Discussion:
So Sachen und so...
(zu alt für eine Antwort)
Thomas Orgelmacher
2021-04-19 19:22:45 UTC
Permalink
Hallo Leute!

Gerade beim Aufräumen gefunden:

2 x 501-2942 (Ultrasparc 167MHz, WIMRE aus einer U2)
1 x 501-5090 (UltraSPARC IIi, 333MHz, U5)
1 x 501-5039 (UltraSPARC IIi, 270MHz, U5)
1 x 501-2480 (64MB RAM für SS10/SS20)

Und dann noch 4 32MB, 168pol. DIMMs von "Void if
removed" :-) und ein 21164 auf 433MHz ist auch noch da.

Anyone? Sonst steht den Kram ein unrühmliches Ende
bevor. Testen kann ich das mangels HW nicht mehr,
aber das ist vor Jahren funktionierend in die
Anti-Statik-Tüte gekommen und hat diese auch nicht
verlassen...

Der Faulheit halber geht das nur am Stück gegen
aufgerundetes Port 'raus.


Gruß, Thomas
--
I have seen things you lusers would not believe. I've seen Sun
monitors on fire off the side of the multimedia lab. I've seen
NTU lights glitter in the dark near the Mail Gate. All these
things will be lost in time, like the root partition last week.
Markus Elsken
2021-04-19 21:06:02 UTC
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Moin!
Post by Thomas Orgelmacher
Der Faulheit halber geht das nur am Stück gegen
aufgerundetes Port 'raus.
Würde ich gerne nehmen, aber die Mailadresse funzt nicht.

mfg Markus
Andreas Kohlbach
2021-04-19 21:48:01 UTC
Permalink
Post by Thomas Orgelmacher
Anyone? Sonst steht den Kram ein unrühmliches Ende
bevor. Testen kann ich das mangels HW nicht mehr,
aber das ist vor Jahren funktionierend in die
Anti-Statik-Tüte gekommen und hat diese auch nicht
verlassen...
Könnte mir vorstellen, dass man die auf Ebay gut los wird. Irgendwer
scheint immer zu kaufen.

Werde die Theorie demnächst mal testen. Mir ist neulich ein Mirriam
Webster Dictionary von 1983 (Vintage; kennt den Begriff "Internet" nicht)
in gutem Zustand (hat vermutlich nie jemand wirklich drin geblättert)
zugelaufen. Werde ich mal einstellen.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Andreas Kohlbach
2021-04-19 22:07:08 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Werde die Theorie demnächst mal testen. Mir ist neulich ein Mirriam
Webster Dictionary von 1983 [...] ^^^^^^^
Merriam-Webster. Bin selbst schuld nicht fault zu sein, und nicht Copy'n
Paste genommen zu haben. ;-)
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Ralf Kiefer
2021-04-19 22:56:34 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Könnte mir vorstellen, dass man die auf Ebay gut los wird. Irgendwer
scheint immer zu kaufen.
Nur schwinden die privaten Anbieter wg. mittlerweile 11% Wegezoll (auch
für Versandkosten) und Zwang zur Zahlungsabwicklung über Ebay.

Ebay-Kleinanzeigen muß man nehmen, denn die gehören demnächst wohl nicht
mehr zu Ebay.


Gruß, Ralf
Andreas Kohlbach
2021-04-20 01:22:14 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Andreas Kohlbach
Könnte mir vorstellen, dass man die auf Ebay gut los wird. Irgendwer
scheint immer zu kaufen.
Nur schwinden die privaten Anbieter wg. mittlerweile 11% Wegezoll (auch
für Versandkosten) und Zwang zur Zahlungsabwicklung über Ebay.
Ebay-Kleinanzeigen muß man nehmen, denn die gehören demnächst wohl nicht
mehr zu Ebay.
Da habe ich zufällig auch einen Account. Bevor die Hardware weggeworfen
wird, stelle ich es für ihn ein.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Kay Martinen
2021-04-20 12:43:15 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Post by Andreas Kohlbach
Könnte mir vorstellen, dass man die auf Ebay gut los wird. Irgendwer
scheint immer zu kaufen.
Nur schwinden die privaten Anbieter wg. mittlerweile 11% Wegezoll (auch
für Versandkosten) und Zwang zur Zahlungsabwicklung über Ebay.
Ich hab da lange nichts zum verkaufen eingestellt und weiß grad nicht
wovon du sprichst. Könntest du die 11% und Wegezoll näher erklären? Und
das man die Auktionsgebühr an ebay zu zahlen hat war früher schon so.
Paypal habe ich nicht und mag ich nicht oder meinst du was anderes mit
Zahlungsabwicklung über ebay?
Post by Ralf Kiefer
Ebay-Kleinanzeigen muß man nehmen, denn die gehören demnächst wohl nicht
mehr zu Ebay.
Hmm, besonders doll finde ich das aber auch nicht dort. Verdienen die
NUR an Werbung auf ihre seite? Bisher gab's da so weit ich erinnere
keine Gebühren.

Kay
--
Posted via leafnode
Ralf Kiefer
2021-04-20 13:22:17 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Könntest du die 11% und Wegezoll näher erklären?
Bis jetzt dürfen einige private Verkäufer noch für 10% auf Auktionserlös
und Versandkosten verkaufen. Im Laufe dieser Wochen werden alle
zwangsmigriert zu 11% und dem Zwang den Ebay-Bezahldienst zu nehmen. Das
ist nicht Painpal, die schon lange nicht mehr Ebay gehören, sondern
Ratepay oder so ähnlich.

Ursprünglich begann Ebay als Verkaufsvermittler aufzutreten. Seit Jahren
schaffen sie in Salamitaktik ihr eigenes Rechtssystem abseits vom
staatlichen. Oder weißt Du noch, mit wem Du einen Vertrag abschließt,
wenn Du eine Auktion "gewinnst"? Mittlerweile bekommt man als Verkäufer
nicht mal mehr die ladungsfähige Anschrift des Käufers, sondern nur eine
Versandadresse. Und als Verkäufer erhältst Du zukünftig das Geld nur mit
gutem Wille von Ebay, früher von Painpal, wenn man sich deren
Rechtsverständnis unterwerfen wollte.

Noch ein Tip: beschäftige Dich mal mit dem Bewertungssystem, wie es
mittlerweile durch Ebay geregelt wird!
Post by Kay Martinen
Und
das man die Auktionsgebühr an ebay zu zahlen hat war früher schon so.
Die haben mal mit 3% nur auf den Auktionserlös begonnen. Ohne bei den
Versandkosten mitzukassieren.


Gruß, Ralf
Andreas Kohlbach
2021-04-20 14:24:11 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Ursprünglich begann Ebay als Verkaufsvermittler aufzutreten. Seit Jahren
schaffen sie in Salamitaktik ihr eigenes Rechtssystem abseits vom
staatlichen. Oder weißt Du noch, mit wem Du einen Vertrag abschließt,
wenn Du eine Auktion "gewinnst"? Mittlerweile bekommt man als Verkäufer
nicht mal mehr die ladungsfähige Anschrift des Käufers, sondern nur eine
Versandadresse. Und als Verkäufer erhältst Du zukünftig das Geld nur mit
gutem Wille von Ebay, früher von Painpal, wenn man sich deren
Rechtsverständnis unterwerfen wollte.
Soweit ich eben las, ist die Macht von Paypal ein Problem für Ebay, auch
wenn Paypal Ebay gehört(e). Wenn Paypal beispielsweise eine Zahlung
einfriert (in einem Beispiel wurde als Grund ein Schweizer Armee-Messer
von Paypal als Waffe eingestuft), kann Ebay nichts dagegen tun, auch wenn
sie anderer Meinung sind.

Paypal wird aber weiter eine der (nun) verschiedenen Micro-Payment
Methoden bleiben.

Leider gibt es keine anderen ernstzunehmenden Online-Auktionen für ONU
neben Ebay. Vor vielleicht 20 Jahren nervte mich Ebays "Monopol"
schon. Ein Bekannter wies mich auf Feininger hin, wo ich auch einiges
(v)ersteigerte. Aber die sind seit fast ebenso lange auch schon wieder tot.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Andreas Neumann
2021-04-21 06:38:10 UTC
Permalink
Post by Andreas Kohlbach
Leider gibt es keine anderen ernstzunehmenden Online-Auktionen für ONU
Optical Network Unit?
Post by Andreas Kohlbach
neben Ebay.
Doch, hood gibt es noch immer, letzte Woche erst benutzt. Zudem waren die
gekauften Hartmetallbohrer und Flügelmuttern deutlich günstiger als
vergleichbare bei ebay.
Post by Andreas Kohlbach
Vor vielleicht 20 Jahren nervte mich Ebays "Monopol" schon.
Das angebliche "Monopol" kann nur deshalb entstehen, weil Leute daran
glauben.
Andere, so wie ich, schauen sich halt grundsätzlich zuerst mal bei anderen
Portalen um.
Andreas Kohlbach
2021-04-21 19:02:17 UTC
Permalink
Post by Andreas Neumann
Post by Andreas Kohlbach
Leider gibt es keine anderen ernstzunehmenden Online-Auktionen für ONU
Optical Network Unit?
Auch die!
Post by Andreas Neumann
Post by Andreas Kohlbach
neben Ebay.
Doch, hood gibt es noch immer, letzte Woche erst benutzt. Zudem waren die
gekauften Hartmetallbohrer und Flügelmuttern deutlich günstiger als
vergleichbare bei ebay.
Schaue ich mir an.
Post by Andreas Neumann
Post by Andreas Kohlbach
Vor vielleicht 20 Jahren nervte mich Ebays "Monopol" schon.
Das angebliche "Monopol" kann nur deshalb entstehen, weil Leute daran
glauben.
Das tun eben zu viele. Und wer auf *viele* potentielle Verkäufer und
Käufer treffen will...
Post by Andreas Neumann
Andere, so wie ich, schauen sich halt grundsätzlich zuerst mal bei anderen
Portalen um.
Dazu müsste man sie alle abklappern und schauen, wie lange die schon
bestehen (um wenigstens annehmen zu können, dass die auch noch weiter
bestehen werden), wie viele (zufriedene) Kunden dort sind etc. Wäre mir
bei meinen wenigen Versteigerungen zu mühselig, dass ich zum Monopolisten
gehen würde, da ich dort schon ein Konto habe.
--
Andreas

PGP fingerprint 952B0A9F12C2FD6C9F7E68DAA9C2EA89D1A370E0
Sebastian Barthel
2021-04-23 12:19:52 UTC
Permalink
Post by Andreas Neumann
Das angebliche "Monopol" kann nur deshalb entstehen, weil Leute daran
glauben.
Ich habe mal irgendwo einen schlauen Artikel darüber gelesen, daß das
möglicherweise genau eine der "neuen" Eigenschaften des Netzes ist, daß
es nämlich solche Monopolbildungen einfach strukturell, quasi
automatisch, erzeugt. Und es gewinnt meist der, der ein Subthema als
erster erfolgreich besetzt hatte. Es bleibt also für einen "Dienst" immer
genau und exakt ein Anbieter übrig - die anderen verschwinden oder sind
irgendwann vom Volumen her komplett bedeutungslos.

Ebay ist da m.E. ein schönes Beispiel. Was sie jetzt probieren ist
"Amazon" zu werden, was aber nicht ihre Nische ist. Man kann es aber auch
schön an Twitter oder Facebook oder Twitch oder ... sehen.

Kurz: es scheint eine Art Natrugesetz des Netzes zu sein, daß
Maximalmonopolisierung passiert, allerdings immer heruntergebrochen auf
exakt ein bestimmte Nutzungsvariante oder "Angebot".

Es bedeutet auch, daß "die Leute" relativ wenig Einfluß darauf haben,
weil sie eben als Masse anders agieren, als als Einzelne.



E-Alternativen sind aktuell auch noch z.B. Quoka oder Ricardo, was es
auch immer noch gibt. Hood ist vermutlich das Bekannteste.
Andreas Kohlbach
2021-04-23 13:06:04 UTC
Permalink
Post by Sebastian Barthel
Post by Andreas Neumann
Das angebliche "Monopol" kann nur deshalb entstehen, weil Leute daran
glauben.
Ich habe mal irgendwo einen schlauen Artikel darüber gelesen, daß das
möglicherweise genau eine der "neuen" Eigenschaften des Netzes ist, daß
es nämlich solche Monopolbildungen einfach strukturell, quasi
automatisch, erzeugt. Und es gewinnt meist der, der ein Subthema als
erster erfolgreich besetzt hatte. Es bleibt also für einen "Dienst" immer
genau und exakt ein Anbieter übrig - die anderen verschwinden oder sind
irgendwann vom Volumen her komplett bedeutungslos.
Ebay ist da m.E. ein schönes Beispiel. Was sie jetzt probieren ist
"Amazon" zu werden, was aber nicht ihre Nische ist. Man kann es aber auch
schön an Twitter oder Facebook oder Twitch oder ... sehen.
Obwohl vor Facebook schon MySpace als Social-Platform da war, die schon
seit einer Dekade mehr oder weniger tot sind. Muss auch an etwas anderem
liegen.
--
Andreas
Dennis Grevenstein
2021-04-24 16:38:30 UTC
Permalink
Post by Sebastian Barthel
Ebay ist da m.E. ein schönes Beispiel. Was sie jetzt probieren ist
"Amazon" zu werden, was aber nicht ihre Nische ist. Man kann es aber auch
schön an Twitter oder Facebook oder Twitch oder ... sehen.
Kurz: es scheint eine Art Natrugesetz des Netzes zu sein, daß
Maximalmonopolisierung passiert, allerdings immer heruntergebrochen auf
exakt ein bestimmte Nutzungsvariante oder "Angebot".
Gegenbespiele lassen sich auch ein paar finden:
google, Apple, Microsoft und ja, durchaus: Amazon.
Alles Firmen, die irgendwo mal angefangen haben und dann immer
mehr neue Marktgebiete abgedeckt haben.
Post by Sebastian Barthel
Es bedeutet auch, daß "die Leute" relativ wenig Einfluß darauf haben,
weil sie eben als Masse anders agieren, als als Einzelne.
Hier sehe ich den entscheidenden Punkt. Reichweite.
Natürlich kannst Du auch woanders als bei ebay verkaufen, aber
ebay bringt halt die große Menge Kunden. Bei social media dasselbe.
Natürlich gibt es unheimlich viele verschiedene Plattformen, aber
bei FB sind halt richtig viele Menschen registriert.
Bei Software gibt es ähnliche Phänomene. Früher hiess das mal
"Textverarbeitung". Heute ist das "Office" und muss selbstverständlich
MS kompatibel sein, sonst kann man nichts damit anfangen, wenn
man irgendwie im Team arbeitet.
Man bezahlt bei ebay nicht soviel, weil die so ein gutes Produkt
anbieten oder so guten service haben, sondern weil sie Dir Zugang
zum Markt ermöglichen. Wenn Du in einen Club gehst, dann steht
da auch immer ein tättowierter Schläger, der für "Sicherheit"
sorgt, aber Du gehst nicht im den Club, um diesen Schläger näher
kennen zu lernen. Bezahlen musst Du den trotzdem.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Kay Martinen
2021-04-24 18:12:06 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Post by Sebastian Barthel
Ebay ist da m.E. ein schönes Beispiel. Was sie jetzt probieren ist
"Amazon" zu werden, was aber nicht ihre Nische ist. Man kann es aber auch
schön an Twitter oder Facebook oder Twitch oder ... sehen.
Kurz: es scheint eine Art Natrugesetz des Netzes zu sein, daß
Maximalmonopolisierung passiert, allerdings immer heruntergebrochen auf
exakt ein bestimmte Nutzungsvariante oder "Angebot".
Nicht unbedingt immer (meine ich) aber oft. Und ich meine auch es ist
ein Fakt das durch das Internet ein "the Winner takes it all" entsteht.
Wie anderswo gelesen "niemand sucht gezielt nach dem 'Zweitbesten
Angebot'!" denn wenn die Kritische Masse für $Dienst oder
$Funktionsangebot erreicht ist wir[d|kt] das Selbstverstärkend.

Folge: Es gibt bald keinen Zweitbesten Anbieter für $XYZ
Post by Dennis Grevenstein
google, Apple, Microsoft und ja, durchaus: Amazon.
Alles Firmen, die irgendwo mal angefangen haben und dann immer
mehr neue Marktgebiete abgedeckt haben.
Das sehe ich mehr als eine Variante des Embrace and Extend was man MS ja
vorwarf. Funktioniert doch oder? Vom OS-Lieferant zum Cloud und Cloud-OS
Anbieter, vom Buchhändler zum "wir verkaufen ALLES" von der Suchmaschine
zu "Wir wissen alles" vom Uni-Computer-Krauter zum GoldenCage+Extras...

Alles "Erfolgsgeschichten" mit Zweifelhaftem Inhalt!

Nicht das Geld verdienen schlecht wäre. Aber heute muß man m.E. die Wahl
des Anbieters eher von der Frage abhängig machen WIE die ihr Geld
verdienen - und welche Schandtaten sie dafür NICHT begehen.

Dann ist die Auswahl allerdings limitiert. So ungefähr auf... NULL.

YMMV. :-/
Post by Dennis Grevenstein
Post by Sebastian Barthel
Es bedeutet auch, daß "die Leute" relativ wenig Einfluß darauf haben,
weil sie eben als Masse anders agieren, als als Einzelne.
Hier sehe ich den entscheidenden Punkt. Reichweite.
Weil $jeder davon überzeugt ist das seine $Botschaft (was immer es auch
sei) naturgemäß $ALLE angeht und folglich auch alle erreicht werden MÜSSEN.

Ich glaub die Menschheit gehört auf die Couch eines Psychologen. ALLE
die so denken. :-(
Post by Dennis Grevenstein
zum Markt ermöglichen. Wenn Du in einen Club gehst, dann steht
da auch immer ein tättowierter Schläger, der für "Sicherheit"
sorgt, aber Du gehst nicht im den Club, um diesen Schläger näher
kennen zu lernen. Bezahlen musst Du den trotzdem.
Nettes Bild. Mir scheint es eher als ob im RL und Internet jede Menge
Bullis unterwegs sind die jeden in ihre Ecke drängen wollen.

Nimm nur Wahlen... oder den "Krieg gegen den Terror"... alles
Postfaktisch. Man kommt nicht in den Club weil einen die Lügengebäude
des tätowierten Schlägers vor der Tür abschrecken. So seh ich das!

N.B. Von welchem "Club" redest du konkret? Welcher hat denn jetzt
(Pandemie) noch auf und wurde noch nicht von der Polizei bemerkt? :-)=)


Kay
--
Posted via leafnode
Dennis Grevenstein
2021-04-25 17:04:42 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Dennis Grevenstein
google, Apple, Microsoft und ja, durchaus: Amazon.
Alles Firmen, die irgendwo mal angefangen haben und dann immer
mehr neue Marktgebiete abgedeckt haben.
Das sehe ich mehr als eine Variante des Embrace and Extend was man MS ja
vorwarf. Funktioniert doch oder? [...]
ja, eben. Daher glaube ich nicht, dass sich eine Marktdominanz
nur auf einen Bereich beschraenken muss.
Post by Kay Martinen
Nicht das Geld verdienen schlecht waere. Aber heute muss man m.E. die Wahl
des Anbieters eher von der Frage abhaengig machen WIE die ihr Geld
verdienen - und welche Schandtaten sie dafuer NICHT begehen.
Es gibt durchaus so Initiativen, Sachen aktuell bei lokalen
Buchlaeden zu bestellen und nicht bei Amazon. So wie ich gehoert
habe, funktioniert das nicht gut.
Post by Kay Martinen
Post by Dennis Grevenstein
Hier sehe ich den entscheidenden Punkt. Reichweite.
Weil $jeder davon ueberzeugt ist das seine $Botschaft (was immer es auch
sei) naturgemaess $ALLE angeht und folglich auch alle erreicht werden MueSSEN.
Im Fall von ebay geht es einfach darum, das relevante Publikum zu
erreichen. Wenn man z.B. alten Computerkram loswerden will, dann
kann man auch woanders anbieten. Habe ich frueher immer wieder gemacht.
Da wirst Du das meiste gar nicht los, wenn ueberhaupt nur umsonst.
Du musst es dann noch 3 Monate aufheben bis es mal einer abholen kommt...
Aber das entscheidende ist, dass man das meiste gar nicht los wird, weil
wir hier alle schon fast alles relevante besitzen. Im Gegensatz dazu
kann man Sachen auch bei ebay einstellen, eine Woche spaeter ist das
verkauft, man steckt das Zeug in ein Paket und ist es los.

Ich kann mich noch ganz gut erinnern, wie ich frueher irgendwo
hingefahren bin, um Sachen abzuholen und dann hast Du das Auto
bis unters Dach vollgeladen und musst dann wieder eine Menge
davon loswerden. Die Leute, die es Dir dann abnehmen, sind dann
doch immer wieder dieselben und sie nehmen auch nur solange, bis
sie selbst den Keller voll haben. Dann rennst Du den Leuten
hinterher und schaust, ob Du wem was schenken kannst. Das hat
auch wenig Spass gemacht.
Die Zeiten sind halt vorbei, wo man irgendeine alte workstation
loswerden wollte und am naechsten Tag kam ein Informatikstudent
im 1. Semester und hat das Teil gluecklich mitgenommen. Wenn
ich heute eine alte workstation loswerden wollte, dann ist der
Abnehmer so zwischen 40 und 50, hat sein Informatikstudium
schon lange hinter sich und will auch nur eine ganz bestimmte
Modellvariante und auch nur mit einigermassen ordentlicher
Ausstattung und auch bitte in sammelwuerdigem Zustand ohne
Kratzer oder beschaedigte Plastikteile.
Post by Kay Martinen
N.B. Von welchem "Club" redest du konkret?
Ich dachte hier wird prinzipiell ueber die marktbeherrschende Stellung
von ebay geredet, aber vielleicht irre ich mich.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhaeuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Markus Elsken
2021-04-25 18:25:57 UTC
Permalink
Moin!
Post by Dennis Grevenstein
Es gibt durchaus so Initiativen, Sachen aktuell bei lokalen
Buchlaeden zu bestellen und nicht bei Amazon. So wie ich gehoert
habe, funktioniert das nicht gut.
Das ist leider korrekt. Der lokale Buchhandel trägt die Nase so weit
oben, dass es in die Nasenlöcher reinregnet. Bestellungen werden mit
"nicht lieferbar" oder "vergriffen" abgelehnt, man hat sich doch
gefälligst aus dem Bestand im Laden etwas auszusuchen.
Komischerweise liefern Thalia (sogar mit einer Filiale vor Ort) und
Amazon diese angeblich vergriffenen, nicht lieferbaren Bücher sehr
zeitnah (ein ca. 20 Jahre altes Buch hat mal eine Woche gebraucht, das
ist aber vertretbar) und zuverlässig.
Aus Rache habe ich eine Bestellung von vor knapp vier Jahren nicht
storniert, obwohl das Buch längst ausgelesen im Regal steht. Mal gucken,
alle halbe Jahre kommt die Meldung "immer noch nicht lieferbar".

mfg Markus
Ralf Kiefer
2021-04-25 18:57:09 UTC
Permalink
Post by Markus Elsken
Der lokale Buchhandel trägt die Nase so weit
oben, dass es in die Nasenlöcher reinregnet. Bestellungen werden mit
"nicht lieferbar" oder "vergriffen" abgelehnt, man hat sich doch
gefälligst aus dem Bestand im Laden etwas auszusuchen.
Ein üblicher Buchladen ist nur wo etwas wie ein Franchise-Nehmer der
drei großen Büchervertriebsunternehmen in .de (oder so ähnlich). Nicht
mehr, nicht weniger. Diese liefern die Ware zum nächsten Vormittag in
die Buchläden. Immer! Das steckt im festgesetzten Preis der deutschen
Buchpreisbindung drin. Seit Jahrzehnten.

Tallia (ich hasse diesen Laden, weil die keine ausgebildeten
Buchhändler, sondern Lagerarbeiter Amazon-ähnlich beschäftigen) bestimmt
wie Amazon auch die Buchankaufspreise, um so die Spanne zwischen Einkauf
und Verkaufspreis optimieren zu können. Nur hat Tallia damit bereits
begonnen, als es Amazon auf dem deutschen Markt noch gar nicht gab, soll
heißen im letzten Jahrtausend.
Post by Markus Elsken
Aus Rache habe ich eine Bestellung von vor knapp vier Jahren nicht
storniert, obwohl das Buch längst ausgelesen im Regal steht. Mal gucken,
alle halbe Jahre kommt die Meldung "immer noch nicht lieferbar".
Such Dir eine Buchhandlung mit kompetentem Personal!

Gruß, Ralf
Markus Elsken
2021-04-26 09:55:35 UTC
Permalink
Moin!
Post by Ralf Kiefer
Ein üblicher Buchladen ist nur wo etwas wie ein Franchise-Nehmer der
drei großen Büchervertriebsunternehmen in .de (oder so ähnlich). Nicht
mehr, nicht weniger. Diese liefern die Ware zum nächsten Vormittag in
die Buchläden. Immer! Das steckt im festgesetzten Preis der deutschen
Buchpreisbindung drin. Seit Jahrzehnten.
Die Buchläden vor Ort sind bis auf Thalia alles "alteingesessene"
private Händler. Und die sind arrogant bis zum Geht-nicht-mehr.
Post by Ralf Kiefer
Such Dir eine Buchhandlung mit kompetentem Personal!
Gibt es vor Ort nicht mehr.

mfg Markus
Ralf Kiefer
2021-04-26 11:16:03 UTC
Permalink
Post by Markus Elsken
Die Buchläden vor Ort sind bis auf Thalia alles "alteingesessene"
private Händler.
Die Läden sind zwar vielleicht inhabergeführt, oder so, aber die kaufen
mitnichten bei den Verlagen direkt ein, sondern im sogenannten
Zwischenbuchhandel wie z.B. Libri [1], der wiederum bei den Verlagen
einkauft und die Bücher zu den bestellenden Buchhandlungen anliefert.

Das Geschäftsmodell solcher "alteingesessener" Buchhandlungen ist der
Vertrieb des Sortiments der paar Großisten manchmal ergänzt um ein paar
Artikel aus dem Nichtbuchsortiment wie z.B. Kalender. Mehr macht ein
Buchladen seit Jahrzehnten nicht mehr. Der Unterschied besteht im
Präsenzangebot [3] sowie beim Beratungsangebot [2], was der Schwerpunkt
"echter" Buchhändler ist.

Die Vertriebsstruktur ist ähnlich wie bei Apotheken. Das Argument für
die Preisbindung der Waren ist jeweils dasselbe. Den Einfluß auf die
Preisgestaltung darf jeder selbst beurteilen :-)

Ausnahmen bestätigen die Regel :-) In Karlsruhe haben wir z.B. einen
Reisebuchladen, der neben dem Schwerpunkt in diesem Segment der
Großisten Bücher aus dem Ausland sowie Kartenmaterial anbietet. Gute
Beratung inklusive. D.h. ich gehe dort rein (die kennen mich :-) ), sage
die Gegend auf dieser Welt und bekomme sicher keinen
Dumont-Kunstreiseführer empfohlen, sondern was von Reiseknowhow, Lonely
Planet o.ä., daneben ggf. Hinweise auf eine Neuauflage in absehbarer
Zeit. Nach einer Reise bekommen die natürlich Rückmeldung über die
Qualität des Reiseführers.
Post by Markus Elsken
Und die sind arrogant bis zum Geht-nicht-mehr.
Post by Ralf Kiefer
Such Dir eine Buchhandlung mit kompetentem Personal!
Gibt es vor Ort nicht mehr.
"Deutschland geht es gut".

Gruß, Ralf

[1] Bei der nächsten Buchbestellung einfach mal dem Buchhändler über die
Schulter schauen, wo er die Bestellung eintippt bzw. wo er sucht, ob das
Buch gerade lieferbar ist.

[2] In der Vor-Web-Zeit ging ich in eine inhabergeführte Buchhandlung
mit guter Computerabteilung, sagte meine Stichworte und erhielt
Hinweise, welche Bücher in Frage kämen (meist natürlich von O'Reilley
oder Addison-Wesley, aber niemals von Data-Becker), daß ich in dieses
oder jenes Buch reinschauen könne, oder daß ein lohnenswertes Buch zum
Thema in absehbarer Zeit auf den Markt käme und es sich evtl. lohnen
würde zu warten.

[3] Z.B. bei Tallia gibt's als Präsenz typischerweise die
Bestsellerliste vom ehemaligen Nachrichtenmagazin, aber fast nicht mehr.
Das gibt's dann immerhin von der Palette im Kassenbereich.
Hanno Foest
2021-04-26 12:26:45 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
[3] Z.B. bei Tallia gibt's als Präsenz typischerweise die
Bestsellerliste vom ehemaligen Nachrichtenmagazin, aber fast nicht mehr.
Das gibt's dann immerhin von der Palette im Kassenbereich.
https://blog.fefe.de/?ts=b42b2529

"Kurzer Realitätsabgleich: Nicht die Internet-Raubkopierer machen die
Verlage kaputt, sondern große Buchhandels-Ketten. Die Details lösen
Brechreiz aus. Die haben den Buchhandel walmartisiert und kassieren laut
dieses Artikels über 50% des Buchpreises als Profit, wollten gar eines
Tages von den Verlagen noch ihre neuen Filialen finanziert kriegen. Und
dann sowas hier:

15 000 Euro kostet ein Titel im Weihnachtsprospekt 2009. Der Preis
für ein "Thalia-Buch des Monats" liegt bei 50 000 Euro. Dafür haben die
Verlage die Gewähr, dass diese Titel erstklassig sichtbar präsentiert
werden. Alle anderen, ausgenommen solche, die schon Bestseller sind,
verschwinden dagegen im Regal, wo sie kaum wahrgenommen werden. Und
daher bezeichnet Herr Frisch jene Summen, die offiziell
Werbekostenzuschüsse heißen, schlicht als Eintrittsgelder. Man muss sie
zahlen, wenn man da, wo rasant verkauft wird, vertreten sein will.

Soso, Eintrittsgeld, ja? Zu Al Capones Zeiten hatte man da klarere Worte
für.

Wie schlimm ist es schon? Sehr schlimm:

Die Bestseller nämlich werden durch das Vorgehen der Ketten immer
bestselleriger, der große Rest fällt immer schneller aus den Regalen in
die Vergessenheit. Heute verkauft die Frau Jelinek, und sie und ihr Haus
bürgen für Qualität, von jeder fünften ihrer Roman-Novitäten weniger als
1000 Exemplare. Vor zehn Jahren waren solche Flops noch zu
vernachlässigen. Was das alles fürs Leben & Sterben der eigentlichen
Produzenten, der Schriftsteller, bedeutet, liegt auf der Hand.

Bei allem Mitleid für die Verlage sind die Schriftsteller ja schon immer
die eigentlichen Opfer."

Den verlinken Artikel "An der Kette" gibts bei archive,org.

Hanno
--
The modern conservative is engaged in one of man's oldest exercises in
moral philosophy; that is, the search for a superior moral justification
for selfishness.
- John Kenneth Galbraith
Dennis Grevenstein
2021-04-25 20:15:54 UTC
Permalink
Post by Markus Elsken
Das ist leider korrekt. Der lokale Buchhandel trägt die Nase so weit
oben, dass es in die Nasenlöcher reinregnet.
Nun, ich verstehe aber durchaus die Idee dabei, lokale Händler zu
unterstützen, anstatt ALLES(tm) nur noch bei Amazon zu bestellen.
Allerdings bin ich selbst gar nicht mehr der Buchladen-Typ. Früher
habe ich das genossen, mich im Laden einfach umzusehen, aber
mittlerweile will ich einfach nur irgendein bestimmtes Buch und
das am besten ohne dafür noch irgendwo hinlatschen zu müssen.

gruss,
Dennis
--
"I've seen things you people wouldn't believe. Attack ships on fire off the
shoulder of Orion. I watched C-beams glitter in the dark near the Tannhäuser
gate. All those moments will be lost in time, like tears in rain."
Sebastian Barthel
2021-04-25 20:32:36 UTC
Permalink
Post by Markus Elsken
Moin!
Es gibt durchaus so Initiativen, Sachen aktuell bei lokalen Buchlaeden
zu bestellen und nicht bei Amazon. So wie ich gehoert habe,
funktioniert das nicht gut.
Das ist leider korrekt. Der lokale Buchhandel trägt die Nase so weit
oben, dass es in die Nasenlöcher reinregnet. Bestellungen werden mit
"nicht lieferbar" oder "vergriffen" abgelehnt, man hat sich doch
gefälligst aus dem Bestand im Laden etwas auszusuchen.
Kann ich so gar nicht bestätigen. Eher im Gegenteil: freundlich,
zuvorkommend, versuchen immer zu organisieren was sie überhaupt bekommen
können. Aber das gilt evtl. eher für den wirklich kleinen Buchladen oder
das "ganz kleine" Thalia "Franchise".

Was mir z.B. an Thalia nicht gefällt, daß die mehr oder weniger überall
den gleichen Mainstream hinstellen, auch wenn man drei oder vier
derartige Händler in einer Stadt hat. Das ist eigentlich nicht die Idee
davon, man hat dann auch keine Auswahl mehr und gerade bei Büchern ist
das doch oft schön, wenn man da mal kurz reinlesen kann.

Was dann wieder gut ist, daß so ein großer Händler in seinen Topfilialen
auch von aufwendig gemachten Büchern mal ein Ansichtsexemplar da haben
kann, was in einem kleinen Buchladen dann doch schon manchmal schwierig
wird. Die sind da manchmal ganz froh, wenn sie es zu lassen können (in
Folie).


Aber: ohne die Buchpreisbindung wären die richtig echten kleinen Händler
wahrscheinlich noch viel mehr dezimiert als ohnehin schon. Und gerade
Thalia und Hugendubel tun natürlich ihres dazu, daß das althergebrachte
System auf lange Zeit nicht mehr bestehen kann oder nur mit viel
Enthusiasmus und einer kaufbereiten lokalen Stammleserschaft.


VG,
SBn
Sebastian Barthel
2021-04-25 20:20:51 UTC
Permalink
Post by Kay Martinen
Post by Dennis Grevenstein
google, Apple, Microsoft und ja, durchaus: Amazon.
Alles Firmen, die irgendwo mal angefangen haben und dann immer mehr
neue Marktgebiete abgedeckt haben.
Das sehe ich mehr als eine Variante des Embrace and Extend was man MS
ja vorwarf. Funktioniert doch oder? [...]
ja, eben. Daher glaube ich nicht, dass sich eine Marktdominanz nur auf
einen Bereich beschraenken muss.
Muss sie vermutlich nicht - es ging aber ja auch eher darum, daß es
anscheinend ein Phänomen ist, daß man da im Netz doch recht schnell genau
einen "Platzhirsch" hat, der für eine bestimmte Sache übrigbleibt.

Die Sache mit dem "keiner sucht sich absichtlich den zweitbesten
Anbieter" beschreibt den Mechanismus wohl ziemlich gut.

Das es natürlich auch immer paar Gegenbeispiele oder weiter gefaßte
Sachen gibt, ist aber auch OK.

Die Geschichte mit den Microsoft Office Dokumenten ist doch ein schönes
Beispiel, wo man sieht, daß das trotz guter anderer "Anbieter" eben doch
greift.
Post by Kay Martinen
Weil $jeder davon ueberzeugt ist das seine $Botschaft (was immer es
auch sei) naturgemaess $ALLE angeht und folglich auch alle erreicht
werden MueSSEN.
Im Fall von ebay geht es einfach darum, das relevante Publikum zu
erreichen. Wenn man z.B. alten Computerkram loswerden will, dann kann
man auch woanders anbieten. Habe ich frueher immer wieder gemacht. Da
wirst Du das meiste gar nicht los, wenn ueberhaupt nur umsonst.
Du musst es dann noch 3 Monate aufheben bis es mal einer abholen kommt...
Aber das entscheidende ist, dass man das meiste gar nicht los wird, weil
wir hier alle schon fast alles relevante besitzen. Im Gegensatz dazu
kann man Sachen auch bei ebay einstellen, eine Woche spaeter ist das
verkauft, man steckt das Zeug in ein Paket und ist es los.
Da ist aber tatsächlich i.a. das Problem die fehlende Reichweite und hier
vor allem die extrem vorselektierte Gruppe.

Wesentlich ist aber ja wahrscheinlich auch, daß man bei Ebay einfach für
bestimmte Sachen sicher auch mehr bekommen kann, als z.B. hier, wo die
Leute auch wissen, daß es evtl. auch mal wieder vorbeikommt oder mal
einfach abholbar sein wird.

Nur: Das wird auch nicht immer klappen und es gibt ja jetzt schon Sachen,
die völlig unabhängig von dem Angebotsmodus seltenst sind und daher
sicher überall gesucht: C65, Apple 1, Apple Network Server, KIM-1
Erstausgabe, DEC PDP-8 usf.

Das kippt halt einfach irgendwann - nämlich dann, wenn Leute wirklich
anfangen Dinge wirklich auch aktiv zu suchen. Nur bei den Workstations
ist entweder der Punkt heut noch nicht erreicht oder es gibt einfach zu
wenig Leute mit einem Bezug dazu.
Ich kann mich noch ganz gut erinnern, wie ich frueher irgendwo
hingefahren bin, um Sachen abzuholen und dann hast Du das Auto bis
unters Dach vollgeladen und musst dann wieder eine Menge davon
loswerden. Die Leute, die es Dir dann abnehmen, sind dann doch immer
wieder dieselben und sie nehmen auch nur solange, bis sie selbst den
Keller voll haben.
Das gibt es durchaus auch heute noch. Nur nehmen die Leute heut' oft dann
ganze Ladungen voll von Highscreen PCs mit oder auch alles mögliche
andere PC artige. Dann wird das aussortiert, umgebaut, landet teils im
Weiterverkauf und wird nur teils behalten.

Platz ist natürlich dabei immer der limitierende Faktor. Und das betrifft
ja sogar solche Sammlungen wie die Technischen Museen in München, Berlin,
Dresden oder sonstwo.
Die Zeiten sind halt vorbei, wo man irgendeine alte workstation
loswerden wollte und am naechsten Tag kam ein Informatikstudent im 1.
Semester und hat das Teil gluecklich mitgenommen.
Dann biete mal eine Z820 für kleines Geld - da hast Du mehr Chancen, daß
der gewünschte 1.Semestler vorbeischaut. Meist wird es aber auch dort so
sein, daß die bereits besseres haben, oder das was da ist, so vollauf
reicht, daß "mehr" gar nicht nötig ist. Es ist eben einfach nichts
Seltenes mehr und rechnendes Equipment ist eben einfach viel mehr
vorhanden als zu Zeiten von SUN Sparc oder HP UX.

Bei Apple die zünden doch anscheinend gerade die nächste Stufe mit ihrem
M1. Da darf man gespannt sein, ob nicht die Leute demnächst lieber was
mit ordentlicher "Neural Engine" haben wollen und dafür lieber auf ein
paar normale FLOPS verzichten.
Ich dachte hier wird prinzipiell ueber die marktbeherrschende Stellung
von ebay geredet, aber vielleicht irre ich mich.
Ich zumindest hatte das relativ allgemein gemeint. Als Mechanismus
betrifft das ja auch z.B. InternetTV ala NetFlix oder Stream-Gaming (was
aber wohl erstmal wieder eingepackt worden ist) oder Hören im Netz wie
z.B. bei SoundCloud oder ganz neu bei Clubhouse oder Texte verteilen ala
WordPress usf usf


VG,
SBn
Kay Martinen
2021-04-25 23:31:38 UTC
Permalink
Post by Dennis Grevenstein
Post by Kay Martinen
Post by Dennis Grevenstein
google, Apple, Microsoft und ja, durchaus: Amazon.
Alles Firmen, die irgendwo mal angefangen haben und dann immer
mehr neue Marktgebiete abgedeckt haben.
Das sehe ich mehr als eine Variante des Embrace and Extend was man MS ja
vorwarf. Funktioniert doch oder? [...]
ja, eben. Daher glaube ich nicht, dass sich eine Marktdominanz
nur auf einen Bereich beschraenken muss.
Kommt drauf an. Ob sich in dem Bereich dann immer noch etwas gleich
große Player tummeln. Apple ist mit seinem Walled Garden vielleicht ein
schlechtes Beispiel und zu itunes gibt es ja auch alternativen.

Eine Zeit lang sah es aber so aus als ob es außer google keine
suchmaschine mehr geben würde. Oder erinnert sich noch jemand bei Alta
Vista oder Yahoo gesucht zu haben. Der Webkatalog von web.de dürfte auch
geschichte sein. Und viele Suchen sind heute doch nur frontends die auf
google zugreifen. Im Beispiel von Startpage mit positiveren Ambitionen
als andere...

Bezweifelt deshalb aber jemand die Marktdominanz von google was die
suche angeht?
Post by Dennis Grevenstein
Es gibt durchaus so Initiativen, Sachen aktuell bei lokalen
Buchlaeden zu bestellen und nicht bei Amazon. So wie ich gehoert
habe, funktioniert das nicht gut.
Kann ich nicht pauschal sagen. Es kommt drauf an. Wenn es zu speziell,
die Auflage zu klein oder eher antiquarisch ist dann stimmt's wohl.

Aber wenn ich ein bestimmtes Buch haben wollte suche ich online nach der
ISBN gehe zum Buchladen und einen Tag später habe ich es.

Und ich hab gewiss nicht alles gelesen, die "Klassiker" schon gar nicht.
Aber so halbwegs gängiges das mich mal interessierte war kein Problem.
Z.b. Der Sturm oder Dürrenmatt's Die Physiker.

Aber IT Fachbücher z.b. von O'reilly hab ich auch schon Online gekauft -
wenn es sie denn nicht so schon als kostenloses PDF gab.
Post by Dennis Grevenstein
Im Fall von ebay geht es einfach darum, das relevante Publikum zu
erreichen. Wenn man z.B. alten Computerkram loswerden will, dann
kann man auch woanders anbieten. Habe ich frueher immer wieder gemacht.
Da wirst Du das meiste gar nicht los, wenn ueberhaupt nur umsonst.
Das ist mir; trotz niedrigstem Startpreis; bei vielen Dingen auch bei
ebay passiert. Vor Jahren. Wie's aktuell ist weiß ich nicht.
Post by Dennis Grevenstein
Ich kann mich noch ganz gut erinnern, wie ich frueher irgendwo
hingefahren bin, um Sachen abzuholen und dann hast Du das Auto
bis unters Dach vollgeladen und musst dann wieder eine Menge
Das ist mir hier; aufgrund der Lage; sowieso nie möglich gewesen da
alles was weiter als FL oder HH ist eine Mehrtägige Reise bedeutet.
Post by Dennis Grevenstein
Post by Kay Martinen
N.B. Von welchem "Club" redest du konkret?
Ich dachte hier wird prinzipiell ueber die marktbeherrschende Stellung
von ebay geredet, aber vielleicht irre ich mich.
War'n Scherz. So von wegen "Ist Pandemie und der Club hat auf! Und den
hat noch keiner verpetzt?" :-)


Kay
--
Posted via leafnode
Andreas Bockelmann
2021-04-20 15:33:46 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Die haben mal mit 3% nur auf den Auktionserlös begonnen. Ohne bei den
Versandkosten mitzukassieren.
Jo, damals gab es auch den Handzyubehörhändler, der zwar den Nokia-Akku (nur
im Angebot original) für 1 Euro verkaufte aber 10 Euro Versand kassierte. Im
Reklamationsfall wurden die Versandkosten nicht erstattet.
--
Mit freundlichen Grüßen
Andreas Bockelmann
Ralf Kiefer
2021-04-20 15:51:56 UTC
Permalink
Post by Andreas Bockelmann
Im
Reklamationsfall wurden die Versandkosten nicht erstattet.
Wann kam die 40-Euro-Regel für den Versandhandel?

Gruß, Ralf
Helmut Fischer
2021-04-21 06:24:34 UTC
Permalink
Post by Ralf Kiefer
Die haben mal mit 3% nur auf den Auktionserlös begonnen. Ohne bei den
Versandkosten mitzukassieren.
WIMRE haben sie ganz zu Anfang ssogar umsonst vermittelt und erst als
sie sich etabliert hatten angefangen Gebühren zu erheben.

Und ja, die privaten Verkäufer werden zunehmend entrechtet, wie ich
gerade selbst erfahre. Ebay versucht, sie über die Regelungen
gewerblichen Verkäufern gleichzustellen.

Grüße, Helmut
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