Discussion:
Datasettus Minimalus
(zu alt für eine Antwort)
Kay Martinen
2021-10-24 21:54:04 UTC
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Hallo

Ulkiges Fundstück (1) bei Golem wobei mir noch nicht klar ist wo da der
Retro Computer stecken soll. Arduino oder Raspi zähle ich nicht dazu.
Und den Kommentatoren stimme ich auch zu, die einen Sagen das geht
schneller, die anderen das es eben nur ein Bastelprojekt zum Lernen war.

Unabhängig davon. Wäre doch eine Witzige Idee mit einem µC ein
"Neuzeitliches" Datasetten-Interface zu bauen. Ein Motorsteuersignal
lieferte der C-64 ja schon, und das Signal auch. Mein Gedanke wäre aber
, Datasette war IMHO intern eh auch eine Devicenummer (zwischen 1 und 3
meine ich) und man könnte die Disketten-routinen so modifizieren das man
IEC2Tape ginge und evtl. mehr als nur ein Sinus-Signal
aufzeichnet/abtastet um die Datenrate zu erhöhen. Ist ein µC schnell
genug um DSL-ähnlich mehrere Trägerfrequenzen zu analysieren?

Oder eben low-level die Laufwerks-HW mit Aktoren versieht und z.b. auch
Stop/Start und Rewind vom Computer auslösen könnte. Womit dann auch
Suche und Katalogisierung möglich sein sollte.

Ohne Analog UND Digital-HW Extras Plus Software (C-64 und µC) wird das
jedenfalls nicht gehen, soviel ist klar.

Hat jemand was in der Richtung schon mal versucht?

Ich erinnere mich an Supertape und Turbotape und das der COBOLD eines
davon konnte. BTDT Hier auf einem Alten Mono Kassetten-recorder.

(1)
<https://www.golem.de/news/arduino-und-python-bastler-nimmt-audiokassette-als-speichermedium-fuer-retro-pc-2110-160546.html>

Bye/
/Kay
--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔
Frank Hucklenbroich
2021-10-26 08:05:52 UTC
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Post by Kay Martinen
Hat jemand was in der Richtung schon mal versucht?
Halbleiterbasierter Ersatz für Kassettenrekorder ist ein alter Hut, und
das nicht nur in der Commodore-Welt.
Es wurden ja damals auch nicht nur Daten von Computern auf Cassette
gespeichert, auch einige Synthesizer konnten das. Ich hatte damals mal
leihweise einen Korg Poly 800, der konnte seine programmierten Sounds auf
einer Audio-Cassette speichern und dann wieder auslesen.

Grüße,

Frank
Frank Hucklenbroich
2021-10-26 13:43:38 UTC
Permalink
Post by Frank Hucklenbroich
Es wurden ja damals auch nicht nur Daten von Computern auf Cassette
gespeichert, auch einige Synthesizer konnten das. Ich hatte damals mal
leihweise einen Korg Poly 800, der konnte seine programmierten Sounds auf
einer Audio-Cassette speichern und dann wieder auslesen.
Das, war aber nicht Portabel oder? Also vom Synth speichern lassen und
mit einem PC oder HC via Tape einlesen lassen, modifizieren, speichern
und zurück zum Synth.???
Nein, das ging nicht. Es ging nur vom Synth zum Tape und zurück. Man konnte
auf diese Weise aber Sounds verschicken und tauschen, wenn jemand das
gleiche Gerät hatte (also, man verschickte dann das Tape per
Schneckenpost).

Ein Rechner kam erst später beim Yamaha DX-7 ins Spiel, für den hatte ich
zwei Programme für den C-64, eines mit dem man an Sounds schrauben konnte
und ein Sequencerprogramm, mit dem man den Synth ansteuern konnte, um
vorher eingespielte Loops u.ä. zu spielen.

Dafür brauchte man aber ein Midi-Interface für den C-64, und das war
sackteuer. Ich habe damals wohl an die 300 DM dafür bezahlt. Zeitschiene
1985/1986.

Grüße,

Frank
Andreas Kohlbach
2021-10-26 16:13:18 UTC
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Post by Frank Hucklenbroich
Ein Rechner kam erst später beim Yamaha DX-7 ins Spiel, für den hatte ich
zwei Programme für den C-64, eines mit dem man an Sounds schrauben konnte
und ein Sequencerprogramm, mit dem man den Synth ansteuern konnte, um
vorher eingespielte Loops u.ä. zu spielen.
Dafür brauchte man aber ein Midi-Interface für den C-64, und das war
sackteuer. Ich habe damals wohl an die 300 DM dafür bezahlt. Zeitschiene
1985/1986.
Der DX-7 dürfte schon ein Arm und ein Bein gekostet haben.
--
Andreas
Arno Welzel
2021-10-26 18:07:10 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Post by Frank Hucklenbroich
Ein Rechner kam erst später beim Yamaha DX-7 ins Spiel, für den hatte ich
zwei Programme für den C-64, eines mit dem man an Sounds schrauben konnte
und ein Sequencerprogramm, mit dem man den Synth ansteuern konnte, um
vorher eingespielte Loops u.ä. zu spielen.
Dafür brauchte man aber ein Midi-Interface für den C-64, und das war
sackteuer. Ich habe damals wohl an die 300 DM dafür bezahlt. Zeitschiene
1985/1986.
Der DX-7 dürfte schon ein Arm und ein Bein gekostet haben.
In gutem Zustand kosten die Dinger auch gebraucht noch gute drei- bis
vierstellige Beträge.
--
Arno Welzel
https://arnowelzel.de
Frank Hucklenbroich
2021-10-27 07:14:15 UTC
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Post by Andreas Kohlbach
Post by Frank Hucklenbroich
Ein Rechner kam erst später beim Yamaha DX-7 ins Spiel, für den hatte ich
zwei Programme für den C-64, eines mit dem man an Sounds schrauben konnte
und ein Sequencerprogramm, mit dem man den Synth ansteuern konnte, um
vorher eingespielte Loops u.ä. zu spielen.
Dafür brauchte man aber ein Midi-Interface für den C-64, und das war
sackteuer. Ich habe damals wohl an die 300 DM dafür bezahlt. Zeitschiene
1985/1986.
Der DX-7 dürfte schon ein Arm und ein Bein gekostet haben.
Knapp 4.000 DM. Yep.

Grüße,

Frank

Gerrit Heitsch
2021-10-26 14:52:02 UTC
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Post by Kay Martinen
Ohne Analog UND Digital-HW Extras Plus Software (C-64 und µC) wird das
jedenfalls nicht gehen, soviel ist klar.
Sollte auch ohne extra SW im C64 gehen - der uC könnte einfach die
Datasette emulieren.
Commodore-Rechner auf der Gegenseite betreiben, denn der Rechner (PET,
CBM, C64, VC20) hat zufällig dieselbe Ausstattung.
An so was hatte ich vor geraumer Zeit gedacht (EMUF-6502 oder Apple II),
als ich über die Restaurierung meines PET nachdachte und den Karton mit
Kassetten fand, eine mit meinen programmiertechnischen "Kunstwerken"[tm]
der Frühzeit sowie 2 Dutzend zugelaufener.
Beim Eurocom 1 ist's dagegen viel einfacher: der hat eine asynchrone
Seriellschnittstelle mit 300Baud und eine "lustige" halb digitale, halb
analoge Schaltung als Interface zum Kassettenrekorder. Hier einfach die
300Baud vom 6850 ausgeleitet, auf einen MAX232 gelegt und über mehrere
Meter Kabellänge an einen anderen Rechner gehängt ist wirklich eine
Triviallösung.
Commodore hat halt gerne gespart und solche Jobs per Bitbanging erledigt
statt einen teuren Chip zu verbauen.

BTW: Der C64 hat auch eine RS232 und die Routinen dazu im OS. Man
braucht noch einen Pegelwandler und schon sollten bis 2400bps
funktionieren. Ist aber eben alles Software und Bitbanging am Userport.

Gerrit
Gerrit Heitsch
2021-10-26 18:15:23 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Ohne Analog UND Digital-HW Extras Plus Software (C-64 und µC) wird das
jedenfalls nicht gehen, soviel ist klar.
Sollte auch ohne extra SW im C64 gehen - der uC könnte einfach die
Datasette emulieren.
Commodore-Rechner auf der Gegenseite betreiben, denn der Rechner (PET,
CBM, C64, VC20) hat zufällig dieselbe Ausstattung.
Es ging glaube ich eher um die Frage ob ein *anderer* Computer in Form
eines Microcontrollers als "Datasette" *für* einen C64 benutzbar wäre -
und zwar so, dass die Daten dort digital gespeichert werden nur nicht
nur als Audiosignal. Und ja - das wäre prinzipiell möglich.
Am Datasetten-Anschluss des C64 liegen die zu schreibenden Daten digital
an und werden beim Lesen auch digital erwartet, einen anderen µC als
Ersatz für die Datasette zu nehmen sollte also kein Problem sein.

Gerrit
Kay Martinen
2021-10-26 19:08:19 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Ohne Analog UND Digital-HW Extras Plus Software (C-64 und µC) wird das
jedenfalls nicht gehen, soviel ist klar.
Sollte auch ohne extra SW im C64 gehen - der uC könnte einfach die
Datasette emulieren.
Commodore-Rechner auf der Gegenseite betreiben, denn der Rechner (PET,
CBM, C64, VC20) hat zufällig dieselbe Ausstattung.
Es ging glaube ich eher um die Frage ob ein *anderer* Computer in Form
eines Microcontrollers als "Datasette" *für* einen C64 benutzbar wäre -
und zwar so, dass die Daten dort digital gespeichert werden nur nicht
nur als Audiosignal. Und ja - das wäre prinzipiell möglich.
Nein, darum ging's mir nicht. Meine Idee war eher einen µC als eine Art
Steuerungs-Automat für eine Gepimpte Datasette ein zu spannen.

So weit ich erinnere war der Ablauf ja recht manuell.

LOOP:
(Taste drücken) Band zurück spulen,
Start (Taste drücken),
Load Befehl eintippen.
Warten bis Programm (erfolgreich) geladen.
Wenn nicht (Taste drücken) Zurück spulen
ENDLOOP:

Der µC müsste also zumindest die Tasten STOP und REWIND steuern können
und der C-64 müsste mit Routinen bereichert werden die ihm die
Entsprechenden Kommandos senden.

Wobei ich den C-64 nur wg. Eigener Kenntniss als Beispiel nahm. Muß ja
nicht unbedingt der sein. Datenrecorder gabs damals für viele HCs.

Ich hab eine von Boston Computers im Standgehäuse für die es
verschiedene Adapterkabel zu anderen Computern gab.

Jetzt finde ich grad keinen Link auf ein Bild von dem Gerät...


Bye/
/Kay
--
🅟🅞🅢🅣🅔🅓 🅥🅘🅐 🅛🅔🅐🅕🅝🅞🅓🅔
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