Discussion:
Berichterstattung der 17-Euro-50-Medien
(zu alt für eine Antwort)
Ralf Kiefer
2019-12-21 23:05:24 UTC
Permalink
Hallo,

gerade schaue ich mir Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Art
vom ZDF an. Die ist aus dem Jahr 2017 und ist aktuell in der Mediathek
von Phönix zu finden:
<https://rodlzdf-a.akamaihd.net/de/phoenix/19/11/191128_phx_doku_jobs_ge
gen_gates/1/191128_phx_doku_jobs_gegen_gates_2328k_p35v13.mp4>

ZDF-History: Jobs gegen Gates (rund 43min)
Die Szenen sind fast alle von Schauspielern nachgespielt. Und die
Filmausstattung ist eher pannenhaltig.

Ich hab's jetzt zum 1.Mal gesehen und mich gegruselt bei der Anzahl an
Fehlern. Ich glaube, daß die einfach keinen Requisiteur mit Ahnung
hatten. Oder der Film stammt von einem echten Journalisten.


0:13 Jobs zeigt Gates den neuen Mac, also einen später so genannten
Mac 128. Davor ist eindeutig eine Mac-Plus-Tastatur zu erkennen. Die kam
allerdings erst 1986 auf den Markt. Diese Vorführung müßte im Jahr 1982
gewesen sein.

0:16 Die Schreibtischoberfläche sieht nicht so aus, wie ich System 1
in Erinnerung habe. Da Jobs den Mac Gates im Jahr 1982 vorstellte,
könnte das ein System 0.x sein. Blöd nur, daß im Bild die Drucker
"Imagewriter / II DMP", "Ink Jet Printer" und "Daisy Wheel Printer"
erwähnt sind. ImageWriter gab's erst ab April 1984. Der Daisy Wheel
wurde immerhin im Januar 1983 vorgestellt. Daß dort steht, daß einer
angeschlossen sei: geschenkt. Da war kein Kabel angeschlossen.

0:18 Lötorgie in Jobs Garage: das soll im Jahr 1976 gewesen sein,
also als die Apple 1 gelötet wurden. Das, was die löten, ist sehr weit
davon entfernt.

0:24 Hatte Jobs wirklich einen VW T2? Ich meine, daß es ein T1 mit
geteilter Frontscheibe war.

3:21 Der Sprecher über die Bedeutung der Lochstreifen für Gates und
Allan: "Sie nutzen dafür ein frühe Art der Programmierung". Hat denen
vom Film keiner verraten, daß Lochstreifen ein Massenspeicher waren?
Immerhin steht keine explizite Behauptung im Raum, daß Gates BASIC
erfunden hätte, nur die Andeutung.

4:50 Noch eine Lötszene. Das Lötopfer sieht extrem analog aus und
ganz sicher nicht nach einem Apple 1. Der Schauspieler hat vermutlich
vor dieser Szene noch nie was Echtes gelötet. Die Szene wurde sicher vom
Stunt-Team gedreht wg. der Hitze und der Gefahren ;-)

5:17 Im Bild ist ein Apple 1 zu sehen, ein Nachbau. Der ist bestückt
mit Präzisionssockel. Gab's die 1976 bereits? Üblich waren seinerzeit
die problematischen, noch nicht mal die mit dem doppelten Federkontakt.
Das ist einer der Diskussionspunkte bei den heutigen Apple-1-Nachbauern.
Gab's den 6502 Anfang des Jahres 1976 bereits im Plastikgehäuse? Das
Kassettenrekorder-Interface (die Steckkarte) steckt recht schief im
Slot. Jobs tippt blind, ohne auf die Tastatur zu schauen. Das konnten
damals nur Schreibmaschinengeschulte, IMHO. Jobs gehörte eher nicht zu
denen.

7:53 Die zuerst erwähnte Lötorgie etwas ausführlicher: gruselig.

8:13 Die an der Garagenwand hängenden Ausdrucke sehen nicht aus, wie
wenn sie 1976 entstanden seien. Die Art des Vervielfältigens war in
diesem Jahr auch in den USA eher noch von Naßkopierern geprägt. Die
Ergebnisse sahen anders aus.

9:48 Auf der Bestückungsseite kann man löten. Besser wäre es das auf
der Lötseite zu tun. Ein sich wiederholender Fehler.

10:26 Jobs hat im Jahr 1976 angeblich Visionen dargestellt als
Animation: mit 5,25"-Diskettenlaufwerk. Ob das als Massenspeicher
bereits erträumt werden konnte? Das kam tatsächlich im Juni 1978 auf den
Markt, nachdem(!) Wozniak den genialen Controller dafür gebaut hatte.
Der visionäre Monitor ist ein Monitor II, der tatsächlich im Jahr 1984
erschien. Und das Design vom Apple II wird in der Realität ebenso wie
das vom Disk-II-Laufwerk Wozniak zugeschrieben, nicht Jobs. Die
allererste Apple-II-Charge mit Lüfter ab Werk wird allerdings
unterschlagen.

11:05 Eine lobende Erwähnung: Gates hat beim Auspacken seines ersten
Apple II einen Karton beginnend mit der korrekten
Seriennummernbeschriftung "A2S", also Revision 0. Aber alles
handschriftliche im Etikett fehlt.

12:22 Gates packt seinen ersten Apple II aus: hatten die Rev.0-Modelle
bereits ein goldenes Netzteilgehäuse? AFAIK nicht. Der
Plastikwippschalter ist vermutlich bei den Rev.0-Modelle auch nicht
authentisch.

12:34 Der Apple II von Gates hat RAMs mit dem Datecode 8009, also aus
dem Jahr 1980. Paßt nicht. Die ROMs sind, soweit ich das erkennen kann,
die "Applesoft BASIC" aus dem IIplus.

12:53 Wieder eine gruselige Lötszene.

12:57 Im Apple II fehlt das DRAM an der Stelle, wo sonst die Language
Card das Flachbandkabel hat und genau dieses RAM anschließend
beherbergt.

12:57 Die ROMs sind erkennbar: das E0 trägt deutlich lesbar den
Aufdruck "(C) MICROSOFT 77". Damit wird klar, wo Gates sein BASIC
hergeholt hat ;-) In der Filmszene faßt er gerade den Entschluß dieses
erst noch entwickeln zu wollen.

12:58 Gates und Microsoft haben die "Z80 Softcard" entwickelt. Im Bild
ist eine völlig andere Platine mit einem IC in PLCC-Fassung zu sehen.
Gab's die 1980 bereits? Die reale Z80-Karte hatte ausschließlich
traditionelle DIP-Gehäuse.

13:01 Gates legt die viel zu große Fake-Platine waagrecht ins
Apple-II-Gehäuse. Real war das eine senkrecht im Slot steckende Karte.
Bei 13:31 nochmal dasselbe "Spiel".

13:45 Gates und Jobs schauen in den Apple-II-Monitor. Vor 1980. Der
Monitor erschien 1984, siehe oben. Die tatsächlichen Monitore zu dieser
Zeit waren erheblich uneleganter.

13:53 Gates tippt auf der Apple-II-Tastatur von dem Gerät mit dem
fehlenden RAM. Ein Apple II bootet so nicht, AFAIK. Gates führt CP/M
vor: ohne eingebaute Z80-Karte.

14:08 Der Sprecher: "Mit seiner Softcard kann der Apple II nun auch
von Unternehmen genutzt werden." Auweia, denn Visicalc als
6502-Programm existierte bereits und war zu einer Killer-Applikation
geworden.

16:05 Der Requisiteur hat geschlampt: Gates bedient offensichtlich
einen Zenith-Rechner und hat eine Mac Plus Tastatur daneben. Ende 1980.
Der Mac Plus erschien im Januar 1986.

17:53 Im Bild bei Jobs ein Apple IIe mit dem Monitor III. Diese
Konfiguration gab es erst ab Januar 1983. Im Kontext geht es um den
ersten IBM PC, und der kam im August 1981 auf den Markt, also deutlich
früher. Da hat wohl wieder der Requisiteur geschlampt.

19:00 Jobs schaut sich laut Doku chronologisch danach erstmalig bei
Xerox die grafische Benutzeroberfläche an. Das war tatsächlich im Jahr
1979, also der nächste Fehler in der Chronologie. Zudem klingt die
Bewertung der Kontakte zwischen Apple und Xerox hier anders:
<https://www.folklore.org/StoryView.py?project=Macintosh&story=On_Xerox,
_Apple_and_Progress.txt>

20:06 Der Sprecher über die GUI zur angeblichen Xerox-Oberfläche im
Jahr 1979: "Der Nutzer hat so mehrere Programme auf einmal im Blick und
kann sie parallel nutzen." Das galt für Xerox, aber nicht beim Mac! Das
kam erst einige Jahre später mit dem Multifinder (am 11.8.1987).

20:53 Jobs betätigt eine Maustaste vor der Xerox-Maschine. Es ist
allerdings eine Eintasten-Maus vom Mac 128. Das aufgeklebte Gaffa-Band
soll eine 3-Tasten-Maus von Xerox darstellen. Da hat wohl wieder der
Requisiteur geschlampt.

21:03 Die Lisa mit ihrer grafischen Benutzeroberfläche wird komplett
unterschlagen.

21:32 Jobs wählt die Entwickler fürs neu entstehende Mac-Team aus. Die
sollen in Zukunft die GUI entwickeln. Im Bild ist ein Apple-II-Monitor
mit einer grafischen Benutzeroberfläche bereits zu sehen. Unter dem
Monitor ist ein Apple II zu erkennen. Das paßt überhaupt nicht zusammen.

22:05 Ein Mac (128) ist im Bild, daran angeschlossen die Maus mit dem
männlichen SubD-9-Stecker. Aber der steckt an der falschen Stelle am
Mac, an der seriellen Modem-Schnittstelle. Erwähnte ich schon: gruselig.
Diese Szene spielte vor April 1983, also 9 Monate, bevor der Mac
erschien. Aber das Gerät ist ein Seriengerät mit korrektem
Serienaufkleber und FCC-Nummer. Wenig glaubhaft.

22:36 "Sculley wird im April 1983 neuer Vorstandschef bei Apple. Der
neue Macintosh ist zu diesem Zeitpunkt so gut wie fertig." AFAIK war der
9 Monate vor Markteinführung alles andere als fertig. In dieser Szene
steht wieder ein Apple II mit einem Monitor II des Folgejahrs auf Jobs
Schreibtisch, wo Sekunden vorher der Mac stand.

23:20 Jobs präsentiert Gates den neuen Mac. In der Chronologie nach
der obigen Szene, also nach dem April 1983. AFAIK hat Gates den Mac
bereits im Jahr 1982 zu Gesicht bekommen, und das nicht im
Seriengehäuse. Aber hier steckt die Maus am richtigen Anschluß :-) Die
falsche Tastatur hatte ich bereits erwähnt.

23:41 Gates spielt mit der angeblich GUI vom Mac. Erkennbar die
Begriffe "Expansion Slot 2", "Parallel Connector" oder "Profile". Da hat
wohl wieder der Requisiteur geschlampt.

24:08 Gates erläutert seinen Mitarbeitern die gerade gesehene Mac-GUI
anhand von Microsoft Paint, das sie erst später schreiben werden. Wieder
mal ein absurder logischer Fehler.


Und jetzt reicht's mir wieder mal mit der öffentlich-rechtlichen
Verblödung! So einen Mist von diesen selbsternannten Fake-News-Erkennern
kann man nicht anschauen. Dafür müßte man mehr als 17-Euro-50 erhalten!
Pro Tag!

Gruß, Ralf
Marcel Mueller
2019-12-22 07:20:01 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
gerade schaue ich mir Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Art
vom ZDF an. Die ist aus dem Jahr 2017 und ist aktuell in der Mediathek
<https://rodlzdf-a.akamaihd.net/de/phoenix/19/11/191128_phx_doku_jobs_ge
gen_gates/1/191128_phx_doku_jobs_gegen_gates_2328k_p35v13.mp4>
ZDF-History: Jobs gegen Gates (rund 43min)
Die Szenen sind fast alle von Schauspielern nachgespielt.
Was hast Du erwartet? Einen untoten Zombie?
Post by Ralf Kiefer
Ich hab's jetzt zum 1.Mal gesehen und mich gegruselt bei der Anzahl an
Fehlern. Ich glaube, daß die einfach keinen Requisiteur mit Ahnung
hatten. Oder der Film stammt von einem echten Journalisten.
[...]

Dass nicht jeder TV-Bericht ein Highlight ist, ist auch nicht eben ein
Novum.
Post by Ralf Kiefer
Und jetzt reicht's mir wieder mal mit der öffentlich-rechtlichen
Verblödung!
Was ist denn Jetzt die Message?
Wenn Du glaubst bei Hartz-IV-TV alias RTL Aktschn News & Co. bessere
Informationen zu bekommen, sei es Dir vergönnt.
Statistisch gesehen möchte ich dem widersprechen, und zwar vehement. Bei
den privaten ist die Sondermüllquote in der Berichterstattung eher bei
90% der Beiträge. Da müssen die Öffis noch lange daran arbeiten, um auf
das Level zu kommen.


Marcel
Michael van Elst
2019-12-22 08:50:46 UTC
Permalink
Post by Marcel Mueller
Post by Ralf Kiefer
ZDF-History: Jobs gegen Gates (rund 43min)
Die Szenen sind fast alle von Schauspielern nachgespielt.
Was hast Du erwartet? Einen untoten Zombie?
Nicht nur die Szenen sind von Schauspielern nachgespielt, sondern auch
die Computer und sonstigen Geräte. Daher die Abweichungen.

Ein bisschen Fantasie braucht man schon, wie in jedem Kino.
--
--
Michael van Elst
Internet: ***@serpens.de
"A potential Snark may lurk in every tree."
Ralf Kiefer
2019-12-22 16:58:32 UTC
Permalink
Post by Marcel Mueller
Post by Ralf Kiefer
Die Szenen sind fast alle von Schauspielern nachgespielt.
Was hast Du erwartet? Einen untoten Zombie?
Das war keine Kritik, sondern lediglich eine Feststellung und ein
Hinweis, daß (fast) kein originales Material gezeigt wird. Die hätten
auch Zeichentrick nehmen können.
Post by Marcel Mueller
Post by Ralf Kiefer
Ich hab's jetzt zum 1.Mal gesehen und mich gegruselt bei der Anzahl an
Fehlern. Ich glaube, daß die einfach keinen Requisiteur mit Ahnung
hatten. Oder der Film stammt von einem echten Journalisten.
[...]
Dass nicht jeder TV-Bericht ein Highlight ist, ist auch nicht eben ein
Novum.
Das war eine sogenannte Dokumentation des deutschen Qualitätsfernsehens.
Da erwarte ich angesichts des Preises, den ich dafür bezahlen muß(!),
eine entsprechende Qualität. Vor dem Jahr 2014 hätte ich keine Ansprüche
an die Machwerke dieser Anstalten gestellt, weil ich sie nicht mal
wahrgenommen habe.
Post by Marcel Mueller
Post by Ralf Kiefer
Und jetzt reicht's mir wieder mal mit der öffentlich-rechtlichen
Verblödung!
Was ist denn Jetzt die Message?
Vergeßt den Unsinn, den die 17-Euro-50-Medien verzapfen! Bei diesem
Machwerk kann ich es beurteilen, bei anderen nicht. Aber ich kann von
diesem auf andere schließen und eine ähnliche Minderqualität annehmen.
Post by Marcel Mueller
Wenn Du glaubst bei Hartz-IV-TV alias RTL Aktschn News & Co. bessere
Informationen zu bekommen, sei es Dir vergönnt.
Mir sind andere egal. Völlig egal. Hier bei ZDF/Phönix muß ich dagegen
den Mist bezahlen.


Ralf
Kay Martinen
2019-12-22 11:45:58 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
gerade schaue ich mir Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Art
vom ZDF an. Die ist aus dem Jahr 2017 und ist aktuell in der Mediathek
von Phönix zu finden> ZDF-History: Jobs gegen Gates (rund 43min)
Möglicherweise habe ich das sogar schon mal gesehen...
Post by Ralf Kiefer
Die Szenen sind fast alle von Schauspielern nachgespielt. Und die
Filmausstattung ist eher pannenhaltig.
Ich hab's jetzt zum 1.Mal gesehen und mich gegruselt bei der Anzahl an
Fehlern. Ich glaube, daß die einfach keinen Requisiteur mit Ahnung
hatten. Oder der Film stammt von einem echten Journalisten.
...
... aber mir sind diese Fehler nicht aufgefallen. Schlichtweg daher weil
ich kein Apple-Auskenner war oder bin.
Post by Ralf Kiefer
Und jetzt reicht's mir wieder mal mit der öffentlich-rechtlichen
Verblödung! So einen Mist von diesen selbsternannten Fake-News-Erkennern
kann man nicht anschauen. Dafür müßte man mehr als 17-Euro-50 erhalten!
Pro Tag!
Dann hoffe ich mal sehr das du diese Ansammlung von Pleiten, Pech &
Pannen an den für diese Sendung verantwortlichen geschickt hast.

Ich meine, was kann schlimmstenfalls passieren? Das nichts passiert!

ODER derjenige prüft das evtl. stichproben-artig nach, stellt fest das
du recht hast und bietet dir an bei der Neuerstellung dieser Doku als
Technischer Berater mit zu wirken. Evtl. hast du ja sogar die passende
Hardware die dann im Film gezeigt wird, du wirst im Abspann genannt und
hast die Befriedigung die Gruseligen Dinge zum Besseren gewendet zu
haben. Ich wünscht ich könnte das und hätte die Möglichkeit und
Entsprechenden Erinnerungen/Kentnisse dazu.

Diese Möglichkeit hängt natürlich davon ab wie das Selbstverständnis des
Senders/Personals gegenüber Historisch korrekten Fakten vs. Fake News
sich entwickelt(e). Aber versuchen kann man's ja mal, da du die
Zeitindices und die Fehler schon so weit aufgedröselt hast.

Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Ralf Kiefer
2019-12-22 16:58:35 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
... aber mir sind diese Fehler nicht aufgefallen. Schlichtweg daher weil
ich kein Apple-Auskenner war oder bin.
Macht ja nix. Ich kenne auch nicht alle Details. Aber diese Sammlung war
für mich in ihrer Häufung auffällig genug. Schau Dir spaßeshalber die
Lötszenen und deren Kontext an! Für die braucht man keine
Apple-Kenntnisse außer dem Blick auf eine Apple-1-Platine, die sich im
Web zuhauf abgebildet findet.
Post by Kay Martinen
Dann hoffe ich mal sehr das du diese Ansammlung von Pleiten, Pech &
Pannen an den für diese Sendung verantwortlichen geschickt hast.
Das werde ich machen, in diesem Fall werde ich die Message-ID meines
Postings an meine zuständige Landesbehörde zur Stellungnahme
weiterreichen.
Post by Kay Martinen
Ich meine, was kann schlimmstenfalls passieren? Das nichts passiert!
So was habe ich bereits mehrfach gemacht. Beim letzten Mal: Zweimal eine
Mail an den Spätzlefunk in Schtuegett geschrieben und nichts ist
passiert. Dann meine Mail dorthin gefaxt. 2 Wochen später kam aufgrund
des Faxes eine Antwort per Mail. Wie blöd sind denn die? Bzw. die sind
gar nicht so blöd, denn viele werden nach dem 1. Versuch bereits
aufgeben. Und ein Fax verursacht mir höhere Kosten als eine Mail.

Zur Antwort in dem einen Fall: Fragen zur Hälfte nicht beantwortet. Die
andere Hälfte völlig falsch. Ich hatte in der 2. Runde Links zu
Wikipedia-Artikeln bzgl. ihrer Fehler mitgesendet, und dann kam keine
Antwort mehr. Das Selbstverständnis des Spätzlefunks ist recht zu haben.
Immer. Und insbesondere dann, wenn es um Themen zu den besetzten
Gebieten in Baden geht, wo sie sich wie eine Kolonialmacht aufführen.

Fazit: beim Spätzlefunk scheinen nicht unfähige "Journalisten" zu
sitzen, sondern komplett unfähige.
Post by Kay Martinen
Diese Möglichkeit hängt natürlich davon ab wie das Selbstverständnis des
Senders/Personals gegenüber Historisch korrekten Fakten vs. Fake News
sich entwickelt(e).
Die brauchen sich nicht um Kundenzufriedenheit kümmern, denn sie haben
keine Kunden, sondern Zwangszahler. Daher ist ihr Selbstverständnis in
Richtung Zwangsbeglückte "friß oder stirb".


BTW was das Angebot zu einer Mithilfe angeht, hatte ich das vor einem
Jahr mit dem Heise-Verlag anläßlich ihres ersten Retro-Heftes
andiskutiert. Da hatte sich einer der Redakteure per Mail bei mir
gemeldet, nachdem es im Forum (R.I.P.) inhaltliche Kritik gab. Ich hatte
dem recht ausführlich geschrieben, zu welchen Teilthemen ich was
beitragen kann und insbesondere, wo meine Grenzen sind. Ich habe dem ein
Konzept beschrieben, welche Kenner er braucht, um ein umfassendes Werk
zum Thema zu gestalten, geplantes Thema: Diskettenformate (Low Level und
Logisch). Gehört habe ich danach nie wieder etwas. Jetzt ist es mir
egal. Das zweite Retro-Heft war qualitativ dürftig, und mit dem
Heise-Verlag möchte ich nichts mehr zu tun haben. Das Abo ist seit
Monaten gekündigt, die Web-Seite ist tabu, das Forum mit den Zensoren
sowieso.

Da findet sich der relevante Unterschied: beim Heise-Verlag kann ich
mangelnde Qualität durch Entzug meines Geldes "würdigen", beim
Spätzlefunk nicht. Die kassieren mit dem Gerichtsvollzieher.

Gruß, Ralf
Wolfgang Houben
2019-12-22 17:25:43 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Hallo,
gerade schaue ich mir Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Art
vom ZDF an. Die ist aus dem Jahr 2017 und ist aktuell in der Mediathek
<https://rodlzdf-a.akamaihd.net/de/phoenix/19/11/191128_phx_doku_jobs_ge
gen_gates/1/191128_phx_doku_jobs_gegen_gates_2328k_p35v13.mp4>
ZDF-History: Jobs gegen Gates (rund 43min)
Die Szenen sind fast alle von Schauspielern nachgespielt. Und die
Filmausstattung ist eher pannenhaltig.
Ich hab's jetzt zum 1.Mal gesehen und mich gegruselt bei der Anzahl an
Fehlern. Ich glaube, daß die einfach keinen Requisiteur mit Ahnung
hatten. Oder der Film stammt von einem echten Journalisten.
0:13 Jobs zeigt Gates den neuen Mac, also einen später so genannten
Mac 128. Davor ist eindeutig eine Mac-Plus-Tastatur zu erkennen. Die kam
allerdings erst 1986 auf den Markt. Diese Vorführung müßte im Jahr 1982
gewesen sein.
0:16 Die Schreibtischoberfläche sieht nicht so aus, wie ich System 1
in Erinnerung habe. Da Jobs den Mac Gates im Jahr 1982 vorstellte,
könnte das ein System 0.x sein. Blöd nur, daß im Bild die Drucker
"Imagewriter / II DMP", "Ink Jet Printer" und "Daisy Wheel Printer"
erwähnt sind. ImageWriter gab's erst ab April 1984. Der Daisy Wheel
wurde immerhin im Januar 1983 vorgestellt. Daß dort steht, daß einer
angeschlossen sei: geschenkt. Da war kein Kabel angeschlossen.
0:18 Lötorgie in Jobs Garage: das soll im Jahr 1976 gewesen sein,
also als die Apple 1 gelötet wurden. Das, was die löten, ist sehr weit
davon entfernt.
0:24 Hatte Jobs wirklich einen VW T2? Ich meine, daß es ein T1 mit
geteilter Frontscheibe war.
3:21 Der Sprecher über die Bedeutung der Lochstreifen für Gates und
Allan: "Sie nutzen dafür ein frühe Art der Programmierung". Hat denen
vom Film keiner verraten, daß Lochstreifen ein Massenspeicher waren?
Immerhin steht keine explizite Behauptung im Raum, daß Gates BASIC
erfunden hätte, nur die Andeutung.
4:50 Noch eine Lötszene. Das Lötopfer sieht extrem analog aus und
ganz sicher nicht nach einem Apple 1. Der Schauspieler hat vermutlich
vor dieser Szene noch nie was Echtes gelötet. Die Szene wurde sicher vom
Stunt-Team gedreht wg. der Hitze und der Gefahren ;-)
5:17 Im Bild ist ein Apple 1 zu sehen, ein Nachbau. Der ist bestückt
mit Präzisionssockel. Gab's die 1976 bereits? Üblich waren seinerzeit
die problematischen, noch nicht mal die mit dem doppelten Federkontakt.
Das ist einer der Diskussionspunkte bei den heutigen Apple-1-Nachbauern.
Gab's den 6502 Anfang des Jahres 1976 bereits im Plastikgehäuse? Das
Kassettenrekorder-Interface (die Steckkarte) steckt recht schief im
Slot. Jobs tippt blind, ohne auf die Tastatur zu schauen. Das konnten
damals nur Schreibmaschinengeschulte, IMHO. Jobs gehörte eher nicht zu
denen.
7:53 Die zuerst erwähnte Lötorgie etwas ausführlicher: gruselig.
8:13 Die an der Garagenwand hängenden Ausdrucke sehen nicht aus, wie
wenn sie 1976 entstanden seien. Die Art des Vervielfältigens war in
diesem Jahr auch in den USA eher noch von Naßkopierern geprägt. Die
Ergebnisse sahen anders aus.
9:48 Auf der Bestückungsseite kann man löten. Besser wäre es das auf
der Lötseite zu tun. Ein sich wiederholender Fehler.
10:26 Jobs hat im Jahr 1976 angeblich Visionen dargestellt als
Animation: mit 5,25"-Diskettenlaufwerk. Ob das als Massenspeicher
bereits erträumt werden konnte? Das kam tatsächlich im Juni 1978 auf den
Markt, nachdem(!) Wozniak den genialen Controller dafür gebaut hatte.
Der visionäre Monitor ist ein Monitor II, der tatsächlich im Jahr 1984
erschien. Und das Design vom Apple II wird in der Realität ebenso wie
das vom Disk-II-Laufwerk Wozniak zugeschrieben, nicht Jobs. Die
allererste Apple-II-Charge mit Lüfter ab Werk wird allerdings
unterschlagen.
11:05 Eine lobende Erwähnung: Gates hat beim Auspacken seines ersten
Apple II einen Karton beginnend mit der korrekten
Seriennummernbeschriftung "A2S", also Revision 0. Aber alles
handschriftliche im Etikett fehlt.
12:22 Gates packt seinen ersten Apple II aus: hatten die Rev.0-Modelle
bereits ein goldenes Netzteilgehäuse? AFAIK nicht. Der
Plastikwippschalter ist vermutlich bei den Rev.0-Modelle auch nicht
authentisch.
12:34 Der Apple II von Gates hat RAMs mit dem Datecode 8009, also aus
dem Jahr 1980. Paßt nicht. Die ROMs sind, soweit ich das erkennen kann,
die "Applesoft BASIC" aus dem IIplus.
12:53 Wieder eine gruselige Lötszene.
12:57 Im Apple II fehlt das DRAM an der Stelle, wo sonst die Language
Card das Flachbandkabel hat und genau dieses RAM anschließend
beherbergt.
12:57 Die ROMs sind erkennbar: das E0 trägt deutlich lesbar den
Aufdruck "(C) MICROSOFT 77". Damit wird klar, wo Gates sein BASIC
hergeholt hat ;-) In der Filmszene faßt er gerade den Entschluß dieses
erst noch entwickeln zu wollen.
12:58 Gates und Microsoft haben die "Z80 Softcard" entwickelt. Im Bild
ist eine völlig andere Platine mit einem IC in PLCC-Fassung zu sehen.
Gab's die 1980 bereits? Die reale Z80-Karte hatte ausschließlich
traditionelle DIP-Gehäuse.
13:01 Gates legt die viel zu große Fake-Platine waagrecht ins
Apple-II-Gehäuse. Real war das eine senkrecht im Slot steckende Karte.
Bei 13:31 nochmal dasselbe "Spiel".
13:45 Gates und Jobs schauen in den Apple-II-Monitor. Vor 1980. Der
Monitor erschien 1984, siehe oben. Die tatsächlichen Monitore zu dieser
Zeit waren erheblich uneleganter.
13:53 Gates tippt auf der Apple-II-Tastatur von dem Gerät mit dem
fehlenden RAM. Ein Apple II bootet so nicht, AFAIK. Gates führt CP/M
vor: ohne eingebaute Z80-Karte.
14:08 Der Sprecher: "Mit seiner Softcard kann der Apple II nun auch
von Unternehmen genutzt werden." Auweia, denn Visicalc als
6502-Programm existierte bereits und war zu einer Killer-Applikation
geworden.
16:05 Der Requisiteur hat geschlampt: Gates bedient offensichtlich
einen Zenith-Rechner und hat eine Mac Plus Tastatur daneben. Ende 1980.
Der Mac Plus erschien im Januar 1986.
17:53 Im Bild bei Jobs ein Apple IIe mit dem Monitor III. Diese
Konfiguration gab es erst ab Januar 1983. Im Kontext geht es um den
ersten IBM PC, und der kam im August 1981 auf den Markt, also deutlich
früher. Da hat wohl wieder der Requisiteur geschlampt.
19:00 Jobs schaut sich laut Doku chronologisch danach erstmalig bei
Xerox die grafische Benutzeroberfläche an. Das war tatsächlich im Jahr
1979, also der nächste Fehler in der Chronologie. Zudem klingt die
<https://www.folklore.org/StoryView.py?project=Macintosh&story=On_Xerox,
_Apple_and_Progress.txt>
20:06 Der Sprecher über die GUI zur angeblichen Xerox-Oberfläche im
Jahr 1979: "Der Nutzer hat so mehrere Programme auf einmal im Blick und
kann sie parallel nutzen." Das galt für Xerox, aber nicht beim Mac! Das
kam erst einige Jahre später mit dem Multifinder (am 11.8.1987).
20:53 Jobs betätigt eine Maustaste vor der Xerox-Maschine. Es ist
allerdings eine Eintasten-Maus vom Mac 128. Das aufgeklebte Gaffa-Band
soll eine 3-Tasten-Maus von Xerox darstellen. Da hat wohl wieder der
Requisiteur geschlampt.
21:03 Die Lisa mit ihrer grafischen Benutzeroberfläche wird komplett
unterschlagen.
21:32 Jobs wählt die Entwickler fürs neu entstehende Mac-Team aus. Die
sollen in Zukunft die GUI entwickeln. Im Bild ist ein Apple-II-Monitor
mit einer grafischen Benutzeroberfläche bereits zu sehen. Unter dem
Monitor ist ein Apple II zu erkennen. Das paßt überhaupt nicht zusammen.
22:05 Ein Mac (128) ist im Bild, daran angeschlossen die Maus mit dem
männlichen SubD-9-Stecker. Aber der steckt an der falschen Stelle am
Mac, an der seriellen Modem-Schnittstelle. Erwähnte ich schon: gruselig.
Diese Szene spielte vor April 1983, also 9 Monate, bevor der Mac
erschien. Aber das Gerät ist ein Seriengerät mit korrektem
Serienaufkleber und FCC-Nummer. Wenig glaubhaft.
22:36 "Sculley wird im April 1983 neuer Vorstandschef bei Apple. Der
neue Macintosh ist zu diesem Zeitpunkt so gut wie fertig." AFAIK war der
9 Monate vor Markteinführung alles andere als fertig. In dieser Szene
steht wieder ein Apple II mit einem Monitor II des Folgejahrs auf Jobs
Schreibtisch, wo Sekunden vorher der Mac stand.
23:20 Jobs präsentiert Gates den neuen Mac. In der Chronologie nach
der obigen Szene, also nach dem April 1983. AFAIK hat Gates den Mac
bereits im Jahr 1982 zu Gesicht bekommen, und das nicht im
Seriengehäuse. Aber hier steckt die Maus am richtigen Anschluß :-) Die
falsche Tastatur hatte ich bereits erwähnt.
23:41 Gates spielt mit der angeblich GUI vom Mac. Erkennbar die
Begriffe "Expansion Slot 2", "Parallel Connector" oder "Profile". Da hat
wohl wieder der Requisiteur geschlampt.
24:08 Gates erläutert seinen Mitarbeitern die gerade gesehene Mac-GUI
anhand von Microsoft Paint, das sie erst später schreiben werden. Wieder
mal ein absurder logischer Fehler.
Und jetzt reicht's mir wieder mal mit der öffentlich-rechtlichen
Verblödung! So einen Mist von diesen selbsternannten Fake-News-Erkennern
kann man nicht anschauen. Dafür müßte man mehr als 17-Euro-50 erhalten!
Pro Tag!
Gruß, Ralf
Gehört diese Ablehnung des ÖRR überhaupt hierher? Ich sehe das nicht so.
Inhaltlich Kritik wird dadurch doch eher verlieren.
Gruß Wolfgang Houben
Ralf Kiefer
2019-12-22 17:34:11 UTC
Permalink
Post by Wolfgang Houben
Gehört diese Ablehnung des ÖRR überhaupt hierher?
In zweiter Linie schon, IMHO.
Post by Wolfgang Houben
Inhaltlich Kritik wird dadurch doch eher verlieren.
Die steht für mich an erster Stelle bei dieser schlechten Dokumentation.
An zweiter Stelle steht allerdings, daß diese Anstalten den Anspruch
vehement vertreten die alleinige Wahrheit zu vertreten. An anderer
Stelle schrieb ich schon, daß mir das vor 2014 egal gewesen wäre.

Gruß, Ralf
Hanno Foest
2019-12-22 17:46:33 UTC
Permalink
Am 22.12.19 um 18:25 schrieb Wolfgang Houben:

[fullquote gelöscht]
Post by Wolfgang Houben
Gehört diese Ablehnung des ÖRR überhaupt hierher?
Fullquotes zumindest definitiv nicht.
Post by Wolfgang Houben
Ich sehe das nicht so.
Inhaltlich Kritik wird dadurch doch eher verlieren.
Ich finde Ralfs Genauigkeitsanspruch zwar einerseits etwas übertrieben,
aber andererseits ist die Frage berechtigt, was man bei einem
Monopolisten gegen die friß-oder-stirb Mentalität gegenüber der Qualität
das Angebots tun kann. Wobei mich da eher andere Dinge stören, aber
*das* ist dann wirklich off topic.

Hanno
--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
Ralf Kiefer
2019-12-22 18:26:48 UTC
Permalink
Post by Hanno Foest
Ich finde Ralfs Genauigkeitsanspruch zwar einerseits etwas übertrieben,
Natürlich habe ich das in diesem Fall sehr genau genommen. Aber wer
schon mal beim Verwaltungsgericht saß und so eine Verhandlung miterlebt
hat, wie dort Verwaltungsrichter und manchmal sogar Vertreter der
Staatsmacht, äh der Landesrundfunkbehörde herumeiern, sieht mein
Rosinenausscheiden dem Benehmen des Gegners geschuldet.

Hier sind immerhin Leser, die meine Einwände fachlich nachvollziehen
(oder widerlegen) können.
Post by Hanno Foest
aber andererseits ist die Frage berechtigt, was man bei einem
Monopolisten gegen die friß-oder-stirb Mentalität gegenüber der Qualität
das Angebots tun kann.
Das ist ganz einfach: nur Kunden bezahlen für die Dienstleistung. Dann
kann jeder selbst entscheiden, ob er Kunde wird oder nicht. So wie es
tendentiell von Beginn an bis 2013 war.

Gruß, Ralf
Martin Peters
2019-12-25 15:35:58 UTC
Permalink
Wolfgang Houben schrieb:
(...)
Post by Wolfgang Houben
Gehört diese Ablehnung des ÖRR überhaupt hierher? Ich sehe das nicht so.
Wenn die Thematisierung der historischen Akkuratess einer Doku bzw.
eines historischen Films nicht hierher gehoert, wohin dann?

Was allerdings definitiv nicht hierher gehoert sind sinnlose Fullquotes.
Eric Bruecklmeier
2019-12-22 17:35:39 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Hallo,
gerade schaue ich mir Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Art
vom ZDF an. Die ist aus dem Jahr 2017 und ist aktuell in der Mediathek
<https://rodlzdf-a.akamaihd.net/de/phoenix/19/11/191128_phx_doku_jobs_ge
gen_gates/1/191128_phx_doku_jobs_gegen_gates_2328k_p35v13.mp4>
ZDF-History: Jobs gegen Gates (rund 43min)
Die Szenen sind fast alle von Schauspielern nachgespielt. Und die
Filmausstattung ist eher pannenhaltig.
Ich hab's jetzt zum 1.Mal gesehen und mich gegruselt bei der Anzahl an
Fehlern. Ich glaube, daß die einfach keinen Requisiteur mit Ahnung
hatten. Oder der Film stammt von einem echten Journalisten.
Das ist natürlich kaum auszuhalten - ein unglaublicher Skandal...

... nein, das meine ich nicht ernst.
Kay Martinen
2019-12-22 18:03:10 UTC
Permalink
Post by Eric Bruecklmeier
Post by Ralf Kiefer
Hallo,
gerade schaue ich mir Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Art
vom ZDF an. Die ist aus dem Jahr 2017 und ist aktuell in der Mediathek
<https://rodlzdf-a.akamaihd.net/de/phoenix/19/11/191128_phx_doku_jobs_ge
gen_gates/1/191128_phx_doku_jobs_gegen_gates_2328k_p35v13.mp4>
ZDF-History: Jobs gegen Gates (rund 43min)
Die Szenen sind fast alle von Schauspielern nachgespielt. Und die
Filmausstattung ist eher pannenhaltig.
Ich hab's jetzt zum 1.Mal gesehen und mich gegruselt bei der Anzahl an
Fehlern. Ich glaube, daß die einfach keinen Requisiteur mit Ahnung
hatten. Oder der Film stammt von einem echten Journalisten.
Das ist natürlich kaum auszuhalten - ein unglaublicher Skandal...
Schreist du hier grade "Relotius" oder war's doch nur ein "Jehova"?
Post by Eric Bruecklmeier
... nein, das meine ich nicht ernst.
Faktenfinder kannst du nicht ernst nehmen? In welcher Filterblase fühlst
du dich denn am wohlsten.

:-)

Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Eric Bruecklmeier
2019-12-22 18:10:45 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Faktenfinder kannst du nicht ernst nehmen? In welcher Filterblase fühlst
du dich denn am wohlsten.
Dreckerlessscheisser und Wutbürger kann ich nicht besonders ernst
nehmen, das ist wohl so...
Kay Martinen
2019-12-22 18:25:30 UTC
Permalink
Post by Eric Bruecklmeier
Post by Kay Martinen
Faktenfinder kannst du nicht ernst nehmen? In welcher Filterblase fühlst
du dich denn am wohlsten.
Dreckerlessscheisser
? Was soll'n das sein?
Post by Eric Bruecklmeier
und Wutbürger kann ich nicht besonders ernst
nehmen, das ist wohl so...
Nun kann ich die Korrektheit von Ralf's gefundenen Fehlern mangels
Apple-kenntnissen nicht selbst verifizieren aber Wütend klang das für
mich nicht. Und ich lese hier schon einige Jahre und Ralf ist mir nie
als jemand aufgefallen der Falsches Behauptet oder "Wutbürgert". Und
falls du mich damit gemeint haben solltest, dann schreibst du offenbar
gegen einen Spiegel den du dir selbst vorhalten solltest.

Frage ist: Kannst du das beurteilen? Aufgrund welcher Kenntnisse? Kann
mich nicht erinnern hier oder anderswo Sachdienliche Artikel von dir
gelesen zu haben.

Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Eric Bruecklmeier
2019-12-22 18:43:10 UTC
Permalink
Am 22.12.2019 um 19:25 schrieb Kay Martinen:

[...]
Post by Kay Martinen
Nun kann ich die Korrektheit von Ralf's gefundenen Fehlern mangels
Apple-kenntnissen nicht selbst verifizieren
Die gefundenen "Fehler" sind im Kontext der erzählten Geschichte völlig
unerheblich. Sie sind lediglich optischer Zierat zu einer Geschichte,
die möglicherweise im Hörfunk besser aufgehoben wäre. Inhaltlich kam
aber keinerlei Kritik und welche Sockenmarke Bill evtl. trug oder auch
nicht, ändert am Rest der Geschichte genau nix. Insofern empfinde ich
seine Einwände als überzogen kleinlich und eher peinlich.
Post by Kay Martinen
aber Wütend klang das für
mich nicht. Und ich lese hier schon einige Jahre und Ralf ist mir nie
als jemand aufgefallen der Falsches Behauptet oder "Wutbürgert".
Er drischt auf diese Sendung bzw. deren Autoren ein, meint aber
tatsächlich das Finanzierungsmodell des ÖRR. Das ist unsachlich.
Post by Kay Martinen
Und
falls du mich damit gemeint haben solltest, dann schreibst du offenbar
gegen einen Spiegel den du dir selbst vorhalten solltest.
Frage ist: Kannst du das beurteilen? Aufgrund welcher Kenntnisse?
Du sprichst in Rätseln. Kann ich *was* beurteilen?
Post by Kay Martinen
Kann
mich nicht erinnern hier oder anderswo Sachdienliche Artikel von dir
gelesen zu haben.
Das könnte am Leser liegen.
Ralf Kiefer
2019-12-22 19:45:29 UTC
Permalink
Post by Eric Bruecklmeier
Die gefundenen "Fehler" sind im Kontext der erzählten Geschichte völlig
unerheblich.
Genau da bin ich anderer Meinung, wie aus der Liste hervorgeht. Die
Chronologie stimmt in etlichen Details nicht. Die Lisa wurde komplett
"vergessen" genauso wie Visicalc. Der Xerox-Besuch ist sowohl von der
Chronologie wie auch vom Inhalt her falsch dargestellt.

Es sind grundlegende, handwerkliche Fehler.
Post by Eric Bruecklmeier
Sie sind lediglich optischer Zierat zu einer Geschichte,
die möglicherweise im Hörfunk besser aufgehoben wäre.
Du hebst auf die Mängel bei der Requisite ab. Blöd nur, daß das die
unbedarften Zuschauer sehen und so glauben.
Post by Eric Bruecklmeier
Insofern empfinde ich
seine Einwände als überzogen kleinlich und eher peinlich.
Die Einwände sind von grundlegender Art und teilweise genau so penibel,
wie die Landesrundfunkbehörden agieren und sich selbst darstellen, z.B.
ihre Arroganz des Fake-News-Finder.
Post by Eric Bruecklmeier
Er drischt auf diese Sendung bzw. deren Autoren ein, meint aber
tatsächlich das Finanzierungsmodell des ÖRR. Das ist unsachlich.
Siehe
Message-ID: <1oj00n1.nboova1owcoaN%***@gmx.de>


BTW schau zu Youtube:
Titel: "Rivalen: Bill Gates und Steve Jobs"

Rund 44min, ein paar Jahre alt und ebenfalls mit ZDF-Logo. Hatten die
für den neueren Film noch Budget übrig und mußten das rausblasen? Oder
wurde eine befreundete Produktionsfirma mit einem lukrativen Auftrag
beschenkt?

Gruß, Ralf
Eric Bruecklmeier
2019-12-23 09:54:24 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Eric Bruecklmeier
Die gefundenen "Fehler" sind im Kontext der erzählten Geschichte völlig
unerheblich.
Genau da bin ich anderer Meinung,
klar, das bleibt Dir ja unbenommen. Ich tat lediglich meine Meinung zu
Deiner Meinung kund - nicht mehr und nicht weniger.
Martin Peters
2019-12-25 16:49:18 UTC
Permalink
Post by Eric Bruecklmeier
Post by Ralf Kiefer
Post by Eric Bruecklmeier
Die gefundenen "Fehler" sind im Kontext der erzählten Geschichte völlig
unerheblich.
Genau da bin ich anderer Meinung,
klar, das bleibt Dir ja unbenommen. Ich tat lediglich meine Meinung zu
Deiner Meinung kund - nicht mehr und nicht weniger.
Mit Verlaub: Wenn Dich Details und historische Korrektheit nicht
interessieren, dann ist das Deine Sache. Aber warum aeusserts Du Dich
dann ueberhaupt und staenkerst gegen Leute, die einfach nur mal darauf
hinweisen, wie historisch akkurat das ist, was da mit Gebuehrengeldern
finanziert wurde? Welche Schluesse man daraus zieht, bleibt immernoch
jedem selbst ueberlassen.

Ich kann Ralf gut verstehen: Grade vermeintlich unwichtige Details
werden bei der Darstellung historischer Fakten ja sehr oft nicht so
wichtig genommen... entsprechende Mythenbildung inklusive. Beispiel
gefaellig: Seit dem Film 23 denkt z.B. "jeder", dass "eine" PDP-11 ein
aus mehreren mannshohen Schraenken bestehendes Rechnenmonster ist, das
einen Drehstromanschluss zum Betrieb braucht. Ein Mythos, der nicht
totzukriegen ist.

Natuerlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, dass es fuer den
Lauf der Weltgeschichte einfach scheissegal ist, ob das nun der Wahrheit
entspricht oder nicht. Dass der dargestellte Rechner in Wirklichkeit
nicht einmal ein DEC-Rechner, sondern eine IBM AS/400 war... who cares?
Historisch falsch war es aber trotzdem, auch wenn es den
Unterhaltungswert des Films nicht zwangsweise schmaelert. Aber mit
historischen Tatsachen hat es eben auch nichts zu tun, voellig
unabhaengig davon, ob der Film diesen Anspruch ueberhaupt erhebt.

Aber fuer den Gang der Geschichte ist es eben auch scheissegal, ob
Napoleon nun 1821 auf St. Helena an einem Krebsleiden oder beim
Sagria-Saufen auf Malle gestorben ist. Aber wuerdest Du einen Film ernst
nehmen, der letzteres behauptet? Merkste selber, ja?

Natuerlich ist Akkuratesse bei der Nacherzaehlung historischer
Ereignisse immer so ne Sache. Es wird halt immer eine Nacherzaehlung
bleiben, egal wieviel Muehe man sich gibt. Aber es gibt halt doch Filme,
bei denen die Macher die eigene Messlatte so niedrig angesetzt haben,
dass man sich fragt, was denn nun die Intention war. Und wenn die
Akkuratesse ohne Not in einem derartigen Ausmass leidet, wie Ralf es
beschrieben hat, fragt man sich schon, ob es wirklich um die korrekte
Darstellung geht oder einfach nur darum, irgendwelche Programmplaetze
mit was Neuem fuellen zu koennen. Aber dann darf man das durchaus auch
im Kontext der Tatsache thematisieren, dass man als Gebuehrenzahler
gezwungen wird, dem oeffentlich-rechtlichen Rundfunk monatlich einen
Haufen Kohle fuer sowas in den Rachen zu werfen. Man muss doch nicht
jeden Kritiker gleich in der Fraktion derer verorten, die
"Luegenpresse"-schreiend durch die Strassen zieht.

Wenn die Macher eines solchen Films es aber bereits nicht schaffen
(trotz massiger Verfuegbarkeit) die richtige Tastatur beizubringen,
fragt man sich halt, wie akkurat die Recherche und die Wiedergabe
historischer Fakten ansonsten so war bzw. was die Ansprueche denn nun
waren. Und das - leider - nicht nur bei dieser Produktion, sondern auch
bei solchen, bei denen man das vielleicht nicht so gut beurteilen kann.

Und mal ehrlich: Grade bei den Lesern dieser Gruppe und ueberhaupt bei
alle Classic-Computing-Veteranen sind doch die Details das Salz in der
Suppe ihres Hobbys. Warum sollte man das hier nicht thematisieren
duerfen?
Eric Bruecklmeier
2019-12-26 10:36:16 UTC
Permalink
Am 25.12.2019 um 17:49 schrieb Martin Peters:

[...]
Post by Martin Peters
Mit Verlaub: Wenn Dich Details und historische Korrektheit nicht
interessieren, dann ist das Deine Sache. Aber warum aeusserts Du Dich
dann ueberhaupt und staenkerst gegen Leute, die einfach nur mal darauf
hinweisen, wie historisch akkurat das ist, was da mit Gebuehrengeldern
finanziert wurde?
Soso, das verstehst Du unter einfach nur mal auf etwas hinweisen:

"Und jetzt reicht's mir wieder mal mit der öffentlich-rechtlichen
Verblödung! So einen Mist von diesen selbsternannten Fake-News-Erkennern
kann man nicht anschauen. Dafür müßte man mehr als 17-Euro-50 erhalten!
Pro Tag!"

interessant...
Kay Martinen
2019-12-26 16:24:57 UTC
Permalink
Post by Eric Bruecklmeier
[...]
Post by Martin Peters
Mit Verlaub: Wenn Dich Details und historische Korrektheit nicht
interessieren, dann ist das Deine Sache. Aber warum aeusserts Du Dich
dann ueberhaupt und staenkerst gegen Leute, die einfach nur mal darauf
hinweisen, wie historisch akkurat das ist, was da mit Gebuehrengeldern
finanziert wurde?
Die Auflistung der Zeitindices und Fehler waren m.E. genau das.
Post by Eric Bruecklmeier
"Und jetzt reicht's mir wieder mal mit der öffentlich-rechtlichen
Verblödung! So einen Mist von diesen selbsternannten Fake-News-Erkennern
kann man nicht anschauen. Dafür müßte man mehr als 17-Euro-50 erhalten!
Pro Tag!"
Und das werte ich als Persönlichen Kommentar dazu und als seine Meinung.
Die Folgerungen daraus werden hier offensichtlich von einigen Geteilt -
außer dir.

Und das ist...
Post by Eric Bruecklmeier
interessant...
Ja, wirklich. Arbeitest du "rein zufällig" bei den ÖR?

Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Eric Bruecklmeier
2019-12-26 16:41:55 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Und das werte ich als Persönlichen Kommentar dazu und als seine Meinung.
Ja, und mein ursprünglicher Kommentar und damit meine Meinungsäußerung
bezog sich genau darauf. Und ich stehe dazu, daß ich seinen Kommentar
(insb. angesichts des echten Mülls der tagtäglich auf dem ÖRR verteilt
wird) für völlig überzogen halte. Das kann man jetzt noch hundertmal im
Kreis diskutieren - allein es wird an meiner Meinung dazu nicht viel
ändern.
Post by Kay Martinen
Die Folgerungen daraus werden hier offensichtlich von einigen Geteilt
außer dir.
Selbst wenn es so wäre, könnte ich damit ganz gut leben.
Post by Kay Martinen
Ja, wirklich. Arbeitest du "rein zufällig" bei den ÖR?
Weder zufällig, noch absichtlich.
--
Ich muss nicht kultiviert *aussehen* - ich bin es.

Profiklaus in d.r.f.
Sebastian Barthel
2019-12-26 19:23:30 UTC
Permalink
Post by Eric Bruecklmeier
Post by Kay Martinen
Und das werte ich als Persönlichen Kommentar dazu und als seine Meinung.
Ja, und mein ursprünglicher Kommentar und damit meine Meinungsäußerung
bezog sich genau darauf.
Zitat 1
Post by Eric Bruecklmeier
Das ist natürlich kaum auszuhalten - ein unglaublicher Skandal...
... nein, das meine ich nicht ernst.
Zitat 2
Post by Eric Bruecklmeier
Dreckerlessscheisser und Wutbürger kann ich nicht besonders ernst
nehmen, das ist wohl so...
Na ja, das ist in dem speziellen Fall hier ja durchaus auch so eine Sache
mit dem "ursprünglichen Kommentar".
Post by Eric Bruecklmeier
Und ich stehe dazu, daß ich seinen Kommentar
(insb. angesichts des echten Mülls der tagtäglich auf dem ÖRR verteilt
wird) für völlig überzogen halte. Das kann man jetzt noch hundertmal im
Kreis diskutieren - allein es wird an meiner Meinung dazu nicht viel
ändern.
Vielleicht sollte man einfach mal die beiden Themen, nämlich a.)
Gebührendiskussion vs. b.) Korrektheit einer Dokumentation trennen und
dann kommt ihr ja vielleicht auch wieder auf einen ähnlichen Standpunkt.


Schönen Gruß,
SBn
Eric Bruecklmeier
2019-12-27 09:00:13 UTC
Permalink
Post by Sebastian Barthel
Post by Eric Bruecklmeier
Post by Kay Martinen
Und das werte ich als Persönlichen Kommentar dazu und als seine Meinung.
Ja, und mein ursprünglicher Kommentar und damit meine Meinungsäußerung
bezog sich genau darauf.
Zitat 1
Post by Eric Bruecklmeier
Das ist natürlich kaum auszuhalten - ein unglaublicher Skandal...
... nein, das meine ich nicht ernst.
Ich weiß, was ich schrieb und das bezog sich zu 100% auf die, in meinen
Augen, völlig überzogene Reaktion.
Post by Sebastian Barthel
Zitat 2
Post by Eric Bruecklmeier
Dreckerlessscheisser und Wutbürger kann ich nicht besonders ernst
nehmen, das ist wohl so...
Na ja, das ist in dem speziellen Fall hier ja durchaus auch so eine Sache
mit dem "ursprünglichen Kommentar".
Das war ja auch nicht mein ursprünglicher Kommentar.


Und was willst Du jetzt eigentlich sagen? Der Sinn dieser Diskussion
erschließt sich mir nicht...
Sebastian Barthel
2019-12-28 10:30:59 UTC
Permalink
Post by Eric Bruecklmeier
Post by Sebastian Barthel
Post by Eric Bruecklmeier
Post by Kay Martinen
Und das werte ich als Persönlichen Kommentar dazu und als seine Meinung.
Ja, und mein ursprünglicher Kommentar und damit meine Meinungsäußerung
bezog sich genau darauf.
Na ja, das ist in dem speziellen Fall hier ja durchaus auch so eine
Sache mit dem "ursprünglichen Kommentar".
Das war ja auch nicht mein ursprünglicher Kommentar.
Und was willst Du jetzt eigentlich sagen? Der Sinn dieser Diskussion
erschließt sich mir nicht...
Ich wollte damit wohl sagen, daß Dein ursprünglicher Kommentar
anscheinend für den "Mitlesenden" ein anderer ist, als der, den Du als
ersten selbst wahrnimmst.

Und insbesondere das zweite Posting ist schon echt schwierig, weil das ja
- zumindest kann man das so lesen - beeinhaltet, daß der Ralf K. (TE),
ein Wutbürger und anderes sei. Im Prinzip kann man das schon auch als
Beschimpfung bzw. Unterstellung lesen; was somit aber auch genau der
gleiche Modus wäre, dem man ja "dem Wutbürger" als solchem vorwerfen
würde.

Ist einfach eine extrem unglückliche Diskussionseröffnung, zumindest,
wenn man evtl. zu einer Aussage z.B. zur (wünschenswerten) Qualität von
Dokumentationen kommen will.


Gruß,
SBn
Ralf Kiefer
2019-12-28 12:16:51 UTC
Permalink
Post by Sebastian Barthel
Und insbesondere das zweite Posting ist schon echt schwierig, weil das ja
- zumindest kann man das so lesen - beeinhaltet, daß der Ralf K. (TE),
ein Wutbürger und anderes sei.
Seit ein paar Jahren, oder genauer mit dem Aufkommen von Widerstand
gegen die Haushaltszwangsabgabe, gibt es immer mehr Betroffene, die
Kritik jeglicher Art an den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mit
AfD-Sympathisantentum, Reichsbürger u.ä. verbinden, meist beleidigend
und aggressiv. Was soll's? Es sagt mehr aus über den, der sich derartig
äußert als über den, der damit getroffen werden soll. Ich überlegte
seinerzeit nur, warum diese Art von Betroffenheit aufkam. Täter oder
Stockholm-Syndrom? Oder fürchten diese Konsumenten, daß sie mehr für
ihren Fernsehkonsum bezahlen müssen, wenn dieser von denjenigen nicht
mehr mitfinanziert wird, die seit 2014 ohne Konsum bezahlen müssen.

Mir ging's zuerst um die inhaltlichen Schwächen des Produkts, in zweiter
Linie um den Anspruch der Macher an die Qualität ihrer Produkte, die
hier gewaltig aus dem Ruder lief. Wäre nur der erste Aspekt relevant,
ohne daß ich für dieses Produkt habe bezahlen müssen, hätte ich mich gar
nicht geäußert. Ich hätte mir nicht mal die Mühe gemacht weiter als 5min
zu schauen und meine Kritik ausführlich zu begründen.
Post by Sebastian Barthel
Ist einfach eine extrem unglückliche Diskussionseröffnung, zumindest,
wenn man evtl. zu einer Aussage z.B. zur (wünschenswerten) Qualität von
Dokumentationen kommen will.
Eine Diskussion über die Qualität der Produkte gleitet meistens in die
oben beschriebene Ecke ab, denn inhaltliche Kritik wird von einem Teil
geäußert, vom anderen nicht zugelassen und schon gar nicht drauf
eingegangen. Es handelt sich offensichtlich um eine Art von Religion
bzw., wenn man es nicht besser weiß, glaubt man ganz fest dran, und dann
stimmt's auch ;-) Moderne Zeiten oder Mittelalter? Kein Oder. Es trifft
sich gerade.


Gruß, Ralf
Eric Bruecklmeier
2019-12-28 12:19:09 UTC
Permalink
Post by Sebastian Barthel
Post by Eric Bruecklmeier
Post by Sebastian Barthel
Post by Eric Bruecklmeier
Post by Kay Martinen
Und das werte ich als Persönlichen Kommentar dazu und als seine Meinung.
Ja, und mein ursprünglicher Kommentar und damit meine Meinungsäußerung
bezog sich genau darauf.
Na ja, das ist in dem speziellen Fall hier ja durchaus auch so eine
Sache mit dem "ursprünglichen Kommentar".
Das war ja auch nicht mein ursprünglicher Kommentar.
Und was willst Du jetzt eigentlich sagen? Der Sinn dieser Diskussion
erschließt sich mir nicht...
Ich wollte damit wohl sagen, daß Dein ursprünglicher Kommentar
anscheinend für den "Mitlesenden" ein anderer ist, als der, den Du als
ersten selbst wahrnimmst.
Das ist eigentlich keine Frage der Wahrnehmung, sondern der Chronologie.
Post by Sebastian Barthel
Und insbesondere das zweite Posting ist schon echt schwierig, weil das ja
- zumindest kann man das so lesen - beeinhaltet, daß der Ralf K. (TE),
ein Wutbürger [...] sei.
Tja, was soll ich dazu sagen - klingt für mich schon ein wenig danach:

"Und jetzt reicht's mir wieder mal mit der öffentlich-rechtlichen
Verblödung! So einen Mist von diesen selbsternannten Fake-News-Erkennern
kann man nicht anschauen. Dafür müßte man mehr als 17-Euro-50 erhalten!
Pro Tag!"
Post by Sebastian Barthel
Ist einfach eine extrem unglückliche Diskussionseröffnung,
Bezogen auf das obige Zitat, gebe ich Dir Recht.

Ich finde aber, daß es nun auch wieder reicht - mein Anliegen war
eigentlich nur, den in meinen Augen unangemessenen und eher peinlichen
Wutausbruch nicht unkommentiert stehen zu lassen...
Dominik Henle
2019-12-26 11:18:48 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Und jetzt reicht's mir wieder mal mit der öffentlich-rechtlichen
Verblödung! So einen Mist von diesen selbsternannten Fake-News-Erkennern
kann man nicht anschauen. Dafür müßte man mehr als 17-Euro-50 erhalten!
Pro Tag!
Sind die Dokus von Russia Today und CCTV eigentlich besser? Bei diesem
Sendern müsstest du ja besser aufgehoben sein...

Viele Grüße
DH
Kay Martinen
2019-12-26 16:24:44 UTC
Permalink
Post by Dominik Henle
Post by Ralf Kiefer
Und jetzt reicht's mir wieder mal mit der öffentlich-rechtlichen
Verblödung! So einen Mist von diesen selbsternannten Fake-News-Erkennern
kann man nicht anschauen. Dafür müßte man mehr als 17-Euro-50 erhalten!
Pro Tag!
Sind die Dokus von Russia Today und CCTV eigentlich besser? Bei diesem
Sendern müsstest du ja besser aufgehoben sein...
Gewagte These, und eine Krasse Unterstellung. Ja fast schon beleidigend,
finde ich (auch wenn nicht an mich adressiert)


Kay
--
Sent via SN (Eisfair-1)
Norbert Narten
2019-12-28 12:07:05 UTC
Permalink
Moin zusammen,

Ich habe mir die Doku vom ZDF inzwischen auch angesehen.
Die Doku wurde vom ZDF von Stephen David Entertaiment dazu
gekauft. Die Deutsche Bearbeitung wurde von Montage+ gemacht.
Ich glaube, den Fehler, den man hier gemacht hat, ist einfach
davon auszugehen, das die Produktions-Firma alles richtig
recherchiert hat. Das die Produktions-Firma hier keine
Original-Platinen "Verbraten" hat, ist zumindest aus meiner
Sicht ein Plus-Punkt, über alles andere können wir gerne
weiter diskutieren ... ;-)


Norbert
Ralf Kiefer
2019-12-28 12:27:56 UTC
Permalink
Post by Norbert Narten
Das die Produktions-Firma hier keine
Original-Platinen "Verbraten" hat, ist zumindest aus meiner
Sicht ein Plus-Punkt, über alles andere können wir gerne
weiter diskutieren ... ;-)
Es gibt seit etlichen Jahren eine nicht gerade kleine
Apple-1-Nachbaugemeinde [1]. Das Platinendesign und entsprechende
Nachfertigungen existieren. Eine solche Platine (oder zwei) sind in der
"Doku" zu erkennen. Eine originale würde man heute nicht mehr antasten,
da die einen mind. sechsstelligen US$- oder Euro-Preis erzielen. In der
Nachbaugemeinde wird eher um die Bestückung "gefeilscht", vom Sockel bis
Datecode der ICs.

Gruß, Ralf

[1] u.a. hier: https://www.applefritter.com/forum/80
Norbert Narten
2019-12-28 12:45:34 UTC
Permalink
Das ist schön (ohne Ironie). Wenn ich mir Apple I nachbauen wollte,
würde ich allerdings vernünftige Sockel einsetzten, damit wenn mal
was kaputt geht, der Austausch leichter wird. Ob die Date-Codes zu
dem zum Erstauslieferungs-Datum wäre mir dabei ehrlich gesagt egal.
Ich möchte ja mit der damaligen Software "rum spielen"... Die Hard-Core
Fan Gemeinde darf das gerne auf die Spitze Treiben mit der Originalität
der Bauteile. Das meine ich auch ohne Ironie. Es hat sogar eine
Berechtigung, wenn man feststellt, das der Nachbau nicht funktioniert,
weil z.B. eine fehlerbereinigte 6502 CPU drin steckt und die Programme
von damals eventuell regen Gebrauch von den "Illegal Opcodes" gemacht haben.


Norbert

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