Discussion:
Euro Meinung...
(zu alt für eine Antwort)
Andreas Kohlbach
2020-09-29 21:06:38 UTC
Permalink
Man konnte der Texteingabe zusehen: man
konnte schneller tippen, als die Buchstaben auf dem Schirm
erschienen.
Du bist nicht notwendig älter als ich, aber Du hast früher mit der
Computerei angefangen. Mein erster Rechner, ein Atari
Was für einer? 8-Bit, aber wohl...
kam kurz vor der Reinschrift der Diplomarbeit. Ich habe ihn für sehr
viel Geld sofort auf damals riseige 2.5 MB aufgerüstet. Booten mit
Programmdiskette, die alles in die RAMdisk kopiert. Dann Wechsel auf
die Datendiskette und Loslegen.
... nicht. Hört sich nach ST an.
Mehr als ich damals bringen die meisten jungen Studenten heute
(außerhalb des Spieleuniversums) auch nicht zustande.
Mit RAM Disk oder Disketten haben die sicher nichts mehr am Hut. Kennen
die vielleicht vom Hörensagen.

Ich habe etwa 1982 "angefangen". Stand mir nach der Schule in diversen
Kaufhäusern an den Regalen die Füße platt und lernte beim
Über-die-Schulter-Gucken das Programmieren in BASIC.

Das schreit nach der Folklore-Gruppe, x'post + f'up2 dafc.
--
Andreas

https://news-commentaries.blogspot.com/
Hermann Riemann
2020-09-30 06:09:50 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Man konnte der Texteingabe zusehen: man
konnte schneller tippen, als die Buchstaben auf dem Schirm
erschienen.
Das war früher auf erheblich belasteten computer verbreitet.
Vielleicht kann man das heutzutage nach folgendem Verfahren
noch nachvollziehen;
swap abschalten.
Ein C Programm welches bei Ausführung
durch malloc Experimente fast den ganzen freien Speicher anfordert
und mit 0 belegt.
Dann etwas editiert.


Heutzutage ist aus raspberry pi <4 die Reaktion auf Mausbewegung
erheblich verzögert, wenn eine "schnelle" Maus über
KVM-switch oder USB-Hub angeschlossen ist.
Post by Andreas Kohlbach
Du bist nicht notwendig älter als ich, aber Du hast früher mit der
Computerei angefangen. Mein erster Rechner, ein Atari
Der älteste Rechner,
auf dem ich programmiert habe war eine Siemens 2002.
Meine ersten eigene computer Teile 1975 basierten
auf elektor 74
Mein erster funktionierender computer ( immer noch vorhanden)
war er ein ESCO ( 2 Europlatinen, 6502 CPU IO ähnlich wie KIM 1)
Post by Andreas Kohlbach
Was für einer? 8-Bit, aber wohl...
kam kurz vor der Reinschrift der Diplomarbeit. Ich habe ihn für sehr
viel Geld sofort auf damals riesige 2.5 MB aufgerüstet.
Ich hab später auf 2,5 MB hochgerüstet.
Ein anderer hatte letztlich 4 MB.
Ich hatte ST+, STM und STE.
Post by Andreas Kohlbach
Booten mit Programmdiskette, die alles in die RAMdisk kopiert.
Ich hatte passende EPROMs drin, so das der Atari ST? keine
Boot Diskette brauchte.
Zeitweilig hatte ich eine RAMdisk,
Allerdings reichte mit einem neueren Pascal ST dar Platz nicht mehr.
Da war dann eine 10 MB Festplatte fällig.
Post by Andreas Kohlbach
Mehr als ich damals bringen die meisten jungen Studenten heute
(außerhalb des Spieleuniversums) auch nicht zustande.
Mit Office und windows verständlich. ( Moderne Verdummung?)
Post by Andreas Kohlbach
Mit RAM Disk oder Disketten haben die sicher nichts mehr am Hut. Kennen
die vielleicht vom Hörensagen.
Trifft vielleicht auch schon aus CD DVD .. zu.
( Irgendwann finde ich vielleicht auch ein anderes bei mir
funktionierendes Installationsverfahren heraus. )
Post by Andreas Kohlbach
Ich habe etwa 1982 "angefangen". Stand mir nach der Schule in diversen
Kaufhäusern an den Regalen die Füße platt und lernte beim
Über-die-Schulter-Gucken das Programmieren in BASIC.
Ich habe mit Algol60 angefangen. Ohne Kurs.
Vielleicht durch betrachten anderer Programme und Versuche.

Damals konnte man durch Unachtsamkeit noch Papiere abtrennen:
Zahlenkolonnen ( per Voreinstellung)
mit Vorzeichen z.B. + in Spalte 1 ausdrucken.
Ein + in Spalte 1 wurde als Vorschubsteuerung:
"drucke in die gleiche Zeile" ausgewertet.
Dann konnte man zusehen, wie ein Kettendrucker
das Papier in der betreffenden Zeile durchgehämmert hat.

Hermann
der heutzutage Probleme mit touchscreen
im Multimonitor Betrieb hat.
--
http://www.hermann-riemann.de
Christian Winther
2020-09-30 07:32:13 UTC
Permalink
Am 30.09.2020 um 08:09 schrieb Hermann Riemann:
[...]
Post by Hermann Riemann
Zahlenkolonnen ( per Voreinstellung)
 mit Vorzeichen z.B. + in Spalte 1 ausdrucken.
"drucke in die gleiche Zeile" ausgewertet.
Dann konnte man zusehen, wie ein Kettendrucker
das Papier in der betreffenden Zeile durchgehämmert hat.
Oder man hat das kreativ genutzt und durch das Überdrucken der
vorangegangen Zeile mit einer 2. Zeile z.B. "Sonderzeichen" produziert.

Der Stahlbandrucker an dem VAX-Clone konnte nur Großbuchstaben und auch
keine Sonderzeichen. Dafür 600 Zeilen/Minute (IMHO) und das auch
Leporello 3-lagig.

Abhilfe:

AOU ==> + " an der gleichen Position in der Überdruckzeile: ==> Ä/Ö/Ü
3 ==> + / an der gleichen Position in der Überdruckzeile: ==> ß (sah
zumindest ähnlich aus)

Programmiert in VAX-C.
Ca. 1990/1991

MfG Christian
K. Krause
2020-10-02 09:47:46 UTC
Permalink
On 30.09.20 08:09, Hermann Riemann wrote:

...
Post by Hermann Riemann
Zahlenkolonnen ( per Voreinstellung)
 mit Vorzeichen z.B. + in Spalte 1 ausdrucken.
"drucke in die gleiche Zeile" ausgewertet.
Dann konnte man zusehen, wie ein Kettendrucker
das Papier in der betreffenden Zeile durchgehämmert hat.
Das war FORTRAN. Die Formatsteuerung erfolgt über das erste Zeichen
in der Zeile. Üblich war:
1H<blank> eine Zeile Vorschub.
1H1 Seitenvorschub
1H2 Vertikaltabulator (ist durch Lochstreifen im Drucker
programmierbar).
1H+ kein Zeilenvorschub. Konnte für schattierte Buchstaben-
graphik verwendet werden, oder für Unterstreichungen
oder Umlaute.

Das H in der Formatanweisung steht für "Hollerith-Symbol".
Wenn man nicht aufgepasst hat, und dieses erste Zeichen nicht explizit
angegeben hatte, dann konnte es passieren, dass der Drucker als
"Seitenschleuder" arbeitete, d. h. große Mengen einzeilig bedruckter
Seiten ausspuckte.
Also das Gegenteil deiner Papierabtrennerei.
Mit beidem hat man sich bei den Operateuren SEHR beliebt gemacht.

Klemens
Diedrich Ehlerding
2020-10-03 06:36:12 UTC
Permalink
Post by K. Krause
Das war FORTRAN. Die Formatsteuerung erfolgt über das erste Zeichen
1H<blank> eine Zeile Vorschub.
1H1 Seitenvorschub
1H2 Vertikaltabulator (ist durch Lochstreifen im Drucker
programmierbar).
Das war nicht nur Fortran, das war ganz allgemein bei Ketten- und
Walzendruckern im Mainframe-Umfeld so. Und man konnte durch weitere
Ziffern in der ersten stelle noch andere, wie dur dagst,
"Vertikaltabulatoren" ansteuern; die wurden definiert durch einen
Lochstreifen von der Länge einer Seite, und es gab darin eine Anzahl von
parallelen möglichen Löchern - die 1 wählte das nächste Loch in Kanal 1
aus, die 2 das nächste Loch in Kanal 2, usw. Dass die 1 einen
Seitrenvorschub bewirkte, war zwar allgemeine Konvention, d.h. praktisch
jeder solche Lochstreifen hatte ein Loch in Kanal 1, und das Papier
wurde so eingelegt, dass das passte; es gab aber auch, insbesondere im
kommerziellen Umfeld, wo Rechnungsformulare etc. bedruckt wurden, häufig
zusätzlich Löcher in anderen Kanälen (etwa um eine Summenzeile untern
auf der Seite anzusteuern). Diese Lochstreifen wurden dann passend zum
Papier in den Drucker montiert.

<https://books.google.de/books?id=uqR9BwAAQBAJ&pg=PA174&lpg=PA174&dq=kettendrucker+vorschub+lochband&source=bl&ots=r7jJ_y-Q_O&sig=ACfU3U0M1GNyhd6ib_BjLwoV9DpD4vBY-A&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwjVjJvp5pfsAhWwMewKHVdhA44Q6AEwBHoECAgQAg#v=onepage&q=kettendrucker%20vorschub%20lochband&f=false>
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Nils M Holm
2020-10-03 07:45:50 UTC
Permalink
Das war FORTRAN. Die Formatsteuerung erfolgt ?ber das erste Zeichen
Nicht nur FORTRAN, in COBOL hat das auch prima funktioniert! War
das der Drucker selbst, der das erste Zeichen als Steuerzeichen
interpretiert hat?
1H<blank> eine Zeile Vorschub.
1H1 Seitenvorschub
1H2 Vertikaltabulator (ist durch Lochstreifen im Drucker
programmierbar).
1H+ kein Zeilenvorschub. Konnte f?r schattierte Buchstaben-
graphik verwendet werden, oder f?r Unterstreichungen
oder Umlaute.
Das H in der Formatanweisung steht f?r "Hollerith-Symbol".
Wenn man nicht aufgepasst hat, und dieses erste Zeichen nicht explizit
angegeben hatte, dann konnte es passieren, dass der Drucker als
"Seitenschleuder" arbeitete, d. h. gro?e Mengen einzeilig bedruckter
Seiten ausspuckte.
Also das Gegenteil deiner Papierabtrennerei.
Mit beidem hat man sich bei den Operateuren SEHR beliebt gemacht.
Klemens
--
Nils M Holm < n m h @ t 3 x . o r g > www.t3x.org
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