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LVD Platte an SE Host Adapter
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Wolfgang Gehl
2019-07-07 18:48:29 UTC
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Hallo,

nachdem 50/68pin SCSI Platten immer schwerer zu bekommen sind habe ich
mir ein paar zur Zeit (noch) günstige LVD SCA Platten besorgt.

Die SCSI Host Adapter, für die sie angeschafft wurden, haben keine
Ahnung von LVD. Da die Platten automatisch auf Single Ended umschalten,
wenn der Bus kein LVD unterstützt ist das kein Hindernis.

Als Systemfestplatte darf sie maximal 4227342336 (4,2GB) Kapazität
haben, damit ich eine IBM Referenzpartition angelegen kann. Das Problem
konnte ich mit HDAT2 lösen (https://www.hdat2.com/). Ist zwar eine
grausame Verschwendung, wenn man nur 10% der Kapazität nutzen kann aber
immerhin habe ich danach ein funktionierendes System.

Der Host Adapter, an dem die Platte laufen soll, unterstützt Fast/Wide
SCSI mit maximal 20MB/s Datendurchsatz. Laut Datenblatt hat die Platte
bis zu 360960 Byte auf einer Spur. Bei 15K rpm macht das 90,42MB/s
zwischen Medium und SCSI Bus wenn man den Cache mal außer acht lässt.

Kann ich Platte und Host Adapter besser aufeinander abstimmen, wenn ich
den Datendurchsatz der Platte durch einen Sektorinterleave von 5:1
verringere? Oder werden dadurch die Zugriffszeiten länger? Hat da schon
jemand Erfahrungen gesammelt?

Gruß

Wolfgang
Ralf Kiefer
2019-07-07 19:24:55 UTC
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Post by Wolfgang Gehl
Kann ich Platte und Host Adapter besser aufeinander abstimmen, wenn ich
den Datendurchsatz der Platte durch einen Sektorinterleave von 5:1
verringere? Oder werden dadurch die Zugriffszeiten länger? Hat da schon
jemand Erfahrungen gesammelt?
Was willst Du denn mit einem Interleave bei einer "modernen" Festplatte,
die RAM auf dem Controller hat, das für deutlich mehr als eine komplette
Spur reicht?

Interleave war zu Zeiten interessant, als der lokale
Festplatten-Controller (oder ST506 ganz ohne lokalem Controller) gerade
mal den einen Sektor puffern konnte, der gerade gelesen wurde. Und schon
das war bei den allerwenigsten SCSI-Festplatten so, als die noch 20MB
hatten.

Gruß, Ralf
Michael Bäuerle
2019-07-07 19:33:27 UTC
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Post by Wolfgang Gehl
nachdem 50/68pin SCSI Platten immer schwerer zu bekommen sind habe ich
mir ein paar zur Zeit (noch) günstige LVD SCA Platten besorgt.
Die SCSI Host Adapter, für die sie angeschafft wurden, haben keine
Ahnung von LVD. Da die Platten automatisch auf Single Ended umschalten,
wenn der Bus kein LVD unterstützt ist das kein Hindernis.
Als Systemfestplatte darf sie maximal 4227342336 (4,2GB) Kapazität
haben, damit ich eine IBM Referenzpartition angelegen kann. Das Problem
konnte ich mit HDAT2 lösen (https://www.hdat2.com/). Ist zwar eine
grausame Verschwendung, wenn man nur 10% der Kapazität nutzen kann aber
immerhin habe ich danach ein funktionierendes System.
Der Host Adapter, an dem die Platte laufen soll, unterstützt Fast/Wide
SCSI mit maximal 20MB/s Datendurchsatz. Laut Datenblatt hat die Platte
bis zu 360960 Byte auf einer Spur. Bei 15K rpm macht das 90,42MB/s
zwischen Medium und SCSI Bus wenn man den Cache mal außer acht lässt.
Kann ich Platte und Host Adapter besser aufeinander abstimmen, wenn ich
den Datendurchsatz der Platte durch einen Sektorinterleave von 5:1
verringere?
Erlauben es dir die Platten überhaupt für FORMAT UNIT einen Interleave
anzugeben?
Post by Wolfgang Gehl
Oder werden dadurch die Zugriffszeiten länger?
An der Zugriffszeit "Seek plus halbe Umdrehung (im Durchschnitt)"
zu Beginn ändert der Interleave nichts.
Nur wenn der Controller innerhalb einer Spur die Daten nicht abgeliefert
bekommen würde (weder zum Interface noch zum Cache) sollte da extra
Wartezeit anfallen bzw. vom Interleave vermieden werden können.
Post by Wolfgang Gehl
Hat da schon jemand Erfahrungen gesammelt?
Nein. Aber ich würde erwarten, dass ein sinnvoll konfiguriertes Read-
Ahead die gesamte Spur zu Ende (in den Cache) lesen kann ... und das
dann bessere Ergebnisse liefert als Interleave.

Die Caching Mode Page (08h) der Platten bietet dafür ein paar Felder:
<https://www.staff.uni-mainz.de/tacke/scsi/SCSI2-09.html#9.3.3.1>
Marcel Mueller
2019-07-07 21:17:55 UTC
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Post by Wolfgang Gehl
Als Systemfestplatte darf sie maximal 4227342336 (4,2GB) Kapazität
haben, damit ich eine IBM Referenzpartition angelegen kann. Das Problem
konnte ich mit HDAT2 lösen (https://www.hdat2.com/). Ist zwar eine
grausame Verschwendung, wenn man nur 10% der Kapazität nutzen kann aber
immerhin habe ich danach ein funktionierendes System.
Hier müssten noch ein paar DNES. und DDRS-Platten herumliegen... AFAIR
4,5 GB.
Post by Wolfgang Gehl
Der Host Adapter, an dem die Platte laufen soll, unterstützt Fast/Wide
SCSI mit maximal 20MB/s Datendurchsatz. Laut Datenblatt hat die Platte
bis zu 360960 Byte auf einer Spur. Bei 15K rpm macht das 90,42MB/s
zwischen Medium und SCSI Bus wenn man den Cache mal außer acht lässt.
Nein, ~18MB/s. Mehr macht der Fast-SCSI-Bus nicht. ;-)
Post by Wolfgang Gehl
Kann ich Platte und Host Adapter besser aufeinander abstimmen, wenn ich
den Datendurchsatz der Platte durch einen Sektorinterleave von 5:1
verringere? Oder werden dadurch die Zugriffszeiten länger? Hat da schon
jemand Erfahrungen gesammelt?
Falls sie läuft, sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.

Pass aber mit der Verkabelung auf. Die LVD Transceiver haben ziemlich
steile Flanken, das kann auch bei niedrigen Übertragungsraten stören.
Das beginnt möglicherweise damit, sich von passiven Terminatoren zu
entledigen. Falls nur ein Device am Bus hängt, nimm das Ende vom Kabel.
Das klappt am besten.


Marcel
Wolfgang Gehl
2019-07-08 20:06:09 UTC
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Danke für eure Rückmeldung.

Ralf

Du sagst, dass man beim ST412/506 Interface den Sektorinterleave
anpassen musste, wenn der Datendurchsatz der Platte zu hoch für den
Controller war. Ich weiß, dass bei SCSI die Dinge anders gelagert sind.
Die Controllerlogik sitzt bei SCSI auf der Platte selbst. Meine Idee ist
(oder besser war), dass man den Datendurchsatz des Speichermediums an
die Leistungsfähigkeit des SCSI Bus' (hier Fast/Wide) anpassen sollte.
Ich verstehe dich so, dass der Cache der Platte die Datenhäppchen für
den SCSI Bus immer so portioniert, dass sich mein Host Adapter nicht
daran verschlucken kann. Eine Drosselung des Datendurchsatzes zwischen
Speichermedium und SCSI Bus ist darum nicht nötig.

Michael

Kann ich den Sektor Interleave ändern? Ich bin davon ausgegangen, dass
das mit scsimode.exe (IBM) geht. Ich kann zwar die Format Device
Parameter aufrufen aber der Interleave lässt sich nicht ändern. (Okay,
dass hätte ich auch vorher ausprobieren können, sorry.)

Marcel

Falls ich den Hinweis auf die DNES. und DDRS-Platten als Angebot
verstehen darf, komme ich eventuell darauf zurück. Vielen Dank dafür!
Vorher möchte ich aber zumindest versuchen, die LVD-Platten in Betrieb
zu nehmen. Die Platte schließe ich, wie von dir vorgeschlagen, am Ende
des Kabels, gleich vor dem Terminator an. Auf dem Terminator steht 'LVD
/ SE' drauf. Ich weiß zwar nicht, ob das bedeutet, dass es sich um einen
aktiven Terminator handelt aber irgendwie stimmt es mich zuversichtlich.

Gruß

Wolfgang
Post by Wolfgang Gehl
Hallo,
nachdem 50/68pin SCSI Platten immer schwerer zu bekommen sind habe ich
mir ein paar zur Zeit (noch) günstige LVD SCA Platten besorgt.
Die SCSI Host Adapter, für die sie angeschafft wurden, haben keine
Ahnung von LVD. Da die Platten automatisch auf Single Ended
umschalten, wenn der Bus kein LVD unterstützt ist das kein Hindernis.
Als Systemfestplatte darf sie maximal 4227342336 (4,2GB) Kapazität
haben, damit ich eine IBM Referenzpartition angelegen kann. Das
Problem konnte ich mit HDAT2 lösen (https://www.hdat2.com/). Ist zwar
eine grausame Verschwendung, wenn man nur 10% der Kapazität nutzen
kann aber immerhin habe ich danach ein funktionierendes System.
Der Host Adapter, an dem die Platte laufen soll, unterstützt Fast/Wide
SCSI mit maximal 20MB/s Datendurchsatz. Laut Datenblatt hat die Platte
bis zu 360960 Byte auf einer Spur. Bei 15K rpm macht das 90,42MB/s
zwischen Medium und SCSI Bus wenn man den Cache mal außer acht lässt.
Kann ich Platte und Host Adapter besser aufeinander abstimmen, wenn
ich den Datendurchsatz der Platte durch einen Sektorinterleave von 5:1
verringere? Oder werden dadurch die Zugriffszeiten länger? Hat da
schon jemand Erfahrungen gesammelt?
Gruß
Wolfgang
Marcel Mueller
2019-07-08 20:44:09 UTC
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Post by Wolfgang Gehl
Auf dem Terminator steht 'LVD
/ SE' drauf. Ich weiß zwar nicht, ob das bedeutet, dass es sich um einen
aktiven Terminator handelt aber irgendwie stimmt es mich zuversichtlich.
Alle LVD-Terminatoren sind aktiv.
Ein Problem könnte das andere Ende werden, wenn der Controller einen
passiven Terminator verwendet. Mit nur einem Gerät am Kabel ist das aber
vmtl. egal.


Marcel
Kay Martinen
2019-07-08 20:57:48 UTC
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Post by Marcel Mueller
Auf dem Terminator steht 'LVD / SE' drauf. Ich weiß zwar nicht, ob das
bedeutet, dass es sich um einen aktiven Terminator handelt aber
irgendwie stimmt es mich zuversichtlich.
Alle LVD-Terminatoren sind aktiv.
Dachte ich auch so. Nur, was nützt das dann bei einem SE Controller der
doch sicher keine Speisung für TERMPWR hat? Weißt du auf welcher Ader
die Liegt? Doch nur bei Kabeln ab 68 Polig oder?
Post by Marcel Mueller
Ein Problem könnte das andere Ende werden, wenn der Controller einen
passiven Terminator verwendet. Mit nur einem Gerät am Kabel ist das aber
vmtl. egal.
Er sprach im OP von mehreren Platten. Aber auch von mehreren
Controllern. Das ist also nicht eindeutig ob Platte A an Kontroller A
und B an B oder ob er x Platten an A Anschließen wollte.

Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Michael Bäuerle
2019-07-08 21:31:26 UTC
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Post by Kay Martinen
Post by Marcel Mueller
Auf dem Terminator steht 'LVD / SE' drauf. Ich weiß zwar nicht, ob das
bedeutet, dass es sich um einen aktiven Terminator handelt aber
irgendwie stimmt es mich zuversichtlich.
Alle LVD-Terminatoren sind aktiv.
Dachte ich auch so. Nur, was nützt das dann bei einem SE Controller der
doch sicher keine Speisung für TERMPWR hat?
Warum denn nicht? Irgendwo muss TERMPWR ja herkommen und dass der
Hostadapter einspeist war zumindest bei PCs immer Standard (bei den
Adaptec 1542 war die Sicherung dafür sogar noch gesockelt).

BTW: Auch passive Terminatoren brauchen Strom aus TERMPWR (falls das
der Grund für die Vermutung gewesen sein sollte).
Post by Kay Martinen
Weißt du auf welcher Ader
die Liegt? Doch nur bei Kabeln ab 68 Polig oder?
Nein, prinzipiell auf jedem parallelen SCSI-Kabel.
Man kann die Terminatoren aber auch aus den Netzteilen von Geräten
versorgen, d.h. TERMPWR muss nicht zwingend über den Bus geführt
werden. Wenn man die Terminatoren separat (direkt auf dem Kabel oder
als externer Stecker) montieren möchte, dann muss aber TERMPWR
auf dem Bus liegen.


Pinouts gibt es z.B. hier:
<http://www.connectworld.net/scsi.html>
Bei den 25pin Sub-D Steckern liegt TERMPWR auf Pin 25 (das ist hier
nicht aufgeführt, weil alte Macs da wohl nichts eingespeist haben).
Ralf Kiefer
2019-07-08 21:37:51 UTC
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Post by Michael Bäuerle
Bei den 25pin Sub-D Steckern liegt TERMPWR auf Pin 25 (das ist hier
nicht aufgeführt, weil alte Macs da wohl nichts eingespeist haben).
Manche nicht, manche schon. Bei manchen Baureihen war die Sicherung
und/oder Diode bestückt, bei manchen hatte Apple das "vergessen", bei
manchen fehlten die Bauteilplätzee schon im Platinenlayout. Problem war,
daß Apple mit der Produktion der Plus begann, bevor der SCSI-Standard
ein solcher wurde.

Gruß, Ralf
Michael Bäuerle
2019-07-08 21:54:51 UTC
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Post by Ralf Kiefer
Post by Michael Bäuerle
Bei den 25pin Sub-D Steckern liegt TERMPWR auf Pin 25 (das ist hier
nicht aufgeführt, weil alte Macs da wohl nichts eingespeist haben).
Manche nicht, manche schon. Bei manchen Baureihen war die Sicherung
und/oder Diode bestückt, bei manchen hatte Apple das "vergessen", bei
manchen fehlten die Bauteilplätzee schon im Platinenlayout. Problem war,
daß Apple mit der Produktion der Plus begann, bevor der SCSI-Standard
ein solcher wurde.
Sicherung plus Diode kann man zur Not auch freifliegend an die Buchse
löten. Einfacher dürfte es in diesem Fall sein ein anderes Gerät TERMPWR
einspeisen zu lassen.
Michael van Elst
2019-07-09 18:04:13 UTC
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Dachte ich auch so. Nur, was nützt das dann bei einem SE Controller der
doch sicher keine Speisung für TERMPWR hat? Weißt du auf welcher Ader
die Liegt? Doch nur bei Kabeln ab 68 Polig oder?
Pin 38 auf dem 50poligen Stecker, Pin 25 auf dem 25poligen Stecker.

Hier sind hübsche Bilder:

http://www.dickhardtstrasse.org/Hardwarehandbook/scsi.html
--
--
Michael van Elst
Internet: ***@serpens.de
"A potential Snark may lurk in every tree."
Michael Bäuerle
2019-07-10 09:56:36 UTC
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Post by Michael van Elst
[...]
http://www.dickhardtstrasse.org/Hardwarehandbook/scsi.html
Das LVD-Logo am Ende ist aber falsch. Differential-Ports haben einen
zusätzlichen "Winkel" im Logo, bei HVD außen, bei LVD innen. So wie
hier abgebildet:
<http://www.iec-usa.com/Browse05/DTSCSI.html>
Kay Martinen
2019-07-08 20:52:52 UTC
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Post by Wolfgang Gehl
Ralf
(oder besser war), dass man den Datendurchsatz des Speichermediums an
die Leistungsfähigkeit des SCSI Bus' (hier Fast/Wide) anpassen sollte.
Ich verstehe dich so, dass der Cache der Platte die Datenhäppchen für
Du weißt das der Controller der Initiator ist, und die Platte
normalerweise nur Target? Die Schickt dem was er anfordert und das muß
sie zwangsläufig im Speicher haben damit sie es mit Busspeed senden
könnte. Welche bei dir wohl eher limitierend ist.
Post by Wolfgang Gehl
Michael
Kann ich den Sektor Interleave ändern? Ich bin davon ausgegangen, dass
das mit scsimode.exe (IBM) geht. Ich kann zwar die Format Device
Also ich hab nie versucht bei einer SCSI Disk den Interleave zu ändern
und ich glaube wenn das möglich wäre dann nur durch ein lowlevel Format
was eh alle Daten löschen würde. Auch wenn das nicht wichtig ist, ich
denke nicht das es nötig oder möglich wäre.

(IBM) ... kann es sein das deine Platte an einem OS/2 System oder gar
auf einer PS/2 laufen soll (Referenzpartition u.s.w.)?
Post by Wolfgang Gehl
Marcel
Falls ich den Hinweis auf die DNES. und DDRS-Platten als Angebot
verstehen darf, komme ich eventuell darauf zurück. Vielen Dank dafür!
Da wäre ich ggf. auch noch an 1 oder 2 interessiert. Nur so nebenbei
erwähnt.
Post by Wolfgang Gehl
Vorher möchte ich aber zumindest versuchen, die LVD-Platten in Betrieb
zu nehmen. Die Platte schließe ich, wie von dir vorgeschlagen, am Ende
Ich verstand ihn so das er die Platte selbst am Ende des Kabels sah. Die
ganz Alten Geräte hatten meist noch AUF dem Gerät selbst eine Reihe
passiver Terminierungs-Wiederstände. Einen Separaten Aktiven Terminator
sehe ich eher bei den Höheren Standards die kein SE mehr machen sondern LVD.
Post by Wolfgang Gehl
des Kabels, gleich vor dem Terminator an. Auf dem Terminator steht 'LVD
/ SE' drauf. Ich weiß zwar nicht, ob das bedeutet, dass es sich um einen
aktiven Terminator handelt aber irgendwie stimmt es mich zuversichtlich.
Wenn er Aktiv wäre dann müsste er m.E. auch gespeist werden. Über die
TERMPWR Leitung (nur bei 68poligen Kabeln oder?) und das heißt auch das
ein Gerät am Bus (typisch: der Controller) die TERMPWR Leitung auch
versorgen muß. Ein SE Controller wird das m.E. nicht leisten, über ein
nur 50 Poliges Kabel erst recht nicht.

Aber noch mal. Du hast LVD Platten mit SCA Anschluß die du an einem SE
Controller anschliessen willst der kein LVD spricht.

Für mich liest sich das nach langsamem (50poligem) Bus, kein Termpower,
kein LVD und damit auch ohne Aktiven Terminator.

N.B. Ich fand keine Kabelbelegungen, welche Leitung und wobei TERMPWR
ist konnte ich auf die Schnelle nicht raus finden.

Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Markus Elsken
2019-07-08 21:24:26 UTC
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Moin!
Post by Kay Martinen
Ein SE Controller wird das m.E. nicht leisten, über ein
nur 50 Poliges Kabel erst recht nicht.
Ich wüsste jetzt aus dem Stand keinen SCSI-HD, der kein TermPwr liefern
kann.

mfg Markus
Michael van Elst
2019-07-09 17:59:41 UTC
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Wenn er Aktiv wäre dann müsste er m.E. auch gespeist werden. Über die
TERMPWR Leitung (nur bei 68poligen Kabeln oder?) und das heißt auch das
ein Gerät am Bus (typisch: der Controller) die TERMPWR Leitung auch
versorgen muß. Ein SE Controller wird das m.E. nicht leisten, über ein
nur 50 Poliges Kabel erst recht nicht.
Jeder Terminator muss mit Strom versorgt werden. Wenn er auf dem Kabel sitzt,
dann über die TERMPWR-Leitung. Wenn der Terminator auf dem Adapter / der Platte,
sitzt, dann meistens lokal. Das ist bei SE nicht anders.

Es kommt auch darauf an, ob TERMPWR versorgt wird. Das macht entweder genau
ein Gerät, oder es muss entsprechende Dioden geben, damit die Netzteile nicht
gegeneinander arbeiten. Oft liess sich über Jumper konfigurieren, welches
Gerät TERMPWR versorgt. Manchmal waren die Dioden defekt, und man musste
was passendes für TERMPWR suchen :)
--
--
Michael van Elst
Internet: ***@serpens.de
"A potential Snark may lurk in every tree."
Michael Bäuerle
2019-07-15 08:22:13 UTC
Antworten
Permalink
Post by Kay Martinen
[...]
Du weißt das der Controller der Initiator ist, und die Platte
normalerweise nur Target?
Bei SCSI kenne ich die übliche Namensgebung so:
Der "Controller" ist die Platine, die direkt an die Platte geschraubt
ist. Die Karte im Rechner ist der "Hostadapter".

In der üblichen Konfiguration ist dann der "Controller" SCSI-Target
und der "Hostadapter" SCSI-Initiator.

Für Transfers ist bei SCSI immer das Target der Busmaster, andersherum
als man es erwarten würde. Ein Initiator kann z.B. selbst keinen
Befehl oder Message zum Target senden, er muss die Daten vom Target
abholen lassen.
Post by Kay Martinen
Die Schickt dem was er anfordert
Ja, aber ...
Post by Kay Martinen
und das muß
sie zwangsläufig im Speicher haben damit sie es mit Busspeed senden
könnte.
... nicht komplett. Es kann beliebig gestückelt gesendet werden (mit
Pausen dazwischen). Mit (synchronem) Busspeed darf ein Target nur so
viele Transfers durchführen, wie als REQ/ACK-Offset mit dem Initiator
ausgehandelt wurden. Danach muss es warten, wenn die ACKs noch nicht
eingetroffen sind.

Ralf Kiefer
2019-07-08 21:27:16 UTC
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Post by Wolfgang Gehl
Du sagst, dass man beim ST412/506 Interface den Sektorinterleave
anpassen musste, wenn der Datendurchsatz der Platte zu hoch für den
Controller war.
Nicht "mußte". Man machte das, um den Durchsatz zu verbesseren. Das lief
seinerzeit so ab: die Festplatte schickt die Daten quasi als Bitstrom
mit fixer Datenrate an den Controller im Rechner, bei IBM PCs meist als
ISA-Steckkarte. Die Logik auf dieser Karte bastelt daraus einen Sektor
voller Bytes, die anschließend in den Arbeitsspeicher kopiert werden
müssen. Das dauert. Während dieser Zeit dreht die Platte weiter, so daß
der darauffolgende Sektor bereits unter dem Kopf verschwunden ist, wenn
die CPU diesen nächsten Sektor haben will. Also formatierte man mit
Interleave, so daß der Abstand zwischen aufeinanderfolgenden logischen
Sektoren der CPU-Geschwindigkeit angepaßt ist.

Bei SCSI-Festplatten fallen mir einzig die 20MB-Miniscribe ein, bei
denen man am Mac (auch nicht gerade Raketen :-) ) beim Plus mit
Interleave 3 und beim SE mit Interleave 2 formatierte.
Post by Wolfgang Gehl
Meine Idee ist
(oder besser war), dass man den Datendurchsatz des Speichermediums an
die Leistungsfähigkeit des SCSI Bus' (hier Fast/Wide) anpassen sollte.
Ein lokaler SCSI-Geräte-Controller hat Speicher für mehrere Spuren (oben
erwähnte Miniscribe ausgenommen). Eine typische Read-Ahead-Strategie
schon aus der Frühzeit ist von der Spur zu lesen, sobald die Köpfe
positioniert sind. Dann werden alle vorbeikommenden Sektoren gelesen.
Wenn der dabei ist, den der Rechner angefordert hat, wird der über den
SCSI-Bus übertragen. Parallel wird noch der Rest der Spur gelesen. Damit
ist die Lesegeschwindigkeit vom Medium unabhängig von der
Geschwindigkeit auf dem Bus zum Wirtsrechner.
Post by Wolfgang Gehl
Ich verstehe dich so, dass der Cache der Platte die Datenhäppchen für
den SCSI Bus immer so portioniert, dass sich mein Host Adapter nicht
daran verschlucken kann. Eine Drosselung des Datendurchsatzes zwischen
Speichermedium und SCSI Bus ist darum nicht nötig.
Der Rechner wird sich nicht an den Daten vom SCSI-Gerät verschlucken,
denn die beiden spielen ein Handshake-Protokoll auf dem SCSI-Bus. Ist
wie Centronics, nur komplizierter :-)

Gruß, Ralf
Michael Bäuerle
2019-07-08 22:18:32 UTC
Antworten
Permalink
Post by Wolfgang Gehl
Danke für eure Rückmeldung.
[...]
Michael
Kann ich den Sektor Interleave ändern? Ich bin davon ausgegangen, dass
das mit scsimode.exe (IBM) geht. Ich kann zwar die Format Device
Parameter aufrufen aber der Interleave lässt sich nicht ändern. (Okay,
dass hätte ich auch vorher ausprobieren können, sorry.)
Ich habe auch bei der Blocksize nie eine Platte gesehen, welche die
neuen Parameter aus einem (schreibbaren) Feld der Mode Page genommen
hätte. Die wollten alle beim FORMAT UNIT einen Block Descriptor
mitgeschickt bekommen.

Beim Interleave dürfte es sich genauso verhalten. Wenn man ihn vorgeben
kann, dann wird ihn die Platte im FORMAT UNIT Befehl haben wollen. Da
gab es früher ein Feld "Interleave" (Byte 3 und 4) dafür. Zitat aus
einem SCSI-1 draft:
|
| FORMAT UNIT Command
|
| ==============================================================================
| Bit| 7 | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1 | 0 |
| Byte | | | | | | | | |
| ==============================================================================
| 0 | Operation Code |
| -----|-----------------------------------------------------------------------|
| 1 | Logical Unit Number | FmtData| CmpLst | Defect List Format |
| -----|-----------------------------------------------------------------------|
| 2 | Vendor Unique |
| -----|-----------------------------------------------------------------------|
| 3 | Interleave (MSB) |
| -----|-----------------------------------------------------------------------|
| 4 | Interleave (LSB) |
| -----|-----------------------------------------------------------------------|
| 5 | Vendor Unique | Reserved | Flag | Link |
| ==============================================================================

In SCSI-2 und SCSI-3 SBC war das noch genauso definiert.
Seit SBC-2 ist das Feld "Interleave" als "obsolete" deklariert.
Eine Platte mit LVD-Interface dürfte so neu sein, dass sie es schon
auf dem Papier ignorieren darf.
Markus Elsken
2019-07-09 11:43:27 UTC
Antworten
Permalink
Moin!
Post by Michael Bäuerle
Ich habe auch bei der Blocksize nie eine Platte gesehen, welche die
neuen Parameter aus einem (schreibbaren) Feld der Mode Page genommen
hätte. Die wollten alle beim FORMAT UNIT einen Block Descriptor
mitgeschickt bekommen.
Ich habe damals (TM) mal ein paar IBM-Platten (0661-irgendwas, knapp
400MB) als defekt geschenkt bekommen, weil am PC nicht einzurichten.
Dabei hatten die nur eine exotische Sektorgrösse, weswegen der Atari
Falcon die auch nicht mochte. Mit dem SED das Kommanndo ""04" ohne
weitere Parameter losgeschickt, die Platte fing an zu rödeln und war
nach ein paar Stunden fertig mit 512-Bytes-Sektoren betriebsbereit. So
kam man billig zu jeder Menge Speicherplatz :-)

mfg Markus
Ralf Kiefer
2019-07-09 12:33:51 UTC
Antworten
Permalink
Post by Markus Elsken
Ich habe damals (TM) mal ein paar IBM-Platten (0661-irgendwas, knapp
400MB) als defekt geschenkt bekommen, weil am PC nicht einzurichten.
Die hättest Du mit dem IBM-Standard, also einer AS/400 einrichten müssen
;-)
Post by Markus Elsken
Mit dem SED das Kommanndo ""04" ohne
weitere Parameter losgeschickt, die Platte fing an zu rödeln und war
nach ein paar Stunden fertig mit 512-Bytes-Sektoren betriebsbereit.
Mac und Harddisk Toolkit: das zeigt an, welche Sektorgrößen die
Festplatte anbietet. Ich habe so diverse Festplatten mit anderer
Sektorgröße zu mehr Kapazität und Durchsatz gebracht, von den Wren-N
(Imprimis/CDC/Seagate) bis zu den Fujitsu M26xx- und M22xx-Reihen. MacOS
und OS-9 haben damit keine Probleme.

Gruß, Ralf
Markus Elsken
2019-07-09 20:54:15 UTC
Antworten
Permalink
Moin!
Bekannt, kam hier aber erst später ;-) Zum Zeitpunkt des "Erwerbs" der
0661 war der Falcon der modernste Rechner hier.
Etwas später kam noch eine 1GB-Platte dazu, ebenso ein DAT-Streamer samt
passender Software. Da konnte man endlich mal Backups fahren ;-)

mfg Markus
Michael van Elst
2019-07-09 17:51:12 UTC
Antworten
Permalink
Kann ich den Sektor Interleave ändern? Ich bin davon ausgegangen, dass
das mit scsimode.exe (IBM) geht. Ich kann zwar die Format Device
Parameter aufrufen aber der Interleave lässt sich nicht ändern. (Okay,
dass hätte ich auch vorher ausprobieren können, sorry.)
Nicht jede Platte kann das oder will das. Wenn eine Platte selbst
genügend Pufferspeicher hat, ist ein Interleave auch eher kontraproduktiv.
--
--
Michael van Elst
Internet: ***@serpens.de
"A potential Snark may lurk in every tree."
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