einem OS/2 wollte ich nicht weil die Bildschirme einfach zu klein waren
alles zugleich darzustellen. Priorität hatte für mich die Übersicht und
das man z.b. auch einen Sysopruf überhaupt mit bekommt - bei einem
Sichtbaren Fenster. Bei einem das Detached, im Hintergrund oder
minimiert liefe schien mir das nicht gegeben.

Bye/
/Kay
--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔
Andreas Kohlbach
2022-01-09 15:02:26 UTC
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Post by Ralf Kiefer
Post by Kay Martinen
Umgekehrt aufgezäumt gefragt: Kennst du denn
Software aus diesem Bereich die unter CP/M lief?
Ich hatte mich nie ernsthaft praktisch mit CP/M beschäftigt.
Ist nie zu spät. Ich habe auch erst 201X (X wohl 5-9) damit angefangen,
Emulatoren sei Dank. IIRC kam ich über meine Faszination mit dem Osborne
Computer dazu, ihn - und so zwangsläufig CP/M - zu emulieren.

Hmm, ich Gedächtnis kramend: Das muss aus der Recherche nach den ersten
Textverarbeitungen und Tabellenkalkulationen herrühren, die es für die
frühen "Micros" gab. Wordstar, SuperCalc und so.

Später versuchte ich CP/M auf anderen Z80 basierenden Computern zu Laufen
zu bringen. So den von Kay schon genanntem C128. Aber auch auf dem
Schneider Computer (Amstrad) oder Kaypro.

Alles Dinge, mit denen ich nie zu tun hatte, als sie aktuell waren. Einen
C128 durfte ich mal aus der Ferne sehen, den Schneider sah ich mal bei
Neckermann, und vom Rest hatte ich damals nie gehört.
--
Andreas
Dennis Grevenstein
2022-01-08 17:49:07 UTC
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Post by Thomas Hochstein
Was spricht eigentlich dagegen, Folkloristische zum Usenet in
de.alt.folklore.usenet zu posten? ;)
Ist denn da mehr los als hier? Immerhin interessiert es hier die
Leute, meinst Du nicht?
Schade ist leider, dass man UNIX von 1980 kaum sinnvoll für irgendwas
reaktiviert bekommt. Die Emulatoren sind ja super, aber es fehlt
dann einfach das Netz.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Michael Pachta
2022-01-08 18:57:13 UTC
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Permalink
Ergo: Möglich sollte es schon sein - aber nicht im öffentlichen Internet
sonst ist die Kiste im nu weg vom Netz.
Warum? Haben alte Unices so viele Sicherheitslücken, die von Kriminellen
ins Visier genommen werden? Okay, ftp und telnet schaltet man ab, aber
sonst?
Ralf Kiefer
2022-01-08 19:05:00 UTC
Antworten
Permalink
Post by Michael Pachta
Warum? Haben alte Unices so viele Sicherheitslücken, die von Kriminellen
ins Visier genommen werden? Okay, ftp und telnet schaltet man ab, aber
sonst?
"Damals" liefen häufig noch ein paar Protokolle mehr, die heute als
ausgestorben gelten, von Gopher bis Daytime. Wie anfällig die sind, weiß
ich nicht, denn "damals" war man lieb :-)

Gruß, Ralf
Kay Martinen
2022-01-08 22:33:12 UTC
Antworten
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Post by Ralf Kiefer
Post by Michael Pachta
Warum? Haben alte Unices so viele Sicherheitslücken, die von Kriminellen
ins Visier genommen werden? Okay, ftp und telnet schaltet man ab, aber
sonst?
"Damals" liefen häufig noch ein paar Protokolle mehr, die heute als
ausgestorben gelten, von Gopher bis Daytime. Wie anfällig die sind, weiß
ich nicht,
Ich auch nicht. Ich ging pauschal davon aus das ein so altes System mit
sicherheit Bugs hat die längst nicht mehr gefixt werden. Womit es im
Offenen Netz der Gefahr ausgesetzt ist gekapert zu werden.
Post by Ralf Kiefer
denn "damals" war man lieb :-)
Ja, Ungefähr bis zum RTM Wurm oder dem Pentagon Hack wie ihn Clifford
Stoll beschrieb - würde ich meinen.

Den Nächsten "Nicht mehr Lieb" Schub dürfte es mit der öffnung für
Enduser gegeben haben, einen weiteren mit der Freigabe für Werbung. Und
die beginende Kommerzialisierung mache ich pers. hauptverantwortlich für
die Meisten Probleme die wir heute damit haben.

So wird die Lösung selbst zum Problem.

Bye/
/Kay
--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔
Ralf Kiefer
2022-01-09 04:18:12 UTC
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Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
"Damals" liefen häufig noch ein paar Protokolle mehr, die heute als
ausgestorben gelten, von Gopher bis Daytime. Wie anfällig die sind, weiß
ich nicht,
Ich auch nicht. Ich ging pauschal davon aus das ein so altes System mit
sicherheit Bugs hat die längst nicht mehr gefixt werden. Womit es im
Offenen Netz der Gefahr ausgesetzt ist gekapert zu werden.
Nicht unbedingt. Gerade diese alten Protokolle hinter den dazu
gehörenden offenen Ports waren relativ einfach gestrickt. Außerdem
überblickten die damaligen Softies im Gegensatz zur Neuzeit noch, was
sie taten.
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
denn "damals" war man lieb :-)
Ja, Ungefähr bis zum RTM Wurm oder dem Pentagon Hack wie ihn Clifford
Stoll beschrieb - würde ich meinen.
Hm ... <Nähkästchen> Ich schaute "damals" in den späten 1980ern ab und
zu einem über die Schulter, der mir simultan erklärte, wo er gerade war.
Ich erinnere mich grob an den Anfang des Standardwegs vom Startpunkt
irgendwo in der nahe gelegenen Uni, weiter zur ETH, von dort fanden sich
Wege zu Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den USA oder anderswo
in Europa. Ab und zu fielen dann Sätze wie: "hier sind wir gerade in
einer VAX" (oder sonstwas), weil ich die typischen Feinheiten der
unterschiedlichen Logins und Shells nicht kannte. Was seinerzeit
angeblich bereits dort "gehandelt" wurde, waren Kreditkartendaten (in
USA). Das war der "böse"[tm] Teil, wenn er denn stimmte.

Nach meinem Eindruck war allerdings das größte Ziel an möglichst vielen
Stellen von diesem Planet gewesen zu sein, sozusagen die
Trophäensammlung bestand aus:
Stanford, abgehakt
Albuquerque, abgehakt
San Diego, abgehakt
CERN, abgehakt
usw.


Gruß, Ralf
Marco Scholz
2022-01-09 17:08:44 UTC
Antworten
Permalink
[...]
Post by Kay Martinen
Post by Ralf Kiefer
"Damals" liefen häufig noch ein paar Protokolle mehr, die heute als
ausgestorben gelten, von Gopher bis Daytime. Wie anfällig die sind, weiß
ich nicht,
[...]

FINGERD zum Beispiel. Den nutzte u.a. auch R. Tappans Wurm.
Post by Kay Martinen
Ja, Ungefähr bis zum RTM Wurm oder dem Pentagon Hack wie ihn Clifford
Stoll beschrieb - würde ich meinen.
Stoll beschrieb den KGB-Hack um Karl Koch, DOB und Markus Hess (bei dem
dann auch die Fangschaltung griff).
--
XMPP ***@disroot.org
DB4CE71C8DEF84257AD0B23E4D5934D90226C7F3 00010011 00010011 ▞
Marco Moock
2022-01-09 18:12:18 UTC
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Post by Ralf Kiefer
"Damals" liefen häufig noch ein paar Protokolle mehr, die heute als
ausgestorben gelten, von Gopher bis Daytime. Wie anfällig die sind,
weiß ich nicht, denn "damals" war man lieb :-)
Diese gibt es auch noch heute, es gibt auch noch gewartete
gopher-Server und daytime und time kann der inetd.
Dennis Grevenstein
2022-01-09 01:49:32 UTC
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Post by Dennis Grevenstein
Schade ist leider, dass man UNIX von 1980 kaum sinnvoll für irgendwas
reaktiviert bekommt. Die Emulatoren sind ja super, aber es fehlt
dann einfach das Netz.
Was meinst du genau? Das ein Unix von 1980 nur sinnvoll in einem
Emulator liefe? Das ein PC-Unix nicht das gleiche wäre?
Oder das es ein Glück ist das dann das Netz fehlte?
Das UNIX von 1980 kann man ganz gut auf simh zum Laufen bringen.
Aber was machst Du dann damit? Also ich WILL da Netz, sonst ist
es doch langweilig. 1980 bist Du so bei 4.0BSD. Damit das halbwegs
sinnvoll auf einem VAX Emulator tut, muss man sich in Richtung
4.3BSD bewegen, wenn man TCP/IP und entsprechend virtuelles Ethernet
haben will.
Ich meine: Selbst wenn man die Alte Unix HW hat; oder alte PC-HW; auf
der dann ein Altes Unix läuft so ist es immer noch ein TCP/IP Stack mit
angestaubten Bugs für die's vermutlich keinen Fix mehr gibt. Gleiches
für usenet-software wenn man sie nicht selbst geschrieben, kompiliert
oder rück-portiert hätte.
Klar, das Spiel spiele ich ja nun schon seit einigen Jahren.
Die bugs sind mir auch egal. Ich will damit ja keinen server
betreiben. Wenn Du das zu Hause hinter einen router hängst,
dann hast Du da null Angriffsfläche, egal wie viele Löcher
das OS hat. Problematisch wird es beim Sprung von 4.2BSD
auf 4.3BSD und später mit TCP/IP. Das ist halt nicht so
kompatibel. Aber wenn es 4.3BSDig ist, dann bekommst Du da
im Prinzip noch einen aktuell tin drauf gebaut.
Haesslicher wird es, wenn es eine ältere Unix Basis ist
mit akualisiertem/drangeklebtem TCP/IP. Bei XENIX z.B. habe
ich dann bei den fehlenden langen Dateinamen aufgehört zu
basteln, wobei man das sicher anpassen könnte.
Ergo: Möglich sollte es schon sein - aber nicht im öffentlichen Internet
sonst ist die Kiste im nu weg vom Netz. Ist das also der Aufruf ein
d.a.f.c. Parallel-Netz zu gründen? ;-)
Sehe ich da was flashc?
Du meinst man sollte da einen usenet server im 80er Stil
aufbauen? Das Interessante an Usenet war doch immer die
Kommunikation. Wenn Du alleine einen einsamen server betreibst,
dann ist das doch auch langweilig. Wer unbedingt will,
könnte wohl irgendwie UUCP und TCP/IP überbrücken.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Andreas Eder
2022-01-09 14:41:26 UTC
Antworten
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Du meinst man sollte da einen usenet server im 80er Stil
aufbauen? Das Interessante an Usenet war doch immer die
Kommunikation. Wenn Du alleine einen einsamen server betreibst,
dann ist das doch auch langweilig. Wer unbedingt will,
könnte wohl irgendwie UUCP und TCP/IP überbrücken.
UUCP konnte man doch auch über TCP/IP laufen lassen, wenn ich mich recht
erinnere. (Ist aber halt schon lange her.)

'Andreas
Kay Martinen
2022-01-09 15:14:44 UTC
Antworten
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Post by Andreas Eder
Post by Dennis Grevenstein
Du meinst man sollte da einen usenet server im 80er Stil
aufbauen? Das Interessante an Usenet war doch immer die
Kommunikation. Wenn Du alleine einen einsamen server betreibst,
dann ist das doch auch langweilig. Wer unbedingt will,
könnte wohl irgendwie UUCP und TCP/IP überbrücken.
UUCP konnte man doch auch über TCP/IP laufen lassen, wenn ich mich recht
erinnere. (Ist aber halt schon lange her.)
Ohne TCP/IP hat UUCP IMHO große Ähnlichkeit zu Mailboxnetzen die i.allg.
auch ohne TCP/IP liefen. Und mit... könnte man auch nntp nehmen.

Ich habe UUCP da eher als das unsicherer in Erinnerung. Geht's doch
dabei um ein vordefiniertes Systemkonto über das man dem Host auch
befehle senden könnte. Ob es da nur um den newsbatch geht oder ein
anderes shellkommando ist IMHO nicht wirklich ausgeschlossen.

Kurz: UUCP via TCP/IP will man nicht - nicht im öffentlichen Netz.

Bye/
/Kay
--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔
Andreas Eder
2022-01-09 15:38:06 UTC
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Post by Kay Martinen
Post by Andreas Eder
Post by Dennis Grevenstein
Du meinst man sollte da einen usenet server im 80er Stil
aufbauen? Das Interessante an Usenet war doch immer die
Kommunikation. Wenn Du alleine einen einsamen server betreibst,
dann ist das doch auch langweilig. Wer unbedingt will,
könnte wohl irgendwie UUCP und TCP/IP überbrücken.
UUCP konnte man doch auch über TCP/IP laufen lassen, wenn ich mich recht
erinnere. (Ist aber halt schon lange her.)
Ohne TCP/IP hat UUCP IMHO große Ähnlichkeit zu Mailboxnetzen die i.allg.
auch ohne TCP/IP liefen. Und mit... könnte man auch nntp nehmen.
Nun, man kann aber mit uucp mehr machen als nur News zu transportieren.

'Andreas
Kay Martinen
2022-01-09 16:22:40 UTC
Antworten
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...
Post by Andreas Eder
Post by Kay Martinen
Post by Andreas Eder
UUCP konnte man doch auch über TCP/IP laufen lassen, wenn ich mich recht
erinnere. (Ist aber halt schon lange her.)
Ohne TCP/IP hat UUCP IMHO große Ähnlichkeit zu Mailboxnetzen die i.allg.
auch ohne TCP/IP liefen. Und mit... könnte man auch nntp nehmen.
Nun, man kann aber mit uucp mehr machen als nur News zu transportieren.
Ja vermutlich. Z.b. sich root-rechte erschleichen, einen eigenen user
anlegen und das System kompromittieren, übernehmen, als bot laufen
lassen. Oder so...

Mit MS Exchange kann man auch mehr machen als nur mail. :-)

Bye/
/Kay
--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔
Andreas Kohlbach
2022-01-09 23:53:48 UTC
Antworten
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Post by Kay Martinen
Post by Andreas Eder
Post by Dennis Grevenstein
Du meinst man sollte da einen usenet server im 80er Stil
aufbauen? Das Interessante an Usenet war doch immer die
Kommunikation. Wenn Du alleine einen einsamen server betreibst,
dann ist das doch auch langweilig. Wer unbedingt will,
könnte wohl irgendwie UUCP und TCP/IP überbrücken.
UUCP konnte man doch auch über TCP/IP laufen lassen, wenn ich mich recht
erinnere. (Ist aber halt schon lange her.)
Ohne TCP/IP hat UUCP IMHO große Ähnlichkeit zu Mailboxnetzen die i.allg.
auch ohne TCP/IP liefen. Und mit... könnte man auch nntp nehmen.
TCP/IP? BBS war das Wort, und nackte zmodem (xmodem oder was auch immer) Einwahl.

Als ich mit dem Internet 1995 in Kontakt kam, war der nächste Einwahlpunkt
von meinem Kaff aus Frankfurt (oder Hamburg, die nahmen sich in der
Entfernung wenig). Daher nutzte ich eine BBS in relativer Nachbarschaft,
zu der keine horrenden Einwahlkosten anfielen.

Erst AOL, mit ihren großzügig verteilten CDs, war eine Abhilfe, um über
eine 0800-Nummer ohne eigene Gebühren ins Internet zu kommen. Boris Bumm
Bumm Becker hat das in der Werbung wiederholt erklärt.
--
Andreas
Kay Martinen
2022-01-08 22:41:37 UTC
Antworten
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Post by Andreas Kohlbach
Und
andere einigermaßen verbreitete Betriebssysteme, außer UNIX oder CP/M, gibt es
eh nicht.
"Damals" liefen gerade im Hochschulbereich noch etliche Rechnerwelten
mehr als Unices oder CP/M. Mir fällt spontan die DEC-Welt mit ihren
PDP-11 oder Vaxen ein. Von IBM gab's diverse "Abteilungsrechner"
zwischen mittel und ganz groß. Und Siemens, Honeywell, ...
Da hat sich auch jeder noch sein eigenes OS für die Hauseigene HW
gestrickt. Bis mit BSD erste Software Standards einher gingen.
Und danach kamen dann HW Standards z.b. bei den PC-Kompatiblen...
So arm war das damalige Netz dann doch nicht.
Aber später setzte IMHO eine recht radikale Homogenisierung ein. Ich
denke weil Management u.a. die Kosten für die Heterogenen Systeme nicht
länger tragen wollten.

Und heute: Überall Windows Clients und die meisten Server mit Linux, BSD
oder etwas eng verwandtem - mit Spuren von Windows "Server".

Jedes andere OS ist heute doch entweder auf den ganz dicken Eisen oder
im Embedded Bereich zu finden.

Bye/
/Kay
--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔
Andreas Eder
2022-01-09 14:47:06 UTC
Antworten
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Und
andere einigermaßen verbreitete Betriebssysteme, außer UNIX oder CP/M, gibt es
eh nicht.
"Damals" liefen gerade im Hochschulbereich noch etliche Rechnerwelten
mehr als Unices oder CP/M. Mir fällt spontan die DEC-Welt mit ihren
PDP-11 oder Vaxen ein. Von IBM gab's diverse "Abteilungsrechner"
zwischen mittel und ganz groß. Und Siemens, Honeywell, ...
und CDC und wenn's was ganz altes sein soll Telefunken.
Ich habe auf einer TR440 mit Lochkarten angefangen - 1981 an der TU
München.

'Andreas
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