Discussion:
Tastatur-Zehnerblock mit untypischem Stecker
(zu alt für eine Antwort)
Ralf Kiefer
2021-01-26 19:47:13 UTC
Permalink
N'Abend!

Vorder- und Rückansicht eines Zehnerblocks:
<Loading Image...>
<Loading Image...>

Bemerkenswert ist der dreipolige Klinkenstecker.

Hat hier jemand eine Idee aus welcher Rechnerwelt das stammt bzw. wie
das Protokoll auf der Leitung aussieht?

Gruß, Ralf
Michael Graf
2021-01-27 07:34:11 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Hat hier jemand eine Idee aus welcher Rechnerwelt das stammt
Anhand der Tastenanordnung würde ich sehr stark vermuten, dass das aus der schnöden IBM-(kompatiblen-)Welt stammt. Das Kabel mit dem 3poligen Klinkenstecker dürfte zur Haupttastatur führen, die dann wiederum über einen AT- oder PS/2-Stecker zum PC geht. Eventuell auch direkt zu einenm Laptop, aber dann hätte ich einen Markennamen auf dem Keypad erwartet.

Viele Grüße
Michael
Ralf Kiefer
2021-01-27 12:30:19 UTC
Permalink
Post by Michael Graf
Anhand der Tastenanordnung würde ich sehr stark vermuten, dass das aus der
schnöden IBM-(kompatiblen-)Welt stammt.
Die andere Tastenanordnung im Vergleich zu meiner ADB-Tastatur am Mac
fiel mir auch gleich auf. Aber es gab "seinerzeit" viele
unterschiedliche Tastaturen. Die vom Seriellterminal hier neben dem Mac
(ein Opus Esprit) sieht rund um den Ziffernblock schon ganz anders aus.
Post by Michael Graf
Das Kabel mit dem 3poligen Klinkenstecker dürfte zur Haupttastatur führen,
die dann wiederum über einen AT- oder PS/2-Stecker zum PC geht.
Das halte ich für eher unwahrscheinlich, denn die IBM-PC-Tastaturen
hatten außer im Laptop-Segment immer rechts einen Zehnerblock, d.h. da
ist ein weiterer eher überflüssig. Vielleicht gab's irgendwo so was wie
das Adjustable Keyboard von Apple mit solch einer Konstruktion für den
Ziffernblock. Die waren als "ergonomische Tastaturen" eine Zeit lang in
Mode.

Meine Überlegungen zu dieser kleinen Zusatztastatur gehen auch so in
Richtung Terminal an Kassen oder funktionalen Geräten abseits der
PC-Schiene. Aber die sind häufig für raue Bedingungen gebaut, d.h.
wasserdicht und abwaschbar.

Gruß, Ralf
Peter Heitzer
2021-01-27 14:39:42 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
N'Abend!
<http://www.ralf-kiefer.de/TEMP/ZehnerblockV.JPG>
<http://www.ralf-kiefer.de/TEMP/ZehnerblockH.JPG>
Bemerkenswert ist der dreipolige Klinkenstecker.
Hat hier jemand eine Idee aus welcher Rechnerwelt das stammt bzw. wie
das Protokoll auf der Leitung aussieht?
Bei nur drei Anschlüssen kann es IMO nur etwas RS232 artiges sein,
vmtl. mit TTL-Pegel. Vcc und GND sollten nach Öffnen leicht zu finden sein.
Auf dem verbleibenden Anschluss sollte beim Tastendruck ein kurzes
Datenwort ausgegeben werden. Bei so wenigen Tasten wäre theoretisch auch
eine analoge Variante mit Spannungsteiler möglich. So etwas hatte ich
vor Jahrzehnten mal an einem Betamaxvideorekorder als Kabelfernbedienung.
--
Dipl.-Inform(FH) Peter Heitzer, ***@rz.uni-regensburg.de
Ralf Kiefer
2021-01-27 15:54:11 UTC
Permalink
Post by Peter Heitzer
Bei nur drei Anschlüssen kann es IMO nur etwas RS232 artiges sein,
vmtl. mit TTL-Pegel.
Das kann allerdings hinreichend komplex sein, siehe z.B. der ADB mit bis
zu 16 Geräten am Bus. Der braucht genauso nur drei Leitungen, denn die
vierte dient nur als Einschaltsignal.
Post by Peter Heitzer
Bei so wenigen Tasten wäre theoretisch auch
eine analoge Variante mit Spannungsteiler möglich. So etwas hatte ich
vor Jahrzehnten mal an einem Betamaxvideorekorder als Kabelfernbedienung.
Ui, auf so eine kranke Idee war ich noch nicht gekommen.

Wenn ich das Gehäuse aufschraube, werde ich vermutlich ein paar
Zusammenhänge erkennen können. Nur war meine Hoffnung, daß ich mir das
sparen kann. Grund: das Plastik ist alt. Zum Aufschrauben muß ich den
Aufstellbügel aus seiner Klemmung befreien, um an zwei Schrauben
ranzukommen. Ich fürchte, daß der das nicht unbedingt schadfrei
überlebt.

Gruß, Ralf

Lesen Sie weiter auf narkive:
Loading...