Discussion:
ISA Ethernetkarten und altes Unix
(zu alt für eine Antwort)
Dennis Grevenstein
2020-04-11 21:22:55 UTC
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Hallo,

ich spiele nun schon eine Weile mit altem PC Unix rum und habe große
Probleme mit Ethernetkarten. Ausprobiert habe ich eine 3com 503 Etherlink II,
einen NE2000 clone und eine 3com 509 Etherlink III. Die 509 ist für vieles
zu neu und irgendwie bin ich nicht sicher, ob meine Karte noch ganz in
Ordnung ist. Die 503 läuft mit XENIX, aber halt leider nur mit XENIX.
Die NE2000 läuft bislang nur mit Linux.

Ich bin daher auf der Suche nach mehr ISA Ethernetkarten:
- WD 80XX, auch von SMC
- SMC Ultra
- eine NE2000, von der ihr wisst, dass sie z.B. mit altem BSD Unix läuft
bitte alles mit TP oder AUI.

Ich würde mich freuen, wenn Ihr sowas hättet. Muss auch nicht
umsonst sein.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Kay Martinen
2020-04-11 22:12:33 UTC
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Post by Dennis Grevenstein
ich spiele nun schon eine Weile mit altem PC Unix rum und habe große
Probleme mit Ethernetkarten. Ausprobiert habe ich eine 3com 503 Etherlink II,
einen NE2000 clone und eine 3com 509 Etherlink III. Die 509 ist für vieles
zu neu und irgendwie bin ich nicht sicher, ob meine Karte noch ganz in
Ordnung ist. Die 503 läuft mit XENIX, aber halt leider nur mit XENIX.
Die NE2000 läuft bislang nur mit Linux.
MEHR... andere einzelne oder mehr von einer speziellen?
Post by Dennis Grevenstein
- WD 80XX, auch von SMC
War das WD 8003 oder
Post by Dennis Grevenstein
- SMC Ultra
Hießen die auch WD 8016?
Post by Dennis Grevenstein
- eine NE2000, von der ihr wisst, dass sie z.B. mit altem BSD Unix läuft
bitte alles mit TP oder AUI.
Ich hab kein altes BSD Unix.
Die meisten Karten der Zeit waren IMHO echte Combo mit TP, BNC UND
AUI(15pol) oder eher TP und BNC.

10Base2 Only darf es nicht sein?
Post by Dennis Grevenstein
Ich würde mich freuen, wenn Ihr sowas hättet. Muss auch nicht
umsonst sein.
Nur EINE?


Kay
--
Posted via SN
Dennis Grevenstein
2020-04-11 22:19:31 UTC
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Post by Kay Martinen
MEHR... andere einzelne oder mehr von einer speziellen?
eher mehr verschiedene zum Ausprobieren.
Post by Kay Martinen
Post by Dennis Grevenstein
- WD 80XX, auch von SMC
War das WD 8003 oder
kann sein.
Post by Kay Martinen
Post by Dennis Grevenstein
- SMC Ultra
Hießen die auch WD 8016?
gut möglich.
Post by Kay Martinen
Post by Dennis Grevenstein
- eine NE2000, von der ihr wisst, dass sie z.B. mit altem BSD Unix läuft
bitte alles mit TP oder AUI.
Ich hab kein altes BSD Unix.
Die meisten Karten der Zeit waren IMHO echte Combo mit TP, BNC UND
AUI(15pol) oder eher TP und BNC.
10Base2 Only darf es nicht sein?
Naja, ich bin kurz davor mir wieder einen hub mit BNC port zuzulegen,
einfach, um das zum Laufen zu bekommen. Also vielleicht doch auch
mit 10Base2.
Post by Kay Martinen
Post by Dennis Grevenstein
Ich würde mich freuen, wenn Ihr sowas hättet. Muss auch nicht
umsonst sein.
Nur EINE?
Nein, mehrere verschiedene.

gruss,
Dennis
--
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shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Michael Bäuerle
2020-04-12 08:47:40 UTC
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Post by Dennis Grevenstein
ich spiele nun schon eine Weile mit altem PC Unix rum und habe große
Probleme mit Ethernetkarten. Ausprobiert habe ich eine 3com 503 Etherlink II,
einen NE2000 clone und eine 3com 509 Etherlink III. Die 509 ist für vieles
zu neu und irgendwie bin ich nicht sicher, ob meine Karte noch ganz in
Ordnung ist. Die 503 läuft mit XENIX, aber halt leider nur mit XENIX.
Ich hatte vor geraumer Zeit eine 3c503 (Etherlink II, die 8-Bit Version)
mit Linux 2.x laufen. Das muss irgendwann mal funktioniert haben.
Gerald E:scher
2020-04-13 23:35:37 UTC
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Post by Michael Bäuerle
Post by Dennis Grevenstein
ich spiele nun schon eine Weile mit altem PC Unix rum und habe große
Probleme mit Ethernetkarten. Ausprobiert habe ich eine 3com 503 Etherlink II,
einen NE2000 clone und eine 3com 509 Etherlink III. Die 509 ist für vieles
zu neu und irgendwie bin ich nicht sicher, ob meine Karte noch ganz in
Ordnung ist. Die 503 läuft mit XENIX, aber halt leider nur mit XENIX.
Ich hatte vor geraumer Zeit eine 3c503 (Etherlink II, die 8-Bit Version)
mit Linux 2.x laufen. Das muss irgendwann mal funktioniert haben.
EL2 in der .config vom Kernel. EL3 bzw. 3c509.ko ist bei Ubuntu 18.04
sogar noch dabei, EL2 muss irgendwann aus dem Kernel rausgeflogen sein.
--
Gerald
Dennis Grevenstein
2020-04-14 14:22:33 UTC
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Post by Gerald E:scher
Post by Michael Bäuerle
Ich hatte vor geraumer Zeit eine 3c503 (Etherlink II, die 8-Bit Version)
mit Linux 2.x laufen. Das muss irgendwann mal funktioniert haben.
EL2 in der .config vom Kernel. EL3 bzw. 3c509.ko ist bei Ubuntu 18.04
sogar noch dabei, EL2 muss irgendwann aus dem Kernel rausgeflogen sein.
Ich habe ein bisschen den Verdacht, dass es vielleicht am Medium liegt,
also die Treiber teilweise auf BNC gehen, obwohl ich AUI brauche. Was
man bei manchen Systemen beobachten kann ist, dass die Karte zwar konfiguriert
werden kann, aber nie Pakete woanders ankommen. Ich habe allerdings keine
Erklaerung, warum das z.B. bei XENIX funktioniert, aber unter Linux und
Interactive UNIX nicht.
Ein besonderes Probem bei der 503 ist natuerlich, dass es eine 8bit
ISA Karte ist, also eine starke Einschraenkung bei der Auswahl der
IRQs besteht. XENIX erlaubt hier IRQ2 (=9. Die PC Architektur ist
wirklich krank) zu verwenden. Interactive kann nur IRQ 3 bis 7.

gruss,
Dennis
--
Don't suffer from insanity...
Enjoy every minute of it.
Kay Martinen
2020-04-14 15:14:20 UTC
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Post by Dennis Grevenstein
Post by Gerald E:scher
Post by Michael Bäuerle
Ich hatte vor geraumer Zeit eine 3c503 (Etherlink II, die 8-Bit Version)
mit Linux 2.x laufen. Das muss irgendwann mal funktioniert haben.
EL2 in der .config vom Kernel. EL3 bzw. 3c509.ko ist bei Ubuntu 18.04
sogar noch dabei, EL2 muss irgendwann aus dem Kernel rausgeflogen sein.
Ich habe ein bisschen den Verdacht, dass es vielleicht am Medium liegt,
also die Treiber teilweise auf BNC gehen, obwohl ich AUI brauche. Was
Das sind doch keine PnP Karten die sich automatisch konfigurieren. Evtl.
braucht es noch ein DOS Tool das von Disk gestartet werden muß um den
aktiven (Medien) Port fest zu legen. Oder haben deine Karten dafür Jumper?
Post by Dennis Grevenstein
man bei manchen Systemen beobachten kann ist, dass die Karte zwar konfiguriert
werden kann, aber nie Pakete woanders ankommen. Ich habe allerdings keine
Erklaerung, warum das z.B. bei XENIX funktioniert, aber unter Linux und
Interactive UNIX nicht.
Das spricht eigentlich dafür das der Medienport nicht automatisch
gewählt wird sondern manuell festgelegt werden muß.

Ist lange her aber bei meinen SMC Ultra konnte man in deren
Konfig-Programm AUCH Media-autoselect wählen. Die muß auch ein EEPROM
haben den die Softconfig bliebt auch nach Abschalten erhalten.
Jedenfalls so lange man den Jumper dafür nicht umsetzt.
Post by Dennis Grevenstein
Ein besonderes Probem bei der 503 ist natuerlich, dass es eine 8bit
ISA Karte ist, also eine starke Einschraenkung bei der Auswahl der
IRQs besteht. XENIX erlaubt hier IRQ2 (=9. Die PC Architektur ist
wirklich krank) zu verwenden. Interactive kann nur IRQ 3 bis 7.
Ich erinnere mich an IRQ 3 wenn der Übliche IRQ 10 nicht geht. 3 und 4
sind normal den Seriellen Ports zugeordnet und frei wenn keine vorhanden
sind. 5 und 7 sind ebenfalls frei wenn keine Druckerports vorhanden
sind. Weiß nicht wie dein PC ausgestattet ist. Aber wenn er alt genug
ist brauchst du nur die Entsprechenden COM o. LPT karten raus zupfen,
oder evtl. deren IRQ-Jumper entfernen...



Kay
--
Posted via SN
Dennis Grevenstein
2020-04-14 19:15:36 UTC
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Post by Kay Martinen
Das sind doch keine PnP Karten die sich automatisch konfigurieren. Evtl.
braucht es noch ein DOS Tool das von Disk gestartet werden muß um den
aktiven (Medien) Port fest zu legen. Oder haben deine Karten dafür Jumper?
bei der 503 gibt es das offenbar nicht. Auf der Karte kann man jumper
setzen für die I/O Adresse und boot rom Adresse (hier tatsächlich wichtig
auch wenn man kein ROM hat). IRQ und Medium werden per Software vom
Treiber gesetzt.
Post by Kay Martinen
Ich erinnere mich an IRQ 3 wenn der Übliche IRQ 10 nicht geht. 3 und 4
sind normal den Seriellen Ports zugeordnet und frei wenn keine vorhanden
sind. 5 und 7 sind ebenfalls frei wenn keine Druckerports vorhanden
sind. Weiß nicht wie dein PC ausgestattet ist. Aber wenn er alt genug
ist brauchst du nur die Entsprechenden COM o. LPT karten raus zupfen,
oder evtl. deren IRQ-Jumper entfernen...
Naja, es ist halt ein echter 386er. Das heisst sogut wie nichts
ist onboard. Es ist eine Multi-I/O Karte drin, die IDE, Floppy,
2 * seriell und 2 * parallel hat glaube ich. Auf IRQ 5 hängt die
für einen 386er lebensnotwendige Soundblaster Karte. Also wäre es
praktisch die 503 auf IRQ 2 oder 7 zu setzen.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Kay Martinen
2020-04-14 20:18:30 UTC
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Post by Dennis Grevenstein
Post by Kay Martinen
aktiven (Medien) Port fest zu legen. Oder haben deine Karten dafür Jumper?
auch wenn man kein ROM hat). IRQ und Medium werden per Software vom
Treiber gesetzt.
Dann fehlen vielleicht nur die passenden Bootparameter, für linux beim
treiber z.B.
Post by Dennis Grevenstein
Post by Kay Martinen
sind. Weiß nicht wie dein PC ausgestattet ist. Aber wenn er alt genug
ist brauchst du nur die Entsprechenden COM o. LPT karten raus zupfen,
oder evtl. deren IRQ-Jumper entfernen...
Naja, es ist halt ein echter 386er. Das heisst sogut wie nichts
ist onboard.
Schon klar. Also CPU, RAM, Chipsatz, Keyboard und Slots. Mehr nicht.
So ein Board hab ich auch noch hier.
Post by Dennis Grevenstein
Es ist eine Multi-I/O Karte drin, die IDE, Floppy,
2 * seriell und 2 * parallel hat glaube ich. Auf IRQ 5 hängt die
für einen 386er lebensnotwendige Soundblaster Karte. Also wäre es
praktisch die 503 auf IRQ 2 oder 7 zu setzen.
Wenn du eine Karte ohne Multi-IO (um IRQs frei zu machen) brauchst die
nur IDE und Floppy hat könnte ich dir evtl. weiter helfen. Bei einem
DOS/Win 3.x Rechner würde ich dir sogar recht geben was die Krachpuster
Karte angeht. Aber nicht für ein altes Linux oder exotischeres weil ich
denke das die da kaum nutzbar sein wird.

FYI: Der PC-Standard ist übrigens IRQ7 für LPT1 und IRQ5 für LPT2.
Die Ports sind dann 278h oder 378h wenn keine HGC Karte mit 3BCh im
Spiel ist. IMHO wurde bei den Ports 3BC zuerst abgefragt und bekäme;
wenn vorhanden; dann IRQ7 und LPT1 (unter DOS).


Kay
--
Posted via SN
Michael Bäuerle
2020-04-15 08:27:26 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Post by Kay Martinen
Das sind doch keine PnP Karten die sich automatisch konfigurieren. Evtl.
braucht es noch ein DOS Tool das von Disk gestartet werden muß um den
aktiven (Medien) Port fest zu legen. Oder haben deine Karten dafür Jumper?
bei der 503 gibt es das offenbar nicht. Auf der Karte kann man jumper
setzen für die I/O Adresse und boot rom Adresse (hier tatsächlich wichtig
auch wenn man kein ROM hat). IRQ und Medium werden per Software vom
Treiber gesetzt.
Ich habe mal nach meiner Karte gesucht und sie mittlerweile gefunden:
Eine EtherLink II Revision C (die 8-Bit Variante mit 10Base-2 Onboard
Transceiver, sollte also deiner Karte nicht unähnlich sein).
Ich habe auch die zugehörige Diskette.

Es gab offenbar 4 Versionen dieser Karte:
- EtherLink II (3C503, das sollte unsere Variante sein)
- EtherLink II TP (3C503-TP)
- EtherLink II/16 (3C503-16)
- EtherLink II/16 TP (3C503-16-TP)

Die "16" steht für 16-Bit Businterface und das "TP" für einen Onboard
10Base-T Transceiver (dieser hat dann weitere Jumper).
In der Doku auf der Diskette steht, dass der Onboard-Transceiver per
Default aktiv ist. Der Treiber muss bei dir also auf AUI umschalten.

Ein Configtool gibt es wohl nicht, da die Karte kein EEPROM besitzt
(ich sehe auf meiner Karte jedenfalls keines).

Aus dem EISA-Configfile lassen sich folgende Optionen entnehmen:
IRQ: 2, 3, 4, 5 (7 ist nicht möglich, wenn ich das richtig sehe)

Zur Memory-Adresse steht dort:
|
| Without the Boot PROM installed, the memory address jumper setting
| determines the default data transfer mode. Shared memory mode is
| slightly faster than DMA or PIO modes. The default may be overridden
| with the software parameters.

Die Karte kann also offenbar in 3 Modi arbeiten. Mit dem Adress-Jumper
wird das ROM bzw. das RAM aktiviert (auf meiner Karte ist ein Sony
CXK5864BM-10L verbaut, ein 8KiByte SRAM). Die Karte kann mit ROM nicht
im shared memory-Modus arbeiten:
|
| If the Boot PROM is installed, the memory jumper setting determines
| the PROM location and the data transfer can only fall on the
| DMA or PIO mode.

Wenn kein ROM installiert ist muss man den Jumper auf "DISABLE" stellen,
um den PIO- oder DMA-Modus zu bekommen. Unterstützt werden dann folgende
DMA-Kanäle:
DMA: 1, 2, 3

Da die Karte keine CPU besitzt, muss die Transfers der DMA-Controller
auf dem Mainboard ausführen.

=============

Linux-Treiber:
Der Linux-Treiber von Donald Becker heißt "3c503.c".
Ich habe hier einen Kernel 2.2.7, dort steht:
|
| This driver should work with the 3c503 and 3c503/16. It should be
| used in shared memory mode for best performance, although it may also
| work in programmed-I/O mode.

Der DMA-Modus wird demnach von diesem Treiber nicht unterstützt.

Die Parameter für den Treiber sollten sein "io", "irq" und "xcvr".
Für "xcvr" sollte der Wert 0 "intern" bedeuten. Ausgewertet werden die
4 LSBs. Beim überfliegen des Codes ist nicht offensichtlich, was die
anderen Werte bedeuten. Ich würde hier mal den Wert 1 für AUI testen.
Dennis Grevenstein
2020-04-15 08:48:03 UTC
Permalink
Post by Michael Bäuerle
Eine EtherLink II Revision C (die 8-Bit Variante mit 10Base-2 Onboard
Transceiver, sollte also deiner Karte nicht unähnlich sein).
Ich habe auch die zugehörige Diskette.
Ja, wir haben wohl die gleiche Karte. Was Du schreibst ist sehr
hilfreich und gibt einige Ansatzpunkte zum Ausprobieren. Danke.
Soweit ich das bisher verstanden habe, konfiguriert der PROM
jumper den shared memory Zugriff. Das heisst, auch wenn man
kein PROM drauf hat, soll man da eine Adresse konfigurieren.
Das habe ich auch schon ausprobiert. Ich glaube der Linuxtreiber
war es, der das erkennt und sich entsprechend beschwert, wenn
der jumper auf disable steht.
Was ist auf der Diskette drauf? Könntest Du mir vielleicht den
Inhalt kopieren?

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Michael Bäuerle
2020-04-15 12:00:01 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Post by Michael Bäuerle
Eine EtherLink II Revision C (die 8-Bit Variante mit 10Base-2 Onboard
Transceiver, sollte also deiner Karte nicht unähnlich sein).
Ich habe auch die zugehörige Diskette.
Ja, wir haben wohl die gleiche Karte. Was Du schreibst ist sehr
hilfreich und gibt einige Ansatzpunkte zum Ausprobieren. Danke.
Soweit ich das bisher verstanden habe, konfiguriert der PROM
jumper den shared memory Zugriff. Das heisst, auch wenn man
kein PROM drauf hat, soll man da eine Adresse konfigurieren.
Ja, zumindest wenn man das shared memory Interface benutzen möchte
(das die beste Performance haben soll).
Der Linux-Treiber unterstützt auch PIO, d.h. es sollte dort auch mit
"DISABLE" funktionieren. Dann eben etwas langsamer.

Deine Problembeschreibung deutete auch mehr auf den Transceiver hin
(dass nicht der externe am AUI-Port verwendet wurde).
Post by Dennis Grevenstein
Das habe ich auch schon ausprobiert. Ich glaube der Linuxtreiber
war es, der das erkennt und sich entsprechend beschwert, wenn
der jumper auf disable steht.
Was ist auf der Diskette drauf? Könntest Du mir vielleicht den
Inhalt kopieren?
Du hast Post.
Michael Bäuerle
2020-04-15 12:38:23 UTC
Permalink
Post by Michael Bäuerle
Post by Dennis Grevenstein
[...]
Was ist auf der Diskette drauf? Könntest Du mir vielleicht den
Inhalt kopieren?
Du hast Post.
Bounce message mit bzip2 komprimiertem tar-Archiv im Anhang:
|
| ***@gmail.com:
| SMTP error from remote server for TEXT command, host: gmail-smtp-in.l.google.com (74.125.140.27) reason: 552-5.7.0 This message was blocked because its content presents a potential security issue.

Weisst du auswendig, welches Format der Anhang haben muss, damit er
akzeptiert wird?
Chr. Maercker
2020-04-16 08:48:25 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Was ist auf der Diskette drauf? Könntest Du mir vielleicht den
Inhalt kopieren?
Auf den mitgelieferten Disketten sind i.a. Driver für damals gängige
Betriebssysteme (DOS, NetWare, NT4, später W2k, Linux) und die
DOS-Version des schon genannten Config-Programms. Dazu einige Dokufiles
im Plaintext-Format.
--
CU Chr. Maercker.
Andreas Kohlbach
2020-04-15 19:11:55 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Post by Kay Martinen
Das sind doch keine PnP Karten die sich automatisch konfigurieren. Evtl.
braucht es noch ein DOS Tool das von Disk gestartet werden muß um den
aktiven (Medien) Port fest zu legen. Oder haben deine Karten dafür Jumper?
bei der 503 gibt es das offenbar nicht. Auf der Karte kann man jumper
setzen für die I/O Adresse und boot rom Adresse (hier tatsächlich wichtig
auch wenn man kein ROM hat). IRQ und Medium werden per Software vom
Treiber gesetzt.
Vermutlich hilft das nicht. Aber in den 90ern nutzte ich bei ISA-Karten
pnpconfig. Vorher mit pnpdump möglich Werte für DMA, I/O und anderes
listen lassen und es in eine Datei umleiten. In dieser die passenden
Werte auskommentieren, und diese beim Booten pnpconfig übergeben.

Keine Ahnung,ob das heute unter Linux noch geht (vermutlich nicht).
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Gerrit Heitsch
2020-04-15 19:16:47 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Post by Dennis Grevenstein
Post by Kay Martinen
Das sind doch keine PnP Karten die sich automatisch konfigurieren. Evtl.
braucht es noch ein DOS Tool das von Disk gestartet werden muß um den
aktiven (Medien) Port fest zu legen. Oder haben deine Karten dafür Jumper?
bei der 503 gibt es das offenbar nicht. Auf der Karte kann man jumper
setzen für die I/O Adresse und boot rom Adresse (hier tatsächlich wichtig
auch wenn man kein ROM hat). IRQ und Medium werden per Software vom
Treiber gesetzt.
Vermutlich hilft das nicht. Aber in den 90ern nutzte ich bei ISA-Karten
pnpconfig. Vorher mit pnpdump möglich Werte für DMA, I/O und anderes
listen lassen und es in eine Datei umleiten. In dieser die passenden
Werte auskommentieren, und diese beim Booten pnpconfig übergeben.
Geht nur mit PnP-Karten, Karten mit Jumpern für I/O und IRQ beeindruckst
du damit nicht.

Gerrit
Chr. Maercker
2020-04-16 08:30:44 UTC
Permalink
Dennis Grevenstein wrote:
[Jumper?]
Post by Dennis Grevenstein
bei der 503 gibt es das offenbar nicht. Auf der Karte kann man jumper
setzen für die I/O Adresse und boot rom Adresse (hier tatsächlich wichtig
auch wenn man kein ROM hat). IRQ und Medium werden per Software vom
Treiber gesetzt.
ACK, unter DOS erledigte das 3C5x9cfg.exe, i.a. sehr gut. Damit ließen
sich praktisch alle Hardwareparameter einstellen. Eingetragen wurden die
meines Wissesn in einen PROM direkt auf der Karte, die Einstellung haben
jedenfalls unabhängig vom OS funktioniert. Was unter DOS eingestellt
wurde, lief genauso unter NT4.0 und NetWare.
Post by Dennis Grevenstein
Post by Kay Martinen
Ich erinnere mich an IRQ 3 wenn der Übliche IRQ 10 nicht geht. 3 und 4
sind normal den Seriellen Ports zugeordnet und frei wenn keine vorhanden
sind. 5 und 7 sind ebenfalls frei wenn keine Druckerports vorhanden
sind. Weiß nicht wie dein PC ausgestattet ist. Aber wenn er alt genug
ist brauchst du nur die Entsprechenden COM o. LPT karten raus zupfen,
oder evtl. deren IRQ-Jumper entfernen...
Naja, es ist halt ein echter 386er. Das heisst sogut wie nichts
ist onboard. Es ist eine Multi-I/O Karte drin, die IDE, Floppy,
2 * seriell und 2 * parallel hat glaube ich. Auf IRQ 5 hängt die
für einen 386er lebensnotwendige Soundblaster Karte. Also wäre es
praktisch die 503 auf IRQ 2 oder 7 zu setzen.
Auf Standard-PCs habe ich normalerweise IRQ=A (10) eingestellt, das
funktionierte fast immer. Wenn nicht, dann halt IRQ11 oder 12. Das
Config-Programm hat WIMRE Interruptkonflikte erkannt.
--
CU Chr. Maercker.
Kay Martinen
2020-04-16 09:15:50 UTC
Permalink
[Ich schrieb]
Post by Chr. Maercker
Post by Dennis Grevenstein
Post by Kay Martinen
sind. 5 und 7 sind ebenfalls frei wenn keine Druckerports vorhanden
sind. Weiß nicht wie dein PC ausgestattet ist. Aber wenn er alt genug
ist brauchst du nur die Entsprechenden COM o. LPT karten raus zupfen,
oder evtl. deren IRQ-Jumper entfernen...
Naja, es ist halt ein echter 386er. Das heisst sogut wie nichts
ist onboard. Es ist eine Multi-I/O Karte drin, die IDE, Floppy,
2 * seriell und 2 * parallel hat glaube ich. Auf IRQ 5 hängt die
für einen 386er lebensnotwendige Soundblaster Karte. Also wäre es
praktisch die 503 auf IRQ 2 oder 7 zu setzen.
Auf Standard-PCs habe ich normalerweise IRQ=A (10) eingestellt, das
funktionierte fast immer. Wenn nicht, dann halt IRQ11 oder 12. Das
Hier ging es um einen 386 und eine 8-Bit Karte. M.W. konnte so eine
keinen IRQ höher als 7 benutzen. Die höheren IRQ Leitungen waren
allesamt auf der 16-Bit Erweiterung und damit für so eine Karte nicht
erreichbar - außer man bastelt sich was.

Siehe: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/9/9f/ISA_Bus_pins.svg

Und IRQ A u.s.w. benennt man die m.W. erst seit dem PCI Bus weil es dort
nur A-D gibt.
Post by Chr. Maercker
Config-Programm hat WIMRE Interruptkonflikte erkannt.
Da die beim XT/AT Bus nicht geshared werden konnten war das leicht raus
zu finden. Vermutlich durch IRQ Auslösen und schauen wo/wie der landet.
Unter Plain DOS kein Problem da SingleUser-SingleTask Modus.


Kay
--
Posted via SN
Chr. Maercker
2020-04-16 12:31:33 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Hier ging es um einen 386 und eine 8-Bit Karte. M.W. konnte so eine
keinen IRQ höher als 7 benutzen. Die höheren IRQ Leitungen waren
allesamt auf der 16-Bit Erweiterung und damit für so eine Karte nicht
erreichbar - außer man bastelt sich was.
Sorry, hatte ich übersehen. Dann wird's natürlich eng. Meist bleibt da
nur der IRQ des zweiten LPT-Ports.
Post by Kay Martinen
Post by Chr. Maercker
Config-Programm hat WIMRE Interruptkonflikte erkannt.
Da die beim XT/AT Bus nicht geshared werden konnten war das leicht raus
zu finden. Vermutlich durch IRQ Auslösen und schauen wo/wie der landet.
Unter Plain DOS kein Problem da SingleUser-SingleTask Modus.
Es gab WIMRE mit solchen Config-Programmen gelegentlich Systemabstürze.
Weiß nur nicht mehr, ob es das von 3Com war oder von SMC oder oder...
SMC hatte seinerzeit die NIC-Sparte von WD übernommen und
verschlimmbessert. Von wegen "Nothing has changed but name"!
--
CU Chr. Maercker.
Dennis Grevenstein
2020-04-16 22:41:31 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Es gab WIMRE mit solchen Config-Programmen gelegentlich Systemabstürze.
Das Problem mit "welcher IRQ ist noch frei und welche Hardware
steckt eigentlich im PC?" lässt ja gut unter DOS lösen. Da gibt
es vielfältige tools. Norton sysinfo ist da nur ein Beispiel.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Kay Martinen
2020-04-16 23:46:02 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Post by Chr. Maercker
Es gab WIMRE mit solchen Config-Programmen gelegentlich Systemabstürze.
Das Problem mit "welcher IRQ ist noch frei und welche Hardware
steckt eigentlich im PC?" lässt ja gut unter DOS lösen. Da gibt
es vielfältige tools. Norton sysinfo ist da nur ein Beispiel.
Ich sach nur "CheckIt" und evtl. noch "PC-Config". Auch gute Tools.
Außer dem Norton Commander fand ich die Software vom "Doctor" damals
schon nicht so doll.

Kay
--
Posted via SN
Chr. Maercker
2020-04-17 05:28:04 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Ich sach nur "CheckIt" und evtl. noch "PC-Config". Auch gute Tools.
ACK, CheckIt war einer meiner Favoriten.
Post by Kay Martinen
Außer dem Norton Commander fand ich die Software vom "Doctor" damals
schon nicht so doll.
DiskEdit hab ich lange Jahre genutzt, wenn es Probleme mit Partitionen
gab oder welche zu analysieren waren. Auch "Michelangelo" habe ich mir
damit angeschaut. ;-)
Unter Windows habe ich bisher kein echtes Pendant dazu gefunden. Die
Windows-Versionen der Norton Tools konnten ihren DOS-Vorgängern nicht
das Wasser reichen und waren vor allem nicht mehr portabel.
Zum Commander gibt es gute Windows-Nachfolger. Den von Ghisler habe ich
sogar bezahlt, eines der wenigen Programme, die ihr Geld wirklich wert sind.
--
CU Chr. Maercker.
Michael Bäuerle
2020-04-16 12:36:17 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
[...] Auf der Karte kann man jumper
setzen für die I/O Adresse und boot rom Adresse (hier tatsächlich wichtig
auch wenn man kein ROM hat). IRQ und Medium werden per Software vom
Treiber gesetzt.
ACK, unter DOS erledigte das 3C5x9cfg.exe, i.a. sehr gut.
Dieses Tool ist für die Etherlink III Serie. Die waren völlig anders:
<https://en.wikipedia.org/wiki/3Com_3c509>
Post by Chr. Maercker
Damit ließen
sich praktisch alle Hardwareparameter einstellen. Eingetragen wurden die
meines Wissesn in einen PROM direkt auf der Karte, die Einstellung haben
jedenfalls unabhängig vom OS funktioniert. Was unter DOS eingestellt
wurde, lief genauso unter NT4.0 und NetWare.
Die 3c503 hat wie es aussieht kein EEPROM, d.h. die Treiber müssen die
Konfiguration nach jedem Reset neu schreiben (man muss diese daher bei
jedem OS separat konfigurieren).

Die per Hardware-Jumper konfigurierten Adressbereiche lassen sich
natürlich prinzipiell nicht per Software ändern.
Gerald E:scher
2020-04-16 21:12:35 UTC
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Post by Dennis Grevenstein
Naja, es ist halt ein echter 386er. Das heisst sogut wie nichts
ist onboard. Es ist eine Multi-I/O Karte drin, die IDE, Floppy,
2 * seriell und 2 * parallel hat glaube ich.
Falls du eine Serielle nicht benötigst, kannst du die deaktiveren und
deren Interrupt (3 bzw. 4) für die 3c503 verwenden.
Post by Dennis Grevenstein
Auf IRQ 5 hängt die
für einen 386er lebensnotwendige Soundblaster Karte. Also wäre es
praktisch die 503 auf IRQ 2 oder 7 zu setzen.
Bei IRQ2 muss der Treiber allerdings auf IRQ9 konfiguriert werden.
--
Gerald
Michael Bäuerle
2020-04-17 08:33:45 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Post by Dennis Grevenstein
[...]
Auf IRQ 5 hängt die
für einen 386er lebensnotwendige Soundblaster Karte. Also wäre es
praktisch die 503 auf IRQ 2 oder 7 zu setzen.
Bei IRQ2 muss der Treiber allerdings auf IRQ9 konfiguriert werden.
Der Linux-Treiber für die 3c503 hat ein internes Mapping auf 9:
|
| if (dev->irq == 2)
| dev->irq = 9;
| else if (dev->irq > 5 && dev->irq != 9) {
| printk("3c503: configured interrupt %d invalid, will use autoIRQ.\n",
| dev->irq);
| dev->irq = 0;
| }

Dort sollte es also mit beiden Werten funktionieren.

"autoIRQ" würde dann folgende Reihenfolge durchprobieren: 5, 9, 3, 4
(wenn man z.B. 7 konfiguriert hat, was die Karte nicht unterstützt).
Gerald E:scher
2020-04-16 20:46:01 UTC
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Post by Dennis Grevenstein
Post by Gerald E:scher
Post by Michael Bäuerle
Ich hatte vor geraumer Zeit eine 3c503 (Etherlink II, die 8-Bit Version)
mit Linux 2.x laufen. Das muss irgendwann mal funktioniert haben.
EL2 in der .config vom Kernel. EL3 bzw. 3c509.ko ist bei Ubuntu 18.04
sogar noch dabei, EL2 muss irgendwann aus dem Kernel rausgeflogen sein.
Ich habe ein bisschen den Verdacht, dass es vielleicht am Medium liegt,
also die Treiber teilweise auf BNC gehen, obwohl ich AUI brauche. Was
man bei manchen Systemen beobachten kann ist, dass die Karte zwar konfiguriert
werden kann, aber nie Pakete woanders ankommen. Ich habe allerdings keine
Erklaerung, warum das z.B. bei XENIX funktioniert, aber unter Linux und
Interactive UNIX nicht.
Ein besonderes Probem bei der 503 ist natuerlich, dass es eine 8bit
ISA Karte ist, also eine starke Einschraenkung bei der Auswahl der
IRQs besteht. XENIX erlaubt hier IRQ2 (=9. Die PC Architektur ist
wirklich krank) zu verwenden. Interactive kann nur IRQ 3 bis 7.
IBM hat beim AT den Interrupt-Controller vom XT um einen zweiten ergänzt
und den an den IRQ2 angeschlossen. Der ursprüngliche IRQ2 wurde zu
IRQ9.
Ist dein Interactive UNIX so alt, dass es nicht mit der Festplatte vom
AT umgehen kann (IRQ15)?
--
Gerald
Kay Martinen
2020-04-16 21:42:00 UTC
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Post by Gerald E:scher
Post by Dennis Grevenstein
Erklaerung, warum das z.B. bei XENIX funktioniert, aber unter Linux und
Interactive UNIX nicht.
Ein besonderes Probem bei der 503 ist natuerlich, dass es eine 8bit
ISA Karte ist, also eine starke Einschraenkung bei der Auswahl der
IRQs besteht. XENIX erlaubt hier IRQ2 (=9. Die PC Architektur ist
wirklich krank) zu verwenden. Interactive kann nur IRQ 3 bis 7.
IBM hat beim AT den Interrupt-Controller vom XT um einen zweiten ergänzt
und den an den IRQ2 angeschlossen. Der ursprüngliche IRQ2 wurde zu
IRQ9.
Das nützt ihm nix - bei einer 8 Bit Karte in einem 16Bit ISA Steckplatz.
An IRQ 9 kommt die kurze Karte nicht ran und IRQ 2 ist da zwar raus
geführt aber mit dem 2. PIC verkettet was bedeutet das die IRQ 8-15 da
AUCH mit auflaufen und erst mal aussortiert werden müssen.

Nach meiner Erinnerung ist IRQ 2 im PC für nichts externes Sinnvoll
nutzbar zu machen. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Intel_8259

Man darf auch nicht vergessen das ein einzelner PIC selbst im Grunde
schon eine Kaskade ist da die CPU nur einen IRQ Eingang hat. Das führt
dazu das diese in der Interrupt-behandlung im Falle IRQ2 erst mal prüfen
muß welcher den wirklich gemeint ist. Dazu bekommt sie AFAIR ein
Bitmuster vom PIC geliefert das für den aktivierten IRQ steht. Nur das
hier 2 PIC abgefragt werden wollen. Was den Interrupt-handler nicht
unbedingt performanter macht. Im Gegenteil.

Und Netzwerkkarten sind schon durch hohes Interrupt-aufkommen
aufgefallen... ebenso wie Festplatten.
Post by Gerald E:scher
Ist dein Interactive UNIX so alt, dass es nicht mit der Festplatte vom
AT umgehen kann (IRQ15)?
IRQ 14! Der IRQ15 ist für den Sekundären HDD Controller - soweit vorhanden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Interrupt#Hardware-Beispiel_x86-Architektur


Kay
--
Posted via SN
Chr. Maercker
2020-04-17 05:35:21 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Nach meiner Erinnerung ist IRQ 2 im PC für nichts externes Sinnvoll
nutzbar zu machen. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Intel_8259
Man darf auch nicht vergessen das ein einzelner PIC selbst im Grunde
schon eine Kaskade ist da die CPU nur einen IRQ Eingang hat. Das führt
dazu das diese in der Interrupt-behandlung im Falle IRQ2 erst mal prüfen
muß welcher den wirklich gemeint ist. Dazu bekommt sie AFAIR ein
Bitmuster vom PIC geliefert das für den aktivierten IRQ steht. Nur das
hier 2 PIC abgefragt werden wollen. Was den Interrupt-handler nicht
unbedingt performanter macht. Im Gegenteil.
Mir ist heute noch unklar, wie ein Prozessor mit derart primitivem
Interrupt-Handling nebst schon 1980 vorsintflutlichem Registersatz und
chaotischer Adressierung von schlappen 1 MBytes zum Maß aller Dinge
werden konnte. Beim Interrupt war schon der Z80 besser, von Z8000 oder
gar M68000 ganz zu schweigen. Nur mit Marktmacht erklärbar.
--
CU Chr. Maercker.
Gerrit Heitsch
2020-04-17 05:43:01 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Mir ist heute noch unklar, wie ein Prozessor mit derart primitivem
Interrupt-Handling nebst schon 1980 vorsintflutlichem Registersatz und
chaotischer Adressierung von schlappen 1 MBytes zum Maß aller Dinge
werden konnte. Beim Interrupt war schon der Z80 besser, von Z8000 oder
gar M68000 ganz zu schweigen. Nur mit Marktmacht erklärbar.
Auf der Kiste stand draussen IBM drauf. Das reichte.

Von der Technik her war der PC eine Zusammenstückelung von gut
abgehangenen und billigen Bauteilen der auch noch auf 8 Bit externen Bus
kastriert wurde.

Gerrit
Michael van Elst
2020-04-17 06:10:22 UTC
Permalink
Post by Gerrit Heitsch
Post by Chr. Maercker
Mir ist heute noch unklar, wie ein Prozessor mit derart primitivem
Interrupt-Handling nebst schon 1980 vorsintflutlichem Registersatz und
chaotischer Adressierung von schlappen 1 MBytes zum Maß aller Dinge
werden konnte. Beim Interrupt war schon der Z80 besser, von Z8000 oder
gar M68000 ganz zu schweigen. Nur mit Marktmacht erklärbar.
Auf der Kiste stand draussen IBM drauf. Das reichte.
Das reichte nicht. Aber jeder konnte das nachbauen und mit MSDOS
(statt PCDOS) laufen lassen und hatte damit einen entsprechenden
Softwarepool.

Das war ja auch der Grund für den Erfolg von CP/M auf 8080 und dann
Z80-Basis.

Und natürlich ist selbst ein System mit 8088 (640k RAM) einem System
mit Z80 (48k RAM) deutlich überlegen. Denn das bedeutete in der
Regel den Wechsel von Assemblerprogrammierung zu irgendwas in einer
Hochsprache (und sei es BASIC).

Wie wenig elegante oder auch nur korrekte Hardware für den Erfolg
zählt sieht man bis heute.
--
--
Michael van Elst
Internet: ***@serpens.de
"A potential Snark may lurk in every tree."
Gerrit Heitsch
2020-04-17 07:26:20 UTC
Permalink
Post by Michael van Elst
Post by Gerrit Heitsch
Post by Chr. Maercker
Mir ist heute noch unklar, wie ein Prozessor mit derart primitivem
Interrupt-Handling nebst schon 1980 vorsintflutlichem Registersatz und
chaotischer Adressierung von schlappen 1 MBytes zum Maß aller Dinge
werden konnte. Beim Interrupt war schon der Z80 besser, von Z8000 oder
gar M68000 ganz zu schweigen. Nur mit Marktmacht erklärbar.
Auf der Kiste stand draussen IBM drauf. Das reichte.
Das reichte nicht. Aber jeder konnte das nachbauen und mit MSDOS
(statt PCDOS) laufen lassen und hatte damit einen entsprechenden
Softwarepool.
Das reichte für den Beginn. Das Ding war von IBM, musste also gut sein.

Die Nachbauten kamen deshalb.

Gerrit
Chr. Maercker
2020-04-17 10:07:16 UTC
Permalink
Michael van Elst wrote:
[unklar, wie ein Prozessor mit derart primitivem Interrupt-Handling
nebst schon
1980 vorsintflutlichem Registersatz und chaotischer Adressierung von
schlappen
1 MBytes zum Mass aller Dinge werden konnte]
Post by Gerrit Heitsch
Auf der Kiste stand draussen IBM drauf. Das reichte.
Angeblich hat Big Blue die 8088 nur deswegen verbaut, weil Motorola zu
der Zeit einige Wochen Lieferzeit für ihre 68000er hatte.
Das reichte nicht. Aber jeder konnte das nachbauen ...
"IBM-komatible", die oft genug keine waren.
und mit MSDOS (statt PCDOS) laufen lassen und hatte damit einen
entsprechenden Softwarepool.
Ab wann etwa? Als die IBM-PCs neu waren, also Anfang 1980er, dürfte es
in Größenordnungen mehr Software für C64, Apple oder Z80-Systeme (mit
und ohne CP/M) gegeben haben. Das musste sich auch für dieses System
alles erst entwickeln. Oder wurden 8080-Programme in großer Zahl portiert?
Das war ja auch der Grund für den Erfolg von CP/M auf 8080 und dann
Z80-Basis.
Wohl vor allem im kommerziellen Bereich. Auf Home-PCs lief CP/M eher selten.
Und natürlich ist selbst ein System mit 8088 (640k RAM) einem System
mit Z80 (48k RAM) deutlich überlegen. Denn das bedeutete in der
Regel den Wechsel von Assemblerprogrammierung zu irgendwas in einer
Hochsprache (und sei es BASIC).
BASIC war auf den meisten 8-Bit-Computern gängig. Und dank Assembler
kamen die mit 16..48kBytes aus, wo PCs für die gleichen aufgaben 640k
brauchten. ;-)
Wie wenig elegante oder auch nur korrekte Hardware für den Erfolg
zählt sieht man bis heute.
Ich finde, heute sieht man es nicht mehr gar so deutlich. Allenfalls bei
den Macs, die von Motorola auf Intel-CPUs/PC-Boards herabgesunken sind.
--
CU Chr. Maercker.
Ralf Kiefer
2020-04-17 10:43:31 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
Angeblich hat Big Blue die 8088 nur deswegen verbaut, weil Motorola zu
der Zeit einige Wochen Lieferzeit für ihre 68000er hatte.
Der IBM PC kam 1981 auf den Markt. D.h. da gab's noch eine Vorlaufzeit
für die Hardware-Entwicklung. Was sicher ist: Im Jahr 1980 und 1981
hätte Motorola gar keine Produktionsstückzahlen vom 68000 liefern
können. Die waren noch nicht so weit. 1982 wurden erste Exemplare vom
68000 in freier Wildbahn entdeckt. Erst 1983 kamen Stückzahlen zusammen.
Post by Chr. Maercker
Ab wann etwa? Als die IBM-PCs neu waren, also Anfang 1980er, dürfte es
in Größenordnungen mehr Software für C64, Apple oder Z80-Systeme (mit
und ohne CP/M) gegeben haben. Das musste sich auch für dieses System
alles erst entwickeln. Oder wurden 8080-Programme in großer Zahl portiert?
Wordstar, dBase, Turbo-Pascal u.a. hatten ihre Karriere unter CP/M
begonnen.
Post by Chr. Maercker
Und dank Assembler
kamen die mit 16..48kBytes aus, wo PCs für die gleichen aufgaben 640k
brauchten. ;-)
Die erste Generation der IBM PCs hatte im Vollausbau "stolze" 256kB. Der
PC-XT für 640kB kam erst später.


Gruß, Ralf
Clemens Schüller
2020-04-17 11:47:27 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Chr. Maercker
Ab wann etwa? Als die IBM-PCs neu waren, also Anfang 1980er, dürfte es
in Größenordnungen mehr Software für C64, Apple oder Z80-Systeme (mit
und ohne CP/M) gegeben haben. Das musste sich auch für dieses System
alles erst entwickeln. Oder wurden 8080-Programme in großer Zahl portiert?
Wordstar, dBase, Turbo-Pascal u.a. hatten ihre Karriere unter CP/M
begonnen.
Weiteres Beispiel war "Manger FiBu" - hatte es mal unter CP/M auf einer
Alphatronic P1 (nur Disketten - Sys und Daten) laufen.

Wurde irgendwann mal auf DOS portiert - ich hatte es auf einer
Alphatronic P4 mit erinnerlich DOS 3.20 (21 MB HD plus 5.25 Diskette)
laufen.


Funfact am Rande: Auf der P4 Kiste konnte man die FiBu nur über eine bat
Datei mit "assign b=a" starten. Denn pgw.exe _direkt_
gestartet endete in einem Timeout, wenn auf die
Datendiskette zugegriffen wurde. Die P4 hatte nur ein
Diskettenlaufwerk.

Denn Laufwerk B war im Source des Programmes hardcodiert
und wurde wohl nie geändert.
--
Beste Grüße, Clemens Schüller
Hanno Foest
2020-04-17 22:58:18 UTC
Permalink
Post by Michael van Elst
Post by Gerrit Heitsch
Auf der Kiste stand draussen IBM drauf. Das reichte.
Das reichte nicht. Aber jeder konnte das nachbauen und mit MSDOS
(statt PCDOS) laufen lassen und hatte damit einen entsprechenden
Softwarepool.
Es hätte aber keiner nachbauen wollen, wenn da nicht IBM draufgestanden
hätte...

Hanno
--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
Kay Martinen
2020-04-18 14:57:34 UTC
Permalink
Post by Hanno Foest
Post by Michael van Elst
Post by Gerrit Heitsch
Auf der Kiste stand draussen IBM drauf. Das reichte.
Das reichte nicht. Aber jeder konnte das nachbauen und mit MSDOS
(statt PCDOS) laufen lassen und hatte damit einen entsprechenden
Softwarepool.
Es hätte aber keiner nachbauen wollen, wenn da nicht IBM draufgestanden
hätte...
Aber das ist auch die Krux an "Innovativen" Produkten wie dem [Ähem]
"Ersten Business PC". Man betrachte die Hardware UND die Software die
drauf laufen soll.

Verbaut man neuste, Beste Hard- und Soft-ware hat man so was wie den
NeXTcube = Verdongelt und Schwer bis garnicht nach zu bauen. Ja, ich
weiß das der erst Später kam. War nur'n Beispiel.

Verbaut man das älteste und als kleinsten Gemeinsamen Nenner notwendige
ist es so uninteressant das es keiner haben will. Und noch weniger
nachbauen.

Den IBM PC sehe ich irgendwo dazwischen. Einfache Technik, offenes
Design, kaum spezifiziert und mit luft für [Ähem] "Optimierungen"... :-)
Die Probleme die sich daraus ergaben hat man damals noch nicht als
solche gesehen. Wie man am Bill-Gates 640K Zitat u.a. sieht.

Wenn die leute immer nur das Innovativste und Beste Produkt kaufen
würden dann hätte es auch nie VHS gegeben, sondern eher Video 2000 und
man hätte Grundigs Videorekorder nachgebaut statt die der anderen.


Kay
--
Posted via SN
Gerrit Heitsch
2020-04-18 15:44:43 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Hanno Foest
Post by Michael van Elst
Post by Gerrit Heitsch
Auf der Kiste stand draussen IBM drauf. Das reichte.
Das reichte nicht. Aber jeder konnte das nachbauen und mit MSDOS
(statt PCDOS) laufen lassen und hatte damit einen entsprechenden
Softwarepool.
Es hätte aber keiner nachbauen wollen, wenn da nicht IBM draufgestanden
hätte...
Aber das ist auch die Krux an "Innovativen" Produkten wie dem [Ähem]
"Ersten Business PC". Man betrachte die Hardware UND die Software die
drauf laufen soll.
Es war natürlich nicht der erste Business PC. Da gab es schon einiges davor.
Post by Kay Martinen
Verbaut man neuste, Beste Hard- und Soft-ware hat man so was wie den
NeXTcube = Verdongelt und Schwer bis garnicht nach zu bauen.
Natürlich nicht, denn damit das Ding state of the art war waren einge
Menge custom ICs nötig und die kann man natürlich nicht so einfach
nachbauen.
Post by Kay Martinen
Verbaut man das älteste und als kleinsten Gemeinsamen Nenner notwendige
ist es so uninteressant das es keiner haben will. Und noch weniger
nachbauen.
Das beschreibt den IBM PC aber eigentlich recht gut. Alles darin
verbaute war alter Kram der schon länger existierte. Nicht davon war
wirklich neu und innovativ, alles Standardchips und TTLs, Nachbau kein
Problem.

Von einem anderen Hersteller hätte diese Hardware keinen interessiert.
Aber es stand eben IBM drauf und du kennst doch den Spruch 'No one ever
got fired for buying IBM'.

Gerrit
Dennis Grevenstein
2020-04-18 15:53:30 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Den IBM PC sehe ich irgendwo dazwischen. Einfache Technik, offenes
Design, kaum spezifiziert und mit luft für [Ähem] "Optimierungen"... :-)
Ist die Frage, ob es wirklich eine Designentscheidung war, die zum
Erfolg geführt hat. Warum ist dann der PC Jr. so ein Flop geworden?
Man kann auch mit gewissen Recht behaupten, dass die Cloner
entscheidenden Beitrag am Erfolg der Plattform hatten. IBM hat
später versucht mit der PS/2 Linie wieder mehr Kontrolle zu bekommen.
Geklappt hat das nicht.
Post by Kay Martinen
Die Probleme die sich daraus ergaben hat man damals noch nicht als
solche gesehen. Wie man am Bill-Gates 640K Zitat u.a. sieht.
Wobei man zugeben muss, dass dieses 640K Zitat eines der dümmsten
Internetmemes überhaupt ist. Es handelt sich vielmehr um eine
einigermaßen korrekte Einschätzung der Anfangszeit des PC.
Es passt perfekt in die damalige Zeit. Das ganze Zeug wurde
entwickelt, damit es damals möglichst schnell funktionierte.
Microsoft oder IBM vorzuwerfen, sie hätten nicht an die Zukunft
gedacht, ist durchaus unfair, wenn man bedenkt, was Apple, Atari
oder Commodore zu der Zeit produziert haben. Das macht das Design
natürlich nicht besser.
Aber rückblickend scheint der Erfolg von Wintel weniger mit
einer bestimmten Designentscheidung als vielmehr mit Marktpolitik
zu tun zu haben. Das finde ich an der Stelle viel spannender,
weil es uns ja auch eine Perspektive auf die aktuellen Grosskonzerne
ermöglicht.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Michael Bäuerle
2020-04-17 09:20:45 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Gerald E:scher
[...]
IBM hat beim AT den Interrupt-Controller vom XT um einen zweiten ergänzt
und den an den IRQ2 angeschlossen. Der ursprüngliche IRQ2 wurde zu
IRQ9.
Das nützt ihm nix - bei einer 8 Bit Karte in einem 16Bit ISA Steckplatz.
An IRQ 9 kommt die kurze Karte nicht ran und IRQ 2 ist da zwar raus
geführt aber mit dem 2. PIC verkettet was bedeutet das die IRQ 8-15 da
AUCH mit auflaufen und erst mal aussortiert werden müssen.
Nach meiner Erinnerung ist IRQ 2 im PC für nichts externes Sinnvoll
nutzbar zu machen. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Intel_8259
Ja, durch die Kaskade der zwei PICs ist der IRQ2 nicht mehr an den Bus
angeschlossen, d.h. eine Karte kann ihn nicht mehr (direkt) aktivieren.
Gerald E:scher
2020-04-17 15:11:50 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Gerald E:scher
Post by Dennis Grevenstein
Erklaerung, warum das z.B. bei XENIX funktioniert, aber unter Linux und
Interactive UNIX nicht.
Ein besonderes Probem bei der 503 ist natuerlich, dass es eine 8bit
ISA Karte ist, also eine starke Einschraenkung bei der Auswahl der
IRQs besteht. XENIX erlaubt hier IRQ2 (=9. Die PC Architektur ist
wirklich krank) zu verwenden. Interactive kann nur IRQ 3 bis 7.
IBM hat beim AT den Interrupt-Controller vom XT um einen zweiten ergänzt
und den an den IRQ2 angeschlossen. Der ursprüngliche IRQ2 wurde zu
IRQ9.
Das nützt ihm nix - bei einer 8 Bit Karte in einem 16Bit ISA Steckplatz.
An IRQ 9 kommt die kurze Karte nicht ran
Nein. Der IRQ9 verwendet am ISA-Steckplatz den gleichen Pin B4 wie zuvor
der IRQ2 am 8-Bit-Steckplatz.
<http://archive.org/details/bitsavers_intelbusSpep89_3342148/page/n61/mode/2up>
Post by Kay Martinen
und IRQ 2 ist da zwar raus geführt
Beim ISA-Steckplatz ist der IRQ2 nicht raus geführt, das wäre doch
völlig sinnlos.
Der Treiber einer 8-Bit-Steckkarte, die in einem AT steckt, muss
bei Jumperung auf IRQ2 den IRQ9 bedienen. Ein Linux Kernelmodul
berücksichtigt dies sicherlich, bei einem DOS Treiber weiß ich nicht.
Post by Kay Martinen
Nach meiner Erinnerung ist IRQ 2 im PC für nichts externes Sinnvoll
nutzbar zu machen. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Intel_8259
Den IRQ9 habe ich seinerzeit für Soundkarte oder NIC verwendet, da IRQ5
mit einem zweiten Druckeranschluss belegt. War allerdings unter OS/2.
hat WIMRE aber auch mit DOS/Windows funktioniert.
Post by Kay Martinen
Post by Gerald E:scher
Ist dein Interactive UNIX so alt, dass es nicht mit der Festplatte vom
AT umgehen kann (IRQ15)?
IRQ 14! Der IRQ15 ist für den Sekundären HDD Controller - soweit vorhanden.
Ja, habe die beiden wervechselt.
--
Gerald
Kay Martinen
2020-04-17 16:20:46 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Post by Kay Martinen
Post by Gerald E:scher
Post by Dennis Grevenstein
Ein besonderes Probem bei der 503 ist natuerlich, dass es eine 8bit
ISA Karte ist, also eine starke Einschraenkung bei der Auswahl der
IRQs besteht. XENIX erlaubt hier IRQ2 (=9. Die PC Architektur ist
wirklich krank) zu verwenden. Interactive kann nur IRQ 3 bis 7.
IBM hat beim AT den Interrupt-Controller vom XT um einen zweiten ergänzt
und den an den IRQ2 angeschlossen. Der ursprüngliche IRQ2 wurde zu
IRQ9.
Das nützt ihm nix - bei einer 8 Bit Karte in einem 16Bit ISA Steckplatz.
An IRQ 9 kommt die kurze Karte nicht ran
Nein. Der IRQ9 verwendet am ISA-Steckplatz den gleichen Pin B4 wie zuvor
der IRQ2 am 8-Bit-Steckplatz.
<http://archive.org/details/bitsavers_intelbusSpep89_3342148/page/n61/mode/2up>
Schön. IRQ 2 heißt nun IRQ 9 auf deinem Bild. Auf dem das ich verlinkte
halt nicht. Wenn die Software IRQ 9 annimmt sollte es dann ja
funktionieren. Wenn nicht: Was ändert sich dadurch...
Post by Gerald E:scher
Post by Kay Martinen
und IRQ 2 ist da zwar raus geführt
Beim ISA-Steckplatz ist der IRQ2 nicht raus geführt, das wäre doch
völlig sinnlos.
Der Treiber einer 8-Bit-Steckkarte, die in einem AT steckt, muss
bei Jumperung auf IRQ2 den IRQ9 bedienen. Ein Linux Kernelmodul
berücksichtigt dies sicherlich, bei einem DOS Treiber weiß ich nicht.
Post by Kay Martinen
Nach meiner Erinnerung ist IRQ 2 im PC für nichts externes Sinnvoll
nutzbar zu machen. Siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Intel_8259
... an dem was ich hier sagte. Nix! IRQ 2 ist extern nicht nutzbar.

Es gibt einen Einfachen weg raus zu finden ob es unter DOS o.a.
funktioniert. IRQ 9 auswählen und Testen. Wenn man die Karte auf IRQ 9
(oder 2) Jumpern *kann*.
Post by Gerald E:scher
Den IRQ9 habe ich seinerzeit für Soundkarte oder NIC verwendet, da IRQ5
mit einem zweiten Druckeranschluss belegt. War allerdings unter OS/2.
hat WIMRE aber auch mit DOS/Windows funktioniert.
Da OS/2 mit so was wesentlich pingeliger war würde es mich wundern wenn
es unter DOS/Win dann nicht funktionierte. Wenn, dann eher durch krude
Win-Hacks oder einprogrammierte Einschränkungen.



Kay
--
Posted via SN
Dennis Grevenstein
2020-04-16 22:37:08 UTC
Permalink
Post by Gerald E:scher
Ist dein Interactive UNIX so alt, dass es nicht mit der Festplatte vom
AT umgehen kann (IRQ15)?
Doch, das geht problemlos. Aber es gibt Einschränkungen, was der
Treiber für die 503 kann. Zum einen ist es eine 8bit ISA Karte,
also kann sie keine hohen IRQ benutzen. Zum anderen kann der
Treiber von Interactive UNIX keinen IRQ2 benutzen, der von XENIX
aber schon. Ich hatte das dann so gelöst IRQ7 zu benutzen.
Man kann da die config Dateien unter Interactive verändern und
den parallelen Port rauswerfen. Aber wie gesagt habe ich damit
trotzdem keine funktionierende Verbindung hinbekommen. Nach
Michaels Hinweis werde ich nun also mal BNC Ethernet probieren.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Kay Martinen
2020-04-16 23:58:15 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Man kann da die config Dateien unter Interactive verändern und
den parallelen Port rauswerfen. Aber wie gesagt habe ich damit
trotzdem keine funktionierende Verbindung hinbekommen. Nach
Michaels Hinweis werde ich nun also mal BNC Ethernet probieren.
Die Frage drängt sich mir grad auf da du ja eigentlich unbedingt AUI
benutzen wolltest... hast du überhaupt die nötigen "Anbauteile"?

Sprich ein Verbindungskabel, den Adapter/MAU mit der Vampirklemme und
ein Stück Yellowcable - mal zwei für die gegenstelle. Mußt du ja
eigentlich weil sonst ja eh keine Verbindung zustande kommen kann.

Ich bin zu jung um Yellowcable selbst noch irgendwo gesehen oder
installiert zu haben. Aber offenbar nur etwas denn ich hab AFAIR noch
Triple-Combo Karten und auch zwei AT-MR/TR Hubs die auch noch AUI als
Backbone-Anschluß haben. Die hab ich allerdings früher schon nur mit
Cheapernet/10Base2 Verbindungen benutzt und dann stückweise auf TP
umgestellt. Das dicke RG-21x Koaxkabel hab ich aber später bei CB-Funk
Stationen öfter in den Fingern gehabt.


Kay
--
Posted via SN
Ralf Kiefer
2020-04-17 00:17:29 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Die Frage drängt sich mir grad auf da du ja eigentlich unbedingt AUI
benutzen wolltest... hast du überhaupt die nötigen "Anbauteile"?
Transceiver existieren :-) Nach 10Base2, 10BaseT, 10BaseFL u.a.
Post by Kay Martinen
Sprich ein Verbindungskabel, den Adapter/MAU mit der Vampirklemme und
ein Stück Yellowcable - mal zwei für die gegenstelle. Mußt du ja
eigentlich weil sonst ja eh keine Verbindung zustande kommen kann.
Ich habe da einen 10Base5-"Hub". 4 Stück AUI-Kabel dran und dazu noch
ein 10BaseT-Anschluß. Es gab sehr exotische Teile "damals".

Gruß, Ralf
Dennis Grevenstein
2020-04-17 01:18:45 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Die Frage drängt sich mir grad auf da du ja eigentlich unbedingt AUI
benutzen wolltest... hast du überhaupt die nötigen "Anbauteile"?
Ja, natürlich. Das würde sonst ja keinen Sinn machen.
Post by Kay Martinen
Sprich ein Verbindungskabel, den Adapter/MAU mit der Vampirklemme und
ein Stück Yellowcable - mal zwei für die gegenstelle. Mußt du ja
eigentlich weil sonst ja eh keine Verbindung zustande kommen kann.
Yellow cable mit Vampirtransceivern habe ich vor vielen Jahren auch
mal abgegriffen. Das konnte man dann einmal durch die Wohnung legen.
Meine Eltern waren begeistert und die Kabel dann irgendwann Metallschrott.

Ich sage ja nicht, dass ich mich hobbymäßig mit alter Netzwerktechnik
beschäftigen will. Das ist gar nicht so mein Gebiet. Ich will einfach
nur, dass es irgendwie an einen normalen Ethernetswitch passt. In den
meisten Fällen klappt das auch problemlos, aber manchmal kommt da
schon etwas durcheinander, wenn man 10Mbit Ethernet auf einen 1000Mbit
switch klemmt.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Dennis Grevenstein
2020-04-17 01:07:52 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Doch, das geht problemlos. Aber es gibt Einschränkungen, was der
Treiber für die 503 kann. Zum einen ist es eine 8bit ISA Karte,
also kann sie keine hohen IRQ benutzen. Zum anderen kann der
Treiber von Interactive UNIX keinen IRQ2 benutzen, der von XENIX
aber schon. Ich hatte das dann so gelöst IRQ7 zu benutzen.
Man kann da die config Dateien unter Interactive verändern und
den parallelen Port rauswerfen. Aber wie gesagt habe ich damit
trotzdem keine funktionierende Verbindung hinbekommen. Nach
Michaels Hinweis werde ich nun also mal BNC Ethernet probieren.
Statusupdate:
nach dem Hinweis auf den default mit dem onboard transceiver
habe ich dann weiter gesucht und bin seit langer Zeit mal wieder
auf was sinnvolles bei google groups gestossen:
https://groups.google.com/forum/message/raw?msg=comp.unix.i386/wu31Ruky0Nc/erW2Kjb7irgJ

(ganz nebenbei bemerkt: wie kann es eigentlich sein, dass google sowas
simples wie usenet Archivsuche so kaputt machen konnte, dass es reine
Glückssache ist, wenn man da mal was findet?)

Jedenfalls gibt es zwar eine Option beim konfigurieren, nicht den
onboard transceiver zu benutzen, aber das wird nie irgendwo berücksichtigt.
Damit es funktioniert, muss man von Hand die Datei /etc/conf/pack.d/el/space.c
verändern und die Variable von 1 auf 0 setzen. Dann einen neuen kernel
bauen und es geht auf einmal. Nicht gut und sehr langsam, aber es geht.
Naja, so halb. Telnet geht nicht. NFS geht nicht. Aber FTP geht immerhin.
Dann hat der kernel ein eingebautes ULIMIT von 4096, das man maximal
auf 12228 hochschrauben kann. Super...
Und wenn man dann mehr als 4 kleinere Dateien überträgt, hängt sich der
Ethernettreiber auf und es geht da gar nichts mehr... Es bleibt also
erstmal eine Baustelle. Vielleicht geht BNC ja besser.
Das ganze ist übrigens Interactive UNIX 2.2. Der C compiler ist nicht
so grauenhaft, dass man gar nichts machen könnte. gzip-1.2.4 und
sed-2.05 liessen sich bauen. Mehr konnte ich durch das Ethernetproblem
nicht ausprobieren.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Dennis Grevenstein
2020-04-18 11:44:56 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Und wenn man dann mehr als 4 kleinere Dateien überträgt, hängt sich der
Ethernettreiber auf und es geht da gar nichts mehr... Es bleibt also
erstmal eine Baustelle. Vielleicht geht BNC ja besser.
2. Statusupdate:
Ich habe nun BNC Ausrüstung bekommen. Nachdem ich den kernel dann
erneut compiliert habe, funktioniert das auch mit BNC als default,
aber leider nicht besser als vorher.
Ich habe rausgefunden, dass ich von Linux aus in die box telneten
kann, aber nicht von MacOS aus:

telnet hepar
Trying 192.168.2.160...
Connected to hepar.
Escape character is '^]'.


System V UNIX (hepar)

login: root
Password:
UNIX System V/386 Release 3.2
hepar
Copyright (C) 1984, 1986, 1987, 1988 AT&T
Copyright (C) 1987, 1988 Microsoft Corp.
All Rights Reserved
Login last used: Sat Apr 18 07:57:47 2020

/ : Disk space: 28.97 MB of 48.72 MB available (59.46%).
/usr : Disk space: 861.68 MB of 895.78 MB available (96.19%).

Total Disk Space: 890.65 MB of 944.50 MB available (94.30%).

# ls
INSTALL.log
OLD.unix
bin
dev
etc
install
lib
lost+found
mkfs.data
mnt
root
shlib
tmp
unix
unix.10
unix.11
unix.12
unix.8
unix.9
usr
# uname -a
hepar hepar 3.2 2 i386
# Connection closed by foreign host.

Das Problem bleibt, wenn ich versuche größere Dateien zu übertragen.
Dann friert das Ethernet irgendwann ein und ist weg. Dann hilft nur
noch ein reboot, um das Ethernet wiederzubeleben.

gruss,
Dennis
--
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shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Dennis Grevenstein
2020-04-18 15:14:49 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Das Problem bleibt, wenn ich versuche größere Dateien zu übertragen.
Dann friert das Ethernet irgendwann ein und ist weg. Dann hilft nur
noch ein reboot, um das Ethernet wiederzubeleben.
3. Statusupdate:
Interactive UNIX 3.0 geht besser. Das ist von 1992 oder so.
Damit wäre es sogar perfekt im Alter passend zu meinem 386DX40.

$ telnet hepar
Trying 192.168.2.160...
Connected to hepar.
Escape character is '^]'.


System V UNIX (hepar)

login: root
UNIX System V/386 Release 3.2
hepar
Copyright (C) 1984, 1986, 1987, 1988 AT&T
Copyright (C) 1987, 1988 Microsoft Corp.
All Rights Reserved
Login last used: Mon Apr 19 16:07:10 1999

/ : Disk space: 35.41 MB of 50.20 MB available(70.55%)
/usr : Disk space: 328.46 MB of 402.11 MB available(81.68%)

Total Disk Space: 363.88 MB of 452.32 MB available(80.45%)

# uname -a
hepar hepar 3.2 2 i386
# cd /usr/local/bin
# ls
flex
flex++
gunzip
gzexe
gzip
install
m4
zcat
zcmp
zdiff
zforce
zgrep
zmore
znew
# df
/ (/dev/dsk/0s1 ): 72566 blocks 11345 i-nodes
/usr (/dev/dsk/c0t0s3 ): 671744 blocks 61187 i-nodes
# cc -V
cc: command -C Software Development System 4.1.5 9/11/91

- Streams, network und TCP/IP direkt beim ersten Installieren des
Basissystem mit installieren und dann neuen kernel bauen. Wenn
man das erst später installiert, werden falsche sysadm Menüs
installiert.
- 3com 503 auf IRQ5. BNC wird als default verwendet. Unter 3.0
läuft das ganze stabil. Die Karte packt bei mir knapp 160kB/s
per FTP. Viel schneller als eine VAX ist es also nicht. Macht Sinn.
- Interactive 3.0 hat einen NE2000 Treiber, der bei mir allerdings
sehr schnell nach "ifconfig up" eine kernel panic verursacht.
- ULIMIT kann man nun endlich auf 2GB hochsetzen. Es gibt noch
andere wichtige Parameter, die von der NFS Installation automatisch
angepasst werden. NFS geht bei mir bislang noch nicht.
- Interactive 3.0 kann im Gegensatz zu 2.2 nicht mehr die ganze
1GB Platte nutzen, sondern nur noch die vom BIOS erkannten 504MB.
Warum ist mir nicht bekannt.
- Das S51K Dateisystem kann keine langen Dateinamen und ist
großer Sch***.
- Wichtige Dateien:
/etc/default/login
/etc/netd.cf
- man kann sich von MacOS aus nicht per telnet einloggen, aber
von Linux aus geht es. Keine Ahnung warum.
- Die alte Unix Infrastruktur mit den vielen alten tools ist
wirklich ein Problem. Da wird man vieles durch eine GNU Variante
ersetzen müssen...
- der C Compiler ist offenbar nicht so schlimm, wie man vielleicht
erwarten würde. Ein paar einfache Sachen lassen sich schonmal bauen.
Aktuell kaut es schon eine Weile auf einem gcc-2.5.8 rum. Das sieht
nicht so schlecht aus.

Insgesamt sehr schön. Vielen Dank Euch!

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Norbert Narten
2020-04-19 15:33:32 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
...
- man kann sich von MacOS aus nicht per telnet einloggen, aber
von Linux aus geht es. Keine Ahnung warum.
- Die alte Unix Infrastruktur mit den vielen alten tools ist
wirklich ein Problem. Da wird man vieles durch eine GNU Variante
ersetzen müssen...
...
Das kommt mir bekannt vor... wenn ich das noch richtig zusammen bekomme
war es bei mir so, das beim Verbindungsaufbau der telnetd vom telnet-Client
vor dem Logon den Terminal-Typ abgefragt hat, und dann die Verbindung
abgelehnt hat, wenn kein passender Eintrag in der Termcap war.
Was für ein Terminal meldet denn dein MacOS?


Norbert
Gerrit Heitsch
2020-04-19 15:39:33 UTC
Permalink
Post by Norbert Narten
Post by Dennis Grevenstein
...
- man kann sich von MacOS aus nicht per telnet einloggen, aber
von Linux aus geht es. Keine Ahnung warum.
- Die alte Unix Infrastruktur mit den vielen alten tools ist
wirklich ein Problem. Da wird man vieles durch eine GNU Variante
ersetzen müssen...
...
Das kommt mir bekannt vor... wenn ich das noch richtig zusammen bekomme
war es bei mir so, das beim Verbindungsaufbau der telnetd vom telnet-Client
vor dem Logon den Terminal-Typ abgefragt hat, und dann die Verbindung
abgelehnt hat, wenn kein passender Eintrag in der Termcap war.
Was für ein Terminal meldet denn dein MacOS?
Einfach mal ein 'export TERM=vt100' eingeben bevor man das mit dem
telnet probiert. Diesen Type sollte auch ein altes Unix kennen.

Gerrit
Norbert Narten
2020-04-19 16:01:44 UTC
Permalink
Einfach mal ein 'export TERM=vt100' eingeben bevor man das mit dem telnet probiert. Diesen Type sollte auch ein altes Unix kennen.
Gerrit
Auf jeden Fall eine Möglichkeit, die man so erst mal ausprobieren kann.
Den Weg, den ich genommen habe, war der das ich die Termcap passend ergänzt habe.
Der Telnet-Client, den ich mal hatte, war unter DOS, und hatte TERM hartkodiert...
ich muss mal sehen, ob ich das stück Software noch irgendwo habe...


Norbert
Gerrit Heitsch
2020-04-19 16:10:30 UTC
Permalink
Post by Norbert Narten
Einfach mal ein 'export TERM=vt100' eingeben bevor man das mit dem telnet probiert. Diesen Type sollte auch ein altes Unix kennen.
Gerrit
Auf jeden Fall eine Möglichkeit, die man so erst mal ausprobieren kann.
Den Weg, den ich genommen habe, war der das ich die Termcap passend ergänzt habe.
Der Telnet-Client, den ich mal hatte, war unter DOS, und hatte TERM hartkodiert...
ich muss mal sehen, ob ich das stück Software noch irgendwo habe...
Ich hatte früher öfters Ärger mit den Terminaleinstellungen und war da
nicht root, konnte also nichts ändern. Wenn das passierte war ein
'TERM=vt100' in fast jedem Falle hilfreich.

Gerrit
Dennis Grevenstein
2020-04-20 01:17:08 UTC
Permalink
Post by Gerrit Heitsch
Ich hatte früher öfters Ärger mit den Terminaleinstellungen und war da
nicht root, konnte also nichts ändern. Wenn das passierte war ein
'TERM=vt100' in fast jedem Falle hilfreich.
Hier hilft es leider nicht...

Abgesehen davon habe ich nun auf Interactive UNIX 4.0 aufgerüstet.
Die Installation habe ich dann 4 Mal gemacht, bis ich ein funktionierendes
System hatte. Es gab Update Disketten dazu, die entweder kaputt waren
oder das System irgendwie kaputt gepatcht haben, sodass man danach
keinen kernel mehr bauen konnte. Dann gab es das neue Problem, dass 4.0
für die 3com 503 nicht mehr IRQ 5 verwenden möchte, weil es sagt, dass
dieser IRQ von einem device "*" bereits benutzt würde... Nun, nach ein
bisschen rumspielen und einmal die Netzwerktreiber plus TCP/IP neu
installieren geht es jetzt mit IRQ 3.
Der entscheidende Grund, warum ich von 3.0 auf 4.0 gewechselt bin,
war das S51K file system, das keine Dateinamen > 14 characters oder
sym links kann.
Die 3.0 Installation habe ich noch auf einer anderen CF Karte, aber
wenn man damit so wenig anfangen kann, dann sehe ich nicht, dass ich
die viel benutzen werde.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Michael Bäuerle
2020-04-17 08:45:06 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Post by Gerald E:scher
Ist dein Interactive UNIX so alt, dass es nicht mit der Festplatte vom
AT umgehen kann (IRQ15)?
Doch, das geht problemlos. Aber es gibt Einschränkungen, was der
Treiber für die 503 kann. Zum einen ist es eine 8bit ISA Karte,
also kann sie keine hohen IRQ benutzen. Zum anderen kann der
Treiber von Interactive UNIX keinen IRQ2 benutzen, der von XENIX
aber schon. Ich hatte das dann so gelöst IRQ7 zu benutzen.
Man kann da die config Dateien unter Interactive verändern und
den parallelen Port rauswerfen. Aber wie gesagt habe ich damit
trotzdem keine funktionierende Verbindung hinbekommen. Nach
Michaels Hinweis werde ich nun also mal BNC Ethernet probieren.
Laut dem Linux-Treiber unterstützt die 3c503 den IRQ7 nicht.
Bei meiner Karte ist der Pin B21 auch wirklich nicht angeschlossen:
<https://allpinouts.org/pinouts/connectors/buses/isa/>
Dennis Grevenstein
2020-04-17 12:05:20 UTC
Permalink
Post by Michael Bäuerle
Laut dem Linux-Treiber unterstützt die 3c503 den IRQ7 nicht.
<https://allpinouts.org/pinouts/connectors/buses/isa/>
Interessant. Das wäre dann eine Erklärung.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Chr. Maercker
2020-04-14 08:10:24 UTC
Permalink
[x] - WD 80XX, auch von SMC
[?] - SMC Ultra

Unikat(e) aus meiner privaten Sammlung. Driver-Diskette und Manual sind
evtl. noch vorhanden. Ob die WD AUI hat, müsste ich aber nachsehen.
Post by Dennis Grevenstein
Ich würde mich freuen, wenn Ihr sowas hättet. Muss auch nicht
umsonst sein.
Aufgerundetes Porto würde mir genügen.
--
CU Chr. Maercker.
Dennis Grevenstein
2020-04-14 12:04:34 UTC
Permalink
Post by Chr. Maercker
[x] - WD 80XX, auch von SMC
[?] - SMC Ultra
Unikat(e) aus meiner privaten Sammlung. Driver-Diskette und Manual sind
evtl. noch vorhanden. Ob die WD AUI hat, müsste ich aber nachsehen.
Das würde mich sicher interessieren.
Könntest Du mal nachsehen, welches Modell genau?
Eine von den ganz alten WD fehlt mir noch.
Post by Chr. Maercker
Aufgerundetes Porto würde mir genügen.
Klar, natürlich.

vielen Dank!

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Wilhelm Greiner
2020-04-28 13:11:59 UTC
Permalink
Hi,
Post by Dennis Grevenstein
ich spiele nun schon eine Weile mit altem PC Unix rum und habe große
Probleme mit Ethernetkarten. Ausprobiert habe ich eine 3com 503 Etherlink II,
Ich suche noch Treiber um altes Unix in VirtualBox oder qemu laufen zu
lassen, also bspw:
PCnet-PCI II (AM79C970A)
oder
ne2k_pci

Für z.B. Solaris X86 2.3 oder eventuell auch andere Unixe, vielleicht hat
hier jemand so was?


Suche auch immer noch Sinix-Z, wollte das ganz gerne auch mal virtualisieren,
habe aber nur die Mips Versionen.

Wilhelm

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