Discussion:
Hilfswerte zur Dimensionierung gesucht.
(zu alt für eine Antwort)
Kay Martinen
2020-12-15 21:53:34 UTC
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Hallo

Man kann den Netzwerkdurchsatz mit netio oder iperf messen, den
festplattendurchsatz mit hdparm und für CPUs gibt's vermutlich auch
genug Benchmarks oder tools - obwohl mir jetzt grad keines einfällt.

Was mich interessiert: Gibt es irgendwo Webseiten o.ä. die solche Werte
für möglichst viele; auch ältere HW (z.B. P3, IDE, SCSI); gesammelt
auflisten?

XP und f'up2 d.a.f.c.

Da ich zwar oft Linux einsetzen wollte aber ggf. auch für W2K o.a. OS
offen bin (Retro-Einsatz) und es generell um Alt-HW geht die in neueren
Auflistungen wohl kaum noch vorkommt.

Kay
--
Posted via leafnode
Marcel Mueller
2020-12-17 07:34:44 UTC
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Post by Kay Martinen
Hallo
Man kann den Netzwerkdurchsatz mit netio oder iperf messen, den
festplattendurchsatz mit hdparm und für CPUs gibt's vermutlich auch
genug Benchmarks oder tools - obwohl mir jetzt grad keines einfällt.
Was mich interessiert: Gibt es irgendwo Webseiten o.ä. die solche Werte
für möglichst viele; auch ältere HW (z.B. P3, IDE, SCSI); gesammelt
auflisten?
Naja, wer misst, misst Mist. ;-)
Post by Kay Martinen
XP und f'up2 d.a.f.c.
Da ich zwar oft Linux einsetzen wollte aber ggf. auch für W2K o.a. OS
offen bin (Retro-Einsatz) und es generell um Alt-HW geht die in neueren
Auflistungen wohl kaum noch vorkommt.
Der Netzwerkdurchsatz sollte bei jedem halbwegs vernünftig
ausgestatteten Gerät jeder Altersklasse nahe dem theoretischen Limit
liegen. Das sind die üblichen 9-10 MB/s für Fast Ethernet, ca. 1 MB/s
für alte 10 MBit Netze und bei GBit so 80-100MB/s.

Bei Festplatten bestimmt die Aufzeichnungsdichte und Drehzahl der Platte
den Takt. Die Werte findet man für nahezu jedes Modell in den
Datenblättern. Von praktischer Relevanz sind sie allerdings kaum.

Interessanter ist da die Zugriffszeit. Die wird von Stärke der Servos
und wieder der Drehzahl bestimmt. Auch die Werte stehen im Datenblatt,
jedenfalls bei alten Platten. Bei diesem wichtigen Parameter wird man
feststellen, dass etliche Platten von um die Jahrtausendwende aktuelle
Modelle schlagen. Manchmal schaffen es sogar Platten aus den frühen
90-ern. Aus diesem Grund geben die Hersteller von Consumerplatten diesen
peinlichen Parameter mittlerweile oft nicht mehr an.

IDE/SCSI spielt üblicherweise keine Rolle. IDE war nur in der Ära vor
Busmaster DMA eine Katastrophe. Ab PentiumKlasse war das kaum mehr ein
Unterschied. Natürlich wurden langsame Platten selten mit SCSI verkauft.

Bei CPU gibt es keine einheitliche Zahl. Es hängt davon ab, was man mit
ihr vor hat. Die eine kann das eine besser, eine andere das andere. Jede
Software wird da andere Verhältnisse ergeben. Außerdem gehört da noch
mehr dazu, allen voran der Speicher.


Jetzt stellt sich die Frage, was Du mit den Benchmarkwerten der
Althardware anfangen willst. Abhängig davon gibt es vllt. auch eine Lösung.


Marcel
Christian Corti
2020-12-17 09:06:16 UTC
Permalink
Post by Marcel Mueller
Der Netzwerkdurchsatz sollte bei jedem halbwegs vernünftig
ausgestatteten Gerät jeder Altersklasse nahe dem theoretischen Limit
liegen. Das sind die üblichen 9-10 MB/s für Fast Ethernet, ca. 1 MB/s
für alte 10 MBit Netze und bei GBit so 80-100MB/s.
In welcher Welt lebst denn du?
Man konnte froh sein, wenn so ab Ende der 80er der Rechner eine
10MBit/s Leitung auslasten konnte. Das Schnellste, was ich auf einer
SUN 4/260 hinkriege, sind ca. 600kB/s UDP (z.B. NFS), mit TCP sind es nur
noch ca. 200kB/s. Und das ist eine Highend-Workstation damals gewesen.
Auf meinem Amiga 3000 kriege ich das Netzwerk nicht mal annähernd zur
Hälfte ausgelastet.
Die ältesten Maschinen, auf die ich Zugriff habe, die die 10MBit/s
schaffen, sind die SuperSPARC-Kisten (SPARCstation 10 u.dgl.). Bei
100MBit/s (HME) kotzen die aber auch, maximal sind vlt. so 20MBit/s
drin.

Christian
Gerrit Heitsch
2020-12-17 09:24:09 UTC
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Post by Christian Corti
Post by Marcel Mueller
Der Netzwerkdurchsatz sollte bei jedem halbwegs vernünftig
ausgestatteten Gerät jeder Altersklasse nahe dem theoretischen Limit
liegen. Das sind die üblichen 9-10 MB/s für Fast Ethernet, ca. 1 MB/s
für alte 10 MBit Netze und bei GBit so 80-100MB/s.
In welcher Welt lebst denn du?
Man konnte froh sein, wenn so ab Ende der 80er der Rechner eine
10MBit/s Leitung auslasten konnte. Das Schnellste, was ich auf einer
SUN 4/260 hinkriege, sind ca. 600kB/s UDP (z.B. NFS), mit TCP sind es nur
noch ca. 200kB/s. Und das ist eine Highend-Workstation damals gewesen.
Auf meinem Amiga 3000 kriege ich das Netzwerk nicht mal annähernd zur
Hälfte ausgelastet.
Die ältesten Maschinen, auf die ich Zugriff habe, die die 10MBit/s
schaffen, sind die SuperSPARC-Kisten (SPARCstation 10 u.dgl.). Bei
100MBit/s (HME) kotzen die aber auch, maximal sind vlt. so 20MBit/s
drin.
Ich kann mich noch an eine Dimensionierungsrichtlinie von SUN erinnern.
Laut der sollte man für einen 100 MBit Port auch 100 MHz CPU zur
Verfügung haben.

Wer eine QFE (4 x HME auf einer Karte) auch wirklich nutzen wollte, der
sollte also eine 400 MHz CPU (oder 2 x 200) haben.

Mein Amiga 2000 mit A2630 (68030-25) und A2065 brachte bei rcp oder FTP
so um die 150 KB/sec über Koax-Netz. Da man damals weniger Daten hatte
war das nicht so wirklich ein Problem. Meine Datenmigration vom Amiga
zum Linux PC war damit in erträglicher Zeit erledigt.

Gerrit
Michael Bäuerle
2020-12-18 09:16:27 UTC
Permalink
Post by Gerrit Heitsch
Post by Christian Corti
Post by Marcel Mueller
Der Netzwerkdurchsatz sollte bei jedem halbwegs vernünftig
ausgestatteten Gerät jeder Altersklasse nahe dem theoretischen Limit
liegen. Das sind die üblichen 9-10 MB/s für Fast Ethernet, ca. 1 MB/s
für alte 10 MBit Netze und bei GBit so 80-100MB/s.
In welcher Welt lebst denn du?
Man konnte froh sein, wenn so ab Ende der 80er der Rechner eine
10MBit/s Leitung auslasten konnte. Das Schnellste, was ich auf einer
SUN 4/260 hinkriege, sind ca. 600kB/s UDP (z.B. NFS), mit TCP sind es nur
noch ca. 200kB/s. Und das ist eine Highend-Workstation damals gewesen.
Auf meinem Amiga 3000 kriege ich das Netzwerk nicht mal annähernd zur
Hälfte ausgelastet.
Die ältesten Maschinen, auf die ich Zugriff habe, die die 10MBit/s
schaffen, sind die SuperSPARC-Kisten (SPARCstation 10 u.dgl.). Bei
100MBit/s (HME) kotzen die aber auch, maximal sind vlt. so 20MBit/s
drin.
Ich kann mich noch an eine Dimensionierungsrichtlinie von SUN erinnern.
Laut der sollte man für einen 100 MBit Port auch 100 MHz CPU zur
Verfügung haben.
Wer eine QFE (4 x HME auf einer Karte) auch wirklich nutzen wollte, der
sollte also eine 400 MHz CPU (oder 2 x 200) haben.
Mein Amiga 2000 mit A2630 (68030-25) und A2065 brachte bei rcp oder FTP
so um die 150 KB/sec über Koax-Netz. Da man damals weniger Daten hatte
war das nicht so wirklich ein Problem. Meine Datenmigration vom Amiga
zum Linux PC war damit in erträglicher Zeit erledigt.
CPU-Leistung ist eine Sache. Dann gab es auch schlechte Netzwerk-
Hardware. Als Beispiel sei die 3Com 3c501 genannt. Zitat von Donald
Becker aus dem Linux-Treiber für Kernel 2.0.39:
|
| This is a device driver for the 3Com Etherlink 3c501.
| Do not purchase this card, even as a joke. It's performance is
| horrible, and it breaks in many ways.
| [...]
| 2] The basic system is a single buffer which can be used to receive or
| transmit a packet. A third command mode exists when you are setting
| things up.
|
| 3] If it's transmitting it's not receiving and vice versa. In fact
| the time to get the board back into useful state after an operation
| is quite large.
| [...]
| The combination of slow receive restart and no real multicast
| filter makes the board unusable with a kernel compiled for IP
| multicasting in a real multicast environment. That's down to the
| board, but even with no multicast programs running a multicast IP
| kernel is in group 224.0.0.1 and you will therefore be listening to
| all multicasts. One nv conference running over that ethernet and you
| can give up.
Dennis Grevenstein
2020-12-18 13:20:19 UTC
Permalink
Post by Michael Bäuerle
CPU-Leistung ist eine Sache. Dann gab es auch schlechte Netzwerk-
Hardware. Als Beispiel sei die 3Com 3c501 genannt. Zitat von Donald
Dazu habe ich sogar auch noch ein Zitat im Archiv:

"Somewhere along here, somebody needs to note that the 3C501 is a
miserable-misbegotten-son-of-a-lame-she-camel-and-a-desperate-jackal
Ethernet card, at least in UNIXland. It has serious problems in any
serious multi-user system because of various hardware idiosyncrasies
which are on the order of can't-walk-down-the-street-and-chew-gum."
Dick Dunn <***@raven.eklektix.com>

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Guido Grohmann
2020-12-18 15:02:46 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
"Somewhere along here, somebody needs to note that the 3C501 is a
miserable-misbegotten-son-of-a-lame-she-camel-and-a-desperate-jackal
Ethernet card, at least in UNIXland. It has serious problems in any
serious multi-user system because of various hardware idiosyncrasies
which are on the order of can't-walk-down-the-street-and-chew-gum."
Dem hätt ich dann gerne eine der tollen Realdreck-Dinger in die Hand
gedrückt. :D Leider habe ich keine Zeitmaschine.

Guido
Gerrit Heitsch
2020-12-19 18:30:24 UTC
Permalink
Post by Guido Grohmann
Post by Dennis Grevenstein
"Somewhere along here, somebody needs to note that the 3C501 is a
  miserable-misbegotten-son-of-a-lame-she-camel-and-a-desperate-jackal
  Ethernet card, at least in UNIXland.  It has serious problems in any
  serious multi-user system because of various hardware idiosyncrasies
  which are on the order of can't-walk-down-the-street-and-chew-gum."
Dem hätt ich dann gerne eine der tollen Realdreck-Dinger in die Hand
gedrückt. :D Leider habe ich keine Zeitmaschine.
Ja, der RTL8139 war erst ab Revision B brauchbar und selbst dann nur so
halbwegs.

Auch die Gbit-NICs von Realtek hat man längere Zeit besser vermieden.

Gerrit
Marcel Mueller
2020-12-17 17:49:07 UTC
Permalink
Post by Christian Corti
Post by Marcel Mueller
Der Netzwerkdurchsatz sollte bei jedem halbwegs vernünftig
ausgestatteten Gerät jeder Altersklasse nahe dem theoretischen Limit
liegen. Das sind die üblichen 9-10 MB/s für Fast Ethernet, ca. 1 MB/s
für alte 10 MBit Netze und bei GBit so 80-100MB/s.
In welcher Welt lebst denn du?
Man konnte froh sein, wenn so ab Ende der 80er der Rechner eine
10MBit/s Leitung auslasten konnte.
Ende der 80-er hatte Ethernet noch so gut wie keinen Verbreitungsgrad.


Marcel
Ralf Kiefer
2020-12-17 18:42:10 UTC
Permalink
Post by Marcel Mueller
Ende der 80-er hatte Ethernet noch so gut wie keinen Verbreitungsgrad.
Im Hochschulbereich oder in der Großindustrie kannte man bereits
Gardena^W Yellow Cable (10Base5). Wir entwickelten 1989 (AFAIR) den
ersten Cheapernet-Anschluß für unsere VMEbus-Karten, und wir waren
sicher nicht die ersten.

Gruß, Ralf
Christian Corti
2020-12-18 08:43:50 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Im Hochschulbereich oder in der Großindustrie kannte man bereits
Gardena^W Yellow Cable (10Base5). Wir entwickelten 1989 (AFAIR) den
10base2 war auch schon verbreitet. Gerade in den Rechnerpools oder bei
den Workstations war das überall dran. Da waren an den AUI-Ports
AUI-Kabel zum 10base2-Transceiver. Von dem Material habe ich noch
unzähliges.
Jedenfalls war bei uns damals schon das meiste wohl mit 10base2 verkabelt.
Und es gab kurz später dann überall EAD in den Büros. Auch da habe ich
noch etliche Kabel und Dosen irgendwo in einer Kiste.
Ein konkretes Rechnerbeispiel fällt mir noch ein: 1986 wurden die
Mitarbeiter alle mit den "tollen" HP Vectras ('286er mit
Multimode-Schirm) ausgestattet. In vielen steckte eine ebenso alte von
HP umgelabelte 3com 3C501, angeschlossen ausschließlich über 10base2.
Einsatz war z.B. mit PC-NFS mit SUN-Servern.
Ach ja, von diesen 3coms habe ich auch noch Dutzende ;-)

Christian
Dennis Grevenstein
2020-12-18 01:00:12 UTC
Permalink
Post by Marcel Mueller
Ende der 80-er hatte Ethernet noch so gut wie keinen Verbreitungsgrad.
Ende der 80er war Ethernet auf allem verfügbar, was ernst genommen
werden wollte. Die ganzen professionellen Kisten hatten so 1989
alle Ethernet entweder onboard oder als Standard mit drin. Das
waren eher einzelne Ausnahmen, die statt Ethernet z.B. toten Ring
verwenden wollten. Eine weitere Ausnahme, an die ich mich erinnere
und die in .de einigermaßen Verbreitung erreicht hat, war die
Siemens MX300. Da lief so ein SVR3 Unix drauf (multi universe...),
wo man alles mögliche extra lizensieren musste und Ethernet wurde
da gerne eingespart. Und im PC Bereich wurde halt noch nicht soviel
genetzwerkt damals. Trotzdem war es möglich und durchaus üblich.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Ralf Kiefer
2020-12-18 11:04:54 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Das
waren eher einzelne Ausnahmen, die statt Ethernet z.B. toten Ring
verwenden wollten.
Ich erinnere mich vom Draufschauen aus der Ferne an die kaufmännische
Welt mit ihren IBM-"Kisten" der Größenordnung AS/400 u.ä., die
vorzugsweise den Toten Ring wählten. Die verkabelten wohl aus Gründen
des Investitionsschutzes in ihre Kabel anfangs ganz gerne dieses Netz
für alles, was danach kam, auch Arbeitsplatz-PCs. Ich hatte zuletzt so
ungefähr 1998/1999 Router zwischen "unserem" Ethernet und dem
Kunden-Token-Ring aufgebaut. So selten war das gar nicht.

In der Automatisierungstechnik war in den 1980er Jahren bis anfangs in
die 1990er Jahre ARCNET angesagt, weil es im Gegensatz zum Ethernet (mit
CSMA/CD) echtzeitfähig war. Zudem brachte ARCNET (mit 2,5Mb/s) mehr
Durchsatz speziell in ausgelasteten Netzen als Ethernet (mit 10Mb/s).

Als weitere Topologie gab's in den späten 1980er Jahre ziemlich viele
AppleTalk-Netze, später LocalTalk genannt. Die waren vorzugsweise in den
Büros der "Kreativen" wg. Mac und der nutzergerechten Diensten schon
damals. LocalTalk fing 1985 an zusammen mit dem ersten LaserWriter, der
ausschließlich eine Netzschnittstelle (für die Mac-Welt) hatte. Auch
diverse Suns hatten zu jener Zeit einen LocalTalk-Anschluß auf der
Hauptplatine, AFAIR.

Bei mir im Studentenwohnheim war 1990 ein LocalTalk-Netz das erste
flurweite Netz, von dem ich erfuhr.
Post by Dennis Grevenstein
Und im PC Bereich wurde halt noch nicht soviel
genetzwerkt damals.
Wie denn auch? Unter MS-DOS in irgendeinem Netz? Ab 1991 gab's Windows
for Playgroups, das erstmalig in diesem Teil der PC-Welt Netzwerkdienste
anbot. OS-Halbe ein paar Jahre zuvor war dabei deutlich innovativer.
Aber wie verbreitet war das? Dort, wo AS/400 standen, wobei wir wieder
oben im Text sind :-)

Anekdote am Rand: Apple bescherte der Mac-Welt ziemlich viele
Netzwerkangebote, so natürlich auch Token Ring-Karten und die Anbindung
an IBM-Großrechnerwelten. Ich habe hier einen LocalTalk-Drucker-Server
mit Token Ring-Anschluß. Das ist eine Bridge von TokenRing auf LocalTalk
vermutlich nur für die AppleTalk-Druckerprotokolle. Das dürfte bei der
Wahl zum exotischsten Gerät recht weit vorne im Feld liegen ;-)


Gruß, Ralf
Dennis Grevenstein
2020-12-18 13:52:27 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Ich erinnere mich vom Draufschauen aus der Ferne an die kaufmännische
Welt mit ihren IBM-"Kisten" der Größenordnung AS/400 u.ä., die
vorzugsweise den Toten Ring wählten. Die verkabelten wohl aus Gründen
des Investitionsschutzes in ihre Kabel anfangs ganz gerne dieses Netz
für alles, was danach kam, auch Arbeitsplatz-PCs. Ich hatte zuletzt so
ungefähr 1998/1999 Router zwischen "unserem" Ethernet und dem
Kunden-Token-Ring aufgebaut. So selten war das gar nicht.
Hmm. Da gab es ja lange eine Fangemeinde.
Post by Ralf Kiefer
In der Automatisierungstechnik war in den 1980er Jahren bis anfangs in
die 1990er Jahre ARCNET angesagt, weil es im Gegensatz zum Ethernet (mit
CSMA/CD) echtzeitfähig war. Zudem brachte ARCNET (mit 2,5Mb/s) mehr
Durchsatz speziell in ausgelasteten Netzen als Ethernet (mit 10Mb/s).
ARCNET ist mir nur in einem Kontext begegnet: am Amiga. Da haben
die Leute wohl eine ganze Zeit lang bestimmte ARCNET Lösungen
benutzt, weil es nichts anderes gab, was bezahlbar war oder so.
Post by Ralf Kiefer
Als weitere Topologie gab's in den späten 1980er Jahre ziemlich viele
AppleTalk-Netze, später LocalTalk genannt. Die waren vorzugsweise in den
Büros der "Kreativen" wg. Mac und der nutzergerechten Diensten schon
damals. LocalTalk fing 1985 an zusammen mit dem ersten LaserWriter, der
ausschließlich eine Netzschnittstelle (für die Mac-Welt) hatte.
Ich gebe zu, ich bin da auch biased. Diese ganzen homecomputer
Sachen waren nie so meine Welt und die alten 68k Macs waren mir
gefühlt zu nah da dran. Erst mit MacOS X wurde das für mich
interessant. Da hatte Apple schon alle "legacy" Schnittstellen
abgeschafft.
Post by Ralf Kiefer
Auch
diverse Suns hatten zu jener Zeit einen LocalTalk-Anschluß auf der
Hauptplatine, AFAIR.
Nein, das sah nur so aus. Das sind bei Suns und SGIs aus der
Zeit einfach die seriellen ports. Gerne direkt zusammen mit
dem passenden Adapterkabel von-rund-auf-eckig ausgeliefert.
Post by Ralf Kiefer
Wie denn auch? Unter MS-DOS in irgendeinem Netz? Ab 1991 gab's Windows
for Playgroups, das erstmalig in diesem Teil der PC-Welt Netzwerkdienste
anbot.
Novell Netware natürlich; der Australopithecus afarensis der PC-Netzwerke.
Konnte schon aufrecht gehen, hat aber nicht sehr elegant ausgesehen.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Michael Bäuerle
2020-12-18 14:30:12 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Post by Ralf Kiefer
Ich erinnere mich vom Draufschauen aus der Ferne an die kaufmännische
Welt mit ihren IBM-"Kisten" der Größenordnung AS/400 u.ä., die
vorzugsweise den Toten Ring wählten. Die verkabelten wohl aus Gründen
des Investitionsschutzes in ihre Kabel anfangs ganz gerne dieses Netz
für alles, was danach kam, auch Arbeitsplatz-PCs. Ich hatte zuletzt so
ungefähr 1998/1999 Router zwischen "unserem" Ethernet und dem
Kunden-Token-Ring aufgebaut. So selten war das gar nicht.
Hmm. Da gab es ja lange eine Fangemeinde.
Bei meinem Arbeitgeber gab es seinerzeit zwar eine zentrale IT, die
kümmerte sich aber nur um den IBM-Mainframe. Für PCs waren die nicht
zuständig und so hatte jede Abteilung ihren eigenen Admin für die
"neumodischen" Rechner.

Das führte, vermutlich nach den Vorlieben der jeweiligen Admins, dazu,
dass unsere Abteilung Ethernet verwendete, eine Etage tiefer waren die
PCs dagegen mit Token Ring vernetzt.
Ralf Kiefer
2020-12-18 16:57:54 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
[Token-Ring]
Hmm. Da gab es ja lange eine Fangemeinde.
Ob Fans oder Leidtragende ...? ;-) Es gab eine Zeit, in der nicht klar
war, daß sich die Netzwerkerei so derartig auf Ethernet verdichten
würde, wie es heute selbstverständlich ist. Der Token Ring kam, auf
jeden Fall im Bewußtsein der Entscheidungsträger und auch der Admins,
von den Profis der großen Firma IBM. Die Netzinstallationen waren
mächtig und bewährt. Und teuer. Also war's Qualität, so die vielleicht
nur unterbewußte Meinung der Entscheidungsträger.

Dem Ethernet haftete zudem im Zeitalter vom Cheapernet (der Name alleine
schon!) der Ruf an Frickelware zu sein. Wie Michael parallel schrieb:
ohne Admin. Oder anders ausgedrückt: jeder bastelte dran rum. Was bei
Cheapernet bedeutete, daß es häufig eben nicht zuverlässig
funktionierte. Ich weiß gar nicht, wieviele Cheapernet-Installationen
ich mit Hilfe eines Fluke Lanmeters oder auch nur durch Draufschauen in
den späten 1990er reparieren mußte, weil dort die unmöglichsten Fehler
von Amateuren und ambitionierten Amateuren eingebaut wurden. Da könnte
ich vermutlich eine längere Abhandlung drüber schreiben ;-)

Sogar zu dem Zeitpunkt, als Ethernet mit Fast Ethernet "drohte",
konterte die Token Ring-Gemeinde mit 100Mb/s. Aber da war das Rennen
schon keines mehr.
Post by Dennis Grevenstein
ARCNET ist mir nur in einem Kontext begegnet: am Amiga. Da haben
die Leute wohl eine ganze Zeit lang bestimmte ARCNET Lösungen
benutzt, weil es nichts anderes gab, was bezahlbar war oder so.
Das Preisargument könnte wirklich ausschlaggebend gewesen sein, weil zum
Zeitpunkt des Erscheinens des Amiga Ethernet noch teurer war. Das kehrte
sich allerdings schnell um, als Cheapernet populär wurde und es diese
Kabel und Karten an allen Ecken gab. Es gab seinerzeit genauso
ARCNET-Karten für den ISA-Bus, also für die PC-Welt.

Aber auch: als 1985 der Amiga erschien, war der größte Teil der
Ethernet-Installationen mit Yellow Cable aufgebaut. Das war ein dickes,
unhandliches Kabel mit mehr Ähnlichkeit zu den Produkten von Gardena als
zu filigraner E-Technik. Man brauchte pro Anschluß nicht nur die Karte
im Rechner, sondern auch den Transceiver am Kabel und eine ziemlich
unflexible Stichleitung dazwischen. Dieser konnte so ein kleiner Amiga
keinen mechanischen Widerstand entgegensetzen wie ein Mainframe.
Mechanisch vergleichbar heute vielleicht mit starren Cat6- oder
Cat7-Kabeln an einem Raspi. Ich hänge so einen Raspi heute durchaus am
Netzkabel auf :-)
Post by Dennis Grevenstein
Ich gebe zu, ich bin da auch biased. Diese ganzen homecomputer
Sachen waren nie so meine Welt und die alten 68k Macs waren mir
gefühlt zu nah da dran.
Das waren sie seinerzeit aber nicht, denn alleine die Preisgestaltung
von Apple Deutschland war alles andere als homecomputer-ähnlich. Nicht
zu vergessen, daß der Mac bei den beruflich darauf fixierten Anwendern
mit dem damals sogenannten Desktop Publishing groß wurde. Photoshop,
Quark Xpress, PageMaker, Freehand, FrameMaker, RagTime, Illustrator u.ä.
waren in den späten 1980er Jahren alles Programme, die im Rudel
auftraten und daher die teuren Peripheriegeräte zur gemeinsamen Nutzung
im Netz hatten. Das waren nicht nur die entsprechenden Drucker und
Satzbelichter, sondern auch Scanner und selbstverständlich File Server.
Daneben gab's die "Kleingeräte" im AppleTalk-Netz wie z.B. Modems (u.a.
für die Leitung zur Druckerei) oder die serielle Schnittstelle zur
gemeinsamen Nutzung von einem Plotter oder ganz exotischen Geräten.
Post by Dennis Grevenstein
Auch
diverse Suns hatten zu jener Zeit einen LocalTalk-Anschluß auf der
Hauptplatine, AFAIR.
Nein, das sah nur so aus.
Ok. Ich hatte dazu die Stichworte TOPS und FlashTalk in Erinnerung, mit
denen Sun zu tun hatte. FlashTalk war das getunte LocalTalk mit
770kb/sec statt 230kb/sec wie von Apple. Ich dachte, daß das auch auf
Sun-Hardware laufen würde. Das war im Jahr 1989.


Gruß, Ralf
Dennis Grevenstein
2020-12-18 18:17:32 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Ob Fans oder Leidtragende ...? ;-)
Das kommt wohl auf Deine Perspektive an. Ich erinnere noch an
Diskussionen mit ernsthaften Toten-Ring-fans, aber ich habe
auch schon Leuten stundenlang beim Basteln am Toten-Ring
zugesehen.
Post by Ralf Kiefer
Es gab eine Zeit, in der nicht klar
war, da? sich die Netzwerkerei so derartig auf Ethernet verdichten
w?rde, wie es heute selbstverst?ndlich ist. Der Token Ring kam, auf
jeden Fall im Bewu?tsein der Entscheidungstr?ger und auch der Admins,
von den Profis der gro?en Firma IBM. Die Netzinstallationen waren
m?chtig und bew?hrt. Und teuer. Also war's Qualit?t, so die vielleicht
nur unterbewu?te Meinung der Entscheidungstr?ger.
Es gab ja mal diesen Spruch: "nobody ever got fired for buying IBM".
Post by Ralf Kiefer
Aber auch: als 1985 der Amiga erschien, war der gr??te Teil der
Ethernet-Installationen mit Yellow Cable aufgebaut. Das war ein dickes,
unhandliches Kabel mit mehr ?hnlichkeit zu den Produkten von Gardena als
zu filigraner E-Technik. Man brauchte pro Anschlu? nicht nur die Karte
im Rechner, sondern auch den Transceiver am Kabel und eine ziemlich
unflexible Stichleitung dazwischen. Dieser konnte so ein kleiner Amiga
keinen mechanischen Widerstand entgegensetzen wie ein Mainframe.
Mechanisch vergleichbar heute vielleicht mit starren Cat6- oder
Cat7-Kabeln an einem Raspi. Ich h?nge so einen Raspi heute durchaus am
Netzkabel auf :-)
Ich erinnere mich noch. Ich habe mal yellow cable von der Uni
abgegriffen. Der Admin von dem Institut hat mich noch gewarnt,
dass man aufpassen muss, dass es einem da nicht den Rechner
vom Tisch reisst. Das Institut hatte damals wohl SPARCstation
clones. Die waren nicht so schwer... Ich fand das yellow cable
mit den Vampir-Transceivern schon witzig, denn man konnte es
einmal durch die ganze Wohnung verlegen. Natuerlich war es
unpraktisch.
Das Cheapernet hatte vermutlich vor allem deshalb einen so
schlechten Ruf, weil es so leicht zu manipulieren bzw.
kaputtzumachen war; egal ob absichtlich oder unabsichtlich.
10baseT mit einem billigen Hub war technisch auch nicht so
toll.
Post by Ralf Kiefer
Das waren sie seinerzeit aber nicht, denn alleine die Preisgestaltung
von Apple Deutschland war alles andere als homecomputer-?hnlich. Nicht
zu vergessen, da? der Mac bei den beruflich darauf fixierten Anwendern
mit dem damals sogenannten Desktop Publishing gro? wurde. Photoshop,
Quark Xpress, PageMaker, Freehand, FrameMaker, RagTime, Illustrator u.?.
waren in den sp?ten 1980er Jahren alles Programme, die im Rudel
auftraten und daher die teuren Peripherieger?te zur gemeinsamen Nutzung
im Netz hatten. Das waren nicht nur die entsprechenden Drucker und
Satzbelichter, sondern auch Scanner und selbstverst?ndlich File Server.
Daneben gab's die "Kleinger?te" im AppleTalk-Netz wie z.B. Modems (u.a.
f?r die Leitung zur Druckerei) oder die serielle Schnittstelle zur
gemeinsamen Nutzung von einem Plotter oder ganz exotischen Ger?ten.
Tja, die Coolen und Kreativen.
Das ist bei Apple schon so eine mythische Gruppe. Du wirst
lachen, aber ich habe noch nie einen aus der Gruppe persoenlich
getroffen.
Post by Ralf Kiefer
Ok. Ich hatte dazu die Stichworte TOPS und FlashTalk in Erinnerung, mit
denen Sun zu tun hatte. FlashTalk war das getunte LocalTalk mit
770kb/sec statt 230kb/sec wie von Apple. Ich dachte, da? das auch auf
Sun-Hardware laufen w?rde. Das war im Jahr 1989.
Kann ja sein, dass es da auch Loesungen gegeben hat. Ueblich war
es nicht. Sun hat glaube ich nicht immer klug eingekauft und einige
Produkte wieder eingestampft.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhaeuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Andreas Eder
2020-12-25 15:36:09 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Eine weitere Ausnahme, an die ich mich erinnere
und die in .de einigermaßen Verbreitung erreicht hat, war die
Siemens MX300. Da lief so ein SVR3 Unix drauf (multi universe...),
Ja, das waren die alten NatSemi Kisten. Es gab auch MX300 mit Intel
drin. (auch MX300i genannt). Das war dann schon SVR4. Das jab ich selbst
da drauf mit portiert :-)

'Andreas
m***@gehtnicht.de
2020-12-25 18:07:04 UTC
Permalink
Post by Andreas Eder
Post by Dennis Grevenstein
Eine weitere Ausnahme, an die ich mich erinnere
und die in .de einigermaßen Verbreitung erreicht hat, war die
Siemens MX300. Da lief so ein SVR3 Unix drauf (multi universe...),
Ja, das waren die alten NatSemi Kisten. Es gab auch MX300 mit Intel
drin. (auch MX300i genannt). Das war dann schon SVR4. Das jab ich selbst
da drauf mit portiert :-)
'Andreas
Historisches:

http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/siemens/mx-rm/index.html
--
--
Hermann Riemann
2020-12-27 13:40:31 UTC
Permalink
Post by m***@gehtnicht.de
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/siemens/mx-rm/index.html
Keine MX500?

Hermann
sich an Maxed erinnernd.
( Und den Maschinencode für NatSemi-CPUs für gut hielt.)
--
http://www.hermann-riemann.de
Dennis Grevenstein
2020-12-27 16:02:44 UTC
Permalink
Post by Hermann Riemann
Post by m***@gehtnicht.de
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/siemens/mx-rm/index.html
Keine MX500?
wenn man sich durch die Seite klickt, dann wird auch irgendwann die
MX500 erwähnt. Wobei ich persönlich nie eine 500 gesehen habe und von
keinem gehört habe, der eine gesehen hat. Mich würde ja schon interessieren,
wo die 500 so verkauft wurde.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Diedrich Ehlerding
2020-12-27 17:27:42 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
wenn man sich durch die Seite klickt, dann wird auch irgendwann die
MX500 erwähnt. Wobei ich persönlich nie eine 500 gesehen habe und von
keinem gehört habe, der eine gesehen hat. Mich würde ja schon
interessieren, wo die 500 so verkauft wurde.
<http://www.cpu-ns32k.net/Siemens.html> sagt
| over 1 500 MX500 were sold up to 1989
--
gpg-Key (DSA 1024) D36AD663E6DB91A4
fingerprint = 2983 4D54 E00B 8483 B5B8 C7D1 D36A D663 E6DB 91A4
HTML-Mail wird ungeleſen entſorgt.
Andreas Eder
2020-12-27 18:47:21 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Post by Hermann Riemann
Post by m***@gehtnicht.de
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/siemens/mx-rm/index.html
Keine MX500?
wenn man sich durch die Seite klickt, dann wird auch irgendwann die
MX500 erwähnt. Wobei ich persönlich nie eine 500 gesehen habe und von
keinem gehört habe, der eine gesehen hat. Mich würde ja schon interessieren,
wo die 500 so verkauft wurde.
An große Firmen, Versicherungen, Behörden.
Diew MX500 Entwickler waren bei mir auf der anderen Seite des Gangs, als
ich bei SNI gearbeitet habe.

'Andreas
Norbert Narten
2020-12-29 07:38:21 UTC
Permalink
Post by Andreas Eder
An große Firmen, Versicherungen, Behörden.
Diew MX500 Entwickler waren bei mir auf der anderen Seite des Gangs, als
ich bei SNI gearbeitet habe.
'Andreas
Ich habe die MX500 zu meiner SNI-Zeit auch gesehen. Die standen in Köln bei einem
SNI-Bank-Kunden in der nähe vom Rhein und mehrere weitere standen bei einem
Versicherungs-Konzern in der nähe vom Friesenplatz in Köln. Ich war in der Gruppe
die die Großkunden von SNI betreut hat. Ein weitere Versicherung fällt mir da
doch noch ein, wo ich meine, welche gesehen zu haben - in Zoo-Nähe, glaube ich.

Eine MX500 NSC und/oder Intel hätte ich auch gerne in meiner Sammlung, wenn ich den
Platz hätte... :-)...

Norbert

Fritz
2020-12-27 17:20:45 UTC
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Post by Hermann Riemann
Post by m***@gehtnicht.de
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/siemens/mx-rm/index.html
Keine MX500?
Hermann
sich an Maxed erinnernd.
( Und den Maschinencode für NatSemi-CPUs für gut hielt.)
Die MX500 war hier leider nie als echte Hardware vorhanden.
Alle auf der Webseite gezeigten Bilder und Dokumentationen sind
handgemacht. :-)

Etwas zur MX500 gibt es in den Freigabemitteilungen.

http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/siemens/mx-rm/mx300nsc/freigabemitteilungen/index.html


Bleibt gesund.
Kay Martinen
2020-12-27 18:39:22 UTC
Permalink
Post by m***@gehtnicht.de
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/siemens/mx-rm/index.html
Die Seite hätte ich mal vor Etlichen Jahren finden sollen. Da hatte ich
noch die Feltron Compulady in der kompletten Form wie in dem Schaubild
hier drin zu sehen ist
Post by m***@gehtnicht.de
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/feltron/compulady/manuals/compulady_techn_beschreibung_ocr.pdf
Also inklusive Monitor, Tastatur, Gehäuse, 2*8" Floppys und Serieller
Schnittstelle. Und einigen 8" Disketten mit CP/M aber keine weitere
Software.

So hab ich sie vor einigen Jahren verkauft, per eBay.

War ein mordskasten. Sicher 30 Kilo schwer, mit fettem Eisentrafo und
die Floppys hatten Motoren die in Staubsauger passen würden. 230 V ~

Kay
--
Posted via leafnode
Fritz
2020-12-27 19:36:15 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by m***@gehtnicht.de
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/siemens/mx-rm/index.html
Die Seite hätte ich mal vor Etlichen Jahren finden sollen. Da hatte ich
noch die Feltron Compulady in der kompletten Form wie in dem Schaubild
hier drin zu sehen ist
Post by m***@gehtnicht.de
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/feltron/compulady/manuals/compulady_techn_beschreibung_ocr.pdf
Also inklusive Monitor, Tastatur, Gehäuse, 2*8" Floppys und Serieller
Schnittstelle. Und einigen 8" Disketten mit CP/M aber keine weitere
Software.
So hab ich sie vor einigen Jahren verkauft, per eBay.
War ein mordskasten. Sicher 30 Kilo schwer, mit fettem Eisentrafo und
die Floppys hatten Motoren die in Staubsauger passen würden. 230 V ~
Kay
Disketten sind auch als Image abgelegt :-)

http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/feltron/compulady/images/index.html
--
--
Kay Martinen
2020-12-27 19:53:52 UTC
Permalink
Post by Fritz
Post by Kay Martinen
Post by m***@gehtnicht.de
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/siemens/mx-rm/index.html
Die Seite hätte ich mal vor Etlichen Jahren finden sollen. Da hatte ich
noch die Feltron Compulady in der kompletten Form wie in dem Schaubild
Also inklusive Monitor, Tastatur, Gehäuse, 2*8" Floppys und Serieller
Schnittstelle. Und einigen 8" Disketten mit CP/M aber keine weitere
Software.
Disketten sind auch als Image abgelegt :-)
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/feltron/compulady/images/index.html
Darum ja. Als ich den noch hatte kannte ich die Seite nicht und fand
sonst keine Software dafür. So konnte ich nur ein wenig mit dem was ich
hatte rum spielen und das war nicht viel. Nun ist's zu spät.

Und ehrlich gesagt hab ich auch noch mehr hier für den C-128 und dessen
CP/M 3.0 Ist zwar langsamer aber 3 in einem.

Kay
--
Posted via leafnode
Fritz
2020-12-27 22:51:18 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Fritz
Post by Kay Martinen
Post by m***@gehtnicht.de
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/siemens/mx-rm/index.html
Die Seite hätte ich mal vor Etlichen Jahren finden sollen. Da hatte ich
noch die Feltron Compulady in der kompletten Form wie in dem Schaubild
Also inklusive Monitor, Tastatur, Gehäuse, 2*8" Floppys und Serieller
Schnittstelle. Und einigen 8" Disketten mit CP/M aber keine weitere
Software.
Disketten sind auch als Image abgelegt :-)
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/feltron/compulady/images/index.html
Darum ja. Als ich den noch hatte kannte ich die Seite nicht und fand
sonst keine Software dafür. So konnte ich nur ein wenig mit dem was ich
hatte rum spielen und das war nicht viel. Nun ist's zu spät.
Und ehrlich gesagt hab ich auch noch mehr hier für den C-128 und dessen
CP/M 3.0 Ist zwar langsamer aber 3 in einem.
Kay
Die Doku und Disketten habe ich auch erst Mitte des Jahres bekommen,
die Maschine fehlte leider.

Zum CP/M+ ist ZPM interessant, besser noch Z3plus aber ZPM ist ein guter Anfang.

Aktuell nutze ich ein RC2014 kompatibles SC126 mit der Software von W.Warden.
Deshalb der Link zu den Dokumenten.
https://github.com/wwarthen/RomWBW/tree/master/Doc

###############
CP/M+ mit ZMP3
###############
CP/M V3.0 Loader
Copyright (C) 1998, Caldera Inc.

BNKBIOS3 SPR F700 0700
BNKBIOS3 SPR 4500 3B00
RESBDOS3 SPR F100 0600
BNKBDOS3 SPR 1700 2E00

60K TPA

ZPM3 [BANKED] for HBIOS v3.1.1-pre.21

ZCPR compatible system for CP/M+ by Simeon Cran


Loading NAMES.NDR
Loading TCAP.Z3T
ZPM3 Auto Command Prompting is now enabled. Toggle with ^Q.
VERROR Vers 1.7 -- Error Handler Installed

01:01 A0:SYSTEM>

-
--
Kay Martinen
2020-12-28 00:19:36 UTC
Permalink
Post by Fritz
Post by Kay Martinen
Post by Fritz
Post by Kay Martinen
Die Seite hätte ich mal vor Etlichen Jahren finden sollen. Da hatte ich
noch die Feltron Compulady in der kompletten Form wie in dem Schaubild
Disketten sind auch als Image abgelegt :-)
Was bringt mir das *jetzt* noch. Ich hab das Gerät nicht mehr!
Post by Fritz
Post by Kay Martinen
Post by Fritz
http://oldcomputers-ddns.org/public/pub/rechner/feltron/compulady/images/index.html
Darum ja. Als ich den noch hatte kannte ich die Seite nicht und fand
sonst keine Software dafür. Nun ist's zu spät.
Die Doku und Disketten habe ich auch erst Mitte des Jahres bekommen,
die Maschine fehlte leider.
Ach, ist das deine Seite die du da verlinkt hast?
Post by Fritz
Zum CP/M+ ist ZPM interessant, besser noch Z3plus aber ZPM ist ein guter Anfang.
Ich hab keine Vorstellung was ZPM sein soll und da ich die Compulady
auch nicht mehr habe ist mein Interesse daran jetzt auch eher historisch
begrenzt.

Alles was ich jetzt noch von dem Gerät hab sind ein paar Alte Photos...
irgendwo.

Kay
--
Posted via leafnode
Christian Corti
2020-12-18 08:30:28 UTC
Permalink
Post by Marcel Mueller
Ende der 80-er hatte Ethernet noch so gut wie keinen Verbreitungsgrad.
Ich wiederhole meine Frage: in welche Welt lebst denn du? ;-))

Christian
Michael van Elst
2020-12-18 09:58:31 UTC
Permalink
Post by Christian Corti
Post by Marcel Mueller
Ende der 80-er hatte Ethernet noch so gut wie keinen Verbreitungsgrad.
Ich wiederhole meine Frage: in welche Welt lebst denn du? ;-))
Ist vermutlich eine Frage der Sichtweise. Verbreitung von Ethernet
fing an mit Cheapernet (1986), Apple EtherTalk ist von 1987.

Andererseits gab es noch Konkurrenz (Tokenring, ARCnet, selbst PC
LAN), und da Netzwerktechnik allgemein noch teuer (und daher allgemein
nicht so verbreitet war), viele Alt-Installationen.

In einer DOS/Novell/SNA-Umgebung hast du sicher noch sehr lange
andere Netzwerktechnik gesehen.
--
--
Michael van Elst
Internet: ***@serpens.de
"A potential Snark may lurk in every tree."
Dennis Grevenstein
2020-12-18 01:13:46 UTC
Permalink
Post by Christian Corti
Man konnte froh sein, wenn so ab Ende der 80er der Rechner eine
10MBit/s Leitung auslasten konnte. Das Schnellste, was ich auf einer
SUN 4/260 hinkriege, sind ca. 600kB/s UDP (z.B. NFS), mit TCP sind es nur
noch ca. 200kB/s. Und das ist eine Highend-Workstation damals gewesen.
Auf meinem Amiga 3000 kriege ich das Netzwerk nicht mal annähernd zur
Hälfte ausgelastet.
Die Sun dürfte noch zu den schnellen Exemplaren gehören.
In der DEC Welt kann es z.B. nochmal langsamer werden. Selbst
eine VAX mit lance Ethernet (z.B. eine 3100) schafft kaum mehr
als 100 kB/s. Eine Maschine, die ähnlich alt und gross ist
wie die 4/260 hat dann eher noch Q-Bus und ist deutlich
langsamer.
Post by Christian Corti
Die ältesten Maschinen, auf die ich Zugriff habe, die die 10MBit/s
schaffen, sind die SuperSPARC-Kisten (SPARCstation 10 u.dgl.). Bei
100MBit/s (HME) kotzen die aber auch, maximal sind vlt. so 20MBit/s
drin.
an ungefähr sowas erinnere ich mich auch.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Kay Martinen
2020-12-28 01:06:19 UTC
Permalink
Post by Marcel Mueller
Post by Kay Martinen
Was mich interessiert: Gibt es irgendwo Webseiten o.ä. die solche Werte
für möglichst viele; auch ältere HW (z.B. P3, IDE, SCSI); gesammelt
auflisten?
Da ich zwar oft Linux einsetzen wollte aber ggf. auch für W2K o.a. OS
offen bin (Retro-Einsatz) und es generell um Alt-HW geht die in neueren
Auflistungen wohl kaum noch vorkommt.
Der Netzwerkdurchsatz sollte bei jedem halbwegs vernünftig
Bei Festplatten bestimmt die Aufzeichnungsdichte und Drehzahl der Platte
Interessanter ist da die Zugriffszeit. Die wird von Stärke der Servos
Busmaster DMA eine Katastrophe. Ab PentiumKlasse war das kaum mehr ein
Unterschied. Natürlich wurden langsame Platten selten mit SCSI verkauft.
Bei CPU gibt es keine einheitliche Zahl. Es hängt davon ab, was man mit
ihr vor hat. ... Außerdem gehört da noch
mehr dazu, allen voran der Speicher.
Jetzt stellt sich die Frage, was Du mit den Benchmarkwerten der
Althardware anfangen willst. Abhängig davon gibt es vllt. auch eine Lösung.
Okay, also keine Einzelbenchmarks sondern wieder mal Konkretius. Bitte sehr.

Gigabyte GA6BXDU, 2* ***@500(Katmai) ca. 768 MB RAM, 2* AIC7778 on
Board, derzeit mit Linux von IDE bootend aber nicht aktiv. In einem 4 HE
Gehäuse dessen SNT ein Lüfter-tachosignal liefert. Front hat Platz für
ca. 8-10 Laufwerke Vertikal.

Für möglichst vollständigem HW-Support welches OS: NT, W2K, OS/2 oder???
Eine Supermicro Backplane mit 2*4 SSA Buchsen ist gekauft und
müsste/möchte dort mechanisch, Elektrisch und Logisch ein gepasst werden
um entsprechende SCSI Platten (9-18GB) ein zu bauen, gern als 2* Raid 5.
Immer noch OS/2, W2K oder NT? Ein DLT vs80 Tape sollte auch noch mit
rein, ich hab aber nur ein ArcSolo/2. Was passt da jetzt besser für
beste Leistung?

Ein weiteres Dual CPU Board CUR-DLS mit 2****@1GHz und (IMHO) 512 MB
RAM, auch mit Dual SCSI und 2* PCI-X Slots in einem weiteren 4 HE
Gehäuse das 2*5 5 1/4" Buchten (Liegend) hat (besser für Tapeloader) und
intern 4* 3.5" und eine Lüftersteuerung in der Front hat die USB,
Temperatur und NIC-LEDs bietet soll alles verwendet werden. Compaq Dual
NIC, Adaptec Quad NIC wären PCI-X Kandidaten und evtl. eine Intel Server
NIC o.a. neue GbE Karte (PCI). Dazu mehrere Tapeloader, DDS2, DDS3 von
HP (6fach Magazin) und ein Großes DLT IV Laufwerk
Welches OS nehm ich da am Besten das alles funktioniert und leistung
bringt? OS/2 wäre schön wenn alles supportet wird, Windows 2000 auch und
da wohl eher warscheinlich.

Dazu kommen noch zwei Compaq Remote Insight Boards die ich dort mit rein
pflegen will und deren Virtual Power Button an diese Boards bringen
will. Die brauchen auch noch Software-support. Für W2K fand ich den, für
OS/2 nicht.

Und beide sollen Retro-OS laufen lassen und zumindest Sporadisch
Produktiv laufen aber der Plan ist das mindestens einer idealerweise
Windows 2000 Server ausführt und der andere dann ein OS/2 Warp (server).

Tja, das wären jetzt so mal die "halbwegs" konkrete Ideen mit denen ich
mich so rum schlage.

Ich hatte gehofft mit Benchmark-werten leichter entscheiden zu können
welche HW und SW Kombi für was besser geeignet wäre. Denn dann hätte ich
die vorhandenen Karten durch gehen und zusammen stecken können was
besser zusammen passt.

Die RAID-Idee bedingt ja einen hohen Plattendurchsatz zu x Discs aber
der des Netzwerkes soll nicht geringer sein. Vulgo: Fileserver. Da heißt
es mehr RAM als Buffer ist besser/Schneller. Ich hab nur nicht mehr.

Und das andere Gerät würde deFacto ein Backup-Server wo ich zwei
Gangbare Wege sehe. 1. Backup per LAN auf internen Storage und
anschließendem (Offline) wegschreiben auf Band oder 2. Direkte Sicherung
von LAN zu Tape. Was LAN und SCSI Tempo erfordert - aber nicht zwingend
GbE. Fastether reichte hier auch. Wobei Option 1 mit GbE sicher
schneller fertig ist aber temporär mehr lokalen Storage bindet. Und auch
da wäre mehr RAM = Schneller - wenn die Platten das mit machen (~ 40 GB
P-ATA). Einen S-ATA Kontroller wollte ich DORT und dafür nicht auch noch
opfern.

Bei Linux fielen mir da Amanda oder Bacula ein. Für OS/2 hab ich wie
gesagt nur ein ArcSolo/2 und für Windows gibt es nur dessen internem
Storage-support - der auch mit Tapewechslern kann wie ich wohl weiß.
Aber die Handhabung ist mir noch unbekannt. Manuell bereits getestet
aber ob es automatisierbar ist???

Und dann ist da noch ein Dell Powervault 12* DLT Wechsler im Kellerrack
nebst einem Storageworks MSA-20 und MSA-30 die ich auch gern einer
Backup-entsprechenden Verwendung zuführen will. Dies aber eher an einem
Proliant DL Gen 4 oder Gen 5. Ein DL 380 G4 den ich evtl. mit FreeNAS
oder OMV ausrüsten will steckt da noch drin und soll gern am Wochenende
Starten um Backups zu machen. Ein HP 64xx Controller dafür liegt auch
noch bereit. Diese Idee ist aber erst später dran. Die obigen gehen vor
weil zumindest einer davon derzeit halb zerlegt platz verschwendet.


Kay
--
Posted via leafnode
Kay Martinen
2020-12-28 16:44:56 UTC
Permalink
Hier mache ich mal die "Ingrid" mit einem
"Wald-vor-Bäumen-nicht-gesehen" Mea Culpa.
Post by Kay Martinen
Post by Marcel Mueller
Jetzt stellt sich die Frage, was Du mit den Benchmarkwerten der
Althardware anfangen willst. Abhängig davon gibt es vllt. auch eine Lösung.
...
...
Dazu kommen noch zwei Compaq Remote Insight Boards
Windows 2000 Server ausführt und der andere dann ein OS/2 Warp (server).
Tja, das wären jetzt so mal die "halbwegs" konkrete Ideen mit denen ich
mich so rum schlage.
... und dabei übersehe ich komplett das beide Boards P-ATA Bootdisks
haben werden, in dem Bereich sehr gleich sein dürften und es im Grunde
egal ist auf welchem ich was zuerst installiere denn man könnte sehr
warscheinlich später einfach die Bootdisks tauschen und ggf. nötige
Anpassungen händisch machen. Wald vor lauter Benchmark-Bäumen nicht
sehend... Ende!
Post by Kay Martinen
Ich hatte gehofft mit Benchmark-werten leichter entscheiden zu können
welche HW und SW Kombi für was besser geeignet wäre. Denn dann hätte ich
die vorhandenen Karten durch gehen und zusammen stecken können was
besser zusammen passt.
Was ich immer noch für sinnvoll hielte, nicht nur für obiges sondern
allgemein.


Kay
--
Posted via leafnode
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