Discussion:
Kennt noch jemand Drucker mit typebox?
(zu alt für eine Antwort)
Andreas Bockelmann
2021-03-03 12:38:18 UTC
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Hallo zusammen,

wir hatten in den 1980er Jahren noch einen Honeywell Bull H316 in der Schule
stehen. Neben einem Teletype 33 ASR war da noch ein "Schnelldrucker"
angeschlossen, der ca. doppelt so schnell wir das Teletype Terminal drucken
konnte. Die Drucktechnik kannte ich damals als Typentafel. Ein Block mit 96
Metallstempeln, der in X und Y-Richtung verschoben wurde und dann wurde ein
Hammer von hinten ausgelöst, der den ausgewählten Stempel anschlug.
Ähnlich wie im Teletype 37

Ich meine, der Drucker stammte auch von Teletype, kann mir da jemand eine
passende Modellnummer zu nennen?
Alternativ könnte es Facit gewesen sein, aber wenn ich mich richtig erinere
hatten wir nur Lochstreifenstanzer und -Leser von Facit.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
Arno Welzel
2021-03-03 21:51:50 UTC
Permalink
Post by Andreas Bockelmann
Hallo zusammen,
wir hatten in den 1980er Jahren noch einen Honeywell Bull H316 in der Schule
stehen. Neben einem Teletype 33 ASR war da noch ein "Schnelldrucker"
angeschlossen, der ca. doppelt so schnell wir das Teletype Terminal drucken
konnte. Die Drucktechnik kannte ich damals als Typentafel. Ein Block mit 96
Metallstempeln, der in X und Y-Richtung verschoben wurde und dann wurde ein
Hammer von hinten ausgelöst, der den ausgewählten Stempel anschlug.
Ähnlich wie im Teletype 37
Ich meine, der Drucker stammte auch von Teletype, kann mir da jemand eine
passende Modellnummer zu nennen?
Hier gibt's mehr Infos dazu:

<https://kb8ojh.net/station/teletype/>
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Andreas Bockelmann
2021-03-04 08:05:06 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
<https://kb8ojh.net/station/teletype/>
Danke für den Link, aber das trifft nicht was ich suche. Das Teletype 28 war
ja auch ein Fernschreiber, aber wir hatten damals noch einen reinen Drucker.
Den konnte ich zwar nicht über den Basic-Interpreter ansprechen, aber die
Schulkameraden, die mit Fotran gearbeitet haben, haben darauf gedruckt.

Eigentlich schade, dass die beiden Honeywell, die Magnettrommeleinheit und
die beiden ASR33 damals in den Schrott gingen, wie ich beim Treffen 20 Jahre
nach dem Abi erfahren musste.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
Martin Hepperle
2021-03-04 15:05:57 UTC
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... vielleicht ein "Banddrucker" oder "Kettendrucker"?
Da läuft/laufen ein/mehrere Stahlbänder mit eingeprägten Buchstaben ständig um und wenn der passende Buchstabe "zufällig" vorbeikommt, schlägt ihm ein Hammer eins auf den Kopf. Mach dann etwas so "rabamm-rabemm-rabamm-rabambam" im Kalaschnikov Rhythmus. (https://de.wikipedia.org/wiki/Kettendrucker)
Einen massiver Typenblock ausreichend schnell x-y zu verschieben, dürfte für die gewünschte Geschwindigkeit schwer möglich sein.

Ähnliches gibt es auch bei kleinen Tischrechenmaschinen - die haben teilweise in (meist japanisches) Druckwerk mit einer ständig rotierenden Typenwalze und in jeder Spalte ein elektromechanisches Hämmerchen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Trommeldrucker)

Martin
Markus Elsken
2021-03-05 22:03:12 UTC
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Moin!
Post by Martin Hepperle
Mach dann etwas so "rabamm-rabemm-rabamm-rabambam" im Kalaschnikov Rhythmus.
Im extremen Zeitlupen-Modus vielleicht. In der Realität machen die
meep-meep-meep und jedes meep ist eine Zeile in A3 quer.
Beim Kettendrucker in der Uni ist mal während eines Drucks die Kette
gerissen. Trotz 1,5mm Stahlblech war dann eine imposante Beule drin.

mfg Markus
Rainer Knaepper
2021-03-07 22:37:00 UTC
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Post by Markus Elsken
Moin!
Post by Martin Hepperle
Mach dann etwas so "rabamm-rabemm-rabamm-rabambam" im Kalaschnikov Rhythmus.
Im extremen Zeitlupen-Modus vielleicht. In der Realität machen die
meep-meep-meep und jedes meep ist eine Zeile in A3 quer.
Beim Kettendrucker in der Uni ist mal während eines Drucks die
Kette gerissen. Trotz 1,5mm Stahlblech war dann eine imposante
Beule drin.
Meep ist das Geräusch des Vorschubmotors bei Leerzeilen. Den hört man
aber eigentlich.

Kalaschnikov ist aber wohl wirklich der falsche Tempovergleich.

Gatling Gun(1) kommt der Sache vermutlich näher, bei geöffneter
Schallschluckhaube wohl auch in der Lautstärke ;-)


Rainer

1) https://de.wikipedia.org/wiki/Grjasew-Schipunow_GSch-6-23
--
Frag nicht - gib mir ein Schnitzel!
Arno Welzel
2021-03-04 17:36:08 UTC
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Post by Andreas Bockelmann
Post by Arno Welzel
<https://kb8ojh.net/station/teletype/>
Danke für den Link, aber das trifft nicht was ich suche. Das Teletype 28 war
ja auch ein Fernschreiber, aber wir hatten damals noch einen reinen Drucker.
Die Mechanik im o.G. Link ist aber exakt das - "Typebox". Das Ding wird
in x/y-Richtung verschoben und von hinten haut dann ein Hammer drauf,
wenn das Teil in der richtigen Position ist, wie eben beim Teletype 37:


--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Andreas Bockelmann
2021-03-05 06:21:42 UTC
Permalink
Post by Arno Welzel
Post by Andreas Bockelmann
Post by Arno Welzel
<https://kb8ojh.net/station/teletype/>
Danke für den Link, aber das trifft nicht was ich suche. Das Teletype 28 war
ja auch ein Fernschreiber, aber wir hatten damals noch einen reinen Drucker.
Die Mechanik im o.G. Link ist aber exakt das - "Typebox". Das Ding wird
in x/y-Richtung verschoben und von hinten haut dann ein Hammer drauf,
http://youtu.be/MikoF6KZjm0
Ja, ich weiß. Aber ich dachte jemand könne meinen grauen Zellen helfen sich
an das Druckermodell zu erinnern.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
Marcel Mueller
2021-03-04 17:55:33 UTC
Permalink
Post by Andreas Bockelmann
wir hatten in den 1980er Jahren noch einen Honeywell Bull H316 in der
Schule stehen. Neben einem Teletype 33 ASR war da noch ein
"Schnelldrucker" angeschlossen, der ca. doppelt so schnell wir das
Teletype Terminal drucken konnte. Die Drucktechnik kannte ich damals als
Typentafel. Ein Block mit 96 Metallstempeln, der in X und Y-Richtung
verschoben wurde und dann wurde ein Hammer von hinten ausgelöst, der den
ausgewählten Stempel anschlug.
Ähnlich wie im Teletype 37
Das ist mir tatsächlich noch nicht unter gekommen. Ich kenne nur
Typenrad oder Typenringdrucker.

Das Prinzip ist freilich ähnlich. Richtigen Typ vor den Hammer und WAMM!

Wobei ich das auch schon beeindruckend fand. Wir hatten einen mit Rad.
Und dank 80 Zeichen pro Sekunde war der Druckkopf brutal schwer. Man
muss das Rad halt erst mal in 12 ms beschleunigen, bis zu einer halben
Umdrehung drehen und wieder bremsen. Auf gut Deutsch Druckkopf nach
links, Tisch nach rechts. ;-)

Das mit der Matrix stelle ich mir noch härter vor. Zwar muss nicht so
weit bewegt werden, aber dafür in zwei Dimensionen. Wie schnell waren
die denn?

Naja, und die mit den Typenringen haben sowieso bei jeder Zeile ein
kleines Erbeben ausgelöst, wenn die 132 Ringe nach vorne gedonnert sind.


Marcel
Andreas Bockelmann
2021-03-05 06:25:20 UTC
Permalink
Post by Andreas Bockelmann
wir hatten in den 1980er Jahren noch einen Honeywell Bull H316 in der
Schule stehen. Neben einem Teletype 33 ASR war da noch ein
"Schnelldrucker" angeschlossen, der ca. doppelt so schnell wir das
Teletype Terminal drucken konnte. Die Drucktechnik kannte ich damals als
Typentafel. Ein Block mit 96 Metallstempeln, der in X und Y-Richtung
verschoben wurde und dann wurde ein Hammer von hinten ausgelöst, der den
ausgewählten Stempel anschlug.
Ähnlich wie im Teletype 37
Das ist mir tatsächlich noch nicht unter gekommen. Ich kenne nur Typenrad
oder Typenringdrucker.
Das Prinzip ist freilich ähnlich. Richtigen Typ vor den Hammer und WAMM!
Wobei ich das auch schon beeindruckend fand. Wir hatten einen mit Rad. Und
dank 80 Zeichen pro Sekunde war der Druckkopf brutal schwer. Man muss das
Rad halt erst mal in 12 ms beschleunigen, bis zu einer halben Umdrehung
drehen und wieder bremsen. Auf gut Deutsch Druckkopf nach links, Tisch nach
rechts. ;-)
Das mit der Matrix stelle ich mir noch härter vor. Zwar muss nicht so weit
bewegt werden, aber dafür in zwei Dimensionen. Wie schnell waren die denn?
Naja, und die mit den Typenringen haben sowieso bei jeder Zeile ein kleines
Erbeben ausgelöst, wenn die 132 Ringe nach vorne gedonnert sind.
Ja, und dann gab es eben noch die Typenzylinder. Funktionierten wir eien
KLugelkopfschreibmaschine (IBM Selectic), aber die statt der Kugel eine
Zylinder. So druckte, z.b., der Teletype 33. Der Wagenrücklauf geschah durch
Federfrakt und Aukuppeln. Der Anschlag links wurde durch einen Kolben
abgedämpft, der in einem Zylinder Luft verdrängen musste. Wir sprechen da
von Drucktechniken mit ca. 10cps.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
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