Discussion:
HP Autoloader Error 64 beheben.
(zu alt für eine Antwort)
Kay Martinen
2021-05-18 21:55:10 UTC
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Hallo

ich hab meinen "hitzigen" Fileserver jetzt in ein Luftiges Rackgehäuse
verfrachtet in dem ich schon zwei Bandlaufwerke montiert hatte die ich
damit nutzen wollte. Vielleicht zu lange her ich weiß nicht. Das DLT
4000 (Afaik ein TK50 typ) verlangt nach einem Reinigungsband das ich
derzeit nicht habe und der HP 6-fach Autoloader scheint einen klemmer in
der Mechanik zu haben. Da sind weder Band noch Magazin drin, die Tür ist
Blockiert (läßt sich nicht öffnen) und beim Selbsttest höre ich auch
geräusche von der Mechanik aber nur kurz. Das Magazin-karussel dreht
sich dabei jedenfalls nicht, scheint aber zu zucken. Dann taucht in
seinem LCD Panel "Please Eject" im Wechsel mit "Error 64" auf und die
gelbe Warn-LED Blinkt. Anfangs hat beim Booten des Eisfair 64 Linux
immer noch ein udev worker wg. Timeout auf dem Target (0.0.3.0)
aufgegeben, evtl . hatte ich noch einen Fehler in der Verkabelung
(Aktiver Terminator + Termpower an) oder im Controller-Setup (AHA-2940)
denn jetzt bootet er ohne diese verzögerung durch.

Weiß jemand was Error 64 bei einem HP C1553A (lt. 'lsscsi') genauer als
Fehler bezeichnet?

Ich habe zwei verschiedene Varianten von diesem Gerät und bei einem ist
das vor längerer Zeit schon mal aufgetreten. Allerdings weiß ich weder
wie noch ob ich das wirklich behoben bekommen hatte. Ich meine aber ich
hätte - ohne öffnen des Geräts.

Es finden sich zwar diverse Infos zu HP Storageworks/Shurestor/??? und
ähnlichem (8-fach Loader oder Einzel-laufwerke) aber nichts konkretes zu
diesem Gerät und nicht mal passende Errrorcodes oder Erklärungen davon
finde ich. Denn das ist ein 6-fach Wechsler mit einem DDS2 Laufwerk -
soweit ich weiß/erinnere.

Kay
--
Posted via leafnode
Bernd Laengerich
2021-05-19 16:45:08 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Weiß jemand was Error 64 bei einem HP C1553A (lt. 'lsscsi') genauer als
Fehler bezeichnet?
Nö, aber ich habe auch schon ziemlich lange an meinem herumgefummelt bis er
irgendwann wieder wollte. Die Mechanik ist hakelig, normalerweise dreht er das
Magazin beim Start hin und her. Bei meinem waren es verhakte Schienen die die
Kassette aus dem Laufwerk auf Magazinhöhe heben sollen. Sicher daß keine
Kassette mehr drin ist? Meiner wollte am Anfang auch gar nichts tun. Ich bekam
ihn irgendwann soweit, das Magazin auszufahren (mit Kassette im Laufwerk, weil
die wohl auch klemmte), aber es wurde dadurch nicht besser. Fies ist, daß man
das eigentliche Laufwerk kaum aus der Wechslermechanik bekommt.

Bernd
--
Meine Glaskugel ist mir leider unvorhersehbarerweise vom Balkon gefallen.
P.Liedermann in defa
Marcel Mueller
2021-05-19 17:26:42 UTC
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Post by Kay Martinen
ich hab meinen "hitzigen" Fileserver jetzt in ein Luftiges Rackgehäuse
verfrachtet in dem ich schon zwei Bandlaufwerke montiert hatte die ich
damit nutzen wollte. Vielleicht zu lange her ich weiß nicht. Das DLT
4000 (Afaik ein TK50 typ) verlangt nach einem Reinigungsband das ich
derzeit nicht habe
Kostet nicht die Welt.

Aber man kann das auch ignorieren. Da ist einfach ein Zähler drin. Erste
wenn die Fehlerraten hoch gehen, und die effektive Bandkapazität dadurch
runter geht, sollte man nicht mehr warten.
Post by Kay Martinen
Weiß jemand was Error 64 bei einem HP C1553A (lt. 'lsscsi') genauer als
Fehler bezeichnet?
Du wirst nicht umhin kommen, bei einem mechanischen Problem - womöglich
auch ein Endschalter -, den Deckel mal aufzumachen.
Post by Kay Martinen
Denn das ist ein 6-fach Wechsler mit einem DDS2 Laufwerk -
soweit ich weiß/erinnere.
Autsch! Waren das nicht diese Write-Only-Devices? Drauf schreiben kann
man alles mögliche, aber ob man es jemals wieder lesen kann, noch dazu
in einem anderen Laufwerk, muss immer erst ausgewürfelt werden.
Auf jeden Fall haben die Köpfe einen hohen Verschleiß. Bei uns im
Institut waren die alle halbe Jahr platt.

DLT und LTO sind verglichen damit dagegen solid as a Rock, wobei ich
über die letzten paar LTO-Generationen auch andere Berichte gehört habe.


Marcel
Kay Martinen
2021-05-19 19:46:17 UTC
Permalink
Post by Marcel Mueller
Post by Kay Martinen
ich hab meinen "hitzigen" Fileserver jetzt in ein Luftiges Rackgehäuse
verfrachtet in dem ich schon zwei Bandlaufwerke montiert hatte die ich
damit nutzen wollte. Vielleicht zu lange her ich weiß nicht. Das DLT
4000 (Afaik ein TK50 typ) verlangt nach einem Reinigungsband das ich
derzeit nicht habe
Kostet nicht die Welt.
Hmm ja. Ich bin nur immer noch nicht sicher ob ein Reinigungsband oder
doch zwei - und dann auch noch verschiedene. Denn neben dem hab ich noch
ein VS80 Laufwerk. Irgendwo las ich dafür braucht man andere
Reinigungs-bänder. Doch als ich mal danach suchte fand ich eher welche
bei denen Beide Typen erwähnt sind.
Post by Marcel Mueller
Aber man kann das auch ignorieren. Da ist einfach ein Zähler drin. Erste
wenn die Fehlerraten hoch gehen, und die effektive Bandkapazität dadurch
runter geht, sollte man nicht mehr warten.
Hmm. Am Laufwerk leuchtet die LED "Use Cleaning Tape". Ist das nur der
Zähler oder schon eine Laufwerks-interne Fehlerraten mitteilung - obwohl
ich nur ein Band einlegte ohne (R/W) zugriffe.
Post by Marcel Mueller
Post by Kay Martinen
Weiß jemand was Error 64 bei einem HP C1553A (lt. 'lsscsi') genauer als
Fehler bezeichnet?
Du wirst nicht umhin kommen, bei einem mechanischen Problem - womöglich
auch ein Endschalter -, den Deckel mal aufzumachen.
Ja, das befürchte ich auch.
Post by Marcel Mueller
Post by Kay Martinen
Denn das ist ein 6-fach Wechsler mit einem DDS2 Laufwerk -
soweit ich weiß/erinnere.
Autsch! Waren das nicht diese Write-Only-Devices? Drauf schreiben kann
man alles mögliche, aber ob man es jemals wieder lesen kann, noch dazu
in einem anderen Laufwerk, muss immer erst ausgewürfelt werden.
Auf jeden Fall haben die Köpfe einen hohen Verschleiß. Bei uns im
Institut waren die alle halbe Jahr platt.
Weiß nicht. Von anderen hört man dann wieder "ach so schlecht waren sie
auch nicht". Hmm.
Post by Marcel Mueller
DLT und LTO sind verglichen damit dagegen solid as a Rock, wobei ich
über die letzten paar LTO-Generationen auch andere Berichte gehört habe.
Das finde ich erstaunlich weil ich die DLT Methodik das Band auf eine
Trommel im Laufwerk auf zu spulen für viel Problemlastiger hielte.

Aber gut, die Kassetten sind stabiler als DDS und das Band auch breiter
und damit per se schon stabiler.

Kay
--
Posted via leafnode
Marcel Mueller
2021-05-20 06:08:53 UTC
Permalink
Am 19.05.21 um 21:46 schrieb Kay Martinen:
[Reinigungsband]
Post by Kay Martinen
Hmm ja. Ich bin nur immer noch nicht sicher ob ein Reinigungsband oder
doch zwei - und dann auch noch verschiedene. Denn neben dem hab ich noch
ein VS80 Laufwerk. Irgendwo las ich dafür braucht man andere
Reinigungs-bänder. Doch als ich mal danach suchte fand ich eher welche
bei denen Beide Typen erwähnt sind.
VS80 habe ich irgendwie in Erinnerung dass das nicht so zuverlässig war.
Ich hatte aber selber nie eines.
Post by Kay Martinen
Post by Marcel Mueller
Aber man kann das auch ignorieren. Da ist einfach ein Zähler drin. Erste
wenn die Fehlerraten hoch gehen, und die effektive Bandkapazität dadurch
runter geht, sollte man nicht mehr warten.
Hmm. Am Laufwerk leuchtet die LED "Use Cleaning Tape". Ist das nur der
Zähler oder schon eine Laufwerks-interne Fehlerraten mitteilung - obwohl
ich nur ein Band einlegte ohne (R/W) zugriffe.
Das kann auch an einem Matschigen Band liegen. Ich hatte Bänder, bei
denen die Lampe immer an war. Die gingen trotzdem.
Die Fehlerrate kann man nach dem Beschreiben des Bandes über SMART
auslesen. Das mache ich turnusgemäß bei jedem Backup. Ich weiß aber
nicht mehr, ob das bei DLT auch schon implementiert war.

Zu oft reinigen sollte man auch nicht. Das Reinigungsband ist einfach
nur feines Schleifpapier. Wenn man das an einer Tour einlegt, ist der
Kopf weg und das Laufwerk ein Fall für die Rundablage. Wenn man die
Laufwerke in der privaten Sammlung nur alle paar Wochen überhaupt mal
raus kramt, kann ist einmal im Jahr schon unnötig.
Man kann die Köpfe bei DLT auch manuell mit Isoprop reinigen, so wie
jeden Tonkopf auch. Bei LTO sollte man da vorsichtiger sein, die Köpfe
sind wesentlich empfindlicher. Das habe ich das zwar auch schon gemacht,
aber so richtig zur Nachahmung empfehlen würde ich es nicht.
Post by Kay Martinen
Post by Marcel Mueller
Post by Kay Martinen
Denn das ist ein 6-fach Wechsler mit einem DDS2 Laufwerk -
soweit ich weiß/erinnere.
Autsch! Waren das nicht diese Write-Only-Devices? Drauf schreiben kann
man alles mögliche, aber ob man es jemals wieder lesen kann, noch dazu
in einem anderen Laufwerk, muss immer erst ausgewürfelt werden.
Auf jeden Fall haben die Köpfe einen hohen Verschleiß. Bei uns im
Institut waren die alle halbe Jahr platt.
Weiß nicht. Von anderen hört man dann wieder "ach so schlecht waren sie
auch nicht". Hmm.
Würde ich auch sagen, wenn ich eins hätte. Wer ist schon stolz darauf,
Schrott erwischt zu haben. ;-)
Es kommt wohl auch sehr auf die DDS-Generation an. Irgendeine war
zwischendurch auch mal besser als ihr Vorgänger. Aber so genau weiß ich
es nicht mehr.
Ich habe selber immer einen großen Bogen um das Zeug gemacht. Ich wusste
ja vom VHS reparieren, was Schrägspur für ein Mist ist. Die Mechanik für
die Bandführung ist einfach extrem sensibel. Ein paar µm Verschleiß und
alles geht dahin. Und sowohl Köpfe als auch Bänder leiden sehr unter dem
Verfahren. Gerade letzteres macht es auch unwirtschaftlich. Dann lieber
/einmal/ in was gescheites investiert. Da man DLT & Co auch problemlos
gebraucht kaufen kann (selbst die Bänder) ist es sogar viel billiger.
Post by Kay Martinen
Post by Marcel Mueller
DLT und LTO sind verglichen damit dagegen solid as a Rock, wobei ich
über die letzten paar LTO-Generationen auch andere Berichte gehört habe.
Das finde ich erstaunlich weil ich die DLT Methodik das Band auf eine
Trommel im Laufwerk auf zu spulen für viel Problemlastiger hielte.
Nein, das ist kein Problem. Das Band wird einfach, wie es kommt, am Kopf
vorbei geführt. Der Kopf ist im Wesentlichen glatt und hat keine
Begrenzung. Ein Servo regelt sowohl Kopfposition als auch Azimut so,
dass das Signal möglichst sauber ist. Es ist fast egal, an welcher
Stelle das Band vorbei läuft oder wie der Kopf des anderen Gerätes
eingestellt war. Beim Einlegen des Bandes sucht sich das Laufwerk die
genauen Positionen aller Spuren einfach zusammen. Deswegen dauert ds
auch so lange.
Post by Kay Martinen
Aber gut, die Kassetten sind stabiler als DDS und das Band auch breiter
und damit per se schon stabiler.
Und so weiter und so fort. DDS ist einfach das aus der Heimklasse
kommende DAT. Die Technik war nie darauf ausgelegt professionellen
Ansprüchen zu genügen.
Und DAT war m.E. auch von der ersten Sekunde an eine Fehlkonstruktion.

Philips hat ein wenig später gezeigt, wie es funktionieren kann. Die
haben mit DCC auf leicht gepimpte Audio-Kassetten per Linearspur
aufgenommen, und das mit Standard Audio-Geschwindigkeit von 4,5cm/s,
also sehr materialschonend.
Natürlich erreichte man so keine Datenrate für 48/16 unkomprimiert. Aber
der MPEG1 Layer 1 Codec ist so verlustarm, dass man selbst bei binärer
Differenzbildung 8-fach verstärken muss, damit man die Veränderungen im
Wave-Editor sieht.
Die Köpfe waren wie bei DLT mit Servo ausgestattet, was diese Laufwerke
entgegen der Theorie auch zu einem hervorragenden Abspieler für
Analog-Kassetten macht - Play drücken, eine halbe Sekunde Später ist der
Tonkopf justiert, und zwar genau so schief wie es die alte Kassette
aktuell erfordert. Das funktioniert sogar, wenn gerade Stille auf dem
Band ist. Vermutlich reichen ihm die Reste vom Löschkopfsignal mit ca.
80kHz für die Phasendifferenzmessung.

Auch Sony hatte etwas besseres in Petto. Die Mini-Disc waren technisch
noch besser und sehr robust. Die konnte man, wenn sie mal etwas "zu viel
erlebt" haben einfach auseinander nehmen, ins Spülwasser werfen, und
dann waren sie wieder fit. Dumm nur, dass sie nicht den MPEG Codec
verwendet haben, sondern mit ATRAC ihr eigenes Ding machten. Das war
zumindest in der damaligen Version 1 der allerletzte Heuler. Für die
Kompressionsartefakte hätten sie eine eigene Casting-Show machen können.


Marcel
Kay Martinen
2021-05-25 14:12:35 UTC
Permalink
Post by Marcel Mueller
Post by Kay Martinen
ich hab meinen "hitzigen" Fileserver jetzt in ein Luftiges Rackgehäuse
verfrachtet in dem ich schon zwei Bandlaufwerke montiert hatte die ich
Weiß jemand was Error 64 bei einem HP C1553A (lt. 'lsscsi') genauer als
Fehler bezeichnet?
Du wirst nicht umhin kommen, bei einem mechanischen Problem - womöglich
auch ein Endschalter -, den Deckel mal aufzumachen.
Das tat ich. Und wünschte jetzt ich hätte es nicht. Beim suchen &
Versuchen riss eine Flexprint Leitung an der offensichtlich die
Drehmechanik hängt - die außerdem klemmt. Jetzt ist sie ganz hin und das
Gerät ein Fall für die Tonne. Es sei denn es gibt noch irgendwo
ersatzteile. Magazine und Bänder habe ich ja auch noch.
Post by Marcel Mueller
Post by Kay Martinen
Denn das ist ein 6-fach Wechsler mit einem DDS2 Laufwerk -
soweit ich weiß/erinnere.
Autsch! Waren das nicht diese Write-Only-Devices? Drauf schreiben kann
man alles mögliche, aber ob man es jemals wieder lesen kann, noch dazu
S.O. ist derzeit ein Write-Never Device.
Post by Marcel Mueller
in einem anderen Laufwerk, muss immer erst ausgewürfelt werden.
Ich hab ja auch nur zwei und nicht vor gehabt die Bänder zu mischen.

Irgendwie schade. Klein, Kompakt aber wohl auch schnarchlangsam. Und;
für meinen Geschmack; hier noch zu selten im Einsatz gewesen um es weg
schmeißen zu wollen.

Hätte ich mal vorher von 'tapeinfo' und 'loader-info' gewusst hätte ich
evtl. mehr infos in der Hand.

Kann man eine Flexprint leitung kleben, löten oder sonstwie reparieren?
Post by Marcel Mueller
DLT und LTO sind verglichen damit dagegen solid as a Rock, wobei ich
über die letzten paar LTO-Generationen auch andere Berichte gehört habe.
Tja. Das werde ich die Tage ausprobieren. Im Moment frag ich mich noch
wie ich vor einem Backup raus kriege ob und wie viel auf's Band passt.
Und wie man es schafft einen Größeren Sicherungsauftrag auf mehrere
Bänder zu verteilen.

Ich fürchte fast es hat mit 'dump' zu tun, wie in fstab und auch xyz ->
Datei[1-z], Datei[1-z] -> Band[1-z]

Und dann muß ich erst mal schauen wo ich denn diese dumps hin speichere.

Kay
--
Posted via leafnode
Michael van Elst
2021-05-25 14:39:05 UTC
Permalink
Kann man eine Flexprint leitung kleben, löten oder sonstwie reparieren?
Wenn es ein Standardmass ist, kann man sie billig ersetzen.
Ich fürchte fast es hat mit 'dump' zu tun, wie in fstab und auch xyz ->
Datei[1-z], Datei[1-z] -> Band[1-z]
dump kann, wenn es selbst Bänder schreibt, automatisch auf mehrere
Bänder verteilen. Entweder gibst du die Länge/-Kapazität an oder
das Laufwerk muss end-of-media signalisieren, dann wird interaktiv
zum Bandwechsel aufgefordert, oder man verscriptet das für einen
Tape-Changer.
Kay Martinen
2021-05-25 17:27:09 UTC
Permalink
Post by Michael van Elst
Kann man eine Flexprint leitung kleben, löten oder sonstwie reparieren?
Wenn es ein Standardmass ist, kann man sie billig ersetzen.
Ich hab keine Ahnung was Standardmaße bei so was sind. Ich kann nur
sagen das es ein ca. 1.5cm breiter brauner Folienstreifen mit offenbar
aufgedruckten (grob vermutet 5-10) leiterbahnen ist der sich auf der
Deckelplatte dann verzweigt zu 2-3 Motoren o.a.

Detailbeschreibungen ÜBER das Gerät finden sich in

https://www.hpl.hp.com/hpjournal/94dec/dec94a2.pdf

aber fig.4 zeigt nur die Seitliche Mechanik. Offenbar Picker arm &
fingers. Carousel und Magazine wie in fig.3 ohne Deckel sind nicht
abgebildet. Nur ein Text zu Z Motion auf page 17.

Erstaunlich, von dem Gerät soll es auch eine Vertikale Version geben
(oder hätte geben sollen?) Hat die schon mal jemand ITW gesehen?

Einige Proliant Server haben ja einen Spezialplatz in dem Tape Drives
passen (IMHO mit Adapter). Bei der Vertikalversion denke ich mir könnten
4-5 Laufwerke in eine Quer liegende Frontbucht passen.

Nein, ich will das nicht aus probieren! :-)
Post by Michael van Elst
Ich fürchte fast es hat mit 'dump' zu tun, wie in fstab und auch xyz ->
Datei[1-z], Datei[1-z] -> Band[1-z]
dump kann, wenn es selbst Bänder schreibt, automatisch auf mehrere
Bänder verteilen. Entweder gibst du die Länge/-Kapazität an oder
das Laufwerk muss end-of-media signalisieren, dann wird interaktiv
zum Bandwechsel aufgefordert, oder man verscriptet das für einen
Tape-Changer.
Für den 'Eisfair-64' finde ich eh grad kein 'dump'. Und was heißt "wenn
es selbst bänder schreibt" denn? Das es ohne Zwischenspeicherung direkt
auf Band geht oder ??? Interaktiv ist nicht erwünscht. Wenn der Stunden
zum sichern braucht will ich nicht mitten in der Nacht aufstehen zum
Enter drücken. Drum ja Changer.

Schade das es Bacula nicht mehr für Eisfair gibt. Das wäre ein Tolles
Tool gewesen mit clients für alles mögliche, Zentraler Datenhaltung,
Webdienst u.s.w.

Ist das eigentlich normal das 'mtx' nicht mit /dev/sch0 spielen mag
sondern man erst mal 'sg' laden muß damit man dann einen Symlink vom
sg-device auf /dev/changer legt? Dann allerdings braucht man das device
oft nicht mehr angeben.


Kay
--
Posted via leafnode
Michael van Elst
2021-05-25 22:17:10 UTC
Permalink
dump kann, wenn es selbst Bänder schreibt, automatisch auf mehrere
Bänder verteilen. Entweder gibst du die Länge/-Kapazität an oder
das Laufwerk muss end-of-media signalisieren, dann wird interaktiv
zum Bandwechsel aufgefordert, oder man verscriptet das für einen
Tape-Changer.
Für den 'Eisfair-64' finde ich eh grad kein 'dump'. Und was heißt "wenn
dump ist ein Standard-Linux-Kommando zum Sichern von ext2/3/4-Dateisystemen.

Eisfair ist ein ziemlich reduziertes Linux, damit du nicht von der
Funktionsvielfalt eine mächtigen Linux-Distribution erschlagen wirst...
es selbst bänder schreibt" denn?
Du kannst den dump auch in eine Datei oder eine Pipe schreiben,
dann kann dump kein Tape kontrollieren. Dafür muss es schon selbst
das Tape schreiben (z.B. via /dev/nst0).
Das es ohne Zwischenspeicherung direkt
auf Band geht oder ??? Interaktiv ist nicht erwünscht. Wenn der Stunden
zum sichern braucht will ich nicht mitten in der Nacht aufstehen zum
Enter drücken. Drum ja Changer.
Deswegen kann man das über ein Script automatisieren, das vor dem
Bandwechsel aufgerufen wird und die interaktive Abfrage ersetzt.
Schade das es Bacula nicht mehr für Eisfair gibt. Das wäre ein Tolles
Tool gewesen mit clients für alles mögliche, Zentraler Datenhaltung,
Webdienst u.s.w.
Es gibt eine Reihe von Backup-Programmen wie Bacula, die alle etwas
komfortabler sind (und oft dann auch dump aufrufen).
Ist das eigentlich normal das 'mtx' nicht mit /dev/sch0 spielen mag
sondern man erst mal 'sg' laden muß damit man dann einen Symlink vom
sg-device auf /dev/changer legt? Dann allerdings braucht man das device
oft nicht mehr angeben.
mtx redet mit SCSI tapes und SCSI tape changern über SCSI-Kommandos
und deshalb benutzt es den 'sg'-Treiber. Der 'ch'-Treiber (der
für /dev/sch0 verwendet wird) ist auf einer höheren Ebene und hat
eigene Tools.
Marcel Mueller
2021-05-26 06:56:58 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Das tat ich. Und wünschte jetzt ich hätte es nicht. Beim suchen &
Versuchen riss eine Flexprint Leitung an der offensichtlich die
Drehmechanik hängt - die außerdem klemmt. Jetzt ist sie ganz hin und das
Gerät ein Fall für die Tonne. Es sei denn es gibt noch irgendwo
ersatzteile. Magazine und Bänder habe ich ja auch noch.
Kann man eine Flexprint leitung kleben, löten oder sonstwie reparieren?
Ja, wenn platz ist...

Du musst das Ding ja irgendwie stabilisieren, also an der Bruchstelle
etwas festes dran kleben o.ä.

Löten geht gar nicht. Die schmelzen sofort weg.

Was funktioniert ist Leitsilber. Aber das bringt natürlich nichts,
solange der Riss noch da ist. Deshalb erst mechanisch stabilisieren, und
zwar ordentlich, denn Leitsilber ist nicht flexibel.
Ich habe das mal bei einem IBM Model M gemacht. Läuft heute noch.

Wenn gar nichts hilft, und die Bahnen nicht zu fein und nicht zu viele
sind, kann man auch die Flexprintstecker komplett entfernen und einfach
Flachbandkabel anlöten. Das kann dann an beliebiger Stelle mit einer
Steckverbindung Trennbar gemacht werden.
Wenn das Flexprint natürlich SMD Hühnerfutter mit drauf hat, so wie IBM
das gerne gemacht hat, ist das keine Option.
Post by Kay Martinen
Post by Marcel Mueller
DLT und LTO sind verglichen damit dagegen solid as a Rock, wobei ich
über die letzten paar LTO-Generationen auch andere Berichte gehört habe.
Tja. Das werde ich die Tage ausprobieren. Im Moment frag ich mich noch
wie ich vor einem Backup raus kriege ob und wie viel auf's Band passt.
Naja, die Nennkapazität. ;-) Also z.B. bei DLT8000 40GB.

Die Kompression kann man meist vergessen, denn alle größeren
Dateiformate wie Bilder, Videos selbst Office-Dateien sind bereits
komprimiert und lassen sich mit Entropieencodern nicht mehr sinnvoll
verkleinern. Da schaltet man die Kompression des Laufwerks am besten ab,
sonst passt /weniger/ drauf.

Anders sieht es bei Programmen und Installationen oder auch
Datenbankdateien aus. Da ist ordentlich Luft drin. Da kann man die
Kompression ruhig an lassen. Die Systeminstallation (ohne Userdaten)
will ich sowieso immer auf einem eigenen Band haben.

Man kann natürlich auch selbst in Software komprimieren. Also die
üblichen Verdächtigen wie gzip, bzip oder xz. Aber aufpassen, selbst die
Datenrate eines DLT8000-Laufwerks lässt eine aktuelle CPU noch ganz
schön pumpen. Wenn der Algorithmus nicht mehrere CPU Kerne nutzen kann,
kann es gut sein, dass die Datenrate nicht erreicht wird, und das Band
dauernd hin und her spult, was man absolut nicht will (Verschleiß).

Tatsächlich fährt man bei o.g. Dateien mit der Laufwerkskompression ganz
gut. Einziger Nachteil: es knallt den SCSI Bus gnadenlos zu. Die
Laufwerke haben oft ein Interface, was nicht viel mehr als die doppelte,
Nettodatenrate des Bandes packt. Auch wenn das im Mittel reicht, kann es
im Einzelfall zu wenig sein, weil gerade mal ein paar wirklich gut
komprimierbare Dateien kommen.
Post by Kay Martinen
Und wie man es schafft einen Größeren Sicherungsauftrag auf mehrere
Bänder zu verteilen.
Entweder die harte Tour: Wenn das eine Band voll ist, schreibst Du das
Archiv gnadenlos auf dem nächsten Band weiter. Sozusagen ein virtuelles,
größeres Band. Das ist aber ein ziemliches Gehampel beim Restore.
Realistisch betrachtet heißt das, man nimmt eine Software, die
Multivolume kann. Aber auch das ist Gehampel beim Restore, denn
üblicherweise ist man damit fern ab von standarisierten Formaten, die
man von einem beliebigen Rettungsmedium lesen könnte. Ich halte nicht
viel von proprietären Backupformaten.

Alternativ könnte man natürlich auch einen neuen Sicherungsauftrag
starten, bei dem alle bereits erfolgreich gesicherten Dateien
ausgeschlossen werden. Vorausgesetzt, die Fehlermeldung lässt sich
eindeutig der richtigen Datei zuordnen und es stehen nicht aufgrund von
Software-Caches noch 20 weitere Dateien als vermeintlich erfolgreich im Log.

Naja, und last but not least, man schließt einfach per Regex einige
Verzeichnisse aus bzw. ein, also eine statische Verteilung. Da muss man
natürlich ein wenig probieren. Aber dafür ist es nachher simpel in der
Handhabung. Das ist natürlich nur bis maximal 3 Bänder pro
Sicherungssatz praktikabel.
Post by Kay Martinen
Ich fürchte fast es hat mit 'dump' zu tun, wie in fstab und auch xyz ->
Datei[1-z], Datei[1-z] -> Band[1-z]
?

Also ich erstelle immer (automatisiert) Logfiles mit Datum und dem
Barcode des Bandes im Dateinamen. Da stehen alle gesicherten Dateipfade
drin. Die kann man ggf. leicht mit grep durchsuchen. Datum könnte man
auch weglassen. Wenn ein Band überschrieben wird, braucht man das alte
Log sowieso nicht mehr. Ist noch ein Anachronismus aus der Zeit wo ich
keinen Wechsler hatte.
Post by Kay Martinen
Und dann muß ich erst mal schauen wo ich denn diese dumps hin speichere.
Ich weiß nicht, was du mit dumps meinst.


Marcel
Hanno Foest
2021-05-26 07:39:37 UTC
Permalink
Post by Marcel Mueller
Post by Kay Martinen
Kann man eine Flexprint leitung kleben, löten oder sonstwie reparieren?
Ja, wenn platz ist...
Du musst das Ding ja irgendwie stabilisieren, also an der Bruchstelle
etwas festes dran kleben o.ä.
Löten geht gar nicht. Die schmelzen sofort weg.
Hab ich schon mal erfolgreich gemacht. Man muß halt die überschüssige
Hitze sofort abführen... bei mir lag damals eine massive polierte, ca.
zöllige Stange aus einem alten Kopierer rum, da hab ich den
Flexprint-Streifen mit Tesa drauf/dran/drumgeklebt und über die
beschädigte Stelle einzelne Drähtchen aus Kupferlitze drübergelötet.
Hinterher Stabilisierung der Flickstelle wieder mit Tesa (Kaptonband,
sonstwas).

Durch so viel massives Metall im Kontakt mit der Trägerfolie wird
selbige gut gekühlt und schmilzt daher nicht weg. Löten können sollte
man aber schon ein wenig...

Hanno
--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
Josef Moellers
2021-05-20 12:03:15 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
ich hab meinen "hitzigen" Fileserver jetzt in ein Luftiges Rackgehäuse
verfrachtet in dem ich schon zwei Bandlaufwerke montiert hatte die ich
damit nutzen wollte. Vielleicht zu lange her ich weiß nicht. Das DLT
4000 (Afaik ein TK50 typ) verlangt nach einem Reinigungsband das ich
derzeit nicht habe und der HP 6-fach Autoloader scheint einen klemmer in
der Mechanik zu haben.
Da wir hier in folklore sind:
ich hatte mal einen Fehler zu beheben mit einem Tansberg
Kassetten-Streamer. Bei alten Kassetten lies sich nach dem Einsetzen der
Kasseitte die Klappe nicht mehr öffnen. Kabel Abziehen und wieder
aufstecken half da.

Ursache: die alten Kassetten waren wimre 5-spurig, die neuen 9-spurig.
Um die 5-spurigen zu lesen mußte das Tandberg-LW den Kopf hoch fahren,
für die Kassetten des Kunden aber SO hoch, daß er die Mechanik der Tür
blockierte. Ich meine, wir hätten dann einen RESET in die close-Funktion
des Tape-Treibers eingebaut und damit war das Problem dann erledigt.

Josef
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